Die Anlage ist sehr weitläufig und im Großen und Ganzen gepflegt. Bei genauem Hinsehen jedoch bemerkt man, dass die Hygienestandarts nicht den unseren entsprechen. Neben dem Fahrstuhl z.B. ist 14 Tage lang der Putz abgebrökelt und niemand kehrte ihn zusammen. Auch die Flure waren schmutzig. Die Sofas in den Zimmern waren teilweise sehr verfleckt und ungepflegt. Im Pool waren herausgebrochene Mosaikstücke, an denen sich unsere Tochter zweimal den Fuß aufgeschnitten hat. Der Garten allerdings war wunderschön angelegt und wurde ständig gepflegt, wenngleich man auch hier nicht ohne Giftspritze auskam. Die Gästestruktur war sehr gemischt, alle Altersgruppen und Nationalitäten. Von einigen Landsleuten hätte man besseres Benehmen erwarten können. In der Nacht war es leider oftmals unmöglich zu schlafen, da am Wochenende ca 800 Leute abgereist sind und genauso viele die Zimmer wieder neu bezogen haben.Hierbei wurde keine Rücksicht auf schlafende Gäste genommen, also nicht unbedingt ein Versäumnis des Hotels, wenn die Hotelbewohner kein Benehmen haben. Nur das Türenknallen ist auf die Beschaffenheit der Türen zurückzuführen. Auch betrunkenen Gästen haben wir in der Nacht geholfen, ihr Zimmer wieder zu finden. Die All inclusive Leistungen waren mehr als man hätte nutzen können. In der Bewertung hört sich jetzt wahrscheinlich alles schlechter an als es war, aber durch Krankheit haben wir fast eine Woche verloren und mussten Medikamente einnehmen. So stellt man sich einen Urlaub nicht vor. Die Unterwasserwelt war wirklich atemberaubend und sollte man gesehen haben. Der in Ägypten ablaufende Tourismus ist aber für die Umwelt únzumutbar. Den ganzen Tag sind Tanklaster damit beschäftigt, Wasser vom Nil herzukarren ( über 300 km). Es ist einfach eine künstliche Oase im Nichts. Auch die Unterwasserwelt wird nicht geschont und leidet unter dem rücksichtslosen Tauchtourismus. Der Urlaub war erholsam und die Zeit mit der Familie schön, aber wiederholen werden wir das Ganze nicht, da Ägypten noch ein dritte Weltland ist und vieles nur Fassade ist. Man kann sich keinen Meter unbewacht bewegen und die Städte der einheimischen sind mit Armut geprägt. Im Rinnstein tote Katzen und Hunde. Alles wurde für den Tourismus künstlich erschaffen. Die Frage ist, ob man das unterstützen sollte. Uns war das Ausmaß vor unserer Reise nicht bewusst und wir hoffen konstruktive Kritik geübt zu haben, um kleine Verbesserungen mit großer Wirkung (siehe fehlender Steg) endlich einmal anzuregen.
Der Zustand unseres Zimmers war in Ordnung. Von anderen Bewohnern haben wir anderes gehört. Die Leitung kennt dieses Problem aber anscheinend ganz genau, da sie einem gleich eine Tauschmöglichkeit anbieten. Ein Umzug ist aber mit zwei Kindern auch nicht das größte Vergnügen. Im Zimmer selbst war alles notwendige vorhanden und es wurde, wie oben schon geschrieben, immer top gereinigt und dekoriert mit Handtuchfiguren usw....
Es waren über neun Themenrestaurants zugängig, zusätzlich wurden noch Themenabende im Buffetrestaurant veranstaltet. Manches war geschmacklich doch eher Kantinenniveau und viele Säfte, Gemüse, Kaffee usw haben nach Desinfektionsmittel geschmeckt, da die Behälter immer ausgespritzt werden. Das Hotel ist also sehr bemüht, alles keimfrei zu halten, übertreibt es dabei aber. An Hygiene und Sauberkeit mangelte es in den Restaurantes nicht, trotzdem haben wir an Magenkrämpfen und Durchfall gelitten, wie auch viele andere Urlauber, die nicht jeden Abend sechs oder sieben Absacker zu sich genommen haben. Unsere Beschwerden dauerten fast eine Woche an und wir mussten am Ende Antibiotika schlucken, um wieder auf die Beine zu kommen. Wer hier nun schreibt, er hatte nicht genug Getränke oder Speisen zur Auswahl, sollte in gar kein Hotel méhr fahren, weil man wirklich nicht wusste, wo man zuerst essen sollte. Aber die Maßlosigkeit und Gier zeichnete jegliche Beobachtungen in den Speisesälen. SIch den Teller vollzuladen, damit der andere ja nichts mehr bekommt und dann zwei Drittel in einem Land, in dem die Bevölkerung nichts zu essen hat, auf Grund der schlechten Anbaumäglichleiten, wegschmeißen zu lassen, ist wirklich ein Gipfel der Frechheit. Dieses Verhalten hat auch nicht daraus resultiert, dass es nicht geschmeckt hätte, denn auch wir haben mal ein kleines Stück, das ungeniesbar war liegen lassen, aber nicht ganze Teller.
Zimmereinigung war sehr gut. Mitarbeiter waren zu 98 % bemüht, freundlich und aufmerksam. Wir haben gerne Trinkgeld gegeben. Die Fremdsprachenkenntnisse der Angestellten waren in jedem Falle ausreichend. Leider wurden die armen Teufel von vielen Urlaubern absolut respektlos behandelt, die meinten auf Grund ihrer kleinen Trinkgeldgabe einen eigenen Hofnarr bei Fuß zu haben, was wir persönlich sehr schade finden. Wenn nun also mal ein Angesteller nicht gleich springt, brauchen sie die Gäste vor Ort nicht wundern, da die Arbeitskräfte wirklich gegen einen Hungerlohn ausgebeutet wurden und eigentlich vom gegebenen Trinkgeld leben. Auch die öffentlichen Toiletten des Hotels waren blitzblank und wurden nach jedem Spühlgang gereinigt und desinfiziert.
Spektakuläres Riff und ein tolles Meer. Eine Umgebung gibt es nicht, da links nur Wüste existiert und rechts eine Bauruine. Allerdings ist das Meer schwer zugänglich für Kinder und ältere Leute, da es keinen Steg gibt und sich viele Touristen an den abgestorbenen Korallen schwer verletzt haben. Die erste Hilfekoffer waren ausgezehrt, ohne Pflaster und Verbandszeug. Einzig Watte war noch verblieben und in der nisteten Würmer und Maden.
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Die Animation war wirklich eher schwach. Wir sind eigentlich eher ruhesuchend, aber abends war uns wirklich langweilig. Die Shows waren nur sehr kurz, oder sind ausgefallen. Die Animation beim Volleyball war mitreißend und die Animateure freundlich, sie wurden aber der Anzahl der Besucher nicht gerecht, was bei 3000 Menschen ( Vollauslastung) auch kaum möglich ist. Die Unterhaltung müsste einfach facettenreicher sein. Die Ausflugsmöglichkeiten sind völlig überteuert und lohnen sich auch nicht. Da man die Anlage alleine gar nicht verlassen kann, darf ist man auf die Unterhaltung im Hotel angewiesen.
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Familie |
| Dauer: | 2 Wochen im September 2010 |
| Reisegrund: | Strand |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Marion |
| Alter: | 46-50 |
| Bewertungen: | 3 |


