Eine paar Bemerkungen vorab: Nach einem Sommerurlaub im Jahr 2009 befanden wir uns zum zweiten Mal in Paguera auf Mallorca. Damals waren wir wie diesen Sommer Gäste des Hotels Valentin Reina. Aus verschiedenen Gründen, die gleich aufgeführt sind, können wir das Hotel nicht mehr uneingeschränkt weiterempfehlen. Auf die vielen positiven Seiten des Ortes und auch des Hotels gehen wir an dieser Stelle nicht ein, da sie sich bereits in anderen Bewertungen wiederfinden. Außerdem sei gesagt, dass wir nicht überpenibel, kleinkariert, empfindlich oder weltfremd sind. Es kamen halt mehrere negative Dinge zusammen. Wir versuchen dennoch, die Umstände aus neutraler und realistischer Sicht zu bewerten. Hotel Nach der Anreise zum Hotel fiel uns beim Betreten des Hotels der hohe Wiedererkennungswert auf. Alles schien vertraut, wir waren also im richtigen Hotel angekommen. Dieser Wiedererkennungswert hat im Verlauf der folgenden Tage unsere Meinung jedoch deswegen stark negativ beeinflusst, da sich tatsächlich gar nichts verändert hat am Hotel. Es fand somit keinerlei Weiterentwicklung statt. Dies ist über einen Zeitraum von zwei Jahren als definitiv negativ auszulegen, Stillstand ist auch für ein Hotel gefährlich. Dass das Hotel dennoch in einem akzeptablen Zustand ist, liegt vermutlich an guter Pflege. Es fiel uns im Ergebnis nur eine bauliche Veränderung im Außenbereich auf: eine (sonnenschützende) Überdachung für diverse Sitzplätze. Das Foyer, auch die Zimmer (siehe unten), der Außenbereich, die gärtnerischen Anlagen brachten keine neuen Erkenntnisse. Sogar die Menüpläne schienen 1:1 die gleichen wie von vor zwei Jahren zu sein. Sehr unkreativ. Die gärtnerischen Anlagen sind bei bloßem Hinschauen ordentlich, aber bei näherer Betrachtung fehlt eindeutig die Liebe zum Detail: man findet leere Blumenkästen, vertrocknete Palmen, etc. Insgesamt könnte man meinen, dass versucht wird, möglichst viele Touristen mit einem auf Jahre gleich angelegten Konzept zu befriedigen. Man sollte, was generell für überall auf Mallorca gilt, ein Auto mieten. Eine Woche nur Paguera ist zwar aushaltbar, wäre aber Verschwendung. Mallorca hat noch ganz andere interessante und deutlich schönere Seiten. Auch zum Baden lohnt es sich, einen anderen Strand oder eine andere Bucht (gerade die kleinen) aufzusuchen. Nähere Infos gibt es auf Nachfrage.
Die Zimmer sind zweckmäßig, aber etwas altmodisch eingerichtet (die Möbel sind halt älter). Die Betten, die in fast allen Zimmern zwei einzelne sind, bieten eher einfache, unkomfortable Matratzen. Die Kissen sind noch schlechter. Und man könnte den Zimmern mal ein neues TV-Gerät verpassen. Ein 36cm-Grundig-Gerät aus dem letzten Jahrtausend ist nicht mehr up-to-date, selbst wenn man im Urlaub kaum TV sieht. Auf einen besonderen Punkt soll hier hingewiesen werden. In dem zum Strand gerichteten Zimmern mit Balkon befinden sich auf jeder Etage an einer Flurseite besondere Zimmer. Sie sind versetzt angeordnet und total verbaut. Sie haben meist die Nummern 217, 317, 417, usw. Von der Größe entsprechen Sie Einzelzimmern. Sie sind sehr klein und noch viel keiner ist der Balkon, ein Mini-Balkon. Dort kann man gerade mit einer Person sitzen oder die Wäsche aufhängen. Es sind eher Einzelzimmer. Aber es werden auch zwei Personen dort „reingesteckt“. So wie wir. Die wussten vom Hotel wohl nicht, dass wir auch die reguläre Zimmergröße von unserem letzten Besuch vor zwei Jahren kennen. Anscheinend versucht das Hotel, dort gerade jüngere Paare unterzubringen. Außerdem fing am ersten Abend die Klimaanlage ununterbrochen an zu tropfen. Kein gutes Gefühl. Wir haben uns nach zwei Nächten bei der Reiseleitung beschwert, die noch versuchte, die Vorteile des Zimmers (z. B. ein französisches Bett) aufzuzeigen. Haben dann aber relativ anstandslos ein neues Zimmer bekommen. Unser Einwand schien also begründet. Bereits am selben Nachmittag hingen schon wieder andere Handtücher an dem Balkon, also waren bereits neue Gäste in diesem Zimmer.
Die Auswahl ist sowohl morgens als auch abends ordentlich und mengenmäßig ausreichend für ein 3-Sterne-Haus. Zu Brötchen und Säften in spanischen Hotels muss man nicht viel sagen, die können es alle nicht besser. Aber es besteht im (sehr kleinen) Speisesaal das Gefühl, dass die meisten zufrieden sind. Dass man abends mit anderen Gästen an einem kleinen Vierer-Tisch sitzt, ist nicht sehr schön. Man kann dann einfach nicht so unbeschwert speisen. Ist aber in anderen Hotels ja auch schon mal der Fall. Ein gerade in diesem Jahr auffälliger Punkt ist die schlechte und zum Teil fehlende Würzung beim Abendessen. Gerade der Hauptgang lässt da enorm zu wünschen übrig. Und gerade der Hauptgang hat auch qualitativ stark nachgelassen. Alles Essen, bei dem es möglich ist, wird frittiert. D. h., dass auch viele Fleischwaren frittiert sind. Ist ja auch gar nicht anders machbar, wenn man bedenkt (wie ich von einem Koch erfahren habe), dass der Arbeitsbeginn der Küche um 16:30 Uhr ist und die erste Abendbuffet-Runde um 18:30 Uhr angerichtet sein muss. Da kann nicht alles frisch und mit Liebe zubereitet sein. Also der Fettgehalt bei den Hauptspeisen ein deutlicher Minuspunkt. Und ein Rührei gehört gebraten und nicht nur erhitzt wie Eierstich…
Das Personal war größtenteils freundlich, aber viel eher positiv zu betonen ist, dass einiges an Personal unverändert war. Ein gutes Zeichen in der Hotelbranche. Andererseits würden frischer Wind und kreative Ideen von neuen Köpfen dem Hotel gut tun. Der Service war insgesamt ordentlich. Das Team schien relativ eingespielt. An der Rezeption gibt es freundlichere und weniger freundliche Mitarbeiter. Also sehr differenziert. Im Bar-Bereich (innen und außen) sind die Deutsch-Kenntnisse eher schlechter, gleiches gilt für das Personal im Service des Restaurants. Aber freundlich sind die meisten schon.
Die Lage ist ordentlich. Vorbei an ein paar ersten Geschäften und Cafés ist man schnell an der Promenade von Paguera und wenn man diese überquert, ist man zügig am Strand. Abgesehen evtl. von direkter Lage am Strand kann man wirklich nicht meckern, einige andere gute Hotels in Paguera befinden sich weiter im Hinterland. Eine Bushaltestelle befindet sich direkt am Hotel. Nachteil wiederum ist, dass man regelmäßig die lauten Klimaanlagen-Busse hört, wenn sie mal wieder einen Moment länger an der Bushaltestelle stehen, und man gleichzeitig am Pool liegt. Für den Ort Paguera gilt ebenfalls Stillstand, also wie beim Hotel. In den zwei Jahren hat sich rein gar nichts getan. Es wurde nichts gebaut, die Geschäfte sind eins zu eins die gleichen gewesen. Es wird immer noch die gleiche Bootstour an den identischen Stellen angeboten. Ein neues Highlight wäre doch schön gewesen. Stattdessen werden von unseren Touristengeldern gute Straßen und Autobahnen quer über die Insel (für die Mallorquiner) gebaut. Der Strand ist ordentlich, aber im Sommer auch wie jeder andere Strand auf Mallorca (auch die sog. Geheimtipps) sehr voll, da die Buchten von Paguera ganz und gar nicht vor Größe strotzen. Noch weniger hat in diesem Jahr das Meerwasser gestrotzt. Es würde notentechnisch ein gutes ausreichend verdienen. Ab mittags war es stets unklar, man kann auch sagen sehr grünlich. Morgens war es besser. Und vermutlich früher in der Saison, also im Juni oder Juli, müsste es eigentlich auch besser sein (wie im Juli 2009). Aber diesen August war es zumindest sehr, sehr enttäuschend. Ist aber wohl weniger Dreck als eher starke Algenbildung. Dazu kommt eine vermehrte Bildung von grünen Bläschen. Zu dem unrein aussehenden Wasser kommt der Geruch hinzu. Immer wieder, und das im Fünf-Minuten-Takt, zogen eklige Geruchswellen über das Meer. Es roch nach Abfluss bzw. verfaulten Eiern. Hat wohl aber was mit Schwefelbildung zu tun, wie jemand im Hotel erklärte. Also ungefährlich. Aber auch unangenehm. Alles ein Zeichen für eine total überfüllte Bucht. Wir Menschen bringen ja viel Dreck wie Schweiß, Sonnencreme, usw., mit ins Wasser. Paguera hat also nicht das tollste Wasser, ganz im Gegenteil dazu, was Mallorca sonst so bietet.
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Die Animateurin wirkt nicht so super kreativ und noch weniger engagiert. Wenn zu Aktivitäten aufgerufen wird, läuft sie einmal um den Pool und fragt, wer mitmachen möchte. Aktiv auf Leute geht sie nicht zu. Wenn man Pech hat, bringt sie die Teilnehmer z. B. von Volleyball nur bis zum Volleyballfeld und geht dann wieder. Sie könnte ja aber besser als Schiedsrichterin fungieren. Naja. Und es wird viel Wasserball angeboten. Nachteil ist, dass die Bälle quer durch die Poolanlage fliegen und man immer damit rechnen muss, dass man den Ball mal abkriegt. Einem Liege-Nachbar von mir wurde die Brille aus dem Gesicht geworfen. Vor allem bleiben die Wasserballtore den ganzen Tag stehen, sodass immer wieder Wasserball gespielt wird und Wasserballwürfe, die nicht ins Tor gehen, bei den Gästen landen. Und vorne am Pool steht noch groß, dass das Ausführen von Ballsportarten im Wasser nicht gestattet ist… Das kommt dabei raus, wenn man nichts im Hotel auf den Prüfstand stellt.
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Paar |
| Dauer: | 1 Woche im August 2011 |
| Reisegrund: | Strand |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Rene |
| Alter: | 26-30 |
| Bewertungen: | 1 |
Sehr geehrte Gäste, Besten Dank für Ihre Bewertung. Es ist für uns sehr wichtig, die Meinung unserer Gäste zu kennen und immer wieder zu versuchen uns daran zu verbessern. Hotel : Es tut mir sehr leid, dass Sie abgereist sind, mit dem Eindruck, dass sich seit 2009 in unserem Hotel nichts verändert hätte. Ich möchte Ihnen gerne mitteilen, dass wir, ausser anderen Sachen, das ganze Hotel neu gestrichen haben ( 11 Stockwerke), also das gesamte Gebäude. Wir haben die Matratzen ausgetauscht, alle Zimmer und Gänge wurden frisch gestrichen und die Uniformen des Personals im Speisesaal und der Bar gewechselt. Ausserdem haben wir SKY neu im Hotel, damit wir unseren Gästen noch mehr Service bieten, wie zum Beispiel alle deutschen Fussballspiele und Sportveranstaltungen. Wir haben an der Pool-Bar und dem Speisesaal neue Markiesen installiert. Es wurden auch Veränderungen an der Zusammenstellung des Buffets vorgenommen, ein weiterer Themenabend wurde aufgenommen, oriental, so dass wir jetzt 5 verschiedene Themenabende haben, oriental, mallorquin, spanisch, italienisch und den Galaabend. Die Gäste finden am Buffet ein “Showcooking”, wo sie zusehen können, wie das Essen fertiggestellt wird. Die Auswahl der verschiedenen Gerichte auf dem Buffet wurde teilweise gewechselt, was wir immer wieder durchführen und unsere speziellen Themenabende, die alle 2 Wochen stattfinden, wurden unter neue Themen gesetzt, wie zum Beispiel Haiwaianische Nacht oder die White Party. Unsere Hotelanlage wird sehr gut gepflegt und gereinigt. Wir haben einen nicht sehr grossen Garten, den wir aber sehr pflegen und den ganzen Sommer über blühen überall viele Blumen, die wir jedes Jahr säen und hegen. Lage: Unser Hotel liegt ca. 150 m entfernt vom Boulevard von Paguera, wo man alle Geschäfte, Bars und Restaurants dieses hübschen Ortes findet. So ist es natürlich normal, dass wir auch eine Bushaltestelle neben dem Hotel haben, was unsere Gäste alle sehr schätzen, um sich so einen weiten Weg zu ersparen und diesen Bus auch nutzen für Ausflüge in die Umgebung. Unser Strand in Paguera hat die “Blaue Flagge “ für Sauberkeit und einen hervorragenden Strand. Es ist ein sehr schöner Strand und das Wasser ist normalerweise sehr klar und rein, manchmal kann es passieren, durch grossen Wellengang, dass das Wasser trüb wirkt, was aber immer schnell wieder vergeht. Service: Es freut mich sehr, dass Sie unser Personal als sehr freundlich empfunden haben, dass ist einer unserer grössten Servicepunkte, was auch immer wieder in den Bewertung- und Qualitätsbogen ausgezeichnet wird. Wir lieben diesen Beruf und sind mit ganzen Herzen dabei, was die Gäste dann auch bemerken. Es wird Sie freuen, dass das gesamte Personal im September und Oktober an einem Deutschunterricht teilnehmen wird, um so unser deutsh zu verbessern. Obwohl alle diese Sprache mehr oder weniger gut sprechen ist es immer gut eine Auffrischung zu haben, die uns unsere Hotelkette anbietet. Gastronomie: Es hat mich überrascht, dass Ihnen das Essen nicht so gemundet hat. Es hat mich in sofern überrascht, da fast alle Gäste uns über unsere Küche beglückwünschen. Ausserdem hat es mich überrascht, dass Sie glauben, unserer Essen sei nicht frisch, dies unterliegt grossen Qualitätskontrollen und strikten Gesetzen. Sie werden sicher verstehen, dass es uns unmöglich ist, wenn der Speisesaal um 18.30 Uhr öffnet, nur 30 Minuten vorher das Buffet für 400 Gäste vorzubereiten. Ihre Anregungen zur Würzung der Gerichte gebe ich gerne an unseren Küchenchef weiter. Wie ich bereits vorher erwähnte, auch das Essen ist einer unserer grossen Servicepunkte. Wir legen viel Wert auf die Zubereitung und unser ausgesuchtes Angebot. Zimmer: Die Zimmer mit den Nummern 217, 317, 417 sind Doppelzimmer mit einem französischen Doppelbett, die gerade junge Gäste immer wieder gern bewohnen und uns expezit darum bitten. Sollte einem Gast eines dieser Zimmer zugeteilt werden, wie bei Ihnen und er möchte lieber ein Zimmer mit 2 Betten, ist es überhaupt kein Problem, das Zimmer zu wechseln. Sollte einem Gast die Matratze zu hart sein (weil neu) oder das Kopfkissen nicht behagen, wechseln wir selbstverständlich alles sofort aus. Wir möchten, dass unsere Gäste sich bei uns fühlen wie zu Hause. Zum Schluss möchte ich Ihnen gerne mitteilen, dass wir alle sehr gerne daran arbeiten, dass unsere Gäste zufrieden sind. Zum Glück beweisen dies auch alle Bewertungen unsererseits und auch durch den Reiseveranstalter TUI. Mit freundlichen Grüssen


