Das Hotel ist im letzten Jahr eröffnet worden und besitzt eine sehr schöne Garten- und Poolanlage mit Palmen und indirekter LED Beleuchtung am Abend. Insgesamt wird viel Wert auf das Einsparen von Energie gelegt (durchgängig LED- und Energiesparbeleuchtung; Bewegungssensoren für Licht). Das Interieur folgt einem durchgängigen Farb- und Raumdesign sowohl im öffentlichen Bereich als auch in den Zimmern. Das Hotel bietet verschiedene Zimmerkategorien: Meerblick, Poolblick oder Suite. Im Rahmen der All inclusive Verpflegung gibt es fast rund um die Uhr Mahlzeiten. Zu unserer Reisezeit waren sowohl junge Paare ohne Kinder, junge Familien als auch ältere Gäste im Hotel zu Gast. Das Hotel war beherrscht von französischen Gästen (sie machen laut Reiseleitung über 80% der Urlauber in der Region aus). Die türkischen, englischen, niederländischen und deutschen Gäste waren in der Unterzahl, am Wochenende machen viele türkische Familien hier Kurzurlaub. Im April kann es noch bewölkt sein und regnen (war bei uns zeitweise der Fall). An Sonnentagen hatten wir leider auch starken Wind, so dass es insgesamt etwas kühl blieb (Temperaturen schwankten zwischen 18 und 21 Grad Mitte April). Besser wäre ein späterer Monat, um Regenfällen aus dem Weg zu gehen. Trotz Regenwetters hatten wir aber einen schönen Ausflug nach Ephesus mit Öger Tours. Das Preis-Leistungsverhältnis des Hotels war in jedem Fall gut und die Reiseleiterin von Öger top. Lira haben wir in diesem Urlaub gar nicht benötigt. Wie oben schon beschrieben gilt im Paloma: Wenn was nicht in Ordnung ist, auf jeden Fall Bescheid sagen. Im Service (besonders außerhalb des Restaurants) ist das Hotel spitze. Was für den einen oder anderen auch noch interessant sein könnte: Der Flug mit Sunexpress war ziemlich anstrengend. Die Sitzreihen (auch die Breite) war subjektiv wesentlich geringer als bei anderen Airlines (z.B. TUIfly, Condor, Lufthansa). Auf dem Hinflug hatten wir zudem einen so schwankenden Kabinendruck, dass wir Ohrenschmerzen hatten (das erste Mal nach über 10 Jahren fliegen). Die Meinungen zu dem unfreundlichen Personal der Airline können wir nur bedingt teilen. Auf dem Hinflug waren die Stewardessen etwas gelangweilt - aber nicht unfreundlich. Auf dem Rückflug außerordentlich freundlich und engagiert.
Grundsätzlich war unser Zimmer geräumig und sauber. Die Möbel waren neu und hatten nur geringe Benutzungserscheinungen und waren größtenteil "stylisch". In unserem Meerblickzimmer hatten wir ein Telefon, eine Klimaanlage und einen Flatscreen Fernseher mit einigen deutschen Programmen (RTL, Sat.1, Pro7, Super RTL, ZDF und VOX). Alle Meerblickzimmer im Halbkreis um den Pool (und Hauptrestaurant in der Mitte) angeordnet. Der Meerblick ist so meist eher seitlich oder etwas verstellt, wir bereuen die Wahl dieses Zimmertyps nicht. Die Meerblick-Zimmer im linken Gebäudeteil sind evtl. noch schöner, weil dort die Abendsonne auf die Balkons scheint; rechts hat man dafür einen schöneren Ausblick auf die Bucht. Safe und Minibar (täglich aufgefüllt) waren inklusive und mussten nicht separat bezahlt werden. In unserem Doppelzimmer befand sich zusätzlich zu den sehr bequemen Betten ein kleines Sofa sowie ein Wasserkocher zum Zubereiten von Tee oder Kaffee. Im Bad konnte man unter der Regendusche duschen. Kosmetikspiegel, Fön, Badutensilien wie Shampoo und Duschgel des Hotels waren vorhanden und wurden auch nachgelegt. Die Handtücher wurden zwar täglich gewechselt, es gab aber keine Möglichkeit, das Handtuch zwei Mal zu nutzen. Obwohl das obligatorische "Umweltfreundlich / Boden / Haken" auf der Amatur stand, wurden die Handtücher komplett täglich ausgetauscht. Auf dem Balkon befanden sich zwei eher unbequeme Stühle und ein kleiner Beistelltisch. Das Zimmer ist leider etwas hellhörig. Tagsüber wenig störend, wenn nachts allerdings nebenan oder eine Etage höher Urlauber an/abreisen bzw. lautstark diskutieren / fernsehen wirds etwas anstrengend. Wer wirklich Ruhe sucht, sollte kein 200er Zimmer nehmen, weil auf gleicher Ebene die Piano- und TerasBar liegen (TerasBar ständig Musik, oft gleichzeitig mit Dauerbeschallung des Animationsteams und PianoBar mit Live Musik am Abend). Das ist eben Geschmackssache und je nach Erwartungshaltung verschieden.
Neben den drei a la carte Restaurants wurden die Speisen hauptsächlich im Hauptrestaurant „Paloma“ in Buffetform serviert. Entgegen den Angaben in den Infobroschüren steht das Paloma auch Mittags zur Verfügung. Das Buffet war stets von großer Auswahl, beim Frühstück weist das Hotel auf den biologischen Anbau einiger Lebensmittel auf einer eigenen Farm hin. Welche Lebensmittel genau wird allerdings nicht verraten. Morgens wurden übliche Frühstücksbeilagen und verschiedene Brötchen (auch warm) und Baguette angeboten. Zusätzlich gab es warme Speisen wie Pide, gebratenes Gemüse, Pancakes, Omelette, Rührei, gek. Ei und schon warme Hauptspeisen. Leider war der frische Orangensaft mit Eiswürfeln gespickt, wodurch er etwas wässrig schmeckte, aber immerhin frischer O-Saft! Mittags und abends wiederholten sich die Gerichte oft. Neben (etwas schlecht abgeschmeckten) Suppen, Fleisch, Fisch und verschiedenen Beilagen jeglicher Art (Pommes, Reis, Kartoffelgratin, Nudeln, Pizza, Börek etc.) wurde ein kleines Kinderbuffet und ein Diabetikerbuffet geboten. Salate gab es ebenfalls in verschiedenen Variationen, viele Blattsalate, meistens mit Petersilie und auch viele fertige Salate, frische Oliven und viele leckere Dinge. Durch die große Auswahl war allerdings die Abwechslung etwas eingeschränkt (wenn das meiste immer da ist, ist wenig Platz für Variation). Der Nachtisch war stets in positiv mundgerechte Stücke von Küchlein über Kekse, frisches Obst (Melone fehlte uns), Eis und Pudding aufgeteilt. Es war nie möglich, alle Nachtische an einem Tag zu probieren - was für die Auswahl spricht. An türkischen Abenden war auch der Dönerspieß dabei. Der Teufel steckt wie beim Service auch im Detail: Es fehlten dekorative Elemente auf dem Buffet. Zwar waren die Nachspeisen zum großen Teil verziert, aber aus anderen Hotels kennt man doch die mit viel Liebe zum Detail hergestellte Kleinigkeiten für´s Auge, Schnitzereien u.ä. Das Buffet im Paloma ist lecker, aber eher zweckmäßig angerichtet. Postitiv hervorheben möchten wir auf jeden Fall das "Livecooking". Bei jeder Mahlzeit standen 3-4 Köche bereit, um einige Gerichte frisch zuzubereiten. Wenige Themenabende wurden angeboten. Inder Regel gab es ein „international buffet“, an zwei Tagen „seafood“ und „turkish night“. Wir vermuten, dass „turkish night“ auch deshalb am Wochenende angeboten wurde, weil dann türkische Familien im Hotel waren. Zusätzlich zu diesem Angebot war die Snack Bar am Strand geöffnet, die Kleinigkeiten bereithielt. Aufgrund des Wetters war das Angebot jedoch geringer und an einem Tag war die Snackbar geschlossen. Weil wir spät von einem Ausflug kamen und so das Mittagessen verpassten, bot uns die Rezeption an, dass wir dennoch gerne im Hauptrestaurant essen könnten. Wir durften zwischen einer Auswahl an Speisen wählen und erhielten sie frisch zubereitet. Dafür ein dickes Plus! Nachmittags konnte in der Patisserie Kaffee, Cappucino, Tee oder Kakao getrunken und Torten und Kuchen verspeist werden. Sehr lecker. Die Cocktailqualität (wir haben nur alkoholfreie getrunken) varrierte je nach Barkeeper. Mal waren die Kreationen schon phantastisch, manchmal lanweilig zusammengeschüttet. Der FruitPunch variierte nicht nur in der Deko, sondern sogar in den Säften. Ein Tipp, der übrigens immer im Hotel gilt: Wenn etwas nicht in Ordnung ist, sofort ansprechen. Das Personal ist freundlich, engagiert, kennt Gesichter nach wenigen Tagen (auch abseites der Rezeption) und jeder Hinweis wird aufgenommen und eine Lösung versucht. Wir sind übrigens keine Nörgelurlauber, aber hin und wieder waren Dinge weit unter dem, was wir bisher unter 5 Sternen erlebt haben. Wie geschrieben: Die Lösung kommt prompt, nur zum Weg zur Rezeption muss man sich trauen.
Den Service kann man grundsätzlich als gut bezeichnen. Alle Mitarbeiter machten einen durchweg bemühten und positiven Eindruck auf uns. Unser defekter Safe wurde sofort repariert. Alle anderen Nachfragen bei der Rezeption wurden freundlich aufgenommen und in der Regel zügig umgesetzt, lediglich unser zäh ablaufender Abfluss wurde bis zum letzten Tag nicht repariert (einen sehr zügigen Versuch gab es schon). An der Rezeption arbeitete eine deutschsprachige Rezeptionistin, das übrige Personal sprach hauptsächlich türkisch, englisch oder französisch. Die Verständigung klappte stets gut. Die Zimmerreinigung war eher oberflächlich und hätte gründlicher ausfallen müssen für ein 5* Hotel. Wäscherei, Arzt und Kinderbetreuung vorhanden. In der Gastronomie war der Service sehr unterschiedlich je nach Tag, Zeit und Kellner. Einige waren sehr auf zack, andere nahmen die Getränkebestellung erst am Ende des Essens auf oder vergaßen sie ganz. Insgesamt standen zwar genügend Kellner bereit (ca. 12 Stk), aber die Aufgaben scheinen nicht klar verteilt. So irren die Herren und Damen oft mit leeren Händen durch das Restaurant und eilen immer wieder am Tisch vorbei, statt die Bestellung aufzunehmen. Schade. Da muss noch nachgebessert werden. Insbesondere am Wochenende als viele türkische Familien da waren, war das Hauptrestaurant sehr voll, hier waren die Kellner überfordert und verloren schon in der Vorsaison den Überblick. Während unseres Aufenthalts gab es im Hotel mehrere Stromausfälle. Hautgebäude mit Rezeption, Restaurant und TerasBar wurden meist durch ein Notstromaggregat weiterversorgt. Manchmal blieben dann die Zimmer erstmal dunkel (einmal sogar 20 Minuten). Die Information der Rezeption war, dass in ganz Özdere der Strom ausgefallen sei. Leider wiederholte sich das Stromproblem mehrmals, mal waren Hauptgebäude hell und Zimmer dunkel, mal nur eine Gebäudeseite hell, mal das Hotel dunkel und der vom Zimmer zu sehende Teil von Özdere hell usw. Meist war der Strom nach 10-30 Sekunden wieder da. Für einige wurde das zum Running Gag - es gab lautes Gejubel bei jeder neu einsetzenden Dunkelheit, wir fanden es irgendwann etwas nervig. Geregnet hatte es übrigens nur beim ersten Stromausfall.
Das Hotel liegt im kleinen Ort Özdere (im Winter ca. 2000 Einwohner, im Sommer deutlich mehr). Die Transferzeit vom Flughafen betrug ca. 50 Minuten. Im Ort konnten Souvenirs, Kleidung und Dinge des täglichen Bedarfs erstanden werden. Zu unserer Reisezeit (April) war im Ort wenig los, viele Geschäfte/Restaurants waren noch geschlossen. Diverse noch im Bau befindlichen Häuser säumen die Hauptstraße. Im April wurden noch nicht alle Ausflugspakete der Reiseveranstalter angeboten (die Schiffstour fand wegen der kühlen Wassertemperaturen noch nicht statt). Bei Öger Tours gibt es u.a. Ausflüge nach Ephesus (34 Euro), Kusadasi (17 Euro), Izmir (29 Euro), Samos (42 Euro, nur Transfer, keine Führung auf Samos). Wir haben uns für Ephesus als gesponsorte Tour entschieden und hatten hatten einen sehr motivierten, freundlichen und fließend deutsch sprechenden Reiseleiter. Das Sponsporing hingegen war eine Katastrophe. Während wir bei einer ähnlichen Tour vor einigen Jahren nach Bodrum einen netten Spaziergang durch einen Juwelier gemacht hatten, wurde die Tour hier zum Spießroutenlauf. Das versprochene Begrüßungsgetränk entfiel, an jeder Vitrine lauert ein Verkäufer ("Können Sie sich das leisten?", "Ja, das ist wirklich schön...", "Tada, ich bin Ihr Verkäufer"), einer aus der Bande verfolgte uns durch das gesamte Erdgeschoss. Der Ausgang wurde erst später beschriftet, so dass auch wirklich alle Räume (inkl. einem Nippes-Andenkenladen und einer Kneipe) durchquert werden mussten. Never again. Ephesus hingegen war tatsächlich sehr schön. Mietwagen mieten ist bei der Reiseleitung oder im Hotel möglich, ca. 50 Euro pro Tag für den kleinsten Wagen, die Benzinpreise sind allerdings deutlich über denen in Deutschland (2,10 €/l).
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Das französische Animationsteam schien ein wenig schwerhörig zu sein, die Dauerbeschallung am Pool war für uns zu viel. Besonders am Anfang unseres Urlaubs und in der Mittagszeit haben wir die Flucht ergriffen, weg vom Pool, weil der ganze Poolbereich inklusive Zimmer zur Meerseite immens lautstark beschallt wurden. Nachdem bei uns sogar die Zimmerfenster wummerten, haben wir uns bei der Rezeption erkundigt, ob das wirklich gewollt ist, die Damen meinte, dass es so richtig ist. Rief aber dennoch bei der Anomation an und bat um weniger Lautstärke. An diesem Tag ohne Erfolg. Beim Animationsteam nahm man den Hinweis am nächsten Tag freundlich auf, ab diesem Tag war die Lautstärke (außer beim Poolgame und Durchsagen) in Ordnung. Wer allerdings wirklich Ruhe sucht, ist am Pool nicht gut aufgehoben. Das Hotel hat einen eigenen Pier etwas abseits (ca. 100 Liegen), hierhin haben wir uns geflüchtet. Zwar ist es etwas windiger, dafür hört man die Poolmusik kaum noch. Während unseres Aufenthalts haben nur wenige im Außenpool gebadet, er war noch zu kalt. Vom Innenpool wurde berichtet, dass er ebenfalls sehr kalt war. Als wir gegen Ende des Urlaubs einmal dort vorbei schauten wirkte der Raum sehr warm und viele Kinder nutzten die Chance zum Plantschen. Für die Kinder gab es draußen zudem Wasserrutschen (waren allerdings noch nicht betriebsbereit) und einen kleinen Kinderpoolbereich mit Minirutsche, zudem einen Miniclub. Positiv sind uns zahlreiche Liveguards aufgefallen. Ein Team von ca. 10 Mann hat den Pool (inkl. Kinderpool), den Innenpool und auch das Meer von ungefähr 9 bis 17 Uhr im Blick. Danach kommen die Poolboys und rücken alle ca. 300 Liegen wieder akkurat zum Pool bzw. Meer aus. Die Animation war noch eingeschränkt, was an den Wetterbedingungen lag. Shows am Abend wurden angeboten (z.B. Cabaret, Tanz, Musical, Karaoke, Quiz, Fakir), fanden allerdings noch in einem Konferenzraum im Keller und nicht draußen im Theater statt. Die Qualität war (wie bei Shows von Animationsteams üblich) mäßig, allerdings nicht grottig. Ist halt Geschmackssache. Bei unserem (einen) Show-Besuch waren ca. 150 Urlauber anwesend. In der PianoBar (Lobby) gab es täglich Livemusik, die Jazzbar hatte noch geschlossen. Ab 23 Uhr öffnete die Disco Pasha im Keller ihre Pforte (Damenüberschuss). Für Kinder gab es einen extra Raum im Untergeschoss mit Billard, Kicker, Wii, Playstation und Internet (alles kostenfrei), zudem gab es an zwei Abenden eine Kinderdisco. Für die Eltern und Erwachsenen bot sich der Spa Bereich an. Sauna und Hammam luden zum Verweilen ein. Kostenpflichtig waren Wellnessangebote wie z.B. Massagen (Teilmassage 15 Min./20€). Der Strand hat uns leider nicht zugesagt. Der eher schmale Streifen war nicht sehr sauber und machte daher noch keinen guten Eindruck (viele Algen). Sowohl am Strand, am Pool und auch auf dem Holzsteg waren genügend Liegen und Schirme vorhanden. Bequeme Korbliegen ergänzten die normalen Liegen und waren leider schnell besetzt (auch von Handtuchreservierern). Alle Wege um die Pools sind mit Holzpanelen ausgelegt, so war das Barfußgehen auch in der Sonne möglich, denn die Panele heizten sich durch bei Sonne nicht so stark auf. Insgesamt ist die Anlage (außer Strand) überdurchschnittlich gepflegt. Ins Meer wagten sich nur ganz Mutige, denn die Wassertemperatur war noch ziemlich gering. Wassersportmöglichkeiten sind am Strand sowohl gebührenfrei (Kajak, Tretboot) als auch kostenpflichtig (z.B. Jetski, Banane) vorhanden.
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Paar |
| Dauer: | 1 Woche im April 2011 |
| Reisegrund: | Strand |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Diana |
| Alter: | 31-35 |
| Bewertungen: | 21 |


