Früh buchen, viel sparen: Urlaubs-Deals für 2026
Alle Bewertungen anzeigen
Antje (36-40)
DeutschlandAus Deutschland
Verreist als Paar • Februar 2012 • 2 Wochen • Strand
Wohlfühlen mit kleinen Mankos
5,2 / 6

Allgemein

Der erste Eindruck war sehr positiv. Auch der zweite. Das gesamte Hotel ist sehr dezent und im Lounge Stil eingerichtet. Überall gibt es geschmackvolle Deko und gemütliche Sitzbereiche mit kostenfreiem WLAN in der gesamten Lobby und der Bar. Bei Anreise wurden wir zunächst in einer Sitzgruppe platziert und bekamen eine Erfrischung. Der Check In erfolgte dann entspannt am Tisch, wo auch alles Wichtige erklärt wurde. Sehr angenehm. Die Gäste waren bunt gemischt. Man kann gar nicht sagen, welche Nation am meisten vertreten war. Auch waren alle Altersklassen zu Besuch. Kinder waren zu dieser Zeit sehr wenig im Hotel, wobei dieses Hotel und Mauritius sicher auch nicht die geeignete Destination für kleine Kinder ist. Wir haben vielen Touren mit den Express Bussen unternommen, die die gesamte Insel kreuz und quer umrunden. Hierbei fährt man nicht über die Dörfer, sondern über Land. Die Fahrer der Busse versuchen sich gegenseitig an Tempo zu übertreffen. Sicherheit spielt dabei keine Rolle, hatten wir den Eindruck, nur die Geschwindigkeit. Nichts für empfindliche Mägen. Dann lieber ein Automatik Auto mieten. An das Linksfahren gewöhnt man sich nach wenigen Metern. Sehenswert ist auf jeden Fall der Löwen Park in Flic en Flac (Express Bus ab Port Louis), in dem man weiße Löwen streicheln kann, der Gemüse Markt in Port Louis (nicht sonntags) und die Vanilla Crocodile Farm ganz im Süden. Hier kann man auf riesigen Schildkröten reiten, die dort gezüchtet werden. Ein super Spaß, auch für die turtles. Und dann natürlich alle Arten von Wassersport. Eine Bootstour kann man super mit Physal unternehmen, der auch täglich am Strand flaniert. Der „berühmte“ Erwin wanderte auch jeden Tag auf und ab, war uns aber mehr als unsympathisch. Ansonsten begegnen einem die Mauritianer sehr freundlich und hilfsbereit. Die meisten sprechen sogar englisch, aber auch das französisch wird ohne Dialekt gesprochen.


Zimmer
  • Eher gut
  • Wir hatten ein Standardzimmer gebucht und bekamen eines im ersten Stock, direkt am Strand und mit Meerblick. Auf den ersten Blick wirkte alles hell, freundlich und geschmackvoll, mit massiven hellen Holzmöbeln und inseltypischen bunten Vorhängen und Deko. Auf den zweiten Blick sah man dann doch, dass das Zimmer schon etwas mehr als abgenutzt war. Auf den Kissen und auf dem Sessel gab es viele definierbare und undefinierbare Flecken. Die Kopfkissen waren flockig und rochen unangenehm und sämtliche Handtücher in den 2 Wochen waren nicht mehr weiß, sondern grau und an den Rändern ausgefranst und bereits ganz dünn geworden. Die Minibar (mit Softs und Bier sowie Snacks) wird täglich aufgefüllt, war aber derartig verdreckt und verschimmelt, dass man gar nichts rausnehmen mochte. Ist schon rätselhaft, wie das Housekeeping diesen Zustand Tag für Tag übersehen kann. Zum Duschkopf und dem WC Rand sowie der WC Bürste muss ich nach dem nichts mehr sagen. Einfach ekelhaft. Natürlich kann man jederzeit um Reinigung bitten, aber normalerweise setzt man es voraus. Überall in den Schränken und auf dem Schreibtisch waren tausende von Mini-Ameisen vertreten, die aber auf der ganzen Insel herum laufen. Nur Speisen sollte man nicht offen stehen lassen, auch nicht im Schrank und eigentlich auch nicht geschlossen, denn die Keksschachtel war beim Öffnen von Ameisen überfallen. Das Zimmer war also glatt durchgefallen. Wenigstens war es nicht hellhörig. Etwas mehr Stauraum hat uns zu dem gefehlt. Es lohnt sich aber auch nicht Superior zu buchen, diese Zimmer sind lediglich im Erdgeschoss mit Vorgarten, sonst aber gleich, außer im Preis.


    Restaurant & Bars
  • Gut
  • Es gibt ein großes Buffetrestaurant, zum Teil mit Sitzplätzen direkt am Meer oder am Pool, das à la carte Restaurant Nautic (hier kann man als All inclusive Gast jeden Abend ein 3-Gang mit 2 oder 3 Hauptgängen zur Wahl genießen; ansonsten gibt es eine Speisekarte) und die Bay Watch Bar. Die Bar hat bis 23.00 Uhr geöffnet und bietet tagsüber an Speisen zusätzlich lecker belegte, riesige Sandwiches und nachmittags Pancakes. Die Speisen in beiden Restaurants lassen einfach keine Wünsche offen. Alles ist optisch und geschmacklich ein Highlight. Für Sushi Liebhaber gibt es fast jeden Tag frisch aufgeschnittenen rohen Fisch (Tuna, Dorade oder Blue Marlin) mit tollen Marinaden. Meistens gibt es ein Motto, zu dem noch besondere Speisen angeboten werden. Außerdem gibt es jeden Abend eine Pasta- und Pizzastation mit à la minute zubereiteter Auswahl. Einziges Manko des Buffets, manche Speisen sind nicht mehr ganz heiß, was ja ein allgemeines Buffet-Problem ist. Dies ist anders im Nautic. Hier kommen die Speisen heiß und auf dem Teller serviert an den Tisch (unbedingt testen). Die Getränke waren auch hier frei bei AI. Für die wenigen Kinder gab es jeden Abend ein kleines Kinderbuffet. Das Frühstück hat den normalen internationalen Standard. Es gibt jegliche Eierspeisen an diversen Stationen und die übliche Dauerwurst und etwas Käse. Die Obstauswahl beim Frühstück beschränkte sich auf Grapefruit, Kokos und Orange. Da wurde mittags mehr bereit gestellt. Unbedingt beim Frühstück Smoked Marlin Aufschnitt probieren. Ein Highlight. Ebenso die hausgemachte Mangomarmelade. Die Säfte kommen aus dem Tetra Pak. Enttäuscht hat uns die gesamte Cocktail Auswahl des AI Angebotes. Kein einziger Cocktail wird mit frischen Früchten zubereitet, so wie wir es aus anderen Urlaubsländern kennen. Jeder wird mit einfachen Fruchtsäften aus dem Tetra-Pak gemacht, dazu viel Alkohol und wenig Geschmack. Für Gäste mit HP kostet solch ein Cocktail unglaubliche 420 Rupie (circa 11,50 EUR), die absolut überteuert sind. Immerhin gibt es überall Gläser, kein Plastik. Die Hausweine sind in Ordnung. Sehr lecker ist der berühmte Vanilla Rum.


    Service
  • Gut
  • Der Service hat uns nicht sehr überzeugt. Die Mitarbeiter an der Rezeption waren alle sehr stur und unverbindlich. Gerne wollten wir zu Beginn einen Bademantel ausleihen, was partout nicht möglich war, auch nicht gegen ein Deposit. Obwohl es im Spa Bademäntel gibt, hieß es, man würde für ein Hotelzimmer unmöglich einen aushändigen können. Gegen einen kleinen Schein bekamen wir dann einen Bademantel vom Housekeeping. Die Housekeeper waren alle sehr bemüht, haben aber nur die besagten „runden Ecken“ gewischt. Servicepersonal war unendlich vorhanden, wobei viele wohl einfach nur die Aufgabe hatten herum zu stehen. Zur Hauptfrühstückszeit gab es nicht einen Tisch, der sauber oder korrekt eingedeckt war. Wollte man sich an einen halb freien Tisch setzen, wurde dies gar nicht gerne gesehen. Bei den Getränken gab es oft sehr lange Wartezeiten. Besonders loben möchten wir allerdings die beiden Kellner Satish (Nautic) und Herwin (Baywatch). Beide haben viele Faux Pax ihrer Kollegen wett gemacht.


    Lage & Umgebung
  • Gut
  • Wie schon häufig beschrieben, liegt das Hotel in einer kleinen Bucht, direkt neben dem Ort Grand Baie. Die Kulisse am Strand ist traumhaft schön, mit weißem Korallensand (kein Pulversand, sondern etwas härter) und hellblauem Wasser. Zum Schwimmen ist allerdings nur ein kleiner Bericht (hüfthoch) abgetrennt, dahinter beginnt das Wassersportgebiet und zahlreiche Boote dümpeln vor sich hin. Für lange Strandspaziergänge ist dieser Beach nicht geeignet. Open Water gibt es nach ein paar hundert Metern, direkt um die Ecke. Den ganzen Tag spazieren hier Strandverkäufer auf und ab, die Pareos, Schiffe, Dodos und Ausflüge gerne und immer und immer wieder anbieten. Wen das stört, sollte direkt am Pool bleiben. Handeln nicht vergessen! Wer gerne langen Strand mag oder hohe Wellen, sollte das Beachcomber Le Cannonier im Nachbarort besuchen (für AI Gäste ist der Besuch und Teilnahme am Essen kostenfrei). Über die Straße oder am Strand über ein paar Felsen erreicht man den kleinen Ortskern, in dem aber um Punkt 17:30 Uhr die Läden schließen. Es gibt ein kleines Village mit Boutiquen, aber auch einen landestypischen Grand Bazar mit Händlern aller Art. Die Bürgersteige sind jetzt nicht so geleckt wie in Deutschland, aber es ist auch nicht unangenehm dreckig. Überall gibt es bunte Wagen mit allerlei heißen frittierten Spezialitäten oder frischem Obst. Im Ortskern gibt es einen großen Super U, der dem deutschen Supermarkt Standard gleich kommt. Hier bekommt man einfach alles (einmal hin, alles drin).


    Aktivitäten
  • Sehr gut
  • Beliebte Aktivitäten

    • Strand

    Es gibt 2 hüfthohe sehr schöne Pools, in denen vormittags auch Aqua Gym stattfindet. Im Fitnessraum gibt es moderne Geräte und sogar ein Coaching, wenn man möchte. Leider werden die Geräte nur einmal am Tag gereinigt, so dass man die Spuren des Vorturners noch selbst abwischen muss, wenn man darauf Wert legt. Das Spa ist sehr ansprechend gestaltet, wir haben es aber nicht genutzt. Abends gibt es in der Bar entweder Livemusik und / oder eine Show. Grease oder New York New York als Musical hätte man sich unserer Meinung nach sparen können, aber die Livebands waren größtenteils top. Zwischendurch wird tagsüber ganz dezent die inseltypische Segamusik vom Band gespielt. Das hört sich an wie Salsa oder Merengue und passt super zu der schönen Kulisse. Einige andere Gäste empfanden die Musik als störend, aber wir haben sie genossen. Freie Liegen, im Schatten oder in der Sonne, sind den ganzen Tag verfügbar. Nur wer einen komfortablen Reetdach-Pilz möchte, sollte früh aufstehen. Morgens um 7:30 Uhr sind alle weg und die Liegen darunter wie gewohnt mit Handtüchern belegt. Vom Haus angeboten werden unter anderem Schnorcheltouren, Wasserski, Tretboot und Kanufahren. Das Schnorcheln ist wirklich klasse. Mehrmals am Tag wird circa 1 Stunde zu einem Riff mit toller Kulisse rausgefahren und auch das Equipment ist anständig.


    Preis-Leistung
  • Eher gut

  • Infos zur Reise
    Verreist als:Paar
    Dauer:2 Wochen im Februar 2012
    Reisegrund:Strand
    Infos zum Bewerter
    Vorname:Antje
    Alter:36-40
    Bewertungen:4