Mohnfelder im Frühsommer
Mohnfelder, soweit das Auge reicht: Provence und Toskana im Frühsommer
Lavendel kennen fast alle. Mohn dagegen läuft oft unter dem Radar, dabei ist genau er im Frühsommer einer der schönsten Gründe für einen Roadtrip durch die Provence oder die Toskana. Im Mai und oft noch bis Anfang Juni leuchten an vielen Straßenrändern, zwischen Weinbergen und auf offenen Feldern die roten Blüten. Mal als kleiner Farbstreifen am Wegesrand, mal als ganze Fläche.
Das Schöne daran: Für Mohn musst Du nicht in der Hochsaison reisen. Im Gegenteil. Gerade der Frühsommer ist hier ideal. Die Landschaft ist noch grün, die Temperaturen sind meistens angenehmer als im Hochsommer und viele Orte sind deutlich weniger überlaufen. Genau das macht Reisen in dieser Zeit so schön.
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Warum der Mai so gut passt
Der Mai ist ein sehr guter Reisemonat, wenn Du nicht nur einzelne Orte anschauen, sondern auch die Landschaft bewundern möchtest. Die Tage sind lang genug für Ausflüge, viele kleine Dörfer vermitteln Dir noch einen authentischen Eindruck in das ländliche Leben und auch auf den Straßen ist meist weniger los als später im Sommer. Gerade in Regionen wie der Provence oder der Toskana macht das einen großen Unterschied, weil hier nicht nur die Ziele, sondern vor allem auch die Strecken dazwischen den Reiz ausmachen.
Provence: Im Frühsommer besonders schön
Im Mai zeigt sich die Provence oft von ihrer besten Seite. Die Landschaft ist noch frisch und zwischen Weinbergen, Olivenhainen und hellen Steinhäusern blüht der Mohn. Gerade rund um Saint-Rémy-de Provence, im Luberon und bei Moustiers-Sainte-Marie lassen sich schöne Ausflüge planen.
Saint-Rémy-de-Provence
Saint-Rémy-de-Provence ist ein guter Start, wenn Du einen Tag in der Provence nicht nur im Mietwagen verbringen willst. Der Ort selbst ist lebendig, aber nicht zu groß, mit kleinen Gassen, Cafés, Läden und einem Markt, über den man gut länger bummeln kann. Besonders schön ist es, morgens durch Saint Rémy zu laufen und erst danach weiterzufahren.
Im Umland wird es schnell ländlicher. Auf den kleineren Straßen Richtung Les Baux-de-Provence oder Eygalières taucht der Mohn immer wieder zwischen Feldern und Weinbau auf. Genau das macht die Gegend so attraktiv: Du musst nicht ein einziges Feld suchen, sondern bekommst unterwegs immer wieder rote Farbtupfer in der Landschaft. Wenn Du an einem Mittwoch da bist, solltest Du unbedingt auf den Markt in Saint-Rémy gehen. Vor allem früh am Morgen findest Du dort eine Vielfalt an Leckereien, die Dich bestimmt nicht enttäuschen wird.
Ein sinnvoller Tagesplan ist hier zum Beispiel: morgens Saint-Rémy mit Markt oder Frühstück im Ort, danach weiter zur Abtei Saint-Paul-de-Mausole und später noch eine Runde durchs Umland mit einem zweiten Stopp in Les Baux-de-Provence. So hast Du Altstadt, Landschaft und Aussicht an einem Tag, ohne Dich zu übernehmen.
Le Luberon
Wenn Du Dir die Provence so vorstellst, wie sie auf vielen Bildern aussieht, dann bist Du im Luberon goldrichtig. Kleine Dörfer, kurvige Straßen, Aussicht über Täler und dazwischen immer wieder Mohnfelder. Gerade die Orte Bonnieux, Saignon und Ménerbes solltest Du Dir dabei nicht entgehen lassen.
Bonnieux lohnt sich als erster Halt, weil der Ort wunderschön am Hang gelegen ist und man von dort einen einzigartigen Blick auf die umgebende Landschaft hat. Saignon ist ein überschaubares Örtchen und eignet sich perfekt für eine Pause zwischendurch. Ménerbes passt gut ans Ende eines Ausflugs, wenn Du noch ein drittes Dorf einbauen willst. Im Luberon liegt das Schönste oft nicht nur im Ort selbst, sondern auf den Straßen dazwischen. Deshalb lohnt es sich hier besonders, nicht die schnellste Route zu nehmen, sondern auch einfach mal durch die Landschaften zu kurven.
Eine schöne Route ist zum Beispiel: morgens Bonnieux, danach weiter über kleinere Straßen nach Saignon und später noch nach Ménerbes. Wenn Du unterwegs nur zwei Stopps machen willst, reichen Bonnieux und Saignon auch völlig aus. Lieber zwei Orte in Ruhe als zu viele hintereinander.
Moustiers-Sainte-Marie
Moustiers-Sainte-Marie ist fast schon ein Muss auf Deinem Roadtrip. Das Dorf ist ein guter Ausgangspunkt, wenn Du einen Ausflug mit Dorf, Aussicht und Landschaft verbinden willst. Ein Spaziergang durch den Ort lohnt sich auf jeden Fall, noch schöner wird es mit dem Aufstieg zur Kapelle oberhalb des Dorfes. Wenn Du danach noch weiterfahren möchtest, kannst Du den Ausflug gut mit einem Abstecher zu einem Aussichtspunkt an der Verdonschlucht verbinden.
Plateau de Valensole
Auch Valensole ist nicht nur zur Lavendelblüte interessant. Gerade im Mai wirkt die Gegend oft besonders schön, weil die Landschaft noch grün ist und der Mohn schon kräftig Farbe hineinbringt. Das Plateau selbst gehört zu den bekanntesten Landschaften rund um den Verdon, zusammen mit dem Lac de Sainte-Croix und der Verdonschlucht. Wenn Du hier einen Tagesausflug planst, lohnt es sich, nicht nur einmal über das Plateau zu fahren, sondern zwei oder drei konkrete Stopps einzuplanen. Eine gute Kombination ist Valensole – Riez – Lac de Sainte-Croix. Riez eignet sich gut als Zwischenstopp, wenn Du nach der Fahrt durchs Plateau noch durch einen kleineren provenzalischen Ort laufen möchtest. Sehenswert sind dort vor allem das historische Zentrum und die alten Stadttore. Wenn Du den Tag lieber mit Wasser statt mit einem Ortsbummel ausklingen lassen möchtest, passt der Lac de Sainte-Croix sehr gut. Dort kannst Du baden, am Ufer sitzen oder ein Tretboot oder Kajak mieten.
Wichtig ist in Valensole vor allem, beim Parken etwas vorsichtig zu sein. Viele Straßen über das Plateau sind schmal, und nicht jede schöne Stelle eignet sich für einen spontanen Fotostopp.
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Toskana: Mohn zwischen Hügeln und Landstraßen
In der Toskana wirkt Mohn etwas anders als in der Provence. Dort bleibt oft weniger ein einzelnes Feld in Erinnerung als die ganze Landschaft: grüne Hügel, Zypressen, und dazwischen rote Flächen, die sofort ins Auge fallen. Gerade im Frühsommer ist das besonders schön, weil die Gegend noch nicht so sommerlich vertrocknet ist.
Val d’Orcia
Orte wie Pienza, San Quirico d’Orcia oder Monticchiello sind gute Stopps, aber ähnlich wie in der Provence ist hier der Weg das eigentliche Ziel.
Pienza eignet sich gut als erster Halt. Dort lohnen sich vor allem die Piazza Pio II mit dem Dom, die kleinen Gassen der Altstadt und die Aussicht am Rand des historischen Zentrums über das Val d’Orcia. Ganz typisch für den Ort ist der Pecorino di Pienza, den Du unbedingt in einem der kleinen Läden oder bei einer Pause zwischendurch probieren solltest.
In Monticchiello lohnt sich ebenfalls ein Abstecher. Der Ort eignet sich sehr gut als kurzer Zwischenstopp, für ein kleines Mittagessen oder um sich nach einer längeren Autofahrt die Beine zu vertreten. Besonders schön ist hier das Ortsbild mit den alten Steinmauern, den kleinen Gassen und dem weiten Blick über die typisch toskanische Landschaft. Montichiello liegt in der Gemeinde Pienza und hat sich seine historische Struktur mit den Befestigungsmauern bis heute gut erhalten. Genau das macht ihn auf einem Roadtrip so interessant: weniger Trubel, dafür authentische Küche und schöne Einblicke in das italienische Leben.
Wenn Du noch einen dritten Halt einbauen möchtest, passt San Quirico d’Orcia gut dazu. Sehenswert sind dort vor allem die historische Hauptstraße Via Dante Alighieri, die noch gut erhaltenen Stadtmauern und die Horti Leonini, ein Renaissance-Garten direkt im Ortskern. Praktisch ist außerdem, das Auto außerhalb der Stadtmauern zu parken und den Ort zu Fuß zu erkunden.
Montefollonico
Auch Montefollonico ist ein guter Stopp, wenn Du die Toskana etwas weniger touristisch erleben möchtest. Der Ort liegt zwischen Val di Chiana und Val d’Orcia und lässt sich nach einem Abstecher nach Monticchiello gut in die Route einbauen. Wenn Du Dich für Architektur und Geschichte interessierst, sind hier vor allem die Kirche San Leonardo als wichtiger romanischer Bau in der Gegend, die Kirche San Bartolomeo aus dem 12. Jahrhundert und der Palazzo della Giustizia besonders sehenswert.
Am besten eignet sich Montefollonico als Zwischenstopp auf Deiner Route. Einmal durchs Dorf laufen, einen Kaffee trinken und dann weiter Richtung Pienza, Montepulciano oder zurück ins Val d’Orcia fahren, dafür ist der Ort ideal.
Crete Senesi
Die Crete Senesi sind eine gute Wahl, wenn Du in der Toskana nicht nur durch Orte fahren, sondern vor allem die Landschaft selbst erleben möchtest. Südlich von Siena ist die Landschaft deutlich offener als im Val d’Orcia. Typisch sind die fast kahlen Hügel und die langen Straßen dazwischen. Gerade im Frühsommer fällt der Mohn hier besonders auf, weil die roten Felder in dieser offenen Umgebung sofort ins Auge springen.
Ein guter Start ist Asciano. Dort kannst Du erst kurz durch den Ort laufen, bevor Du weiter in die Hügellandschaft fährst. Später passt ein Stopp in Buonconvento gut, wenn Du noch einmal durch einen kleineren Ort bummeln oder etwas essen möchtest. Wenn Du stattdessen lieber noch einen kulturellen Halt einbauen willst, lohnt sich Monte Oliveto Maggiore mit seiner eindrucksvollen Abtei.
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Fazit
Für einen Trip im Frühsommer sind Provence und Toskana beide schöne Optionen. Nicht nur wegen des Wetters, sondern weil die Landschaft in dieser Zeit besonders viel hergibt. Der Mohn ist dabei nicht das einzige Ziel, aber oft ein Detail, das eine ohnehin schöne Strecke noch besser macht.
In der Provence lohnen sich vor allem Routen rund um Saint-Rémy-de-Provence, den Luberon, Valensole und Moustiers-Sainte-Marie. In der Toskana sind das Val d’Orcia, Monticchiello, Montefollonico und die Crete Senesi sehr zu empfehlen. Der eigentliche Reiz liegt nicht nur in den Orten selbst, sondern vor allem in den Tagen, an denen die Strecke dazwischen fast schon das Schönste ist.
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