Die Fotos im Reiseprospekt sind nicht geschönt und hier bereits mehrfach ausführlich beschrieben: Etwa 12 Zimmer pro Haus auf 2 Etagen, relativ gut erhalten bei überdurchschnittlich motiviertem Personal. Die Sauberkeit der Zimmer und der Anlage war einwandfrei, sogar der Strand wird gefegt und die Zigarettenkippen aufgesammelt. Wir werden es wohl nie verstehen, warum viele Raucher sich erst dann wohlfühlen, wenn der Strand um sie herum wie ein Aschenbecher aussieht. Deutsche Urlauber bildeten die Mehrheit, später kamen noch Franzosen, Holländer und einige wenige Amerikaner dazu. Die Anlage war sicher nicht ausgelastet, so war am Strand immer viel Platz. Die grosse Durchfallepedemie scheint vorbei zu sein, normaler Reisedurchfall ausdrücklich ausgenommen. Unbedingt Imodium akut mitnehmen! Einmal ist die Anlage sicher voll in Ordnung, noch einmal müssen wir da aber nicht hin, da hat der Osten doch den schöneren Strand.
Das war unser achter Aufenthalt in der DomRep, jeweils mit ähnlicher Lage und Ausstattung. Das Mambo ist das bislang am besten ausgestattete Hotel. Die Klimaanlage ist leise und setzt das Zimmer nicht unter Wasser, die Einrichtung ist heile mit nicht klemmenden Schubladen, Minibar und Safe inklusive und und und. Ich beschränke mich besser auf die Sachen, die unserer Meinung nach nicht ganz zu 5 Sternen passen. Die Silikonfugen im Bad sind defekt und ein Fön ist nicht vorhanden. Warmes Wasser gibt es nur, wenn man das Wasser etwa 5 Minuten vorher aufdreht oder ein anderer Hausbewohner das für einen erledigt hat. Für 4 Dominikanische Sterne wäre die Ausstattung in Ordnung, bei 5 Sternen, und seien sie noch so klein, dürften fleckige Zimmerdecken und leberwurstfarbene Wandfliesen nicht sein.
Vorsicht beim Omelettkoch: Domingo kommt vor lauter überlegen, wo denn nun seine zweite Hand ist oder was er da überhaupt macht, nicht nicht immer dazu, die Donuts bzw. das Omlett rechtzeitig zu wenden. Das Zeug ist dann dunkel, zäh und für den menschlichen Genuss eher ungeeignet. In so einem Fall wartet man besser, bis Jesus auftaucht. Doch, der heisst wirklich so und ist der örtliche Gott an den Bratpfannen. Mittags lohnt es nicht immer, sich in Schale zu werfen und im Hauptrestaurant zu essen, so lecker ist das da nicht. Robustere Naturen überfallen dann die Snackbar und achten auf den Streuselkuchen.
Da kann man wirklich nicht mehr viel verbessern. Naja, ich wüsste da schon noch etwas: Bei uns wurden die Einstellbetten vergessen. Das erste kam am zweiten Tag, das zweite Bett am dritten Tag.
Der Strand ist für den Norden relativ in Ordnung, direkt am Wasser gibt es Steine. Das grösste Manko ist die ständig qualmende Müllkippe etwa 1 bis 2 Kilometer von der Anlage entfernt. Normalerweise weht ständig der Wind von der Meerseite und man bekommt davon nichts mit. Bei Windstille am frühen Morgen oder bei Regen stinkt es dort aber widerlich. Während unseres Aufenthaltes war das etwa 5x der Fall. Bis auf die Hauptmahlzeit kann man jedes Restaurant der drei Anlagen benutzen, Mambobesucher können sich das getrost verkneifen. Das Angebot ist eh überall gleich, die Decke des Merengue hat irgend ein Witzbold dunkelbraun gestrichen und Bachata ist klitzeklein. Wirklich genial ist die separate Bucht für die Freunde des Wassersports die wirkungsvoll verhindert, daß man am eigenen Strand von lärmenden Jetscootern und Bananabooten belästigt wird. Selbst die üblichen Strandhändler haben ihre eigene Ecke und kommen nicht zu den Touristen.
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Wassersport ist etwa 400 Meter weit weg in einer separaten Bucht, und das ist auch gut so. Billiard und Fitnessstudio sind inklusive, ebenfalls angenehm weit weg. Internet kostet 4 Dollar für 15 Minuten und Mobilfunkempfang ist dankenswerterweise nicht vorhanden. Die Animation krankt an einer zischelnden, höhenlastigen Verstärkeranlage der Showbühne. Nach einem Abend in der Nähe der Lautsprecher braucht man sich eine Weile keine CDs mehr kaufen. Für Schnorchler ist der Strand ideal, nach etwa 10 Meter beginnen flache Atolle mit vielen Fischen und Seeigeln. Badeschuhe sind dort unbedingt erforderlich. Die Betreuung im Solinoclub für die Kleinen ist okay - unser Zwerg ist oft und gern dort gewesen.
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Familie |
| Dauer: | 2 Wochen im Juli 2005 |
| Reisegrund: | Strand |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Andreas |
| Alter: | 41-45 |
| Bewertungen: | 3 |

