Das Mitteklassehotel verfügt über 220 Zimmer, die auf mehrere max. 2-geschossige Gebäude verteilt sind. Die Anlage wirkt wie ein großer, sehr gepflegter Kaktusgarten. Das Hotel liegt direkt am Atlantik mit Blick auf die vorgelagerte Insel Los Lobos und der großen Nachbarin Fuerteventura. Das Hotel ist an einigen Stellen etwas in die Jahre gekommen, aber dennoch insgesamt sehr sauber und gepflegt. Zu unserer Reisezeit waren überwiegend deutsche Gäste anwesend, worauf das Hotel wohl auch ausgerichtet ist. Die Einrichtung ist (wie die ganze Insel) sehr behindertengerecht. Es waren Altersgruppen von 2 - 70 Jahre vertreten. Der Mai war hinsichtlich des Wetters nicht die beste, aber eine sehr ruhige Reisezeit. Wer wie wir aber nicht nur in der Sonne braten will, sondern Land und Leute sehen, der war genau zur richtigen Zeit da. Es ist noch nicht zu heiß und die vielen Sehenswürdigkeiten noch nicht überlaufen. Auch wenn es bewölkt ist, sollte man nicht die Kraft der Sonne unterschätzen. Wir haben uns, obwohl leicht vorgebräunt, in den ersten Tagen etwas "verbrannt".
Das Hotel ist schon etwas in die Jahre gekommen. Man tut aber alles, dass der Gast das nicht merkt. Auch hier sollte der geneigte Gast nicht vergessen, dass er keine 5 Sterne gebucht hat. Die Zimmer sind ausreichend groß, sauber und zweckmäßig eingerichtet. Nach etwas Sangria und/oder Brandy ist es auch kaum noch hellhörig;) Es ist ein Föhn vorhanden. Handtücher werden mit der Reiniging der Zimmer fünfmal wöchentlich gewechselt. Für die Badetücher muss man 15 € Kaution hinterlegen und beim Wechsel für die Reinigung 1 € bezahlen, welcher für Umweltprojekte eingesetzt wird.
Entgegen allen ewigen Meckerern, das Essen im Hotel ist sehr gut. Sicherlich schmeckte nicht jedem alles was es so gab, aber die tägliche Auswahl war sehr groß. Morgens gab es das übliche Frühstücksbuffet mit 4 Sorten Ei (gekocht, gebraten, gerührt und Eierkucken), mehrere Sorten Wurst und Käse, gebratener Speck, Würstchen, süße Aufstriche, Müslis und einem zusätzlichen Diätangebot. Mittags gab es ein einfaches aber ausreichendes Buffet mit mindestens 2 Sorten Fleisch, Fisch, reichlich Beilagen, Nachtisch und üppigem Salatangebot. Das Abendbuffet war dann noch reichhaltiger, wobei es immer etwas frisch Gebratenes und frischen Fisch in allen Variationen gab. Und wem das alles nicht reichte, es gab stets Nudeln mit wechselnden Soßen und Pommes frites rot/weiß.
Egal was man wollte und wo man es wollte, man bekam es prombt und immer mit einem Lächeln. Wer hier andere Erfahrungen gemacht hat, sollte mal sein eigenes Auftreten überprüfen. Ein kleines Trinkgeld, welches zu Hause selbsverständlich ist wirkt manchmal auch Wunder. Mit dem Umstand, dass es Getränke am Strand in Pappbechern gab, konnten wir gut leben.
Das Hotel ist landschaftlich sehr schön gelegen. Für den hauseigenen Strand sollten Badeschuhe eingepackt werden. Man kann herrlich schnorcheln. Weitere "sandigere" Strände befinden sich Richtung Zentrum Playa Blanca (ca. 3 Km) oder hinter Playa Blanca (7 Km mit dem Auto) die berühmten Papagayos, die einfach traumhaft sind. Im Hotel selbst gibt es einen mittelpreisigen Shop mit dem Notwendigsten. Die Einkaufsmeile von Playa Blanca erreicht man über die endlose Strandpromenade (ca. 4 Km) zu Fuß oder mit dem Taxi (5 €). Es fahren wohl auch Busse, haben wir aber nicht probiert. Einkaufen in Playa Blanca lohnt sich aus unserer Sicht nicht, da das Angebot eher dürftig und sehr teuer ist. Die Ausflugsmöglichkeiten sind sehr vielfältig. Es empfiehlt sich vorab einen Reiseführer zu studieren und sich seinen Interessen entsprechend einiges auszusuchen. Wir hatten für 10 Tage ein Auto gemietet und das hat gereicht, die ganze Insel (62 Km lang/21 Km breit) zu erkunden. Besonders schön fanden wir den "Mirador del Rio", von dem man einen einmaligen Blick auf die vorgelagerten "Islas del Norte" (La Graciosa) hat. Sehr empfehlenswert sind auch die Höhlen "Jameos del Agua" mit blinden Albinokrebsen und "Cueva los Verdes". Landschaftlich unvergleichlich ist das Weinbaugebiet "La Geria" wo die Weinbauern die Reben in pechschwarze, handgegrabene Lavatrichter (Lapilli) pflanzen und dann noch kleine Mäuerchen darumsetzen. Der Wein schmeckt übrigens vorzüglich. Am besten in einer der Bodegas probieren! Im Weiteren sollte man einfach auf den Spuren des Inselkünslers und -sohnes Cesar Manrique wandeln (z. B. Jardin de Cactus). Die Transferzeit zum Flughafen beträgt ca. 40 min. (je nach dem wie viele Hotels vorher angefahren werden).
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Das Sport- und Wellnessangebot ist umfangreich. Wir waren aber richtig faul!!! Jedenfalls gab es Wasser-, Fuß-, Hand- und Volleyball, Tischtennis, Dart, Boccia, Walkingkurse etc. Der Fitnessraum ist einfach aber ausreichend ausgestattet und kostenfrei. Der Wellnessbereich ist kostenpflichtig. Es gab eine gesonderte Kinderbetreuung durch ein so genanntes Capri-Team. Sowohl der Pool- als auch Strandbereich waren, wie das ganze Hotel, sauber. Irgendwo wurde immer geputzt. Wenn einige der Gäste dann auch auch noch ihre Getränkebecher nach Gebrauch in die dafür reichlich vorhandenen Müllbehälter werfen würden, wäre es fast perfekt. (Aber im Urlaub macht das schon einer der dafür bezahlt wird, oder!?) Der Atlantik vor´m Hotel ist prima zum schnorcheln, besonders bei Flut. Die Abendanimation war Klasse. Das recht junge Animationsteam muss aber noch lernen, dass man jeden Gast zu jeder Zeit grüßt. Auch in den Pausen und nicht nur Jene, die man schon von der Animation her kennt. Schade war, dass die Animateure sich bei der Disco oft nur selbst animierten und den Musikwünschen der Gäste nur wenig Beachtung schenkten. Aber auch das wird noch.
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Paar |
| Dauer: | 2 Wochen im Mai 2009 |
| Reisegrund: | Strand |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Sandro |
| Alter: | 41-45 |
| Bewertungen: | 5 |


