Ryanair strukturiert seinen Flugbetrieb spürbar um. © istock/Mrkit99
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Umfangreiche Umstrukturierung

Ryanair streicht Flüge in Europa: Diese Strecken und Airports sind betroffen

Die irische Low-Cost-Airline Ryanair nimmt 2026 umfangreiche Veränderungen an ihrem europäischen Flugnetz vor. Etliche Routen werden gekappt oder verringert, gleichzeitig verstärkt der Konzern sein Engagement in anderen Gebieten. Zu den betroffenen Destinationen zählen unter anderem Ziele in Deutschland, Spanien, Frankreich, Belgien und Portugal. Die wichtigsten Informationen im Überblick.

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Als Hauptgründe führt die Airline insbesondere gestiegene Gebühren an Flughäfen, erhöhte Steuern im Luftverkehr sowie generell wachsende Kosten im operativen Geschäft an.

Auf zahlreichen Flughäfen in ganz Europa werden bald weniger Flugzeuge von Ryanair U sehen sein. © istock/Mrkit99
Auf zahlreichen Flughäfen in ganz Europa werden bald weniger Flugzeuge von Ryanair U sehen sein. © istock/Mrkit99

Die Veränderungen erfassen sowohl einzelne Routen als auch komplette Flughäfen, wo Ryanair seine Präsenz reduziert. Passagiere müssen damit rechnen, dass gefragte Direktflüge wegfallen und auf Umsteigeverbindungen oder konkurrierende Carrier ausgewichen werden muss.

Deutsche Flughäfen besonders stark von Kürzungen betroffen

Zu den am stärksten betroffenen Ländern gehört Deutschland. Hier plant Ryanair die Streichung von etwa zwei Dutzend Routen, was den Wegfall von nahezu 800.000 Sitzplätzen zur Folge hat. Mehrere Airports sind betroffen, darunter Berlin, Hamburg, Köln/Bonn, Memmingen und Frankfurt-Hahn. An kleineren Standorten wie Dresden, Leipzig und Dortmund fallen ebenfalls Verbindungen weg oder werden eingeschränkt.

Die Fluggesellschaft bemängelt insbesondere die im europäischen Vergleich überdurchschnittlich hohen Abgaben und Entgelte im deutschen Luftverkehr. Diese erschweren nach Angaben des Unternehmens sowohl das Angebot günstiger Tickets als auch den profitablen Betrieb von Strecken.

Ryanair streicht unter anderem Flüge nach Teneriffa Nord. © istock/Tomasz Podolski
Ryanair streicht unter anderem Flüge nach Teneriffa Nord. © istock/Tomasz Podolski

Deutliche Reduzierungen im Spanien-Geschäft

Spanien zählt ebenfalls zu den Regionen, wo Ryanair das Angebot massiv verkleinert. Besonders hart treffen die Maßnahmen mehrere Regionalflughäfen. Verbindungen zu den Airports Asturias und Vigo wurden komplett eingestellt, die Basis in Santiago de Compostela bleibt weiterhin geschlossen.

Auf den Kanaren wird zudem der Betrieb am Flughafen Teneriffa Nord beendet. Weitere Reduzierungen gibt es beispielsweise in Valladolid und Jerez, wo bereits zuvor Basen geschlossen worden waren. Als Begründung nennt die Airline steigende Entgelte sowie Auseinandersetzungen mit dem spanischen Flughafenbetreiber und zusätzliche staatliche Belastungen.

Die Nachfrage bei Ryanair ist weiterhin hoch, doch in Europa rechnet sich das Geschäft für die Airline immer weniger. © istock/GiorgioMorara
Die Nachfrage bei Ryanair ist weiterhin hoch, doch in Europa rechnet sich das Geschäft für die Airline immer weniger. © istock/GiorgioMorara

Zusätzliche Streichungen in Frankreich, Belgien und Portugal

Neben Deutschland und Spanien müssen auch weitere europäische Staaten mit Kürzungen rechnen. In Frankreich entfallen unter anderem Flüge zu regionalen Airports wie Brive und Straßburg, nachdem dort die Luftverkehrsabgaben angehoben wurden.

In Belgien sind die geplanten Einschnitte ebenfalls erheblich: Etwa 20 Routen und rund eine Million Sitzplätze sollen wegfallen. Auslöser ist eine neu eingeführte Luftverkehrssteuer, welche die Ticketkosten pro Passagier spürbar verteuert.

Auch Portugal erlebt eine Verringerung der Kapazitäten. Ab dem Frühjahr 2026 will Ryanair sämtliche Verbindungen zu den Azoren einstellen, wovon mehrere Hunderttausend Reisende pro Jahr betroffen sein dürften.

Ryanair fliegt weiter – aber mit einem anderen Schwerpunkt als bisher. © istock/Mrkit99
Ryanair fliegt weiter – aber mit einem anderen Schwerpunkt als bisher. © istock/Mrkit99

Unternehmensstrategie: Verlagerung in kostengünstigere Märkte

Ryanair unterstreicht, dass die Streichungen nicht auf fehlende Nachfrage zurückgehen. Stattdessen möchte man Flugzeuge gezielt in Märkten stationieren, wo geringere Entgelte und vorteilhaftere Rahmenbedingungen vorherrschen. Länder mit hohen Abgaben oder steigenden Kosten müssten hingegen mit einem Rückgang der Verbindungen rechnen.

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Quelle: spot on news