Liebe Ägypten-Freunde und Liebhaber des Roten Meeres! Ich habe beschlossen, hier nun einmal eine Bewertung abzugeben, die kommenden Urlaubern ein möglichst objektives Bild des Hotels vermittelt. Ich bin manchmal sehr verwundert, was manche Menschen in einem nicht-industrialisierten, armen Land erwarten, das unter Wasserknappheit leidet und in dem das Durchschnittseinkommen eines Kellners unter 100 Euro pro Monat liegt. Man kann hier also nicht von deutschen Standards ausgehen und muss das berücksichtigen, wenn man in ein Land wie Ägypten fährt. Wer auf dementsprechende Leistungen nicht verzichten möchte, sollte im westlichen und nördlichen Europa bleiben. Ich möchte an dieser Stelle noch einmal an die Leute appellieren, die über das Hotel dermaßen schlechte Bewertungen abgegeben haben, dass ich geneigt war, umzubuchen, sich über den Umstand klarzuwerden, dass wir nicht in Deutschland sind. Punkt. Dieses muss hier einfach wiederholt gesagt werden, weil solche schlechten Bewertungen einfach nicht objektiv sind und die allgemeine Statistik verfälschen, sowie die für Ägypten gute Qualität des Hotels einfach verleugnen. Wer schon mehrfach in Ägypten war, kann dieses sicher bestätigen. Nun zum Pensee Royal Garden: Wir haben das Hotel wegen seines wunderschönen Riffs gebucht und sind nicht enttäuscht worden...mehr werde ich unten berichten. Die Architektur des Hotels kann man sehr loben. Die Anlage ist wunderschön angelegt, indem alle drei Hotels (Pensee Royal, Utopia, Utopia Royal) in einem blühenden Garten miteinander verbunden sind - ich habe in Ägypten noch nie so ein blühendes Blumenmeer gesehen, das tagsüber von Gärtner gepflegt und nachts bewässert wird. In diese Oase fügen sich beschauliche Bungalows ein, kombiniert mit den Haupthäusern die alle auch sehr hübsch anzusehen sind. Vom Preis her ist es relativ günstig, vor allem wenn man, so wie ich, als Studentin auf Preise achten muss....Die zahlreichen Pools, Unterhaltungsmöglichkeiten und Verpflegungsstätten können von allen Urlaubern genutzt werden (außer das Utopia Royal-Restaurant zum Dinner, welches nur hoteleigenen Urlaubern vorbehalten ist). Unterhaltungs- Animations-, Sport-, Wellness- und Einkaufsmöglichkeiten gibt es reichlich, sodass der Wüstenstatus nicht unangenehm ist, sondern eher ein Privileg ist (man sieht nachts wunderbar den Sternenhimmel, die Milchstraße ist optimal zu bestaunen). Wer etwas mehr erleben möchte, kann aus unzähligen Ausflugsangeboten diverser Anbieter wählen. Ich empfehle allerdings, sich ein Taxi zum Hotel zu bestellen und auf eigene Faust loszureisen (z. B. zu manchen Tauchspots), da dieses sehr viel kostengünstiger ist, als mit einer riesigen Reisegruppe zu reisen. Ich muss hier nocheinmal erwähnen, dass das Hotel sehr gut ist und für mich den schönsten Urlaub in Ägypten darstellte. Das Riff ist einmalig, also bitte schützt es! Wir haben sehr viele nette junge Leute getroffen und alle ware sehr zufrieden. Ich kann hier noch empfehlen, unbedingt nach Abu Dababh zu fahren und dort die Seekuh "Danny" und die Riesenschildkröten zu bewundern. Ich konnte direkt neben Danny 30 Meter lang an der Oberfläche des Meeres schwimmen und es war ein eimaliges Gefühl. Ans Elphinstone Reef solltet ihr auch auf jeden Fall fahren, wenn ihr Haie beschauen wollt. Achso, natürlich Unterwasser-Kamera nicht vergessen!
Die Zimmer sind das einzige, das ich bemängeln kann. Die Superior-Zimmer des Pensee und des Royal Utopia sind sehr schön und groß, doch die des Utopias und die Sparzimmer des Pensee sind etwas renovierungsbedürftig. Hier sind Wände und Boden etwas verdreckt, die Betten nicht zusammenstehend, sodass man kein Doppelbett sondern zwei große, einzelne Betten hat. (diese sind allerdings groß genug, um darin zu zweit zu schlafen.) Für einen Tauch-Urlaub reichen diese Zimmer allerdings auch und man sollte sich deswegen nicht den Urlaub vermiesen lassen, wie manche Leute es machen.
Hierüber wird wohl am meisten gemeckert, aber ich muss dieses auch relativieren: Die meisten Autoren sind sicher Fleischfresser, doch was soll ich als Vegetarierin sagen? Da wird die Auswahl noch einmal kleiner und ich habe trotzdem immer etwas gefunden. Das Frühstück war top, tolle süße Leckereien fand man zugenüge und die selbstgebackenen Brötchen und Brote waren sehr köstlich, auch zum Abendessen als Beilage zu empfehlen. Mittags aßen wir am Utopia-Pool immer Pizza, die auch lecker schmeckte. An anderen Pools und an der Strandbar gab es Hamburger und Pommes frites, Snacks, Salat, Reis, Nudeln, etc. Kaffee und Kuchen hätte etwas üppiger sein können...Das Abendessen war geschmacklich auch gut, allerdigs für mich wenig abwechlungsreich. Meistens kombinierte ich Reis, Kartoffeln, Pizza, Brot, Nudeln, andere Nudeln etc. Allerdings gab es auch ein großes Salatbuffet, an welches ich mich wegen der Keime allerdings nicht traute, sowie an Obst. Das Dessert war vorzüglich. Qualität und Temperatur der Speisen waren immer gut, ich weiß nicht, warum man hier immer soviel nörgeln muss. Manche Leute behaupteten ja, es läge am schlechten Hotelessen, dass man schlimme Durchfäle bekäme. Aber nun für alle medizinisch ungeschulten Kritiker: Die Bakterien und Viren, die diese Magenprobleme verursachen, wohnen überall in Ägypten, sogar in einem 5-Sterne-Hotel. Ein "deutscher" Magen muss sich erst daran gewöhnen und es liegt an der eigenen Empfindlichkeit, ob man krank wird oder nicht. Im Durchschnitt hat man ein- bis zweimal im Urlaub Probleme, aber das weiß man vorher, also Medikamente mitnehmen und weiter Urlaub genießen.
Die Freundlichkeit des Personals wird oft gelobt und soll von mir noch einmal bestätigt werden. Die Kellner und das Personal am Strand und am Pool waren alle sehr gut gelaunt un zuvorkommend, auch ohne finanziellen Zuschuss. Die meisten sprachen sogar deutsch, fast alle englisch. Unser Zimmer war jeden Tag gut gereinigt, auch nach einer Beschwerde wurde zuvorkommend reagiert und wir bekamen, was wir wollten.
Das Hotel liegt mitten in der Wüste, doch wer Erholung sucht, ist hier gut aufgehoben. Wie ich schon oben bemerkte, gibt es hier alles, was man braucht, auch Apotheke und kleine Arztpraxis für Notfälle. Das Hotel ist direkt am Strand, das heißt, man muss maximal 5 Minuten laufen. Die Transferzeit von Hurghada beträgt 2 Stunden, von Marsa Alam 1h (zu empfehlen!) Ausflugsmöglichkeiten sind auch zugenüge vorhanden, Taxipreise angebracht (wir zahlten für einen Ausflug, der eine Strecke von c. a. 100 km betrug und 5 Stunden dauerte zu viert nur 50 Euro)
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Sport (Fußball, Volleyball, Aquagym, Massage etc. ) wurde genügend geboten, auch lustige Abendshows. Wir waren allerdings die meiste Zeit im wunderschönen Roten Meer mit dem tollen Hausriff! Der Ausblick vom Strand wir leider etwas getrübt, da links von der Anlage gebaut wird und auch drei Schiffe anlegen, aber da wir meistens unter Wasser waren, hat dieses niemanden gestört. Ich habe noch nie ein so schönes Hausriff gesehen, genau genommen sind es zwei. Die Korallen sind sehr gut erhalten, man findet alle Arten von Gewächsen, meterhoch, ein wahrer Korallengarten. Das empfindet man wirklich so, wenn man darübergleitet. Zwischendrin wuseln sehr viele schöne bunte Fische. Ich war sehr beeindruckt, einen Adlerrochen mit seinen zwanzig kleinen Nachkommen (alle in einer Reihe!) zu sehen. Sonst findet man eigentlich alle Fischarten, die im Roten Meer vorkommen (einfach einen Fischindex für 2 Euro im Hotelshop kaufen). Am Strand gibt es auch eine eigene deutsche Tauchschule mit sehr netten Mitarbeitern. Auch für Schnorchler werden tolle Ausflüge angeboten (günstige Preise!), für Taucher sowieso, auch Schnupperkurse. Morgens standen wir sehr früh auf, um Delphine zu sehen, die immer zu den Booten kommen (6h), doch leider sahen wir in der Woche keinen. Dieses hat aber meine Begeisterung für die Hausriffe nicht gemindert. Wunderschön. Leider gibt es immer wieder Leute, die sich auf das Riffdach stelle müssen oder Korallen abpflücken. Dazu kann ich nur sagen: Leute, bitte macht das nicht. Es mag zwar so wirken, als ob es dem Riff oder der Koralle nichts ausmacht, aber das tut es. Die Korallen sterben dadurch ab. In Hurghada und Sharm el Sheikh ist es schon vielen Riffen so ergangen und auch am Strand des Utopia werdet ihr Riffe sehen, die nun nicht mehr leben. Dadurch wird auch Fischen und anderen Meeresbewohnern die Lebensumgebung genommen und vor allem ihre Nahrung! Also, bitte, schützt und erhaltet unsere Natur!
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Paar |
| Dauer: | 1 Woche im August 2008 |
| Reisegrund: | Strand |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Simone |
| Alter: | 19-25 |
| Bewertungen: | 1 |


