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Hannelore (36-40)
DeutschlandAus Deutschland
Verreist als Freunde • September 2004 • 1 Woche • Arbeit
Davon hätte ich mehr erwartet!
2,8 / 6

Allgemein

Gigantischer grüner Hotelbau, 29 Etagen, sternförmig angelegt. Schon allein die Rezeption mit etwa 25 "Schaltern" (und unabhängig von der Uhrzeit Menschentrauben davor) beeindruckte. Die Geräusche der etwa 3.500 Spielautomaten werde ich nicht so schnell vergessen. Mitunter längere Wartezeiten an den Fahrstühlen. Gäste: überwiegend Amerikaner aller Altersstufen, die offenbar zum Zocken in das Hotel gereist sind. Kaum zu glauben: Am Wochenende war das Hotel tatsächlich voll - trotz der über 5.000 Zimmer! Beeindruckend war nicht nur das Theater mit rund 1.000 Plätzen (Show von David Copperfield), sondern auch die Arena mit 17.500 Plätzen (Konzert von Sting) - alles unten im Hotel. Einfach gigantisch. Kehrseite der Medaille: Manche Wege sind doch recht lang. Vom Zimmer bis zum Pool oder zum Frühstücksbuffet war man schon mal gute 10 Minuten unterwegs. Sollte es mich tatsächlich noch einmal nach Las Vegas treiben (was ich gegenwärtig nicht annehme), dann würde ich mir ein Zimmer im The Venetian suchen. Das wäre auch nicht teurer gewesen, wenn man es direkt über das Internet gebucht hätte. Was aber prima war: Direkt unten neben der Hoteleingangshalle startet täglich ein Bus zu einem Shopping-Center, und zwar kostenfrei für MGM-Hotelgäste. Die Busfahrt dauert ca. 45 Minuten und führt durch die Wüste an die Grenze Kalifornien. Im Outlet-Center hatten wir fast 3 Stunden Zeit zum einkaufen, und das lohnte sich wirklich. Beispiel: Eine Woche vor der Tour habe ich meine Reebock-Sportschuhe für 75 Euro in Hamburg erstanden. Dort bekam ich 3 Paar für 100 Dollar!


Zimmer
  • Schlecht
  • Von einem 5-Sterne-Hotel hatten wir uns wesentlich mehr versprochen. Die Zimmer sind angenehm groß mit zwei getrennt stehenden Doppelbetten, Tisch, zwei Stühlen, einem Sessel mit Tischchen, einem Schreibtisch und einem Schrank mit Fernseher. Keine Minibar, auf jeder Etage mehrere Getränkeautomaten mit alkoholfreien Getränken zu astronomischen Preisen. Alles in drückenden Brauntönen eingerichtet. Man merkt den Zimmern das Alter an. Dazu der Geruch: Es roch alles muffig. Die Fenster lassen sich nicht öffnen, durch eine kleine Schiebelüftung kamen in unser Zimmer im 22. Stock die Küchendünste. Das Bad ist angenehm groß, aber keinesweg als luxuriös zu bezeichnen, eher als zweckmäßig. Die in Europa üblichen Badartikel (Kamm, Nagelfeile, Nähset usw.) gab es nicht. Ein Stück Seife (insgesamt nur eins für Dusche und Waschbecken) mußte reichen. Handtücher waren ausreichend vorhanden. Leider fehlten Kleider-/Handtuchhaken und Ablagemöglichkeiten für Wäsche.


    Restaurant & Bars
  • Schlecht
  • 14 Restaurants - für jeden etwas dabei, dachten wir. Na ja, das war etwas anders, als wir es uns vorgestellt hatten. Thomas Cook hatte im Katalog als Extraleistung "MGM Buffet" angegeben. Darunter hatten wir das Frühstück im Buffetrestaurant verstanden. Das war ein Irrtum! Bekommen haben wir lediglich einen "VIP Line Pass", der es uns ermöglichte, an Wochentagen bevorzugt das Buffet zu betreten. Die 12 Dollar für das Frühstück mußten wir trotzdem zahlen. Übrigens: An den Wochentagen gab es gar keine Warteschlangen, erst am Wochenende - aber da galt der Paß ja nicht! Immerhin gab es ein riesiges Buffet, allerdings mehr auf den amerikanischen Geschmack ausgerichtet - die Gäste waren überwiegend Amerikaner. Leider sehr viele ohne jegliche Manieren... Die übrigen Restaurants schockten fast alle durch unglaublich heftige Preise. Ganz normale Spaghetti ohne besondere Soße sollten 28 Dollar kosten, das kleinste und einfachste Steak 36 Dollar - ohne Beilagen, versteht sich. Unsere Rettung war die gute alte McDonalds-Filiale unten im Haus. Ein Cheeseburger kostete 1 Dollar - damit ist klar, wovon wir uns eine Woche lang ernährt haben!


    Service
  • Eher schlecht
  • Davon waren wir wirklich enttäuscht. Die Freundlichkeit hielt sich in Grenzen, maximal wurde ein Lächeln aufgesetzt, die Zimmer waren "knapp sauber", und grundsätzlich wurde auch für minimale Leistungen die Hand aufgehalten. Klar, es gibt dort ein anderes Entlohnungssystem, und viele leben von den Trinkgeldern. Aber ein Portier, der nichts anderes macht, als ein Taxi heranzuwinken, was ohnehin in der Schlange wartet, wollte halt auch immer einen Dollar sehen. Der Stundenlohn muß klasse sein. Bei unserer Ankunft erhielten wir zunächst ein Zimmer mit wunderbarem Flughafenblick (auf der anderen Straßenseite hinter dem nächsten Hotel begann das Flughafengelände mit der Landebahn). Ein Zimmer zur Stripseite wurde uns für den nächsten Tag versprochen. Und dann durften wir alle 2 Stunden zur Rezeption laufen, uns anstellen, ca. 15 Minuten warten - um dann wieder vertröstet zu werden. In einem solchen Hotel werden doch laufend Zimmer frei, sooo schwierig kann es doch eigentlich nicht sein. Irgendwann klappte es gegen Abend dann doch noch mit unserem Umzug. Katastophal übrigens unsere Reiseleitung von Thomas Cook - die Beschwerde läuft noch!


    Lage & Umgebung
  • Eher schlecht
  • Am südlichen Ende des Strips. Über Brücken mit dem Tropicana, dem Excalibur und dem New York New York verbunden. Mit der Besichtigung dieser Hotels kann man alleine 2 Tage verbringen, das Mandalay Bay und das Luxor sind auch in der Nähe. Die neue Monorail-Bahn hat ihre Endstation unten im MGM - das war mit für unsere Buchung ausschlaggebend, denn wir wollten ja auch noch den "Rest" von Las Vegas sehen. Die Bahn war auch im Juli im Betrieb, aber nach einem Unfall (Wagon von den "Schienen" gesprungen) wurde sie wieder eingestellt. Während unseres Aufenthaltes fanden Testfahrten statt. Schade, das hatten wir uns anders vorgestellt. So günstig sind die Taxifahrten nämlich nicht. Billiger hingegen ist der Bus (Bushaltestelle am Strip in Hotelnähe, Höhe M&M-Shop). Es stehen zwar immer viele an, aber 2 Doller pro Fahrt (bis maximal Fremont Street) ist doch erheblich billiger als das Taxi (MGM bis Freemont Street 20 Dollar). Klasse übrigens: Der M&M-Shop am Strip neben dem Hotel. Einfach unglaublich, wie man auf vier Etagen ausschließlich Artikel dieser kleinen Smarties verkaufen kann, inkl. M&Ms in 120 verschiedenen Farben.


    Aktivitäten
  • Eher gut
  • Beliebte Aktivitäten

    • Geschäftsreise

    Wunderbare Poolanlage mit Strömungskanal. Leider waren immer einige Pools geschlossen, und auch abends wurde relativ früh geräumt. Um 17 Uhr durfte ich schon nicht mehr zum Pool gehen.


    Preis-Leistung
  • Schlecht

  • Infos zur Reise
    Verreist als:Freunde
    Dauer:1 Woche im September 2004
    Reisegrund:Arbeit
    Infos zum Bewerter
    Vorname:Hannelore
    Alter:36-40
    Bewertungen:2