Trotz hervorragender Hotelanlage, Poollandschaft und freundlichem Personal haben wir lange überlegt, ob wir das Hotel weiterempfehlen können bzw. sollen. Der erste Grund sind die italienischen Verhältnisse im Hotel. Bei den dreimaligen wöchentlichen Veranstaltungen erfolgte zum Beispiel die Ansage zuerst in englischer Sprache und dann unnötigerweise auf italienisch. Auf unsere Nachfrage wurde uns erwidert, dass die Italiener zu dämlich sind, die Weltsprache Englisch zu verstehen. Sie müssen sogar von den drei oder vier italienischen Hotelanimateuren vom Flughafen abgeholt und zum Flughafen gebracht werden, da sie sich sonst nicht zurecht finden. Auch werden sie durch die Anlage geführt – könnten sich ja verirren. Ob ihnen auch die Toilettenspülung erklärt wurde ist mir nicht bekannt. Dass es beim Lunch und Diner einen italienischen Koch gibt ist schon selbstverständlich. Auch während des Tages – am Strand oder Pool – müssen sie von den italienischen Animateuren betreut werden. Wir finden es den anderen Nationen ( Deutsche, Schweizer, Österreicher, Polen, usw.) gegenüber als diskriminierend, noch dazu, wenn mehr anderssprachige Nationen im Hotel anwesend sind. Dafür legen sie im Hotel ein gockelhaftes und lautes Verhalten an den Tag – wahrscheinlich um ihren niedrigen IQ zu übertünchen. Ausflüge nach Stone Town, Gefängnisinsel, Nationalpark, Gewürztour, usw. haben wir über Ali Baba gebucht. Haben uns vorher schon im Internet über ihn informiert und waren sehr zufrieden mit ihm. Er spricht deutsch und ist wesentlich billiger als der Reiseveranstalter. Zigaretten haben wir uns von den Deko-Massais, die massenhaft im Hotelgelände herumstehen, besorgen lassen. Sind billiger als im Hotel. Wer einen Badeurlaub mit Strandbenutzung sucht, sollte ein anderes Hotel buchen, da die Benutzung des Strandes und Meeres durch die Beachboys-Horden kein Vergnügen ist.
Wir hatten eine Junior-Suite gebucht und waren vollauf zufrieden. Zimmer und Bad waren riesengroß und wurden 1x am Tag gereinigt. Am Abend kam dann nochmals das Zimmerpersonal um das Bett aufzudecken und das Moskitonetz vorzubereiten. Täglich gab es vom freundlichen Zimmerpersonal auch einfallsreiche Bettdekorationen. Der leere Kühlschrank konnte mit Getränken von der Bar gefüllt werden.
Die Auswahl an Speisen ist reichhaltig und vielfältig. 3x in der Woche wird das Essen außerhalb des Restaurants Spice serviert: Montag – am Strand mit anschließender Beach Party; Donnerstag – Galadiener am Pool mit Massaitanz und Samstag im Theater mit Massaiverkaufsständen und afrikanischer Folklore. An der Qualität und Quantität der Speisen und Getränke gab es nichts auszusetzen. Sauberkeit und Hygiene herrsche überall. Einzige Kritikpunkte waren: zum Essen gab es für Cola od. Fanta nur Strohalme, Bier mußte aus der Flasche getrunken werden; erst auf Aufforderung bekam man ein Glas. Bei den Dessertständen gab es oft nur 1 Vorlagebesteck, sodaß sich oft lange Schlangen bildeten – zwei oder drei Vorlagebestecke wird sich das Hotel wohl noch leisten können.
Service ist einzigartig. Selten solch freundliches und hilfsbereites Personal erlebt – vom Gärtner bis zum Managerassistenten. Fast alle sprechen ein gutes Englisch, manche können sich sogar in deutsch verständigen. Besonders am Pool/Strand wird man vom Personal laufend mit Getränken versorgt. Was uns aufgefallen ist, ist dass manche direkt auf ein Trinkgeld warten. Täglich wurde beim Frühstück oder am Pool/Strand nachgefragt, ob es etwaige Beschwerden oder Wünsche gibt.
Das Resort liegt etwas abgeschieden. Nightlife oder großartiges Shopping ist nicht möglich. Es gibt im Hotel nur ein Souveniergeschäft, leider keinen Supermarkt. Zum nächsten Ort Nungwi sind es ca. 20 Minuten den Strand entlang ( Achtung auf Ebbe und Flut ). Ein Strandspaziergang nach Nungwi wird vom Hotel 2x pro Woche in Begleitung eines Animateurs angeboten ( dienstags und freitags ). Friseur und Spa-Bereich wurden von uns nicht benutzt.
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Animation bietet verschiedene Tätigkeiten an ( Volleyball, Fußball, Wassergymnastik, usw. ). Sie waren nie aufdringlich und wir erlebten sie immer gut aufgelegt. Die Poolanlage war, wie schon oben erwähnt, einzigartig. Selten eine so große Poolanlage erlebt. Liegen und Sonnenschirme gab es genügend, obwohl sich die meisten Gäste am Meerespool aufhielten. Zum öffentlichen Strand kam man über ein paar Stufen – und hier begannen unsere Probleme, die uns eine Weiterempfehlung schwer machen. Wenn ich einen Badeurlaub buche, möchte ich nicht nur die Pools benutzen, sondern auch den Strand genießen. Dies ist hier aber ein Ding der Unmöglichkeit. Sobald man einen Fuß auf den Strand setzt, ist man von einer Horde Beach-Boys umzingelt. Es genügt – wie in anderen Ländern – kein „nein, danke“. Manche Beachboys laufen einem sogar ins Wasser nach oder schwimmen im Wasser um die schwimmenden Gäste anquatschen zu können. Ein ruhiger Strandspaziergang ist hier durch die Beachboys unmöglich. Habe es sogar um 6 Uhr in der Früh versucht, da kam mir von irgendwo ein Beachboy nachgerannt und mit der Ruhe war es dahin. Sogar auf der Aussichtsplattform war man von den Beachboys nicht sicher – sobald man die Terrasse betrat, wurde man schon vom Strand herauf angequatscht. Besonders lästig war auch das Auflugsboot „Marco Polo“, das an der schönsten Einstiegsstelle ins Meer ankerte. Auch hier wurde man vom Besitzer laufend mit Ausflugsangebote traktiert. Hier sollte sich das Hotel etwas einfallen lassen. Wir kommen wegen dieser Beachboys-Plage sicher nicht mehr in dieses Hotel. Vorsicht ist auch bei Ebbe geboten, da sich sehr viele Seeigelbänke im Meer befinden. Quallen traten nur fallweise auf.
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Paar |
| Dauer: | 4 Wochen im November 2015 |
| Reisegrund: | Strand |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Karl, Elisabeth |
| Alter: | 61-65 |
| Bewertungen: | 20 |


