Kurzurlaub

10 coole Städte für ein verlängertes Wochenende in Europa

Mathis GilsbachJournalist

Ein Kurzurlaub übers Wochenende ist eine ideale Abwechslung vom Alltag. Umso besser, wenn durch praktisch gelegene Feiertage noch ein paar Tage mehr dazu kommen. Egal ob für zwei Tage übers Wochenende oder doch ein bisschen länger, die Städte auf unserer Liste sind perfekt für einen kurzen Urlaub vom Gewohnten. Wir haben dabei vor allem auf Ziele gesetzt, die von Deutschland aus mit der Bahn oder dem Auto gut zu erreichen sind.

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Der Nyhavn in Kopenhagen ©  Nikolay N. Antonov - stock.adobe
Der Nyhavn in Kopenhagen © Nikolay N. Antonov - stock.adobe

Kopenhagen, Dänemark

Mit dem Rad zur Meerjungfrau

Schon seit mehr als 100 Jahren sitzt die kleine Meerjungfrau am Ufer der Kopenhagener Bucht. Die zierliche Figur ist das Wahrzeichen der dänischen Hauptstadt und befindet sich an der Hafenpromenade Langelinie, einer der schönsten Gegenden der Stadt. Kopenhagen kannst Du super mit dem Fahrrad erkunden. Die Stadt hat ein exzellentes Radwegenetz. Zudem kannst Du an Stationen überall im Stadtgebiet E-Bikes ausleihen. Ein schönes Ziel ist Klampenborg mit dem Strand Bellevue und dem ältesten Vergnügungspark der Welt, Bakken. Eine Müllverbrennungsanlage steht wahrscheinlich normalerweise nicht auf Deiner Liste der Sehenswürdigkeiten. Dennoch solltest Du dem Copenhill einen Besuch abstatten. Unten werden städtische Abfälle in Strom für 140.000 Haushalte umgewandelt, oben auf dem Dach kannst Du auf Matten ganzjährig Skifahren oder die Grünanlage genießen. Falls Dir der Fahrstuhl zu langweilig ist, kannst Du auch über die höchste Kletterwand der Welt nach oben. Als Belohnung wartet eine tolle Aussicht über Kopenhagen. Mit Bahn oder Auto fährst Du in ca. fünf Stunden von Hamburg nach Kopenhagen.

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Blick über die Altstadt von Český Krumlov © JFL Photography - stock.adobe.com
Blick über die Altstadt von Český Krumlov © JFL Photography - stock.adobe.com

Český Krumlov, Tschechien

Malerisches Moldaustädtchen

Unweigerlich bleibt der Blick an der Burganlage hängen, die auf einem Felsen über Krumau – auf Tschechisch Český Krumlov – thront und das Stadtbild bestimmt. Die zweitgrößte Burg Tschechiens, nach dem Prager Hradschin, ist die Hauptattraktion in dem Städtchen. Das ursprünglich gotische Schloss wurde später um Renaissance- und Barockgebäude erweitert. Entsprechend gibt es hier zahlreiche, verschachtelte Gebäude und Innenhöfe zu entdecken. Beeindruckend ist auch die Mantelbrücke, die sich mit vielen Bögen über den Schlossgraben spannt. Abschließend lohnt sich der Aufstieg auf den Schlossturm. Von dort hast Du eine wunderbare Aussicht auf die Stadt und den Fluss Moldau. Mit dem Auto kommst Du von München oder Nürnberg in ungefähr vier Stunden nach Český Krumlov.

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Dominsel und Altstadt von Breslau © fotolupa - stock.adobe.com
Dominsel und Altstadt von Breslau © fotolupa - stock.adobe.com

Breslau, Polen

Stadt der Zwerge

In Breslau – auf Polnisch Wrocław – solltest Du auf Zwergensuche gehen. In der ganzen Stadt sind winzige Statuen kleiner Männchen mit Zipfelmütze verteilt. Über 600 sollen es inzwischen sein. Bei Deiner Suche wirst Du ganz automatisch auch die Sehenswürdigkeiten der Stadt entdecken. Lauf durch die mittelalterliche Altstadt mit ihren zahlreichen Backsteinkirchen und dem großen Marktplatz. Wenn Du kurz nach Sonnenuntergang auf der Dominsel unterwegs bist, halte die Augen nach dem Laternenanzünder offen. Hier stehen nämlich noch 102 Gaslaternen, die jeden Abend per Hand entzündet werden. Auch kulinarisch lohnt sich der Besuch. In den Gässchen der Altstadt findest Du überall Restaurants, süße Cafés und Läden. Mit über 100.000 StudentInnen ist es zudem nicht verwunderlich, dass Breslau ein pulsierendes Nachtleben hat. Viele Clubs und Bars warten auf NachtschwärmerInnen und TanzfreundInnen. Von Berlin geht es mit Auto oder Bahn in etwa vier Stunden nach Breslau.

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Innsbruck in Tirol, Österreich © adisa - stock.adobe.com
Innsbruck in Tirol, Österreich © adisa - stock.adobe.com

Innsbruck, Österreich

Großstadt in den Bergen

Die Geschichte steckt im Namen. Die Stadt ist ursprünglich rund um eine Brücke über den Inn gewachsen. Heute hast Du von der Innbrücke einen schönen Blick übers Wasser und auf die bunten Fassaden der Altstadthäuser. Wie es einer früheren Residenzstadt gebührt, stehen hier prachtvolle Bauten, wie etwa die Triumphpforte oder das Schloss Ambras. Letzteres hat neben einer schönen Gartenanlage auch eine große Sammlung an Schriften, Rüstungen, Waffen und Kunstgegenständen, die auf den Großherzog Ferdinand II. im 16. Jahrhundert zurückgeht. Diese lange Geschichte macht das Schloss zum ältesten Museum der Welt. Als Hauptstadt von Tirol liegt Innsbruck mitten in den Alpen und Du kannst hier wunderbar wandern und spektakuläre Bergpanoramen bestaunen. Mehrere Seilbahnen bringen Dich in die Berge der Nordkette, bis hinauf auf die Hafelekarspitze auf 2334 Meter. Mit Bahn oder Auto kommst Du von München in knapp 2 Stunden nach Innsbruck.

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Blick über die Altstadt von Gent, Belgien © Evgeni - stock.adobe.com
Blick über die Altstadt von Gent, Belgien © Evgeni - stock.adobe.com

Gent, Belgien

Mittelalter und moderne Kunst

Gent erlebst Du am besten vom Wasser aus. Bei einer Bootsfahrt auf dem Fluss Leie siehst Du die meisten Sehenswürdigkeiten der mittelalterlichen Altstadt. Du gleitest vorbei an den Türmen der St. Bavo Kathedrale, dem großen Belfried, bestaunt die prächtigen Gildenhäuser und die mächtigen Mauern der Wasserburg Gravensteen. Neben alten Gemäuern hat Gent aber auch eine moderne Seite. Das Museum für zeitgenössische Kunst, das S.M.A.K., ist eines der größten Museen in Belgien. Es ist bekannt dafür, ungewöhnliche und originelle Ausstellungen zu organisieren. Ein weiterer Kunsttipp ist die Werregarrenstraatje, auch als Graffiti-Gasse bekannt. Die ganze Gasse ist als Leinwand für StraßenkünstlerInnen freigegeben. Die einzige Regel ist, Respekt vor der Kunst anderer zu haben. Eine besondere kulinarische Spezialität in Gent sind die „Gentse Neuzen“ oder Genter Näschen. Das sind kleine, kegelförmige Bonbons mit harter Zuckerhülle und Himbeerfüllung. Mit Auto oder Bahn brauchst Du von Köln ca. drei Stunden bis nach Gent.

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Altstadt und Ponts Couverts, Straßburg © Sina Ettmer - stock.adobe.com
Altstadt und Ponts Couverts, Straßburg © Sina Ettmer - stock.adobe.com

Straßburg, Frankreich

Kanäle, Kirchen und Fachwerkhäuser

Zentraler Blickfang im elsässischen Straßburg ist das große Liebfrauenmünster aus rötlichem Sandstein. Bis 1874 war die Kathedrale mit ihrem 142 Meter hohen Nordturm übrigens das höchste Gebäude der Welt. Vom Turm aus hast Du einen wunderbaren Ausblick über die Stadt. Besonders malerisch ist das frühere Gerberviertel „La Petite France“. Kleine Kanäle ziehen sich durch das Viertel. Brücken, Gässchen und Fachwerkhäuser sind ein tolles Fotomotiv. Bei einem Besuch in Straßburg solltest Du unbedingt die elsässischen Spezialitäten probieren. Ein schöner Ort dafür ist der „Place du Marché Gayot“. Hier findest Du lauschige Restaurants, die euch mit Flammkuchen, Spätzle oder dem traditionellen Eintopf „Baeckeoffe“ verwöhnen. Straßburg erreichst Du von Stuttgart in etwa zweieinhalb Stunden mit dem Auto oder eineinhalb Stunden mit der Bahn.

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Blick auf die Promenade La Corniche, Luxemburg-Stadt © Sergey Novikov - stock.adobe.com
Blick auf die Promenade La Corniche, Luxemburg-Stadt © Sergey Novikov - stock.adobe.com

Luxemburg, Luxemburg

Große Stadt im Großherzogtum

Der Höhepunkt von Luxemburg Stadt, im wahrsten Sinne des Wortes, ist die „Corniche“, eine Promenade auf einer Felsklippe über der Stadt. Von hier aus hast Du nicht nur eine wunderbare Aussicht, sondern könnt auch einen Teil der Geschichte des Großherzogtums erleben. Auf dem Rundweg „1000 Jahre in 100 Minuten“ spazierst Du vorbei an den Überresten der alten Stadtfestung, den Stadtmauern und blickt über die Altstadt. Diese ist UNESCO-Weltkulturerbe und lädt ein zum Flanieren und Sich-Verlaufen. In den kleinen Gässchen findest Du viele lauschige Cafés und schöne kleine Läden. In einer anderen früheren Befestigungsanlage, dem Fort Thüngen, ist das MUDAM untergebracht. Das ist das landesweit bedeutendste Museum für moderne Kunst – ein schönes Ziel für regnerische Tage. Übrigens: Seit 2020 ist der öffentliche Nahverkehr in ganz Luxemburg komplett kostenlos – perfekt zum Erkunden des kleinen Landes. Die Anreise von Frankfurt dauert mit Auto oder öffentlichen Verkehrsmitteln etwa dreieinhalb bis vier Stunden.

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St. Johanneskirche und Servatiusbasilika, Maastricht © Mattoff - stock.adobe.com
St. Johanneskirche und Servatiusbasilika, Maastricht © Mattoff - stock.adobe.com

Maastricht, Niederlande

In den niederländischen Bergen

Für eine niederländische Stadt ist es rund um Maastricht ungewöhnlich hügelig. Auf dem Vaalserberg liegt der mit 322,4 Metern höchste Punkt der europäischen Niederlande. Direkt daneben: der Dreiländerpunkt, an dem sich die Grenzen Deutschlands, Belgiens und der Niederlande treffen. Ideal für eine grenzüberschreitende Wanderung. Maastricht selbst ist eine wunderbare Mischung zwischen jungem, lebendigem Studentenleben und alter Geschichte. Zwei große Plätze prägen die Altstadt. Das historische Rathaus auf dem Marktplatz ist eines der bekanntesten Fotomotive der Stadt, während der Vrijthof mit gleich zwei großen Kirchen aufwartet, der St. Johanneskirche mit ihrem markanten roten Kirchturm und der romanischen Servatiusbasilika. Von deren Turm hast Du übrigens eine wunderbare Aussicht. Ein besonderes Erlebnis ist eine Tour durch die unterirdischen Steinbrüche der Stadt. Riesige, in den Fels gehauene Höhlen und Stollen ziehen sich durch den Pietersberg. Zuletzt wurden diese im Zweiten Weltkrieg als Zufluchtsort für die Stadtbevölkerung genutzt. Von Köln gelangst Du mit der Bahn oder dem Auto in ein bis zwei Stunden nach Maastricht.


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Blick über Winterthur © Severin - stock.adobe.com
Blick über Winterthur © Severin - stock.adobe.com

Winterthur, Schweiz

Kulturparadies für Groß und Klein

Nicht nur für Kinder ein Paradies: das Technorama im schweizerischen Winterthur ist bis unters Dach mit spannenden wissenschaftlichen Experimenten gefüllt. Dabei ist Anfassen ausdrücklich erlaubt. Die Ausstellungstücke sind größtenteils interaktiv und vermitteln spielerisch Freude an Naturwissenschaften. KunstliebhaberInnen finden mit der Sammlung Oskar Reinhart, dem Fotozentrum und dem städtischen Kunstmuseum ein hochkarätiges Angebot vor. Auch die vielfältigen Festivals ziehen jedes Jahr BesucherInnen nach Winterthur. Zu empfehlen sind etwa die „Internationalen Kurzfilmtage”, die „Winterthurer Musikfestwochen” und das „lauschig Literaturfestival”. Bei Ausflügen ins Umland könnt Ihr etwa die Bachläufe und Wälder des Tösstals erkunden oder die Weinwanderwege des Zürcher Weinlands. Von Freiburg erreichst Du Winterthur in ungefähr zwei Stunden mit der Bahn oder dem Auto.

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Sonnenuntergang über den Grachten von Amsterdam © dennisvdwater - stock.adobe.com
Sonnenuntergang über den Grachten von Amsterdam © dennisvdwater - stock.adobe.com

Amsterdam, Niederlande

Kultur, Natur und viel Wasser

Wasser prägt das Stadtbild von Amsterdam. Über 100 Kilometer Grachten durchziehen das Stadtgebiet. Boote gleiten durch die Kanäle, Fahrräder flitzen über die Brücken und TouristInnen staunen über die romantischen Ausblicke. Dabei hat jedes Viertel der Stadt seinen eigenen Reiz. Die malerischsten Grachten und Straßen findest Du im beliebten Viertel Jordaan. Direkt im Zentrum steht das berühmte Rijksmuseum und direkt nebenan das Van Gogh Museum, welches die weltweit größte Sammlung an Werken des niederländischen Künstlers ausstellt. Die angesagten Viertel Noord und de Pijp sind ideal zum Bummeln oder Ausgehen. Sowieso ist Amsterdam für sein aufregendes Kulturleben bekannt. Ob Klassik im Concertgebouw, Jazz im Bimhuis oder große Pop- und Rockstars in den Kulturzentren Paradiso und Melkweg – Amsterdam hat für alle Ohren die richtige Musik. Und wenn Du nach so viel Sightseeing und Kultur etwas abschalten willst, lohnt sich eine Pause im großen Vondelpark oder auch ein Ausflug ans Meer. Der beliebte Badeort Zandvoort an Zee ist mit der Bahn schnell zu erreichen. Von Köln kommst Du mit Bahn oder Auto in ca. drei Stunden nach Amsterdam.

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Geschrieben von:Mathis Gilsbach