Strandurlaub
Barrierefreie Strände in Europa: 10 Reiseziele mit Zugang zum Meer für alle
Traumbuchten, Stadtstrände und Baden im Meer für alle: Diese barrierefreien Reiseziele zeigen, wie einfach Urlaub am Wasser auch für Menschen mit Unterstützungsbedarf sein kann. Zehn Stranddestinationen in Europa, die Vielfalt, Zugänglichkeit und Lebensfreude verbinden.
Spiekeroog, Deutschland
Kurze Wege in die Nordsee
Spiekeroog ist eine der sieben Ostfriesischen Inseln und überzeugt gleich doppelt: als ausgezeichnete Sterneninsel und mit einer durchdachten barrierefreien Infrastruktur. Der Hauptbadestrand ist vom Dorf aus über feste Wege erreichbar und im bundesweiten Zertifizierungssystem „Reisen für Alle“ gelistet. Holzstege führen bis in Wassernähe und ermöglichen Menschen mit Rollstuhl oder Gehhilfe einen selbstständigen Zugang zu Strand und Meer. Zusätzlich steht ein elektrisch betriebener Strandrollstuhl zur Verfügung, der den Einstieg in die Nordsee erleichtert.
Auch abseits des Strandes punktet die autofreie Insel mit barrierefreien Angeboten: Etliche Wege verlaufen eben, gastronomische Angebote liegen nah beieinander und barrierefreie Sanitäranlagen befinden sich in Strandnähe.
Top Angebote auf Spiekeroog
Glowe, Deutschland
Zwischen Ostsee und Bodden
Übersichtlich angelegt und gut erschlossen: Glowe liegt im Norden der Insel Rügen, direkt an der Schaabe, einer schmalen Landverbindung zwischen Ostsee und Boddengewässern. Der Strandbereich am Kurplatz ist als barrierefreies Angebot im Zertifizierungssystem „Reisen für Alle“ erfasst. Vom Ort aus führen befestigte Wege ohne größere Steigungen in Richtung Strand. Feste Zugänge erschließen den weitläufigen Strand – mit Wasser auf beiden Seiten.
Barrierefreie Toiletten befinden sich in der Nähe des Kurplatzes, Cafés und Restaurants liegen entlang der Promenade. Zusätzliche Serviceangebote wie Strandrollstühle werden saisonal organisiert. Informationen dazu sowie persönliche Unterstützung erhältst Du über die örtliche Kurverwaltung.
Top Angebote in Glowe auf Rügen
Cala Gració, Ibiza, Spanien
Traumbucht bei Sant Antoni
Kurze Wege, geschützte Lage: Cala Gració liegt an der Westküste der Insel Ibiza, rund zwei Kilometer vom Ferienort Sant Antoni de Portmany entfernt. Der Strand ist vom Ort aus über einen befestigten Küstenweg gut erreichbar, auch zu Fuß. Holzstege (pasarelas) erleichtern den Zugang über den Sand. In der Badesaison steht eine silla anfibia zur Verfügung – ein amphibischer Strandrollstuhl, der den Einstieg ins Wasser ermöglicht. Informationen zur Nutzung erhältst Du über die örtliche Strandaufsicht oder das Tourismusbüro von Sant Antoni.
Die halbkreisförmige Bucht ist von niedrigen Felsen eingerahmt und deshalb windgeschützt. Der Sand ist vergleichsweise fest, der Wellengang meist moderat – gute Voraussetzungen für einen barrierearmen Badeaufenthalt. Direkt am Strand gibt es eine Beachbar, barrierefreie sanitäre Einrichtungen befinden sich im näheren Umfeld.
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Playa de Palma – Balneario 7 & 15, Mallorca, Spanien
Hauptstadtstrand für Alle
Betreute Zugänge am bekanntesten Strand Mallorcas: An der Playa de Palma sind mehrere sogenannte puntos de baño asistido eingerichtet, unter anderem an den Abschnitten Balneario 7 und 15. Diese liegen bewusst außerhalb des berühmten Balneario 6, besser bekannt als Ballermann 6.
Die ausgewiesenen Bereiche verfügen über feste Strandzugänge, Holzstege sowie betreute Badeangebote. Das heißt: In der offiziellen Badesaison stehen Strand- und Wasserrollstühle und geschultes Personal zur Verfügung – zu festen Zeiten. Sie unterstützen Dich ohne Voranmeldung beim Umsetzen vom Rollstuhl in den Strand- oder Wasserrollstuhl und begleiten Dich ins Wasser und zurück. Entlang der Strandpromenade in Palma findest Du barrierefreie Toiletten, Duschen sowie Restaurants und Cafés. Öffentliche Verkehrsmittel halten in kurzen Abständen. Durch die städtische Lage erreichst Du Hotels, Strand und Gastronomie auf kurzen Wegen.
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Kalamata, Griechenland
Barrierefreier Meerzugang per SEATRAC
Selbstständig ins Meer im Süden Griechenlands: In Kalamata auf der Peloponnes-Halbinsel ermöglicht Dir ein fest installiertes SEATRAC-System am Stadtstrand Bouka den autonomen Zugang ins Wasser. Dabei handelt es sich um ein festes Schienensystem mit Sitz, das Dich per Knopfdruck selbstständig vom Strand ins Meer und wieder zurückbringt. Dazu brauchst Du weder Strandrollstuhl noch Begleitperson. Der barrierefreie Zugang wurde im Rahmen eines geförderten Infrastrukturprojekts umgesetzt. Das Wasser ist hier klar und türkisblau. Die Promenade neben dem Strand verläuft überwiegend eben, Haltestellen und Gastronomie liegen in kurzer Distanz. Noch ein Highlight: Der Blick auf das Taygetos-Gebirge im Hintergrund.
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Agia Marina Beach, Kreta, Griechenland
Barrierefreiheit an der Nordküste
Kommunale Programme zur Barrierefreiheit machen es möglich: Agia Marina gehört zu den Gemeinden westlich von Chania, die gezielt in zugängliche Infrastruktur investieren. Der Agia Marina Beach an der Nordküste gehört zu den am besten erschlossenen Strandabschnitten der Insel. Der Strand mit feinem, weichen Sand ist gepflegt und relativ weitläufig, der Einstieg ins Wasser flach. Die Aussicht auf die vorgelagerte Insel Theodorou verleiht ihm ein besonderes Flair. Gepflasterte Wege vom Ort und von der Küstenstraße verlaufen überwiegend eben. In der Badesaison werden Strandrollstühle lokal organisiert. Unterstützung erhältst Du über das Aufsichtspersonal am Strand.
Entlang der Promenade reihen sich Tavernen, Cafés, Unterkünfte und barrierefreie Sanitäranlagen. Durch die Nähe zu Chania lässt sich Dein Strandtag flexibel mit dem Besuch der venezianischen Altstadt oder dem historischen Hafen kombinieren.
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San Vito lo Capo, Sizilien, Italien
Süditalienische Strandatmosphäre
Vorne das Meer, im Rücken die Berge: San Vito lo Capo liegt im Nordwesten Siziliens, rund sechzig Kilometer von Palermo entfernt, direkt am Rand des Naturreservats Zingaro. Hier betreibt die Initiative Spiaggia Zero Barriere einen eigenen Strandbereich. Das Angebot umfasst Strandrollstühle, geschulte Mitarbeitende und freiwillige Helferinnen und Helfer, die Dich auf dem Weg ins Meer unterstützen. Auch abseits des Wassers ist alles übersichtlich organisiert. Befestigte Wege führen zum Sandstrand, barrierefreie Sanitäranlagen sowie gastronomische Angebote befinden sich in der Nähe. Wie auch die Kalksteinberge des Naturreservats Zingaro, die San Vito lo Capo so besonders machen.
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Trapani, Sizilien, Italien
Stadtstrand zwischen Altstadt und Meer
Palmen und Promenade, Altstadt und Strand: In Trapani, rund 40 Kilometer von San Vito lo Capo entfernt, liegt der barrierefreie Strandbereich mitten im Stadtleben. Nur wenige Schritte von Cafés, Geschäften und der historischen Altstadt entfernt. Der Zugang zum Meer ist hier barrierefrei erschlossen und während der Saison gibt es auch Badehilfen. Charakteristisch an diesem Ort ist, dass Du Dich hier einfach zwischen Meer und Stadt bewegen kannst – ohne Transfers, ohne Umwege, alles befindet sich innerhalb eines kleinen Radius`.
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Praia de Faro, Algarve, Portugal
Weiße Flagge mit blau-gelbem Piktogramm
„Praia Acessível – Praia para Todos!“: So heißt das staatliche Gütesiegel für barrierefreie Strände in Portugal. Gekennzeichnet durch eine weiße Flagge mit blau-gelbem Piktogramm. 244 Badezonen am Meer und an Flüssen sind damit ausgezeichnet, darunter auch die Praia de Faro südlich der Urlaubshochburg Faro. Der Strand an der Algarve-Küste erstreckt sich über mehrere Kilometer mit feinem, goldfarbenem Sand. Die Promenade und befestigte Zugänge erleichtern Dir den Weg vom Ankommen bis ins Meer. Der Atlantik leuchtet hier in Türkisblau. Weitere Pluspunkte für einen Strandurlaub in Faro sind der nahe Flughafen und die öffentliche Buslinie 16, die Dich direkt vom Stadtzentrum an die Praia de Faro bringt – ein Niederflurbus mit Rampe und Platz für Rollstuhl.
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Praia de Vilamoura, Algarve, Portugal
Gütesiegel-Strand und Jachthafen
Noch ein Traumstrand mit dem portugiesischen Gütesiegel für Inklusion am Beach: Die Praia de Vilamoura liegt rund 25 Kilometer westlich von Faro an einem breiten Küstenabschnitt der Algarve. Der Sand ist hell und fein, das Ufer fällt flach ab, der Blick öffnet sich weit über den Atlantik. Eine breite, stufenlose Rampe führt von der Promenade auf den Strand, mobile Holzstege erleichtern die Fortbewegung bis nahe ans Wasser. In der Badesaison stehen amphibische Strandrollstühle zur Verfügung und geschulte Rettungsschwimmer unterstützen Dich beim Einstieg ins Meer. Barrierefreie Sanitäranlagen und Umkleiden liegen direkt am Strand. Zum Jachthafen Vilamoura sind es rund 400 Meter – eben, ohne Stufen und gut rollbar.