Nostalgie als Reisetrend
2026 ist das neue 2016: Diese Reiseziele waren vor 10 Jahren beliebt
Viele werden es wohl kaum glauben, aber eine ganze Reihe an Trends feierten vor mittlerweile schon rund zehn Jahren ihre Hochzeit oder Premiere. Eine Dekade liegen Snapchat-Hundefilter und der riesige Hype um "Pokémon Go" in diesem Jahr schon zurück. Die erste "Stranger Things"-Staffel lief damals an, alle warfen bei der Bottle-Flip-Challenge mit Plastikflaschen um sich und Apple brachte seine AirPods auf den Markt, die zunächst noch vielerorts verspottet wurden. Auch Instagram Storys gab es vor dem Sommer 2016 noch nicht. Da kommt Nostalgie auf.
Die Sehnsucht nach der vermeintlich unbeschwerteren Zeit treibt gerade einen viralen Trend in den sozialen Medien, besonders auf TikTok und Instagram, an: "2026 is the new 2016", also "2026 ist das neue 2016". Und das dürfte auch Auswirkungen auf die Reisepläne vieler Menschen in diesem Jahr haben. Die simple Idee mancher: Was vor zehn Jahren als Traumziel galt, verdient auch 2026 einen Besuch. Angesagt waren trotz steigender Lust auf neue Erfahrungen aber auch klassische Ziele. Außerdem machten sich immer mehr Menschen auf Solo-Reisen auf oder setzten auf entschleunigten Urlaub.
Bali: Die Geburtsstätte des Instagram-Tourismus?
Keine andere Destination verkörpert den Social-Media-Tourismus, der in den vergangenen zehn Jahren deutlich zugenommen hat, wohl so sehr wie das Traumziel Bali. Alleine der Hashtag #Bali ist bei Instagram aktuell mehr als 76 Millionen Mal zu finden. Die indonesische Insel bleibt auch 2026 für Millionen von Menschen ein absolutes Traumziel. Doch Vorsicht: Erst kürzlich gab es Berichte, dass die Regierung künftig bei der Einreise womöglich Einsicht in die Konten von Reisenden fordern könnte. Damit solle "Qualitätstourismus" gesichert werden.
Beste Reisezeit: April bis Oktober während der Trockenzeit.
Berühmte Fotospots: Die Reisterrassen von Tegallalang, der Lempuyang-Tempel mit seinem Himmelstor, die Klippen von Uluwatu und Balis zahlreiche Schaukeln.
Highlights: Spirituelle Zeremonien, Surfkurse und Yoga-Retreats bieten eine Mischung aus Abenteuer und Entspannung.
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Kuba: Zeitreise in die Karibik
Im Jahr 2016 hat Kuba einen regelrechten Touristenboom erlebt. Die Annäherung zwischen den USA und dem Inselstaat ließ die Besucherzahlen in die Höhe schnallen. Havanna mit seinen US-Oldtimern und pastellfarbenen Kolonialbauten wurde von manchen zum Symbol für authentisches Reisen erhoben. Und auch heute gönnen sich erwachsene UrlauberInnen dort gerne eine Havanna und etwas Rum.
Beste Reisezeit: November bis April, außerhalb der Hurrikan-Saison.
Berühmte Fotospots: Der Malecón bei Sonnenuntergang, die Altstadt von Havanna und das Viñales-Tal mit seinen markanten Kalkfelsen.
Highlights: Eine Fahrt im Oldtimer durch Havanna, kubanische Livemusik in den Straßencafés und Einblicke in die lebendige Kunstszene.
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Island: Pure Natur entdecken
Der Vulkanausbruch des Eyjafjallajökull im Jahr 2010 brachte Island unfreiwillig ins Rampenlicht. Tagelang sorgte eine riesige Aschewolke dafür, dass der europäische Flugverkehr zum Erliegen kam. Was als Krise begann, entwickelte sich jedoch bald zum Boom: Wurden im Jahr 2010 laut offizieller Angaben noch etwa 1,05 Millionen Hotelübernachtungen von ausländischen BesucherInnen verzeichnet, waren es 2016 schon 3,46 Millionen. Auch nach der Corona-Pandemie sind die Zahlen wieder schnell gestiegen und 2024 waren es nahezu 4,5 Millionen Übernachtungen. Heute zählt Island zu den begehrtesten Zielen für alle, die Nordlichter und unberührte Landschaften suchen.
Beste Reisezeit: September bis März für Polarlichter, Juni bis August für Mitternachtssonne.
Berühmte Fotospots: Die Basaltsäulen von Reynisfjara, der Golden Circle mit Geysiren und die Gletscherlagune Jökulsárlón.
Highlights: Baden in der Blauen Lagune, Walbeobachtungen und geführte Wanderungen über Lavafelder.
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Rio de Janeiro: Olympischer Glanz und Lebensfreude
Im Jahr 2016 richteten sich die Augen der Welt auf Brasilien: Rio de Janeiro war Gastgeber der ersten Olympischen Sommerspiele Südamerikas. Nicht nur tausende AthletInnen kämpften um Medaillen, auch zahlreiche BesucherInnen genossen eine spektakuläre Mischung aus Strandkultur, heißen Rhythmen und beeindruckender Natur – und berichteten via Social Media von ihren Abenteuern.
Beste Reisezeit: Mai bis Oktober, während des brasilianischen Winters mit durchschnittlich angenehmen 20 bis 25 Grad Celsius.
Berühmte Fotospots: Die Christusstatue auf dem Corcovado mit Panoramablick über die Stadt, der Zuckerhut bei Sonnenuntergang und die geschwungene Promenade der Copacabana.
Highlights: Mit der Zahnradbahn zum Cristo Redentor fahren, die farbenfrohen Fliesen der Escadaria Selarón bewundern und am Strand pure Lebensfreude genießen.
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Malediven: Ein Paradies mit Verantwortung
Die Malediven galten schon 2016 als ultimatives Sehnsuchtsziel für LuxusurlauberInnen und als Traumdestination für die Flitterwochen. Das Paradies im Indischen Ozean steht mit dem Klimawandel allerdings vor einer besonderen Herausforderung und immer mehr Resorts setzen auf nachhaltigeren Tourismus.
Beste Reisezeit: November bis April, mit wenig Regen und hoffentlich optimaler Sicht zum Schnorcheln.
Berühmte Fotospots: Die ikonischen Überwasservillen vieler Resorts bei Sonnenaufgang und Unterwasseraufnahmen an farbenprächtigen Korallenriffen.
Highlights: Schnorcheln und Tauchen im kristallklaren Wasser, wilde Meeresbewohner wie Mantarochen beobachten und die Seele im Strandparadies baumeln lassen.
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Deutschland: Die unterschätzte Heimat
Vor zehn Jahren konnten deutsche Betriebe laut Statistischem Bundesamt einen Übernachtungsrekord verzeichnen – und das nicht nur dank ausländischer TouristInnen. Alleine BesucherInnen aus dem Inland brachten es damals auf rund 366,5 Millionen Übernachtungen. Ob Nordseeküste, Alpenvorland oder mittelalterliche Städte: Deutschland bietet eine Vielfalt, die viele weitere Menschen mit dem Instagram-Boom und später auch noch einmal während der Pandemie ganz neu entdeckt haben. Der Vorteil für alle, die 2026 zu 2016 machen möchten: Urlaub in der Heimat muss nicht Balkonien bedeuten. Kurze Anreisen ermöglichen mehr Zeit zum Genießen und einen kleineren ökologischen Fußabdruck.
Beste Reisezeit: Das ganze Jahr über. Frühling für Blütenpracht, Sommer für Erfrischung in Seen und an Stränden, Herbst für die Weinlese und Winter für bezaubernde Weihnachtsmärkte.
Berühmte Fotospots: Die Kreidefelsen auf Rügen, das Schloss Neuschwanstein im Morgennebel, die Weinberge an der Mosel, die bunten Fachwerkhäuser in Rothenburg ob der Tauber oder auch die als Teufelsbrücke bekannte Rakotzbrücke.
Highlights: Eine Wattwanderung im Wattenmeer erleben, regionale Spezialitäten von Labskaus bis Spätzle probieren, in einem der zahlreichen Thermalbäder entspannen und an der Tür des Berghains abgewiesen werden.
Der TikTok- und Insta-Trend zeigt: Nostalgie ist mehr als nur ein Gefühl, sie kann auch Deine nächste Urlaubsinspiration sein. Ob Du 2016 bereits dorthin gereist bist oder diese Ziele jetzt zum ersten Mal entdeckst: Die Sehnsucht nach authentischen Erlebnissen verbindet alle Generationen. Vielleicht ist es an der Zeit, das Smartphone wegzulegen und diese Orte mit eigenen Augen zu erleben.