Ueber den Hotelstil wurde ja bereits einiges berichtet. Es ist ein schmaler Schlauch quer zum Strand. Die allermeisten Zimmer haben Aussicht auf die gegenüberliegende Hausfassade. Die "seitliche Meersicht" besteht für die meisten Zimmer aus einem ganz schmalen Ausschnitt, den man auch nur sieht wenn man auf dem Balkon steht. Für Meersichtfreaks sind eigentlich nur die drei Zimmer in der oberen Etage wirklich empfehlenswert, die direkt an der Poolfront liegen. Diese müssen jedoch mit Sicherheit vorgängig schriftlich reserviert werden (am Besten mit schriftlicher Bestätigung). Denn an der Reception muss man mit solchen Wünschen nichts wollen. Die Anlage sieht sauber aus, der Baustiel (eher Mittelamerikanisch / Disneyland) ist Geschmacksache. Die Gästestruktur ist gemischt (D/A/CH/NL/YU). Da wir zwischen den Ferienterminen da waren natürlich eher Paare und Familien mit Kleinkindern. Insgesamt war es eine angenehme ruhige Atmosphäre, von ein paar wenigen Ausnahmen(CH/w) abgesehen. Unsere Kritik mag den einen oder anderen erstaunen. Wir waren jedoch die ersten 10 Tage auf Samos im Proteas Bay und haben dort ein 5-Sterne-Hotel angetroffen, das uns echt positiv überrascht hat. An diesem Standart haben wir uns auch beim Mediterranean orientiert. Leider mag dieses die Anforderungen nicht erfüllen. Ausflüge können wir keine empfehlen. Am besten ein Auto mieten und 2-3 Tage die Insel erkunden. Wir haben einen Kleinwagen mit AC bei Budget (Hauptstrasse Laganas) für 3 Tage gemietet und dafür 90Euro all incl. bezahlt (bitte nicht die 145 Euro vom Prospekt bezahlen, sonst gewöhnen die sich daran). Dazu gibts jede Menge Tips was man wo sehen kann und wo man gut isst. Und das wird auch noch gleich in die Karte eingezeichet. Da reicht für Zakyntos. Ausser man will jeden Strand und jede Kirche/Kloster besuchen. Witzig ist auch mal ein abendlicher Besuch der "Meile". Vorsicht vor betrunkenen Britinnen, die einem schon mal aus einer Bar vor die Füsse fallen können. Empfehlenswert ist die Terrasse des "Cocktails & Dreams". Man hat die Uebersicht über das Treiben aud der Strasse und die Musik ist in einer noch erträglichen Lautstärke. Die regelmässigen Kunstrauchschwaden muss man halt in Kauf nehmen.
Wir hatten ein Zimmer im Gebäude 600, obere Etage, Westlage. Aussicht gegen eine geschlossene Wand. Das hat den Vorteil dass einem der Nachbar gegenüber nicht direkt ins Zimmer sieht. Dadurch konnten wir auch mal wenig bekleidet aus dem Badezimmer treten. Grösse ist OK, Möblierung Geschmacksache. Für mich eher zu hölzig und schwer. Die Betten waren wirklich gut (gut, nicht sauber!) Schränke, Kleiderstange und Bügel sind im üblichen Rahmen vorhanden. Im eher kleinen Bad hats eine Badewanne, WC, Lavabo mit recht grosser Abdeckung einen Föhn und einen Rasierstecker. Kühlschrank, Klimaanlage und ein mini-mini Fernseher (diente uns meistens als Radioersatz) mit ZDF, Eurosport und Sky-News. Unser Zimmer war ruhig. Hellhörigkeit konnten wir nicht feststellen (Dank an die ruhigen Nachbarn). Einzig die Türe muste von aussen mit Gewalt und Knall geschlossen werden, da sie klemmte (sorry an die ruhigen Nachbarn). Und vom Korridor her der kontinuierliche Geruch der rauchenden Putzfrau, der verzieht sich aber gegen Abenden.
Das Restaurant besteht aus einem Nichtraucher und einem Raucherbereich. Der Nichtraucherbereich ist natürlich kleiner. Zudem sind diverse Tische für Familien mit Kleinkinder reserviert. Da hat jede Familie einen "eigenen" Tisch auch wenn sie nur 45 Minuten anwesend ist. Es gibt aber auch solche die sich an einen zufällig freien Tisch setzen können. Da wir eher spätete Gäste sind stört es am Abend weniger. Dann sind diese "VIP Guests" schon durch und man darf sich auch in den gut gefüllten Nichtraucherbereich setzen. Im Raucherbereich hats übrigens immer genügend Platz. Das Essen war nicht schlecht. Was man so erwarten kann. Ich habe es schlimmeres befürchtet. Es wurde auch laufend nachgefüllt. Dass an unserem letzten Tag beim Frühstück bereits um 8.00h kein Joghurt vorhanden war ("no, finish") kann es in einem 5-Sterne-Haus ja mal geben. Ist ja auch sehr schwierig genügend Joghurt auf Lager zu halten. Empfehlenswert ist ein Restaurantbesuch ab ca 21.00h im hinteren Teil des Nichtraucherbereiches. Dann speist dort der Manager (falls er nicht zwischen Türe und Tisch einschläft) und der Service wird spürbar besser. Der Manager ist übrigens der wandelnde Waschlappen mit den grässlich bunten Kravatten. Er spricht sehr gut Deutsch (haben wir erst am letzten Tag realisiert), bringt aber auch nichts.
Das Mediterian ist eine Servicewüste. Insbesondere der (unser) Zimmerservice war eine Katastophe. Die Reinigungsdame hat mindestens die Hälfte ihrer Arbeitszeit im Korridor (schön versteckt hinter dem Wäschewagen) gesessen und Zigaretten geraucht. Dementsprechend blieb halt für viel Arbeit sehr wenig Zeit. Der Boden wird wohl nur bei Gästewechsel feucht aufgenommen. Das Lavabo und der Spiegel waren vor der Reinigung weniger verschmiert als nachher. Die Bettwäsche wurde erst gewechselt, als wir die Laken nach ein paar Tagen auf den Boden geschmissen haben. Den Kissenüberzug haben wir dabei das erste Mal vergessen, also wurde er auch nicht gewechselt. Die Wechselkadenz kann man übrigens ganz gut an den Löchern und Flecken der Bettwäsche verfolgen. Die Bettdecke wurde ab und zu mal auf unseren Koffern deponiert und dort vergessen. Sie musste halt pressieren dass es zur nächsten Zigarette reicht. Die "frischen" Tücher fürs Badezimmer werden von den Putzdamen übrigens im Korridor auf dem Boden gelagert. Man sieht es ihnen an. Die Hausdame kommandiert ihr Team mit Vorliebe vom Innenhof aus. Das feedback kommt dann von den verschiedenen Balkonen. Kasernenhofstimmung. Auch die Reinigungsdamen kommunizieren untereinander gerne auf Distanz. Mit der Reception hatten wir wenig zu tun. Nachdem wir uns nach unserem ersten Wunsch an die "Managerin" (sprich Receptionsleiterin) für unsere Anwesenheit entschuldigt haben, haben wir diesen Bereich eher gemieden. Bringt eh nichts. Erwähnenswert sind natürlich auch Ausnahmen. Bei unserer Ankunft um 22.30h, wir hatten ca. 2 Stunden Verspätung, konnte das nette Girl von der Reception die Küche davon überzeugen, uns noch ein paar Resten vom Buffet auf einem Teller zusammenzustellen (dauert ca. 2 Minuten). Sie benötigte dafür ein ca. 15 Minuten langes Telefongespräch mit ab und zu anschwellender Lautstärke und Händeringen. Schwerste Überzeugungsarbeit. Im Restaurant haben wir eigentlich immer alles erhalten was wir brauchen. Manchmal fehlte das Besteck. Das kann man sich schlimmstenfalls aber auch selber holen, ebenso wie die Zusatzserviette zum Abdecken der Flecken auf dem Tischtuch oder zum Reinigen des Besteckes. S. der Barmann war aber ganz nett und hat immer freundlich gelächelt...
Von Laganas kann man nicht viel erwarten. Ganz allgemein hat uns auf Zakyntos das Städtchen mit der Fussgängerpromenade und dem Hafen mit Tavernen gefehlt. Zumindest ist das Hotel genügend weit von der Bum-Bum-Meile entfernt. Das Mediterranean ist ein eher ruhiges Hotel ohne Animation und Lärm. Dafür sorgt tagsüber das Galaxy gleich daneben zur Genüge. Die laute Musik hat uns, da unser Geschmack getroffen wurde, weniger genervt als die Animatorin mit ihrer Lautsprecheranlage. Am Abend ist es jedoch meistens angenehm ruhig. Der schöne, flachabfallende Strand ist leider sehr bevölkert. Sieht aus wie Rimini. Wir haben und deshalb eher am Pool aufgehalten und sind nur zum Baden ins Meer. Die Liegen am Pool sind vom Komfort her unterschiedlich. Es reicht von katastophal bis passabel. Wir haben uns halt dem Trend angeschlossen, haben ein Probeliegen veranstaltet und uns dann für 2 Liegen entschieden die wir, wie alle anderen auch, dann mit Handtuchreservationen "bis zum Schluss verteidigt" haben. Man gewöhnt sich daran. Um 8h sind die meisten Stühle vergeben. Es ist halt nicht die Karibik.
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Der Poolbereich ist recht angenehm, sofern einem die recht laute Musik das Hotels Galaxy gefällt. Die Musikberieselung der eigenen Poolbar besteht mehrheitlich aus Eurovisions-Song-Contest-Qualität (hat eigentlich Griechenland diese Jahr gewonnen!?). Das eine oder andere Liedchen kann pro Tag schon bis zu 5 mal laufen. Und wenn ein Lied mal springt wir es eben wiederholt bis es nicht mehr springt. Ist aber immer noch besser als den ganzen Tag Griechen-Musik. Die Geschichte mit den Liegen habe ich oben bereits erwähnt. Sportaktivitäten oder Animation gibts nicht, haben wir aber auch nicht vermisst. Ich konnte jeden Morgen (sehr früh) am Strand laufen. Dazu eignet sich der lange Strand hervorragend. Der Pool ist leider eher klein und leicht gekrümmt. Eignet sich nicht zum Schwimmen von Längen. Dafür kann man nach dem Frühsport noch gleich die Liegenreservation vornehmen und anschliessend duschen und frühstücken. Pooltücher gibts gegen 10E Depot an der Reception. Diese werden auch anstandslos ausgetauscht. ein Fitnesscenter ist irgendwo im Keller auch noch vorhanden. Keine Ahnung wies dort aussieht.
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Paar |
| Dauer: | 2 Wochen im September 2005 |
| Reisegrund: | Strand |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Martin |
| Alter: | 41-45 |
| Bewertungen: | 2 |


