Wir waren zum 2. Mal in diesem Hotel zu Gast und hatten dem entsprechend bestimmte Erwartungen. Im Vergleich zu unserem 1. Aufenthalt im Jahr 2013 hat sich einiges geändert - und leider nicht alles zum Besseren.
- ZimmergrößeGut
- SchlafqualitätGut
- SauberkeitEher schlecht
3 Erwachsene benötigen auch dementsprechend Platz. Wir haben uns daher, wie bereits in 2013, wieder bewusst für eine "family suite" entschieden. Diese Suiten liegen hinter dem Hauptgebäude, mit Blick auf den japanischen Garten. Die im vergangenen Jahr durchgeführte Renovierung der family suiten kann man als gelungen bezeichnen - das war aber sicher notwendig und kein Luxus. Die Türen, die auf den Balkon hinausgehen, sind jedoch immer noch die alten , sie wurden nur überstrichen, schließen sehr schwer und teilweise gar nicht. Der Balkon ist angenehm gross, aber leider gab es nur eine einzige Liege darauf. Eine zweite wäre für eine Familie schon wünschenswert, denn eine Einzelperson wird sicher keine Familiensuite buchen. Dass die Treppe, die zu unserer family suite, die in der oberen Etage lag, dringend gereinigt werden muss, ebenso wie der Vorraum zu unserem Eingang, darum haben wir mehrfach gebeten. Die Treppe hat dann irgendwann jemand oberflächlich abgekehrt, aber der Vorraum zum Eingang war auch noch am Tag unserer Abreise mit angetrockneten grossen Flecken undefinierbarer Herkunft verunreinigt. Da wäre ein Kärcher notwendig gewesen. Also wirklich, wenn man schon drauf hinweisen muss und es wird trotzdem nicht zufriedenstellend erledigt, dann ist das kein 5 Sterne Standard. Die Sauberkeit im Zimmer und Bad war soweit ok , aber gründlich ist etwas anderes. Es wurde in der Suite zwar gekehrt und gesaugt, aber wir hatten nicht den Eindruck, dass während unseres Aufenthalts regelmäßig feucht gewischt wurde. Der Weg von unserer Suite ins Hauptrestaurant war abends definitiv viel zu dunkel. Es gab auch nirgends Hinweisschilder, auf denen die Nummern der Suiten, die im japanischen. Garten liegen, ablesbar sind. Man weiss also gar nicht in welche Richtung man laufen muss. Darum haben wir uns gleich am ersten Abend verlaufen und sind im Dunkeln herumgeirrt, denn der Treppenaufgang zu unserer Suite lag in einem ziemlich dunklen Hinterhof. Fazit: Wegweiser und Beleuchtung fehlen !!!
- EssensauswahlEher schlecht
- GeschmackEher gut
Ambiente beim Essen
- Lange Hose
Unsere mitreisende Tochter muss glutenfrei essen. Zum Frühstück konnten wir für sie zwar glutenfreie Brötchen bestellen. Es waren jeden Tag die gleichen Brötchen ( sahen aus wie Muffins) . Aus anderen Hotels kennen wir jedoch eine viel größere Auswahl, da gab es z.B. eine " healthy corner" , wo man sich glutenfreies Brot/Brötchen, fettarmen Joghurt, laktosefreie Produkte , Diätmarmelade, diverses glutenfreies Gebäck, glutenfreie Muffins/Kuchen und mehrere Sorten Cerealien etc ... selber und ohne längere Wartezeit holen konnte. So etwas in der Art sollte das Sofitel Imperial auch erwägen, denn 2 Wochen lang täglich die gleichen Brötchen und keine andere Auswahl, das ist für eine 5 Sterne Anlage mehr als dürftig. Es gab weder Diätmarmelade, noch fettarmen Joghurt - auch nicht auf Nachfrage. Das ist weder zeitgemäß noch entspricht das einem 5 Sterne-Standart bzw Preis/Leistungsverhältnis. Kaffee wurde in einer speziellen Kanne serviert. Das Pulver muss der Gast runterdrücken, was nicht immer kleckerei-frei ablief und am Ende hatte man immer Kaffeesatz in Tasse und Mund. Da gäbe es wirklich angenehme Alternativen. Was wir beim Frühstück und Diner (wir hatten HP gebucht) ganz arg vermisst haben, sind exotische Früchte. Es gab z.B NIE Mangos und Maracujas. Das liegt sicher nicht an der Jahreszeit, sondern schlichtweg an der Organisation und am Preis, denn in anderen resorts auf Mauritius gab es Mangos und Maracujas immer im Monat April. Mal ehrlich, Äpfel, Orangen, Trauben, Pampelmusen und rote Wassermelonen haben wir auch in Deutschland zur Genüge. In einem exotischen Land erwartet man logisch auch eine Auswahl von exotischen Früchte, explizit in einer 5 Sterne Anlage. Einige Gäste haben die Vögel kritisiert, die ins Restaurant fliegen. Das ist bei offener Bauweise nicht vermeidbar und das störte uns auch gar nicht, ganz im Gegenteil. Wir genossen das offene Restaurant. Das ist ein Highlight im Hotel. Man darf sich halt nicht Essen holen und dann wieder weggehen und den Tisch eine Weile unbeaufsichtigt lassen. Logisch hinterlassen Vögel gelegentlich Hinterlassen-schaften auf Stühlen und Tischen. Das Personal muss die Stühle und Tische daher regelmäßig und verantwortungsvoll kontrollieren, dann ist das doch in Ordnung. Absolut neu war für uns dieser "Glaskasten" den man betreten muss , um sich Salate, Vorspeisen und Desserts zu holen. Das war jedes Mal ein Gang ins Kühlhaus und alles andere als angenehm. Nicht nur wir, auch andere Gäste haben den Temperturschock kritisiert, dem man jedes Mal ausgesetzt wurde und viele haben sich deswegen erkältet - auch uns hat es in der 2. Woche erwischt. Die hygienischen Verhältnisse mag dieser "Glaskasten " vielleicht unterstützen, aber die Lust sich das Angebot anzuschauen vergeht einem ziemlich schnell. Man schaut zu, dass man so schnell wie möglich wieder raus kommt. Insgesamt hat uns die Präsentation der Speisen beim 1. Aufenthalt viel besser gefallen. Damals standen wir mit einem begeisteten "WOW" vor den grossen Rondellen - dieses Jahr waren wir eher 😞 enttäuscht. Trotz Themenwechsel beim Diner gab es doch irgendwie täglich viel Gleiches und das stand dann sogar immer am gleichen Platz. Etwas mehr Abwechslung und bessere Qualität (Fleisch war oft sehr fett oder zu roh) hätten wir uns schon gewünscht- im Verweis auf 5 Sterne !!! Kostenloses Tafelwasser gab es beim Diner nicht. Das ist ein NoGo. In der Suite standen bei Ankunft 3 Flaschen stilles Wasser. Als die leer waren, mussten wir sie an einem Brunnen im Freien täglich selber füllen. Wir haben seit mehreren Jahren den Vergleich zu anderen 5 Sterne Anlagen auf Mauritius , Seychellen u Malediven - und da kann das Sofitel Imperial aktuell leider nicht (mehr) mithalten.
- DeutschkenntnisseSehr schlecht
Das Servicepersonal im Hauptrestaurant ( das haben wir ausschließlich genutzt) war stets freundlich und höflich. Dazu können wir nichts Negatives berichten. Auch die Gärtner und die Zimmermädchen grüssten freundlich, wenn man an ihnen vorbeiging. Nur ein Strandverkäufer beherrschte ein paar Worte deutsch. An der Rezeption hätten wir uns aber wenigstens 1 Person gewünscht, die deutsch sprechen kann. In der Hotelbeschreibung von holidaycheck wird erwähnt, dass das Personal französisch, englisch und deutsch spricht. Im allgemeinen verläßt man sich auch darauf. Der Check- In verlief in viel zu schnell und undeutlich gesprochenen Englisch, wovon wir nur die Hälfte verstanden haben. Bei unserem 1. Aufenthalt gab es eine deutsche Gästebetreuung , das war Monika. Jetzt gibt es offensichtlich niemanden mehr für Gäste dem deutschsprachigen Raum. Das ist traurig ! Dass wir "Wiederholungstäter" sind und das Hotel als Familie zum 2. Mal besuchen, interessierte von der Hotelleitung scheinbar keinen. Das kennen wir von anderen Hotels aber ganz anders. Da erhält man in der Regel ein kleines Willkommensgeschenk ( z.B. einen Obstteller oder 1 Flasche Sekt, zumindest ein nettes Willkommensschreiben des Managements .....) - aber hier rein gar nichts. Bei unserem 1. Aufenthalt gab es in jeder Woche am Strand eine Cocktailparty, zu der das Management die Gäste einlud und mit ihnen das Gespräch suchte - dieses Mal gar nichts. Zu Unterhaltung/Musik/Tanz am Abend wurden wir nie persönlich eingeladen. Es wurde auch nirgends dafür Werbung gemacht, man wusste gar nicht ob und wo etwas stattfindet. Der TV in der Suite ist für deutsche Gäste nutzlos, wenn man keinen einzigen deutschsprachigen Sender, noch nicht mal die deutsche Welle , empfangen kann. Im Satelliten Zeitalter sollte das doch irgendwie machbar sein. Man kann selbstverständlich auch mal 2 Wochen ohne Fernseher auskommen, aber da es mehrere französische, englische und sogar arabische Sender gibt, sollte das Management die deutschsprachigen Gäste hier nicht gänzlich aussen vor lassen. Architektonisch ist die Anlage eigentlich sehr schön, auch die Lage direkt am Meer. Die renovierten Suiten sind auch ok. Darum empfehlen wir das Sofitel Imperial auch trotz einiger Kritikpunkte weiter. Um den 5 Sterne Standard allerdings halten zu können, müsste einiges verbessert werden.
Beliebte Aktivitäten
- Pool
- Strand
- Kultur & Erlebnis
- Verfügbarkeit der LiegenGut
- SauberkeitEher schlecht
Aktivitäten am Pool
- Entspannen
Wassertemperatur
- angenehm
Wir haben ausschließlich den Ruhepool genutzt.
Aktivitäten am Strand
- Entspannen
- Strandspaziergang
Der Sandstrand war sauber. Angeschwemmtes Seegras wurde regelmäßig entfernt. Badeschuhe sind im Meer zu empfehlen, denn es gibt Seeigel und Korallenbruch. Es gab immer genug freie Liegen und Sonnenschirme, also kein Stress mit Besetzen. Das kommt aber vielleicht auf die Reisezeit an. Wir hatten nicht den Eindruck dass das Hotel zu unserer Reisezeit ausgebucht war. Wünschenswert wären am Strand ( oder dahinter auf der Grünfläche) ein paar Möglichkeiten zum Wechseln nasser Badekleidung. Dies ausschließlich im WC machen zu können , ist nicht angenehm und zudem recht umständlich. Beim Schwimmen und Schnorcheln im Meer ist uns allerdings aufgefallen, dass die Anzahl der Fische und anderen Meerestiere im Vergleich zu 2013 wesentlich zurückgegangen ist. Das ist bedenklich!!! Vom Strand aus sahen wir, wie Einheimische mehrfach mit grossen Schleppnetzen direkt vor dem Hotelstrand hin und her fuhren und Fische fingen - kein Wunder, dass es irgendwann keine mehr gibt. Auf Mauritius muss man als Tourist pro Tag 3 € Umweltschutzabgabe zahlen, das ist nachvollziehbar und ok. Aber die Einheimischen sollten auch merklich dazu beitragen, ihre Heimat zu erhalten. Gar nicht schön fanden wir die vielen Boote, die entlang des privaten Hotelstrands im Wasser lagen. Das stört nicht nur den Blick aufs offene Meer hinaus, das ist zudem nicht ungefährlich beim Schwimmen.
Beliebte Kultur- & Erlebnisaktivitäten
- Sightseeing
- Sonstiges
Der botanische Garten Pamplemousses ist nicht weit und sehr sehens- und empfehlenswert - man kann das evtl mit einem Besuch der Hauptstadt Port Louis verbinden und das dortige blue penny Museum ( dort kann man die berühmte Briefmarke besichtigen) besuchen oder shoppen gehen. Der Besuch der Teeplantage Bois Cherie oder einer Rhumrie mit Rum-Verkostung ist auch eine Empfehlung. Im Süden ist der La Vanilla Crocodile Park ein schönes Ausflugsziel. Der Casela Park wäre auch ein Tip.

