Die Architektur der 3 Sol don Hotels (alle mit direkter Strandlage) ist schwer zu beschreiben, sehr vereinfacht bietet sich folgendes Szenario: Am westlichen Ende steht das über 10 Etagen hohe, mit der Schmalseite zum Meer gebaute "Don Pablo". Dann kommt der erste, zum Meer hin offene Poolbereich, sehr schön angelegt, alles begrünt, wie eine kleine Oase. Dann folgt das "Don Marco", 4 Etagen, auch mit der Schmalseite zum Meer. Das "Don pedro", auch 4 Etagen (von dem hier die Rede ist), ist überwiegend mit der Breitseite zum Meer gebaut und verbindet die beiden genannten Hotels miteinander, setzt sich aber noch weiter in östlicher Richtung fort und knickt schließlich zum Meer hin ab. Dadurch entsteht ein zweiter zum Meer zeigender Poolbereich. Auch hier wieder alles wie in einer Oase, genug Liegen überall, jeder findet bestimmt "seine" Ecke zum Wohlfühlen. Die Gäste sind Engländer, Spanier, Holländer, Franzosen und auch einige Deutsche, Alter 40 plus. Wie gesagt, nur Frühstück buchen und essen gehen!! In der Nähe am Strand liegen die "Chiringuitos", mittlerweile habe sich diese "Stranlokale" zu gediegenden Restaurants gemausert, der Grill meist außerhalb zum Zuschauen, tw. werden Tagesmenüs für 9-12 eur angeboten, alles frisch gegrillt. Wers authentischer haben will, der geht ins Zentrum hoch, an den Treppen ist das "Quitapenas", ganz urig werden hier zb Meeresfüchte angeboten, das kleine Bier ("Cana") zu 1,00 eur, das Große ("Pint") für 2,00 eur. Oder man sucht abseits der Fußgängerzone auf eigene Faust und geht in eine Bodega, unterm Tresen liegen frische Meeresfrüchte ...... Speisekarte gibts meist nicht, man zeigt auf das, was man will. Auf der Fußgängerzone bzw. auch an der Uferpromenade kosten Getränke gut das Doppelte. Gute Restaurants gibts natürlich auch in der Altstadt "Carihuela", etwas weiter zwar, aber es lohnt sich die Straße parallel zur Uferpromenade zu durchqueren, auch hier "Menus del Dia" usw., alles rel. preiswert. und gut.. Ausflüge bieten sich mir dem Mietwagen an, 4 Tage für 80 eur wenn man zeitig genug von D. aus vorausbucht, die Karten für die Alhambra (Granada) unbedingt vorher per Internet ("Servicaixa") kaufen, ca. 14,00 eur. Wir waren außer Granada noch in Marbella (auch hier in der Altstadt typ. Restaurants, gar nicht teuer), in Malaga und in Benalmadena, hier allerdings oben am Berg im alten Ortskern ("Pueblo"), nach ein paar Minuten Fahrt ist man dem Massentourismus entflohen und in einer anderen Welt. Man muss schließlich wissen, wenn man nach Torremolinos kommt, dass nirgends so viel Beton pro qm verbaut wurde, wie hier, und das meist ohne klare Architekturrichtlinien. Vieles wurde "ohne Hirn und Verstand" konzipiert.
Die Superior-Zimmer (ITS nennt das "Sonnenseite", also Süd)) liegen zu den Pools hin, in unserem Bereich (zwischen Don Pablo und Marco) konnte man über die Pools hinwegsehen und hinten auch etwas vom Meer sehen, selbst von der 2 Etage aus. (Zimmer x59 - x87, x = Etage). Dei Standardzimmer hatten gleiche Ausstattung, zeigen aber nach Nord (Hotelparkplatz, Berge, andere Hotels) bzw. Ost zur Seitenstraße (Avd. del Lido). Ich würde auf jeden Fall wieder Superior buchen. Ansonsten kaum Gebrauchsspuren beim Mobiliar, das Bad hat Tageslicht. Alles sehr sauber!! Schöner verspiegelter Schrank. Die Rollen an den Betten sind störend, auch wenn sie festgestellt sind, rutschen die betten auseinander.
Ganz klare Empfehlung: Frühstück ja, Halbpension nein !!! Das Abendessen wurde zwar zum Teil als "Showkochen" zubereitet, aber nicht dem Bedarf angepasst, sondern landete auch in den Warmhalteschüsseln, die Qualität leidet dadurch spürbar (austrocknen). Die Gerichte sind kaum landestypisch, es ist eine "internationale" Küche mit ausreichender Auswahl zum sattwerden, etwas mehr Gewürz könnte nicht schaden. Niveau: Maximal Durchschnitt !! Was asatisches Pangasiusfilet in Spanien zu suchen hat, bleibt ein Rätsel, auch sonst wurden nur aufgetaute Filets gegrillt, positive Ausnahme die gegrillten Tintenfische, echt lecker. Fleisch war meist die bessere Wahl. Trotz des großen Restaurants war die Atmosphäre noch relativ ruhig. Durch viele Säulen etc wird dem Bahnhofshallen-Eindruck entgegengewirkt, an einigen Tischen pustet die Klimaanlage zu stark. Schön konte man auch draußen am Pool sitzen.
An der Rezeption hielt sich die Freundlichkeit sehr in Grenzen, ohne Englisch geht nicht sehr viel. Die Putzfrau hingegen war ein Sonnenschein, hat alles perfekt gereinigt, klar etwas Trinkgeld hilft. Im Restaurant waren die Kellner um Freundlichkeit bemüht. Der Empfangs- bzw. Oberkellner am Eingang war immer gut gelaunt und half auch bei der Platzwahl oder kleineren Beschwerden.
Das Hotel ist rel. Zentral, aber ruhig gelegen. An der Uferpromenade die üblichen Shops und kleinen Restaurants. Bis ins höher gelegene Zentrum ca. 10 min (über Treppen oder Lift), bis in die (ansatzweise noch erkennbare) Altstadt "Carihuela" 20 min immer die Uferpromenade westwärts. Zum einkaufen (Getränke etc.) geht man am besten in den nahen, aber etwas vesrsteckt liegenden Großmarkt "Mercadona", dort erhält man alles zu normalen Preisen (z.B. 1,5 Liter Wasser ca. 0,40 eur statt 1,50 eur an der Promenade). Einfach Uferpromenade ca. 200 meter nach links gehen, nach dem Hotel "Isabel" links einbiegen, nach 50 m wieder rechts, ca. 5 min Fußweg insgesamt.
Beliebte Aktivitäten
- Strand
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Paar |
| Dauer: | 2 Wochen im Oktober 2011 |
| Reisegrund: | Strand |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Stefan |
| Alter: | 51-55 |
| Bewertungen: | 68 |


