In der Anlage befinden sich (laut Prospekt) über 300 Wohneinheiten/ Appartments. Es handelt sich um mehrere ältere Bauten. Die Apartments sind funktionell und vor allem sehr geräumig - eine Familie mit 2 Kindern hat darin Platz. Zumindest unser Gebäude verfügte über keinen Fahrstuhl, was das Kofferschleppen in das 2. OG mühsam machte. Nicht nur wir kämpften mehrfach mit der elektronischen Türschliess-Anlage (Magnetkartensystem), auch andere Gäste konnte man teilweise verzweifelt mehrere Versuche unternehmen sehen, Zugang zu ihrem Apartment zu bekommen. Hier musste man erst das richtige Feeling beim Durchziehen der Karte trainieren. Es wird dringend die Anreise bei Tageslicht empfohlen. Wir kamen erst nach Einbruch der Dunkelheit an und irrten dann durch das kaum beleuchtete Areal, um unseren Gebäudeblock zu finden. Unterstützung durch Hotelpersonal oder gar eine Hilfe, die Koffer aufs Zimmer zu bringen? Fehlanzeige. Die Anlage hat eigene Tennisplätze, unter den Gästen waren daher auch viele jugendliche Tennisspieler, die wohl mit ihrem Verein angereist waren. Außerdem waren Familien mit Kindern (Osterferien!) präsent - insgesamt also ein freundliches und angenehmes Publikum. Essen: sehr akzeptabel. Ruhe: ja Platz im Apartement: viel Servicekultur: unzureichend Raumreinigung: deutliche Mängel
Als wir unser Apartement bezogen, fischten wir zunächst einmal Hygieneutensilien (Abdeck-Kappe eines Mehrwegrasierers) und Haar-Reste unserer Vorbewohner aus der Badewanne. Ansonsten die Zimmerreinigung durch hohe Geschwindigkeit, weniger durch hohe Sorgfalt gekennzeichnet. Mit den zur Verfügung stehenden manuellen Mitteln (Schrubber und Putzlappen) war aber wohl nicht mehr zu erreichen (gleichmässige Verteilung des vorhandenen Schmutzes auf den nassen Fliesen) . Zur Staubbeseitigung soll es ja mittlerweile elektrische Geräte geben. Das Apartement war funktionelle eingerichtet und sehr geräumig - dafür die "dritte Sonne".
Das Essen wurde in der üblichen Buffetform unter den bewährten Wärmelampen gereicht. Die Auswahl war zufriedenstellend. Qualität und Geschmack der Speisen waren - auch im Vergleich zu anderen Hotels im Ort (frühere Aufenthalte des Verfassers) überdurchschnittlich. Erfreulich: Der Kaffee aus dem Automaten (sofern in Betrieb :-))war gut!
Die Bedienung an der Rezeption war grundsätzlich freundlich und korrekt. Die Zimmerreiningung (mit Handtuchwechsel) erfolgt leider nur fünfmal wöchentlich - das war allerdings bei Buchung bekannt. Als wir an einem reinigungsfreien Tag an der Rezeption eine zusätzliche Rolle Toilettenpapier orderten, wurde dieser Wunsch wie eine Bestellung notiert - das Papier kam nur leider nie auf unserem Zimmer an. Eine einfache direkte Aushändigung einer Papierrolle durch die Rezeption wäre da wohl zweckmässiger gewesen. Einmal wollten wir das Reinigungspersonal bitten, noch fünf Minuten mit dem Beginn der Zimmerreinigung zu warten (wir waren noch nicht fertig angezogen). Dieser Wunsch wurde uns mit der Begründung "so viel Arbeit" verwehrt und die beiden Raumpflegerinnen drängten sich einfach in das Zimmer, um mit den Arbeiten zu beginnen. Interessante Beobachtung: An einem Tag waren die Zimmer auch am frühen Nachmittag noch nicht gereinigt. Am nächsten Tag war zu zu sehen, dass eine Führungskraft offensichtlich die Arbeiten kontrollierte - plötzlich waren die Zimmer schon um halb elf Uhr vormittags gereinigt. Und auch der Getränkeautomat im Gebäudeblock war nach fünf Tagen Leerstand sehr schnell wieder aufgefüllt. Geradezu kurios: die Verfügungsbereitschaft der Getränkeautomaten im Restaurant. Als "All-inclusive"-Gast durfte man Punkt 10 Uhr erleben, wie die Kaffeemaschine abgestellt wurde - für eine Tasse Kaffe - z. B. auch nach dem Mittagessen- durfte man dann in die Bar im nächsten Gebäude wandern. Dafür war der Automat mit den Erfrischungsgetränken morgens gleich gar nicht eingeschaltet - nach Ansicht des Hotels ist es wohl ungehörig, morgens den Wunsch nach einem Glas Mineralwasser oder einer Cola light zu verspüren. Als grobe Missachtung der Gäste stellte sich die gezielte Reduzierung der im Speisesaal zur Verfügung stehenden Tische dar. Nach dem Frühstück wurde ein Teil der Tische bereits für den Abend gedeckt und mittels Seilen "abgesperrt". Mittags drängten sich die Gäste dadurch eng in der verbleibenden Hälfte des Speisesaals. Eine Folge davon war, dass das Personal zum Tellerabräumen sich durch die engen Gassen der dicht gedrängten und voll belegten Tische manöverierte - Anrempeln der Tische durch den Servierwagen und regelmässiger Geschirrbruch inklusive. Der Fairness halber muss jedoch angemerkt werden: Die Mitarbeiter selbst waren überwiegend freundlich. Ob bestehende Freundschafen zwischen Mitarbeitern durch Turteln und Händchenhalten vor den Gästen demonstriert werden muss - Geschmackssache. Was dem Hotel zu fehlen scheint: Eine durch das Management vertretene und umgesetzte Servicekultur. Vielleicht sind die Mitarbeiter teilweise völlig arglos bei ihren durch Routine eingespielten Verhaltensweisen. Hier ist Führung gefragt - für einen Beobachter, der selbst in der Dienstleistungsbranche arbeitet, war diese Führung nicht erkennbar.
In fünf bis zehn Minuten ist man zu Fuß am Strand von Cala Bona/Cala Millor. Erfreulich: Die Anlage liegt sehr ruhig, was eine angenehme Nachtruhe ermöglicht.
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Die Anlage hat eigene Tennisplätze, Fahrradverleih (für all-inklusive-Gäste kostenlos). Der Pool schien in Ordnung (durch das schlechte Wetter war es zu kalt zum Schwimmen). Es gibt einen "Miniclub" in einem separatem Gebäude mit Kinderbetreuung. Mit grossem Geräuschpegel für den friedlichen Espresso-Schlürfer, und weitgehend talentfrei probten die sympathischen Animateure schon nachmittags in der Bar ihren "Musical-Abend" (Grease). Wer´s braucht...
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Familie |
| Dauer: | 1 Woche im April 2007 |
| Reisegrund: | Strand |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Wolfgang |
| Alter: | 41-45 |
| Bewertungen: | 1 |


