- Preis-Leistungs-VerhältnisSehr schlecht
Vom Hotel waren wir maßlos enttäuscht. Nach einem Urlaub in diesem Hotel steht für uns fest, dass wir nie wieder in einem LTI-Hotel Urlaub machen werden. Das Hotel soll 6 Jahre alt sein. Dem Aussehen nach handelt es sich um einen 70er Jahre Bau der vielleicht vor 6 Jahren renoviert wurde und seit dem keinen Farbtopf mehr gesehen hat. Es gibt zahlreiche Mängel bei denen es sich einfach nur um Verwarlosung bzw. mangelnde Wartung handelt. So rosten alle Gitter an den Außenfassaden vor sich hin. Die Farbe des Pools fehlt in großen Bereichen. Die Gehwegplatten sind im Poolbereich z.T. kaputt (zerschnitten). Die kleinen Pavillions die z.T. im Außenbereich des Imbisses stehen haben Löcher, sind schmutzig und rosten. Die Dichtungen der Glastüren sind bei vielen Zimmern kaputt oder nicht mehr vorhanden und einiges mehr. Von den meisten angesprochenen Dingen laden wir auch Fotos hoch und hoffen, dass diese nicht wieder gelöscht werden. Fotos sagen mehr als 1000 Worte. Wir haben uns auch mit anderen Gästen unterhalten und viele haben von ihren Zimmern ähnlichzes zu berichten wie wir unten. Die Grünanlage macht einen guten Eindruck, aber das Hotel hat seine guten Jahre schon lange hinter sich. Wer unbedingt hier Urlaub machen möchte sollte im Cayenna-Club buchen (abgetrennter Clubbereich des Hotels). Dessen Zimmer sind wesentlich komfortabler und gepflegter. Des weiteren haben diese Zimmer einen schönen Meerblick. Man muss aber auch vor den "Kopfgeldjägern" des Cayenna Clubs warnen. Diese "lauern" den Gästen des normalen LTI vor dem Ausgang des Frühstückrestaurants auf und z.T. auch am Strand. Besonders Augenmerk legen dies auf jüngere Leute. Sie versuchen einen zu einer exclusiven Mitgliedschaft im Cayenna Club zu überzeugen, welcher den Urlaub weltweit zu einem Schnäppchen macht. Das funktioniert so, dass man 30 Wochen Urlaub kaufen soll (für schlappe 11.000 Euro) und diese dann in den nächsten 20 Jahren "aburlauben" kann, weltweit zum gleichen Preis. Man muss nur noch den Flug aus eigener Tasche zahlen und ein paar unbedeutende Kleinigkeiten wie z.B. die Verpflegung. Die schnell aufgestellte Rechnung belegte uns, dass wir locker 1500-2000 Euro an diesem Urlaub gespart hätten wenn wir Mitglied wären. Wir könnten jetzt eine Menge schreiben, aber wir wollen uns kurz fassen und nur auf ein paar Kleinigkeiten hinweisen. Es gibt kein Prospekt und keinen Katalog, alles wird handschriftlich gemacht und alle Zahlen kommen von den Leuten selber. Kataloge und Prospekte bekommt man erst wenn man Mitglied ist. Man hat somit nicht die Möglichkeit was in Ruhe zu prüfen oder nachzulesen. Lustig sind die Flugpreise. Es werden immer sehr günstige gerechnet, die man wirklich bekommen kann. Allerdings sind diese nicht so häufig und es ist immer die Frage ob ich ein Zimmer zum Zeitpunkt eines Billigfluges bekomme. Man müsste also auf gut-Glück alles zusammensuchen. Man soll sofort zuschlagen sonst kann das gute Spezialangebot nicht gehalten werden. Hierdurch kann man auch nicht in Ruhe drüber nachdenken sondern wird zu impulsiven Entscheidungen gedrängt. Und mein Lieblingspunkt, der Vertrag ist natürlich nicht nach deutschem Recht geschlossen, sondern nach internationalem. Da sollte man vorsichtig sein. Aber man wird immerhin dadurch beruhigt, dass es sich um eine Amerikanische Firma handelt. Spätestens wenn diese Ihren Sitz auf der Dom. Rep. oder auf den Bermudas hat, hat man gute Karten bei Problemen. Wer in Erwägung zieht sich hier auf was einzulassen, der sollte vielleicht jetzt schon mal im Internet recherchieren. Wir haben es natürlich nicht gemacht und die Leute waren nach 3 Stunden und 4 Bedenkpausen die sie uns gegeben haben etwas pampig und sauer... Diese Hotel würden wir nicht empfehlen und nicht wieder besuchen. Vorsicht mit dem Handy. Das telefonieren ist sehr, sehr teuer. Wenn überhaupt dann drauf achten das man den Anbieter "Orange" hat. Das soll der günstigste sein. Es gibt wohl auch amerikanische Anbieter die Europäer mit über 12 Dollar pro Minute belasten. Zumindest sagte man uns das. Für den Safe muss man sich am Empfang das Schloss mieten (2 Dollar pro Tag). Die Fernbedienung für den Fernseher bekommt man auch dort. Die Fernsehprogramme sind im wesentlichen in spanisch oder amerikanisch. Lediglich DW-TV sendet ab und zu deutsche Nachrichten. Im Bad befindet sich der Flaschenöffner. Er ist an den Waschtisch angeschraubt (und war bei uns stark verrostet).
Wir hatten als Honeymooner gebucht und waren über den Zustand unseres ersten Zimmers doch mehr als negativ überrascht. Es war ein Doppelzimmer mit tollen Extras. So fiel bereits beim ersten Blick in das Badezimmer eine fehlende Fliesenreihe ins Auge. Im Kopfbereich des Doppelbettes baumelte die reparierte Stromleitung der "Nachtischlampe" herum (in greifbarer Nähe wenn man schläft). Die Reparatur war daran zu erkennen, dass es sich um lediglich zusammengedrehte Drähte handelte, die notdürftig mit Klebeband abisolieren waren. Der Ventilator über dem Bett wackelte im Betrieb bedenklich und gab knirschende und knackende Geräusche von sich und aus den Glastüren die auf den Balkon führten hingen die Gummidichtungen an mehreren Stellen heraus. Der Balkon selber glänzte durch großflächig abplatzende Farbe und Rost an den Gittern. Der vorab mal "erwähnte" Früchtekorb (Honeymoon) fehlte. Auf unsere Beschwerde hin bekamen wir ein neues Zimmer, eine Superiour Suite. Diese Suite war wirklich Superiour, sie hatte im Bad alle Fliesen. Leider fanden sich neben dem Bett auch (fremde) Fussnägel und (ebenfalls fremde) Haare. An einem Zahnputzbecher befand sich eine tote Fliege, was ja mal passieren kann, doch diese war bereits mumifiziert. Die Terassenscheibe war im unteren Bereich zerbrochen und die Gummidichtungen hingen örtlich ebenfalls heraus. Die Farbe des Balkons blätterte ab (wie auch Bereiche der Zimmerdecke) und die Gitter des Balkons rosteten. Die Möbel zeigten sehr deutliche Gebrauchsspuren und Beschädigungen, das Sofa war stark verschmutzt, ebenso der Vorhang der Terassenscheiben/-türen. Die Mini-Bar schien zwar Strom zu haben, nur kühlen tat sie nicht wirklich und im Badezimmer waren die Chromteile überwiegend bereits unansehnlich, leideten unter Chromabplatzungen und rosteten z.T. auch bereits vor sich hin. In der Toilette ließen sich noch hübsche braune Ablagerungen finden und der Duschvorhang schimmelte vor sich hin. Natürlich reklamierten wir auch dieses Zimmer und wurden, da der jungen Frau am Gästeservice (Sie war erst ein Tag da...) das Thema zu heiß war, an die Cheffin des Gästeservices verwiesen. Diese war eine "sehr charmante und einsichtige" Frau die ungefähr so anfing: Ich weiss nicht was Sie wollen, wir haben Ihnen schon ein Superiour Zimmer gegeben. Was haben Sie denn erwartet. So ist das halt in einem Hotel das 6 Jahre alt ist. Wir haben Gäste die kommen schon zum 12ten oder 13. mal hierhin... usw.. Naja. Diskussionen also zwecklos. Wir wollten zu dem Zeitpunkt das Hotel wechseln oder sogar wieder abreisen doch leider war unsere Reiseleitung nicht zu erreichen (ITS) und wir wurden auf den nächsten Tag 09:00 vertröstet und sollten dann nochmal über den Gästeservice dort anrufen. Als wir am nächsten Tag zum Frühstück gingen trafen wir die Gästemanagerin welche uns fragte ob wir nun abreisen wollten. Wir entgegneten, dass wir uns noch nicht entschieden haben, es aber um 09:00 wüssten, wenn wir zum Gespräch mit der Reiseleitung kommen würden. Als wir um 09:00 dort eintrafen hies es allerdings das die Gästemanagerin in einer Besprechung wäre und erst um 10:00 zum Telefonat zu Verfügung stehen würde, wo natürlich dann kein ITS-Mann mehr zu erreichen war. Am nächsten Tag war der Begrüßungstag durch unsere Reiseleitung und wir zeigten das Zimmer und fragten nach alternativen Hotels. Die Reiseleitung riet uns von anderen Hotels ab, da dort zu dieser Zeit wohl überwiegend Puerto-Ricaner und Amerikaner in diesen Hotels wären und diese ziemlich laut seien. Das LTI sei das einzige Hotel, welches überwiegend deutsch ist. Bei der Zimmerbesichtigung hatte er aber unsere Unzufriedenheit verstehen können und hatte zumindest eine Grundreinigung durchsetzen können, die zwar erfolgte, aber sich nicht auf die Toilette, den Terassenvorhang und den Duschvorhang bezog. Der Schimmel am Duschvorhang wurde bis zum Ende unseres Urlaubs nicht weniger. Allerdings bekamen wir nach ein paar Tagen einen neuen Duschkopf. Die Glastür sollte zwar auch repariert werden damit sie wenigstens dicht wäre und auch keine Unfallgefahr darstellte, hierzu kam es bis zum Ende unseres Urlaubs ebenfalls nicht. Dieser Umstand bescherte uns niedliche Geckos im Zimmer, einzelne Mücken und mehrere Kakalacken, die z.T. mehrere cm groß waren. Anstatt Früchtekorb bekamen wir nach 2 Tagen dann einen "Früchteteller" mit Fruchtstücken vom Buffet sowie ein Glückwunschschreiben des Hotels. Lediglich der Hoteldirektor fand die Zeit den Zettel zu unterschreiben. Das Feld der Gästemanagerin blieb leider frei, vermutlich war sie in einer Besprechung...
Das Essen ist recht gut und wir hatten keine Probleme mit dem Essen. Es gibt ein größere Auswahl an Gerichten der üblichen Art und immer viel Fleisch und Fisch. Leider ist das Abendessen nicht sehr abwechslungsreich, Fisch, Fleisch und Pastagerichte schmecken aber gut. Lediglich das Frühstück war nicht wirklich gut. Das Rührei war sehr wässrig und schwamm überwiegend in Wasser. Der Speck war immer sehr hart und übermäßig stark gebraten und der Käse war nahezu immer schwitzig, verfärbt und teilweise auch bereits verbogen. In Strandnähe gibt es noch einen Imbiss und 2 Spezialitätenrestaurants von denen wir lediglich den Imbiss und den Italiener ausprobiert haben. Beim Italiener gab es nur Pizza, die allerdings nicht unbedingt zu empfehlen ist. Im Imbissrestaurant gibt es den ganzen Tag Pommes, Hamburger, Hotdogs und Hähnchen, was man recht gut essen kann. Zum Frühstück, Mittag und Abendessen gibt es dort zusätzlich noch ein kleineres Buffet wenn man nicht ins Hauptrestaurant möchte. Getränkebecher sind schon mal vergriffen und man muss ein wenig warten oder nachfragen. Wir haben es erst nicht glauben wollen, aber diese Becher riechen wirklich schon mal ein wenig. Das liegt offensichtlich daran, dass sie nicht wirklich gründlich gespült werden. In der Regel werden sie nur in einem Wasserbecken geschwenkt und dann nass wie sie sind wieder gestapelt. Vermutlich sind die Kellner deshalb immer bemüht das Getränk mit Rum zu mixen. Becher also immer genau ansehen...
Das Check-In war im Prinzip OK und problemlos, auch der check out. Im Hotel ist es eher so, dass die Bediensteten den direkten Blickkontakt meiden. Spätestens wenn man mit Geld winkt sind die Kellner sehr freundlich. Wenn nicht, dann gibt es tatsächlich auch welche die mal die Bestellung vergessen und man bekommt halt nichts zu trinken. Wir haben 2 solche Kellner kennengelernt. Die anderen waren aber OK und freundlich. Mit deutsch kommt man ganz gut zurecht. Nicht alle sprechen aber deutsch. Die Zimmermädchen sprechen praktisch nur spanisch. Zumindest leichte Englischkenntnisse könnten von Vorteil sein.
Das Hotel liegt direkt am Strand und der Strand ist in diesem Bereich schön breit. Nachteilig ist nur der kleine, eingegrenzte Schwimmbereich, die Algen/Gräser bzw. die Motorboote. In unmittelbarer Nähe liegen am Strand einzelne Buden an denen man was kaufen kann. Tauchschulen u.ä. befinden sich praktisch neben jedem 2. Hotel und auch hier gleich nebenan. Hier kann man sich Kanus, Katamarane und Boote ausleihen, eine Fahrt mit dem Bananboot machen, mit dem Fallschirm gezogen werden, Tauchen gehen oder eine Fahrt mit dem Glasbodenboot unternehmen. Im Hotel kann man eine Quadtour buchen und auch Reiten. Den Reitausflug können wir nicht empfehlen. 55 Dollar pro Person für 2 Stunden. Es wird dabei nicht alles gehalten was versprochen wurde. Die 55 Dollar beinhalten auch keine Getränke. So kann man sich dort dann auch gerne eine Cola oder ein Wasser für 2 Dollar kaufen. Über die Reiseunternehmen kann man weitere Touren buchen. Alle sind sehr teuer. Die beiden Hauptattraktionen kosten pro Person etwa 90-100 Dollar. Der Besuch der Insel Saona (Fahr mit Katamaran und Speedboot) ist recht nett. Hierbei sieht man etwas vom Land und die karibische Seite des Landes (Punta Cana liegt am Atlantik). Die Busfahrt dauert aber über 2 Stunden und nicht nur 1 wie angegeben. Der Besuch der beiden Schweitzer (Paradiso Tropical) ist dagegen nicht unbedingt erstrebenswert. Wir wurden am Strand von kleinen "Fliegen" total zerstochen (keine Mücken, die gab es aber auch) und die angepriesene "Safari" und "Mangrovenfahrt" ist nicht wirklich das was man erwartet. Allerdings kann man umsonst Bananaboot fahren soviel man will, ein Wassertrampolin benutzen und umsonst zum Schnorcheln fahren. Zu warnen sei aber vor der Fahrt. Sie dauerte jeweils 3,5 - 4,0 Stunden und verlief über überaus schlechte Straßen. Zahlreichen Leuten wurde schlecht und auf der Rückfahrt mussten wir 2 mal stoppen... Natürlich hält man bei diesen Fahrten jeweils bei dem besten Geschäft der Karibik und kann dort was kaufen. Begleitet werden diese Touren von 2 Personen die den Ausflug filmen und den Film am Ende für 30 Euro verkaufen wollen. Die Transferzeit zum Flughafen beträgt etwa 30-60 Minuten.
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Animation war vorhanden, wurde von uns aber nicht in Anspruch genommen. Der Pool der im Katalog so angepriesenen "lagunenartigen Poollandschaft" fällt eher durch die großflächigen Farbabplatzungen im Bereich der Wasserline auf und den richbar hohen Chlorgehalt. Für Kinder ist allerdings die sehr geringe Pooltiefe von Vorteil. Der tiefste Poolbereich war etwa um die 1,50m. Der Strand ist am Hotel sehr breit und besteht aus schönem weißen Sand. Am Strand befinden sich zahlreiche Liegen und auch viele Sonnenschirme die bei voller Belegung jedoch nicht ausreichen. Was uns am Strand nicht gefallen hat ist, dass der Bereich für Schwimmer von Bojen eingegrenzt und sehr schmal ist. Jenseits der Bojen rasen den ganzen Tag Motorboote vorbei, die mit Ihren Motoren die Algen und Gräser an der Küste abrasieren, welche dann jeden Tag im Wasser rumschwimmen und an den Strand getrieben werden. Der Strand wird von diesen Algen und Gräsern nur ab und zu befreit und das wirklich sehr langsam. Schnorcheln kann man am Hotelstrand nicht, da das Wasser im Schwimmbereich zuviel aufgewirbelten Sand enthält und man in keinem Bereich seine eigenen Füße sehen kann wenn man steht. Weiter rausschwimmen kann man leider auch nicht wegen der Motorbootraserei. Schnorcheler müssen zu anderen Hotelständen auswandern. Für uns war dies gar nicht karibikhaft. Neben den lärmenden Motorbooten kommen dann noch Hubschrauber für Touristenrundflüge die öfters mal im Tiefflug über den Strand jagen. Man gewöhnt sich jedoch an den Krach. Etwas wo man sich nur schwer dran gewöhnt ist die Eigenart des ab und zu erscheinenden "Bechersammlers". Getränkereste (egal welcher Art) werden kurzerhand hinter die Liegen in den Sand gekippt.
Infos zur Reise | |
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Verreist als: | Paar |
Dauer: | 2 Wochen im Juli 2006 |
Reisegrund: | Strand |
Infos zum Bewerter | |
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Vorname: | Sascha |
Alter: | 31-35 |
Bewertungen: | 1 |