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Stefan (51-55)
DeutschlandAus Deutschland
Verreist als Paar • Oktober 2017 • 2 Wochen • Strand
Fehleinschätzung oder Fehlentscheidung?
4,0 / 6

Allgemein
  • Preis-Leistungs-Verhältnis
    Sehr schlecht

Einleitend muss ich erwähnen, dass ich Mindestansprüche an Komfort und Hygiene habe und daher prinzipiell nur Hotels buche, die mindestens der 4-Sterne-Kategorie angehören. Die Hotelwebsite und der Reisepreis ließen vermuten, dass dies auch für das Hotel Senses zutrifft. Meine Bewertung erfolgt daher ausschließlich aus diesem Blickwinkel. Das ehemalige Hotel Delfin Playa wurde im April 2017 nach einer grundlegenden Sanierung unter neuem Namen wiedereröffnet. Es besteht aus dem 6-geschossigem Haupthaus, einem zweigeschossigen Nebengebäude und einem 6-geschossigen Hinterhaus. Die Qualität der Zimmer hängt daher auch stark von der Lage im Hotelkomplex ab. Auf jeden Fall muss man aber von den fast unterirdischen Jacuzzi-Zimmern abraten! Wer Meerblick wünscht, muss die überteuerten Privilege-Zimmer in den oberen Geschossen buchen. Zur Anlage gehören mehrere kleine Pools, 2 Restaurants, 2 Bars, ein Spa- und ein Fitnessbereich sowie eine Fahrradstation. Nur 7 Parkplätze auf dem Hotelgelände. Die Gästestruktur im Hotel besteht gefühlt zu 90% aus Briten Ü50. Selbst wir haben uns teilweise wie im Seniorenstift gefühlt. Offenbar ein Nebeneffekt des adult-only-Konzeptes, das eine Buchung erst ab 16 Jahren ermöglicht. Andrerseits bleibt man so von nächtlichen Partys verschont.


Zimmer
  • Gut
  • In den Zimmern und im Hotel dominieren moderne weiße Einrichtungen. Ein großes bequemes Doppelbett, ein türloser Schrank, ein kostenloser Safe, Balkon, TV, leiser Kühlschrank und leistungsfähige Klimaanlage gehören zur Ausstattung. Wenig Intimsphäre bietet das offene Bad, die Glastür verschließt entweder das WC oder die Dusche, das Waschbecken befindet sich gleich direkt neben der Bettkante. Der Duschkopf unserer Regendusche hat bei Anreise zunächst vor allem das angrenzende WC bewässert. Die Reparatur war allerdings unnötig, da auch das Gefälle der Duschtasse so ideal ausgeführt ist, dass beim Duschen stets eine Gesamtbewässerung des Badbereiches gewährleistet ist. Auch sollte man die Leseleuchte am Bett nicht neu ausrichten, bevor man sich nicht über die Lage des Sicherungskastens informiert hat. Licht an, Spots aus! Nichts geht mehr. 4 Sterne plus !


    Restaurant & Bars
  • Schlecht
  • Das Büffetrestaurant ist aus unserer Sicht der große Schwachpunkt des Hotels und Hauptgrund für das negative Gesamtfazit. Die Büffets sind morgens und abends britisch und mediterran geprägt, variieren jedoch kaum. Morgens werden Eierspeisen, abends Fisch und Fleisch frisch zubereitet. Da das Personal am Grill jedoch täglich wechselt und besonders abends häufig unmotiviert wirkt, hängt der Erfolg der Speisenzubereitung stark von der jeweiligen Transform ab. Die Arbeitsweise des Serviceersonals lässt in weiten Teilen eine fachgerechte Ausbildung vermissen. Man hat eher den Eindruck, dass das Team notdürftig zusammengestellt wurde. Vom 4-Sterne-Niveau ist man hier meilenweit entfernt. Beispiel Abendessen: Tischdecke? Fehlanzeige! Wir reden von einem selbsternannten Mitteklassehotel! Es gibt Platzdeckchen, eingedeckt mit Besteck für 3 Gänge, einem Weinglas und Papierservietten. Die Getränkebestellung wird aufgenommen, wobei die Verständigung auf englisch schon schwierig ist. Dann kommt die Überraschung: Egal welches Getränk bestellt wurde, Bier, Wein oder Softdrinks sind alle aus dem Weinglas zu trinken! Hat man Wein gewählt, wird er erste Schluck nicht etwa zum Verkosten angeboten! Abgesehen von den ungenießbaren offenen Hausweinen klappt dies mit etwas Glück wenigstens dann, wenn man einen Wein aus der recht überschaubaren Weinkarte bestellt. (Flasche ab 11 Euro) Das Speisenangebot hat seine Schwächen vor allem bei den Warmspeisen,  weil diese i.d.R. nur lauwarm angeboten werden. Teilweise stehen sogar schon folienbedeckte Zweitbehälter auf dem Büffet. Besteck, das der erste Gast nicht nutzt, wird dem nachfolgenden Tischnutzer häufig erneut angeboten! Was war nochmal Hygiene? Besonders beim männlichen Personal ist leider häufig zu beobachten, dass die Hände in Gesicht oder Hosentasche landen, bevor der nächste Gast bedient wird  ... 4 Sterne, klar ... Letztendlich noch ein Kommentar zu den Essgewohnheiten unserer britischen Mitbürger: Essen und Trinken am Büffet oder auf dem Weg zum Tisch ist auf der Insel offenbar gesellschaftsfähig, genau wie das Trinken aus der Falsche, Finger im Büffet oder Rauchen am Tisch. Gern genommen sind auch Quarkkeulchen in Shorts beim Abendessen, obwohl die Geschäftsführung das ausdrücklich nicht wünscht. Aber ganz ehrlich, optisch ist DAS noch das geringste Problem mit unseren BurgerBier&Chips-Freunden ... Die Cocktails in der Skybar könnte man gefahrlos Kindern anbieten, da der Alkoholanteil sich scheinbar schon beim Servieren verflüchtigt.


    Service
  • Eher gut
  • Sehr freundlicher Empfang an der Rezeption, sehr sprachbegabt. Zimmer trotz früher Anreise bereits bezugsfertig. Zimmerreinigung täglich, allerdings ohne zuverlässigen Austausch des benutzten Geschirrs. Täglicher Tausch der Badetücher und Strandlaken. Liegen und Schirme an den Pools inklusive. "Reservierungen" finden zwar statt, sind aber unötig. Bali-Liegen kosten freche 20 Euro pro Tag! Bedienung im Restaurant überwiegend unprofessionell, unorganisiert, hölzern, aber immerhin bemüht. Parkplatz für 15 Euro pro Tag buchbar !!!


    Lage & Umgebung
  • Schlecht
  • Das Hotel befindet sich im britisch dominierten Palmanova, direkt an der Grenze zwischen dem häßlichen und dem unattraktiven Ortsteil. Zahlreiche Supermärkte sind fußläufig zu erreichen. Geldautomat, Bushaltestelle und Taxistand sind auch in unmittelbarer Nähe. Das Niveau der Shoppingmeile und der "Restaurants" ist in unmittelbarer Hotelnähe erschreckend niedrig. British Standard?! Immerhin sind Promenade und Sandstrand nach wenigen Metern zu erreichen, womit allerdings auch sämtliche Highlights des Ortes schon erwähnt wären. Flughafentransfer unter 30 Minuten.


    Aktivitäten
  • Eher gut
  • Beliebte Aktivitäten

    • Strand

    Bikestation, Spa- und Fitnessbereich gaben wir nicht genutzt. Die laut Website verfügbaren Aerobic-, Yoga- und sonstigen Kurse werden NICHT angeboten ! Die Pools sind recht klein und daher nicht wirklich schwimmtauglich. Abends wird ein täglich wechselndes musikalisches Unterhaltungsprogramm geboten, live dargeboten von einheimischen Künstlern. Nicht schlecht, trotzdem Geschmackssache.


    Preis-Leistungs-Verhältnis: Sehr schlecht
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    Infos zur Reise
    Verreist als:Paar
    Dauer:2 Wochen im Oktober 2017
    Reisegrund:Strand
    Infos zum Bewerter
    Vorname:Stefan
    Alter:51-55
    Bewertungen:46