Strecke wird modernisiert
Bahnchaos zwischen Hamburg und Hannover: Was Reisende jetzt wissen sollten
Eine weitere wichtige Bahnverbindung in Deutschland wird saniert. Auf der Strecke Hamburg – Hannover kommt es ab dem 1. Mai voraussichtlich für mehr als zwei Monate zu Einschränkungen für Fahrgäste. Laut Angaben der Bahn gilt die Strecke als Hauptverbindung zwischen dem Hamburger Hafen und dem südlichen Europa und ist damit nicht nur für den Personenverkehr, sondern auch für den Güterverkehr von hoher Bedeutung. In Deutschland fahre jeder vierte Güterwagen nach Hamburg oder von dort ab.
Wichtige Strecke wird saniert
Die Strecke werde aufgrund der damit einhergehenden, hohen Belastung im Rahmen einer Qualitätsoffensive 2026 modernisiert. Dabei sollen unter anderem vier Bahnhöfe saniert, gut 66 Kilometer an Gleisen und 36 Weichen erneuert werden. 2029 soll dann zwischen Hamburg und Hannover eine große Korridorsanierung stattfinden.
Daneben wirkt sich auch eine Verlängerung der Generalsanierung der Strecke Hamburg – Berlin bis Mitte Juni auf das Vorhaben aus. Ein Teil des dortigen Verkehrs wird auf die Strecke Hamburg – Hannover umgeleitet. Daher wird Hamburg – Hannover nach Stand April 2026 in drei Stufen gesperrt. Vom 1. Mai bis 13. Mai gibt es eine Teilsperrung zwischen Hannover und Celle, vom 14. Mai bis 13. Juni eine Teilsperrung zwischen Hannover und Uelzen sowie ab dem 14. Juni bis zum 10. Juli eine Vollsperrung zwischen Hannover und Hamburg.
Was bedeutet das für Fahrgäste?
Aufgrund der Arbeiten, die Stufenweise erfolgen und insgesamt bis zum 10. Juli veranschlagt sind, kommt es zu weitreichenden Sperrungen. Laut Angaben der Bahn entfallen Halte wie Celle, Uelzen, Lüneburg, Verden und Nienburg teils komplett. An den Halten Bremen Hbf, Ludwigslust, Wittenberge herrscht ein reduzierter Zugverkehr. Vor Ort soll es einen Schienenersatzverkehr geben. Geneauere Informationen dazu erhalten Fahrgäste bei der Deutschen Bahn.
Als weitere Einschränkungen kündigt die Bahn unter anderem an, dass auf der Achse Süddeutschland – Kassel – Hannover – Hamburg etwa halbstündig noch ICE-Direktverbindungen angeboten werden sollen. Züge werden demzufolge umgeleitet und benötigen daher eine längere Fahrtzeit von gut 45 Minuten. Daher entfallen zudem die Halte Celle, Uelzen und Lüneburg. Ein ICE-Sprinter Hamburg – Frankfurt und touristische ICE-Verbindungen zwischen Hamburg und Österreich verkehren dann nur zwischen Hannover und Frankfurt beziehungsweise dem deutschen Nachbarland.
Die Achse Süddeutschland – Köln – Bremen – Hamburg ist ebenfalls betroffen. Hier sollen rund stündlich ICE-Direktverbindungen angeboten werden. Die Fahrtzeiten erhöhen sich um etwa 20 Minuten. Die ICE-Züge NRW – Bremen – Hamburg – Binz verkehren demzufolge nur zwischen Binz und Hamburg. Die Halte in Verden und Nienburg entfallen, da laut Bahn zwischen Bremen und Hannover keine direkten Verbindungen für den Fernverkehr angeboten werden können. Unterdessen fahren zwischen Hamburg und Berlin alle zwei Stunden drei statt vier Fernverkehrszüge.
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