Als traditionelle Mallorcaurlauber mit einem durchschnittlichen Urlaubsbudget haben wir in diesem Jahr zum ersten Mal eine Reise nach Ägypten gewagt - den Warnungen vor den heissen Sommermonat August zum Trotz. Und was sollen wir abschließen sagen? Es war ein Traum, angefangen von dem fantastischen Wetter über die einmalige Hotelanlage bis zu dem unglaublichen Poollandschaften und den sensationellen Schnorchelmöglichkeiten. Und das alles zu einem erschwinglichen Preis, für den wir sonst auf Mallorca höchsten HP in einer schäbigen Betteburg bekommen hätten. Kommen wir zu dem Hotel. Ein Traum aus 1001 Nacht. Punkt aus, ist einfach so. So eine schöne Anlage mit bezaubernden Grünanlagen, ein Meer von Palmen, tipptopp gepflegt haben wir noch nicht gesehen. Eine Armada von fleißigen Mitarbeiter sorgt für eine topgepflegte Anlage. Dort findet man unter Garantie nicht den Hauch von Abfällen auf den Wegen, liegt aber auch daran, dass gefühlt alle 5 Meter eine dekorative Abfalltonne in Form einer ägyptischen Amphore dafür Sorge trägt, dass der Müll der Gäste an der richtigen Stelle landet. Die gesamte Anlage besteht aus dem Grand Makadi, dem Makadi Palace, dem Makadi Spa (noch nicht ganz fertig, aber von Baulärm war nichts zu hören) sowie etwas außerhalb dem Makadi Family Star. Ein Wasserpark soll in näherer Zukunft diese Megaanlage komplettieren, das wird aber wohl noch ein wenig dauern. (2013). Den Gäste stehen in der Hotelanlage alle All-In-Services zur Verfügung, auf jeden Fall gilt das für das Grand Makadi und Makadi Palace. Beim Spa bin ich mir da nicht so sicher, da es einen sehr exklusiven Eindruck macht und wir auch nicht diesen Bereich besucht haben. Die Anlage hat ordentliche Dimensionen. Einmal in der Breite ablaufen nimmt minimum 15 Minuten in Anspruch, da wird schon groß gedacht in Ägypten. Hat den Vorteil, dass sich dort die Menge an Gästen schön verteilt. Man hat nie den Eindruck, dass die Anlage überlaufen ist. Also, Fazit: Wir sind Ägyptenfans geworden. Das trockene Wüstenklima lässt sich bestens aushalten, auch bei Temperaturen um 37 Grad. Denn es weht ein ständiger Wind und man ist halt viel im Wasser. Die Anlage ist ein Traum, die Menschen total nett und unaufdringlich, die Pools haben einen Oscar verdient. Der Strand ist nett zum liegen, ansonsten fehlt leider ein Sandstrand. Die Korallenriffe fordern ihren Tribut, Badeschuhe sind unumgänglich, dafür entschädigt eine unglaubliche Unterwasserwelt für die kleinen Unannehmlichkeiten. Schnorcheln ist Pflicht!
Zimmer waren okay. Wir hatten eine Juniorsuite, die für zwei Personen spitze, für vier Personen halt okay ist. Das Badezimmer hingegen erfreulich großzügig gestaltet, Klimaanlage richtig gut, kleiner Fernseher mit ARD, ZDF, RTL, SAT1, PRO7, Kabel. Matratzen sind super, alles in allem völlig okay. Tipp für Familen: Die Zimmer im Family Star sind wesentlich größer, mit einem seperaten Schlafzimmer für die Eltern, einer schöner Schlafnische für die Kids und einem Wohnzimmer.
Würde ich gerne sechs Sonnen verteilen, aber dafür fande ich persönlich die Buffets in den beiden Restaurants, die man nicht reservieren musste (Dome und Melange) nicht ganz so toll. Da waren die Buffets in Spanien doch besser, von der Auswahl der Speisen, von der visuellen Darbietung, der Wärme der Speisen... Aber jetzt kommt der große Joker der Makadi-Anlage. Und dieser Joker heißt a la Carte-Restaurants. Hier von gibt es in der Anlage acht Restaurants, alle kann ich jetzt nicht mehr aufzählen. Auf jeden Fall einen Chinesen, einen Ägypter, einen Thailänder, einen Italiener, einen Inder, einen Libanesen, das Discovery und der Rest fällt mir nicht mehr ein. Wir haben in der Woche beim Thailänder, Italiner und Inder reserviert und alle drei waren fantastisch. Erstklassige Speisen, super Service und alles im All-In-Paket mit inkludiert. Auf der Karte finden sich dann noch zusätzliche hochwertige Komponenten, die extra bezahlt werden müssen. Diese sind aber klar zu erkennen. Die a la Carte-Restaurant erfreuen sich einer großen Beliebtheit, daher empfehle ich so schnell wie möglich nach der Ankunft die Reservierungen vorzunehmen. Den Inder, Chinesen, Ägypter und Libanesen können zentral in der Lobby am vormittag eingebucht werden. Die anderen Restaurant direkt vor Ort ab jeweils 15:00 Uhr. Wie gesagt, dass sollte man schnellstes in Angriff nehmen. Ansonsten gibt es in der Anlage in Strandnähe noch drei Grillbars, wo man gegen den schnellen Hunger Pommes und verschieden Burger verzehren kann. Bei Kindern sehr beliebt. Und im großen Poolbereich gibt es das "Rondevouz", wo täglich Pfannkuchen, Sandwiches und Eis angeboten werden. Frühstück fande ich persönlich sehr gut, Kaffee schmeckte, und ansonsten alles da was das Herz begeht. Omlettes werden direkt frisch zubereitet.
Ja, das war wirklich vom Feinsten. Unglaublich nette Mitarbeiter, die einen die Wünsche von den Lippen ablesen. Manchmal war es uns fast unangenehm die Dienste in Anspruch zu nehmen, aber die Mitarbeiter selbst wollten das so. Beispielsweise als ich noch eine Auflage für eine weitere Liege benötigte und zum Sammelplatz am Strand gegangen bin. Man ließ mich nicht die Auflage zu meiner Liege tragen, auch nicht auf den Hinweis das ich doch ein "strong man" wäre. Naja, soll es halt so sein. Kommen wir nun zum Thema "Trinkgeld". Was hatte ich mir im Vorfeld Gedanken gemacht, wie ich damit klarkomme. Wann gebe ich was? Wieviel gebe ich? Wie oft? Und was soll ich sagen. Es ist in dieser Anlage tiefenentspannt, weil keiner der Angestellten Trinkgeld erwartet oder fordert. Was natürlich nicht heißen soll, dass die MItarbeiter sich nicht darüber freuen. Wir haben das in der Regel so gehändelt, dass wir den Kellnern am Pool, wenn sie Getränke gebracht haben, einmal 1 Euro gegeben haben. Diesen Dienst haben wir maximal zweimal in Anspruch genommen. 1 - 2 Euro haben wir dann bei der Mahlzeiten gegeben (wenn der Service stimmte), 1 Euro für die Auflagen der Liegen am Strand, 2 Euro für den netten Mitarbeiter, der täglich die Strandtücher wechselte und für die Kofferträger pro Koffer ein Euro. Also haben wir in der gesamten Woche ca. 30 Euro an Tipp gelassen und ansonsten keinen Cent ausgegeben. Das sah auf Malle bei HP im letzten Jahr aber ganz anders aus.
Die Anlage liegt an der Makadi Bay, ca. 20km südlich von Hurghada. Der Transfer mit dem Bus dauerte ca. 30 Minuten. Unser Bus hatte auch direkt das Heimathotel ohne Umwege angesteuert. Das war sehr angenehm. Nördlich der Anlage ist...nichts...außer heißer Sand und Wüste (kann man auch meinen Bildern entnehmen). Südlich schließen sich weitere Hotelkomplexe an, soweit bin ich aber nicht gelaufen. Ehrlicherweise ist das eine Art Urlaub, die man überwiegend in der Anlage verbringt. Wir haben das auf jeden Fall so gehandhabt. Es gibt aber einen Shuttlebus der 3x täglich Hurghada ansteuert. Abends Schlendern konzentriert sich also mehr auf die Anlage.
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Sechs Sonnen - allein für diese unglaubliche Poollandschaft. 8000qm - da kommen alle Freibäder zusammen in unserer Umgebung nicht mit. Top gesäubert - trotz der vielen Grünpflanzen kein Blatt im Wasser - ist der der Poolbereich einzigartig. Und nie überfüllt, das ist schon große Klasse. Liegen sind ausreichend vorhanden, Reservierung nicht notwendig, es sei denn man will den "Super-Dooper-Sonnenplatz". Animation ist erfreulich zurückhaltend, wer Lust hat, kann mitmachen, genötigt wird keiner. Wassergymnastik, Wasserball, Beachvolleyball, Fußball auf einem astreinen Kunstrasenplatz sowie Aerobic waren die Programmpunkte, die ich ausmachen konnte.
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Familie |
| Dauer: | 1 Woche im August 2011 |
| Reisegrund: | Strand |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Peter |
| Alter: | 41-45 |
| Bewertungen: | 2 |


