(Ausführliche Bewertung) Der Warther Hof ist ein größeres Hotel mit über 70 Zimmern. Er besteht aus mehreren Gebäuden, die wohl nacheinander gebaut und immer wieder erweitert wurden. Dementsprechend verwinkelt geht es im Innern zu. Egal ob man ins Restaurant, in den Wellnessbereich, ins Hallenbad oder sonstwo hin möchte, man muß stets treppauf, treppab und um etliche Ecken herum gehen. Aber auch die einzelnen Bereiche sind häufig verwinkelt. So gibt es nicht ein großes Restaurant, sondern acht einzelne abgetrennte Bereich. Was in diesem Fall durchaus positiv ist – dadurch wirkt es heimeliger und gemütlicher, als ein riesiger Speisesaal. Gut gelöst ist die Aufteilung: zwischen den einzelnen Restaurant befinden sich Wege, und die Räume sind weitgehend durch Glaswände abgetrennt. Dadurch muß man auf dem Weg zum Buffetbereich nicht durch andere Restaurants laufen und stört keine anderen Gäste. Es gibt also keine Tische nahe Buffet, bei denen vor lauter Durchgangsverkehr kein ruhiges Essen möglich ist. Auch der Saunabereich ist kein durchgängiger Raum, sondern besteht aus zwei miteinander verbundenen Bereichen. Dazu erstreckt sich der größere Bereich über zwei Ebenen, so daß es auch treppauf zu den Ruheräumen und treppab zu den Saunen uns Wasserbecken heißt. In dem Hotel dominiert das Holz. Fast alle Decken und Wände sind mit Holz verkleidet, Holztheken, Holzstühle, Holztische usw. Das zweite prägende Element sind Gläser im Taffany Stil – in den Holzdecken integriert, in Glaswänden als auch in Türen. Für meinen Geschmack sehr harmonisch gelungen. Zwar waren auch einige jüngere Paare und Familien mit Kleinkinder anwesend, das Durchschnittsalter war jedoch recht hoch, und sehr viele Gäste dürften sich im Rentenalter bewegen. Vermutlich dürften in Ferienzeiten auch vermehrt Familien mit schulpflichtigen Kindern den Weg in den Warther Hof finden. Schließlich bietet der Warther Hof auch einen Kinderbereich mit Kinderbetreuung an. Ein ausgesprochenes Familien- oder Kinderhotel ist er jedoch nicht, zumal (nach meinem Eindruck) nur eine Kinderbetreuerin vorhanden ist. Das Hotel bietet ausreichend Parkplätze, und vor allem auch eine große Tiefgarage. Im Winter, bei Frost und Schneefall ein nicht zu unterschätzender Vorteil. Das Publikum war fast ausschließlich deutschsprachig, wobei entsprechend den Kfz-Zeichen ein recht großer Anteil aus der Schweiz kommt. Der für die Schweizer günstige Umtauschkurs Franken zu Euro scheint sehr zu locken. m Winter für Skifahrer und im Sommer für Wanderer ein idealer Ausgangspunkt. Bis auf die genannten Kleinigkeiten ein absolut empfehlenswertes Hotel. Selbst die 1000 Winkel und Ecken stören nicht wirklich, sondern verleihen dem großen Hotelkomplex Flair und Gemütlichkeit.
Das Einzelzimmer, das ich hatte, war ausreichend groß. Neben dem Bett war auch noch eine Sitzgruppe vorhanden. Auch im Bad kam keine Platzangst auf. Insbesondere die Duschkabine ist sehr geräumig. Sehr angenehm ist auch die Fußbodenheizung im Bad. Eine Minibar ist leider nicht vorhanden. Ein paar kleine Kritikpunkte (siehe Bilder): Die Tür zum Zimmer wurde wohl schon des öfteren recht energisch geöffnet, so daß der Handgriff an der Wand den Putz schon bis zum Untergewebe abgeschlagen hat. Ein einfacher Türstopper könnte hier Abhilfe leisten. Weiterhin fiel wohle einem früheren Gast im Bad ein schwererer Gegenstand auf dem Boden, und zerstörte eine Bodenfliese. Diese könnte mal ausgetauscht werden. Am meisten haben mich jedoch die Kalkablagerungen an der Duschkabine gestört. Diese sind so groß, daß sie eigentlich bei täglichen Reinemachen nicht mehr übersehen werden können. Hier wäre eine gründliche Reinigung dringend angebracht!
Die Buffets sind einfach gigantisch, egal ob es sich um das Frühstück, die Nachmittagsjause und den Salat und die Nachspeisen zum Abendessen handelt. Es ist wirklich an alles gedacht, mehr und vielfältiger kann man es sich nicht vorstellen. Das Abendessen (bei Halbpension) besteht aus sechs bis sieben Gängen. Salat, Käse und teilweise der Nachtisch als Selbstbedienung von Buffet, der Rest wird am, Tisch serviert. Die Portionen für die einzelnen Gänge sich teilweise recht klein, und wirken verspielt auf dem Teller. Aufgrund der vielen Gängen wird man jedoch stets satt, spätestens bei abschließenden Käsebuffet (falls überhaupt noch Platz hierfür vorhanden ist). Bei den Vorspeisen bzw. Suppe und bei den Hauptspeisen hat man aus drei bis vier Gerichten die Auswahl. Sehr angenehmen: man muß sich nicht bereits am Vorabend entscheiden, wie in den meisten Hotels, sondern muß seine Wahl erst am jeweiligen Abend treffen. Die angebotenen Gerichte sind kreativ, z.B. „Im Holzkohlenrauch gebratene Entenbrust mit Semmelpilztörtchen und Rotkrautpraline“, oder „Carpaccio von der Lachsrolle mit Jakobsmuschelkern auf einer Zitronen-Kräutermarinade mit Basilikum-Kresse“. Geschmeckt hat alles ganz hervorragend. Allenfalls zwei kleine Kritikpunkte: manchmal wirkten die Gerichte sehr verspielt und verkünstelt angerichtet. Man hatte schon fast den Eindruck, das Auge sei wichtiger als der Geschmack. Was mich allerdings doch mehr gestört hat war, daß bei keinem Gericht eine Soße serviert wurde. Auch Fleisch wurde völlig trocken auf dem Teller angerichtet. Für einen Schwaben, die bekanntlich „Naßesser“ sind, schwer verdauliche Kost.
Sehr zuvorkommend und freundlich. Bei meiner Ankunft wurde ich beispielsweise gleich zweimal darauf hingewiesen, daß mir gerne jemand helfen würde, mein Gepäck aufs Zimmer zu bringen. Aber auch im Restaurant ist stets sofort jemand zur Stelle, wenn etwas fehlt.
Direkt gegenüber vom Skilift, nur über die Straße und schon steht man auf der Piste. Für Skifahrer die optimale Lage. Ansonsten ist Warth ein winziger Ort, zumindest ein Lebensmittelladen ist jedoch nebenan vorhanden. Allerdings verlangt dieser Lebensmittelladen einen „Warth-Preisaufschlag“, der für diese Lebensmittelkette übliche Preis ist zumeist überklebt.
Beliebte Aktivitäten
- Sport
Wie bereits erwähnt, bietet das Hotel einen tollen Wellness- und Saunabereich. Jeweils zweimal wöchentlich wird sowohl Damen- als auch Herrensauna angeboten. Letzteres habe ich seit Jahren nicht mehr gesehen, aber weshalb auch nicht! Beides ist jedoch nur zwischen 14:30 und 15:30 Uhr, so daß zwischen Skifahren und Abendessen noch genügend Zeit für alle zum Saunieren verbleibt. Im täglichen Aktiv-Programm des Hotels stehen Angebote wie Yoga, Aquafit, Stretching und Entspannung, Wirbelsäulengymnastik usw., aber auch Tanz-Kurse und Entspannungsübungen.
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Alleinreisend |
| Dauer: | 1-3 Tage im Januar 2015 |
| Reisegrund: | Winter |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Eddi |
| Alter: | 51-55 |
| Bewertungen: | 58 |


