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Konstantin (31-35)
ÖsterreichAus Österreich
Verreist als Paar • Juli 2010 • 2 Wochen • Strand
Reisewarnung
3,3 / 6

Allgemein

Das Makadi Palace ist eine gigantische Anlage in der neu erschlossenen Makadi Bucht, umringt von weiteren zum Verband gehörenden Hotels, mit denen auch diverse Restaurants geteilt werden. Das Hotel ist vorallem auf die deutsch Ruhrpott-Klientel zugeschnitten. Viele Familien mit Kindern vorallem aus Deutschland und vereinzelt Russen und Österreicher bilden das Publikum. Wer klassischen Pauschltourismus mag, bekommt was er sucht. Wer hingegen sensibel auf übergewichtige Menschen in viel zu kleiner Bademade schon beim Früstück reagiert, wer Ruhe sucht, statt zahlreicher Spielkameraden für den etwaigen eigenen Nachwuchs, wird sich besser nach einer anderen Anlage umsehen. 1. Bei der Ankunft versuchen die Reiseleiter von "ETI", dem Veranstalter vor Ort, die Gäste zu ihrem eigenen Visa-Schalter zu locken und tun so, als ob dies die einzige Möglichkeit vor Ort wäre, an ein Visum zu kommen. Der Weg zu dem normalen Schlater, bei dem das Visum einen Bruchteil kostet, wird von einem ETI-Mitarbeiter versperrt. 2. Wer einen Ausflug nach Luxor und/oder ins Tal der Könige im Hotel bei dem einzigen dortigen Anbieter "ETI" bucht, kann sich auf einiges gefasst machen: Die Sehenswürdigkeiten werden im Eiltempo besucht, das heißt rund 30 bis 40 Minuten für das beeindruckende Tal der Könige, dafür stundenlanges Ausharren in "Steinmetzbetrieben" und "Papyrusfabriken". Grund: Der Reiseleiter/veranstalter wird anteilig am Umsatz der Souvenierläden bedacht. Lösung: Fahren Sie mit dem Shuttlebus nach Hurghada und gehen Sie zu einem der örtlichen Reiseveranstalter, diese verzichten auf Wunsch sogar gänzlich auf Stopps bei Souvenierbuden. 3. Der Wechselkurs von Euro in Ägyptische Pfund im Hotel liegt rund 20 Prozent über dem tatsächlichen Kurs, wenn Sie Zusatzleistungen in Anspruch nehmen, wie zum Beispiel "Dinner am Strand" ändert dies die Preise gewaltig: Beworben werden die Angebote vor Ort in Euro, für die Zimmerrechnung wird der Betrag dann intern in Ägyptische Pfund umgerechnet um dann beim Auschecken wieder in Euro Umgerechnet zu werden, jeweils mit einem für das Hotel um rund 20 Prozent günstigeren Kurs. 4. In Ägypten geht nichts ohne Trinkgeld, selbst am Flughafen entfernen die Reinigungskräfte das Klopapier um es dann für "Trinkgeld" den Reisenden zu überlassen. Gleiches gilt übrigens für den Tempel von Luxor: Vor den Containertoiletten werden gegen Bezahlung ein paar Streifen vom der zuvor auf die eigenen Hände der "Verkäuferinnen" aufgewickelten Papier wieder abgewickelt und übergeben. Gerde für sensiblere Damen mit Vorliebe für Hygiene ist dies kein schönes Erlebnis. 5. Laut einer Untersuchung der Universität mit mehreren tausend Befragten geben rund ein Drittel der Ägypterinnen an, vergewaltigt worden zu sein, 84 Prozent geben an, Opfer von sexuellen Übergriffen geworden zu sein. Nach meiner Erfahrung wird die Gier der Ägypter nach schnellem (Trink)Geld nur noch durch ihre offensive Art gegenüber Frauen übertroffen. Das Personal im Hotel ist wesentlich zurückhaltender als die "Touristiker" in Hurghada und Co.


Zimmer
  • Eher gut
  • Die Zimmer selbst sind sehr groß, schlicht und sauber. Nach einigen Tagen hatten wir uns gewundert, warum jegliches herumliegendes Kleingeld stets nach der Zimmerreinigung verschwunden war. Ein Gespräch mit dem Reinigungspersonal brachte Klarheit: Jegliches nicht versteckte oder im Save deponiertes Geld wird als Bakshish (Trinkgeld) betrachtet. Da kann man nur froh sein, dass Digitalkameras kein anerkanntes Zahlungsmittel sind.


    Restaurant & Bars
  • Eher gut
  • Zahlreiche Restaurants, abwechslungsreiche Küche, teils Probleme mit der Frische. Die Küche bietet diverse germanisierte Länderküchen in Spezialitätenrestaurants in unterschiedlichen Qualitäten sowie den klassisch von Deutschen erwarteten Buffet-Müll, bei dem bekanntermaßen große Mengen weithingehendst undefinierter Speisen recht aromalos in einem noch aromaloseren Saft schwimmen. Dank der zahlreichen Alternativen kann man diesem "Buffet" jedoch leicht entfliehen.


    Service
  • Sehr schlecht
  • Frauen werden grundsätzlich nicht bedient, wenn keine Männer in Begleitung anwesend sind und selbst dann immer stets nach dem Mann. Wenn meine Freundin zuerst am Tisch war, wurde sie während unseres gesamten zweiwöchigen Urlaubs stets ignoriert, sobald ich an den Tisch kam, wurde stets nur ich gefragt, was wir denn zu trinken wollten. Im umgekehrten Fall, wenn ich zuerst am Tisch war, kamen die durchwegs männlichen Kellner sofort.


    Lage & Umgebung
  • Eher gut
  • Die Makadi Bucht ist ein künstlich geschaffenes Touristenzentrum einige Autominuten von Hurghada entfernt. Es gibt sowohl eine Busverbindung vom Hotel als auch Taxis. Diese sind allerdings mit Vorsicht zu genießen: Bei unserer Heimfahrt blieb der Fahrer mitten im finsteren und unbewohnten Hinterland stehen und verlangte das doppelte vom eingangs vereinbarten Fahrtentgelt.


    Aktivitäten
  • Eher schlecht
  • Beliebte Aktivitäten

    • Strand

    Gigantischer Pool, schöner, aber überfüllter Strand, beeindruckendes Hausriff, kaum Sportangebote, kein Wassersport. Speziell wer gerne schnorchelt wird ein wahres Paradies vorfinden! Fische in allen möglichen Arten, Farben und größen bereits im seichten Wasser werten die Anlage unheimlich auf. Trotz dieser Farbenpracht hat mich die Touristenflut inklusiver meiner Person schon sehr nachdenklich gemacht in Hinblick auf den Erhalt dieser Pracht. Ob diese Naturriffe auch noch in einigen Jahren erhalten sein werden, bleibt stark zu bezweifeln. Mit intelligente Maßnahmen zum Schutz statt blinder Vermarktung wäre allen Beteiligten gedient. Am Abend geben lokale Musiker ihr Bestes, voller Inbrunst und Elan werden internationale Songs der höchsten Schwierigkeitsgrade dargeboten.


    Preis-Leistung
  • Schlecht

  • Infos zur Reise
    Verreist als:Paar
    Dauer:2 Wochen im Juli 2010
    Reisegrund:Strand
    Infos zum Bewerter
    Vorname:Konstantin
    Alter:31-35
    Bewertungen:1