Das Hotel hat grundsätzlich Potenzial – die Zimmer sind geräumig, die Betten bequem und die Anlage selbst ist angenehm überschaubar. Allerdings entspricht das sogenannte „Privilege“-Konzept unserer Meinung nach nicht dem Premiumanspruch, mit dem geworben wird. Besonders die Aussicht der Privilege Swim-Up-Zimmer, die Sauberkeit und die Instandhaltung der Privilege-Bereiche waren enttäuschend. Der s.g. Buttler ebenfalls! Zwischen Marketingversprechen und tatsächlichem Gästeerlebnis besteht leider eine deutliche Lücke. Positiv hervorzuheben sind jedoch die gute Qualität des Hauptrestaurants Los Morales sowie einige sehr engagierte Mitarbeiter, leider einige.
- ZimmergrößeGut
- SchlafqualitätEher schlecht
- SauberkeitEher gut
Wir haben ein Privilege Swim-Up-Zimmer gebucht und dabei ein Premium-Erlebnis erwartet. In der Realität war jedoch genau das Gegenteil der Fall. Zum ersten Mal habe ich erlebt, dass eine „Privilege“-Zimmerkategorie eine schlechtere Aussicht bietet als die normalen Junior Suite Swim-Up-Zimmer. Statt Grünflächen, Atmosphäre und echtem Resort-Feeling blickten wir auf halb vertrocknete Bäume, vereinzelte Palmen und eine Umgebung, die eher an einen unfertigen Bereich oder Servicebereich erinnerte- besonders bei den Zimmern ab Nummer 2040. Ja, die Terrasse bekommt tagsüber viel Sonne und das Wasser bleibt angenehm warm, aber das kann den Gesamteindruck kaum ausgleichen. Gerade bei Premiumpreisen lege ich großen Wert auf die Aussicht, daher war das die erste große Enttäuschung. Leider sind auch Sauberkeit und Instandhaltung in bestimmten Bereichen des Hotels ein ernstes Problem. Unsere Terrasse wurde während des gesamten 12-tägigen Aufenthalts kein einziges Mal gereinigt, bis ich persönlich darum bat. Noch schlimmer war die Tatsache, dass am Ende des Privilege-Bereichs täglich über Stunden hinweg Müllsäcke bei Temperaturen von über 30 °C stehen gelassen wurden. Sie begannen nicht nur zu riechen, sondern der Anblick allein war für ein Hotel, das mit Premium-Erlebnis wirbt, schockierend. Einmal sahen wir sogar Hunde in diesem Bereich, vermutlich angelockt vom Geruch. Um das Ganze noch abzurunden: Ein Late Check-out existiert praktisch nicht. Die übliche Aussage „je nach Verfügbarkeit“ scheint kaum mehr als eine Formalität zu sein. Uns wurde ein Late Check-out mit der Begründung verweigert, es seien keine Zimmer verfügbar – obwohl mehrere Swim-Up-Zimmer bis zum späten Nachmittag leer standen. Wir haben keinerlei Flexibilität oder echte Hilfsbereitschaft erlebt.
- EssensauswahlEher schlecht
- GeschmackEher gut
Ambiente beim Essen
- Lange Hose
Was das Essen betrifft, hat das Hotel durchaus einige Stärken. Das Hauptrestaurant- Los Corales, bietet hervorragende Küche und eine beeindruckende Auswahl beim Frühstück und Mittagessen. Schade, dass es abends nicht geöffnet ist, denn die Qualität dort war besser als in den meisten Spezialitätenrestaurants. Besonderer Dank gilt Diego und Bryhan – wirklich außergewöhnliche Kellner mit einem Serviceniveau, das heutzutage selten geworden ist. Ebenfalls ein Kompliment an die stets freundliche Eveli. Das Steakhouse war eindeutig unser Favorit – ausgezeichnetes Essen und hervorragender Service. Auch das Privilege-Restaurant bietet gute Qualität und guten Service. Die übrigen Restaurants konnten das Niveau jedoch nicht konstant halten, zum zweiten mal waren wir nie wieder da gewesen. Außer im Los Corales gibt es in allen Restaurants ein À-la-carte-Menü, das über mehrere Tage hinweg unverändert bleibt. Für ein All-inclusive-Resort fanden wir das eher ungewöhnlich. Zudem mussten wir trotz Reservierung in manchen Restaurants mehr als 15 Minuten warten (wenn wir Glück gehabt haben) bis überhaupt ein Kellner zu uns kam, obwohl bekannt war, dass wir bereits da waren.
Bester Service
- Rezeption
Nach fast 17 Stunden Anreise wurden wir als Privilege Gäste von unserem Butler Jose G. empfangen - meiner Meinung nach fehlte ihm die Professionalität, die man für eine solche Position erwarten sollte. Statt sich gut betreut und organisiert zu fühlen, war die Kommunikation chaotisch, oft widersprüchlich und teilweise ehrlich gesagt unangemessen. Es gab ständig Probleme beim Auffüllen der Zimmerausstattung -Kaffee, Zucker, Minibar. Wir erklärten unsere Wünsche mehrfach ganz genau, dennoch kamen die Informationen offensichtlich nie korrekt beim Personal an. Am Ende organisierten wir vieles direkt mit dem Minibar-Mitarbeiter selbst. An dieser Stelle nochmals ein großes Dankeschön an Cesar – ein wunderbarer und unglaublich hilfsbereiter Mensch. Trotz der tatsächlichen Probleme erhielten wir regelmäßig WhatsApp-Nachrichten mit der Aussage, dass „alles erledigt“ worden sei. Unser Butler behauptete irgendwann sogar, wir hätten dem Personal den Zugang zum Zimmer verweigert- was absurd war, da die Minibar täglich in unserer Anwesenheit aufgefüllt wurde. Die Kommunikation wirkte zunehmend eher wie unnötiges Drama mit passiv-aggressivem Verhalten seinerseits statt wie ein Premium-Service, weshalb wir schließlich um einen Butlerwechsel baten. Hier möchte ich Marco danken - ein junger, engagierter und reaktionsschneller Mitarbeiter, der wirklich versucht hat zu helfen. Auch Edgar reagierte in einer unangenehmen Situation schnell und professionell und verdient besondere Anerkennung.
Beliebte Aktivitäten
- Pool
- Strand
- Animation
- Verfügbarkeit der LiegenEher gut
- SauberkeitEher gut
Aktivitäten am Pool
- Entspannen
Wassertemperatur
- warm
Wir haben ausschließlich den Swim-Up-Bereich unseres Zimmers genutzt und die Hauptpools daher nicht bewertet. Positiv war, dass das Wasser angenehm warm war und die Terrasse viel Sonne bekam. Allerdings ließ die Sauberkeit im Privilege-Bereich insgesamt zu wünschen übrig. Unserer Pool war für 12 tagen nur ein mal geputzt und dies oberflächlich.
Aktivitäten am Strand
- Entspannen
Auch der Privilege-Strand war enttäuschend - schmutzige Liegen, im Sand vergrabene Becher und offensichtlich mangelnde Pflege, selbst am frühen Morgen. Ironischerweise wirkte der normale Strandbereich deutlich besser gepflegt. Nach unserem ersten Besuch kehrten wir an den Privilege-Strand nicht mehr zurück. Auch die Anzahl der Kellner ist in beiden Bereichen viel zu gering für die großen Distanzen, die sie zurücklegen müssen. Ehrlich gesagt ist man oft besser dran, sich die Getränke selbst zu holen.
Das Unterhaltungsprogramm hat uns nur teilweise angesprochen. Besonders gut gefallen hat uns die Feuershow am Abend. Viele der anderen Programmpunkte wirkten jedoch sehr amerikanisiert, zum Beispiel Karaoke-, Bowling- oder Michael-Jackson-Shows, weshalb wir diese kaum besucht haben. Zudem waren die Abendshows insgesamt eher kurz und dauerten teilweise nicht einmal eine Stunde. Auch das Animations- und Aktivitätsprogramm konnte uns nicht wirklich überzeugen. Am Strand schafften es die Animateure kaum, Gäste für Aktivitäten zu motivieren oder Gruppen zusammenzustellen. Am Pool fanden gelegentlich Programmpunkte statt, insgesamt wirkte das Entertainment-Team jedoch wenig engagiert. Aus anderen echten 5 *-Resorts in der Karibik kennen wir deutlich mehr Einsatz, Atmosphäre und Unterhaltung.

