Surfer laufen am Strand und reiten die Wellen © iStock.com/peeterv
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Wassersport

Die 5 besten Surfspots in Frankreich

Einige der Surf-Spots in Frankreich sind regelrecht legendär. Nicht umsonst zählen manche von ihnen zu den Qualifikationsetappen für die Weltmeisterschaft. Doch nicht jeder, der an französischen Küsten surfen möchte, muss Weltniveau haben.Viele Spots eignen sich hervorragend auch für NeueinsteigerInnen und wenig Fortgeschrittene.

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Landschaft bei Sonnenaufgang über dem Nez de Jobourg © iStock.com/Ludwig Deguffroy
Landschaft bei Sonnenaufgang über dem Nez de Jobourg © iStock.com/Ludwig Deguffroy

Surfen in der Normandie

Einer der besten Spots Europas

Fast ganz an der Spitze der normannischen Halbinsel Cotentin befindet sich einer der besten Surf-Spots Frankreichs – in Siouville-Hague, etwas westlich von Cherbourg gelegen. Hier im Département Manche liegt ein acht Kilometer langer
Sandstrand, nach Westen ausgerichtet, den britischen Kanalinseln Guernsey,
Jersey und Alderney zugewandt. Unter KennerInnen gilt dieser Spot als einer der
besten Orte zum Wellenreiten in Europa. Vor allem bei Südwind bauen sich hier perfekte Wellen zum Abreiten auf, wobei die beste Jahreszeit dafür der Spätsommer ist. Nordwind ist ebenfalls eine Möglichkeit, hier zu surfen. Lediglich Wind aus dem Westen macht dem Vergnügen einen Strich durch die Rechnung. 

Der Spot ist, je nach Windrichtung und -stärke, für Neulinge bis Profis geeignet. Besonders gefährlich ist das Surfen hier nicht. Ein weiterer Vorteil von Siouville-Hague ist der milde Golfstrom, der dafür sorgt, dass die Wassertemperaturen selbst im Winter erträglich bleiben. Vor Ort haben sich einige Surfschulen angesiedelt. Eine besondere Ausstattung oder nahe gelegene Bars oder Restaurants sind nicht vorhanden. 

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Wellen in der Bucht von Audierne bei der Stadt Penhors © iStock.com/guy-ozenne
Wellen in der Bucht von Audierne bei der Stadt Penhors © iStock.com/guy-ozenne

La Torche in der Bretagne

Anspruchsvoll, aber auch für Neulinge geeignet

Einen absoluten Hotspot für SurferInnen findest Du westlich der Stadt Quimper im
bretonischen Département Finistère. An der südlichen Bucht von Audierne befindet sich ein gut zehn Kilometer langer Sandstrand mit einer häufig idealen Konstellation von Wind und Wasser. An einigen Stellen ist die Bucht durchaus geeignet für AnfängerInnen, aber allgemein gilt La Torche als Revier für KönnerInnen und sehr erfahrene SurferInnen. Das hängt unter anderem mit komplizierten Strömungsverhältnissen unter der Wasseroberfläche zusammen sowie mit dem extrem hohen Windaufkommen hier in der Westbretagne.

Auch hier spielt der Golfstrom bei den Wassertemperaturen eine mildernde Rolle,
weswegen Hartgesottene sogar im Winter zum Surfen herkommen. Im Sommer ist der Wind hingegen häufig nicht stark genug. Zudem bevölkern viele TouristInnen Sand und Wasser. Du solltest für ein ungetrübtes Surferlebnis deswegen besser die Vor- oder Nachsaison nutzen. Auch hier gibt es am Strand so gut wie keine Einrichtungen wie Toiletten oder Duschen. Allerdings haben einige Surfschulen ihre Niederlassungen unweit des Wassers. Auch Hotels und Ferienwohnungen gibt es in der näheren Umgebung.

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Die Düne und der Strand von Lacanau, Frankreich © iStock.com/Delpixart
Die Düne und der Strand von Lacanau, Frankreich © iStock.com/Delpixart

Surfspots an der Côte d’Argent

Wellenreiten auf höchstem Niveau

Weiter südlich die Atlantikküste hinunter gibt es immer wieder fantastische Surf-Spots zu entdecken, wie zum Beispiel in Lacanau, Carcans Plage und Plage de la Jenny im Département Gironde westlich von Bordeaux. Gut 30 Kilometer Sandstrand am Médoc Atlantique bieten sehr viel Platz für SurferInnen. Verschiedene Schwierigkeitsgrade machen das Revier für jeden Kenntnisstand spannend. Wenn der Wind richtig steht, bekommen die Wellen hier Weltniveau. Einer der Gründe, warum eine der Etappen zur europäischen Qualifikation für die Weltmeisterschaft der World Surf League im Wellenreiten jedes Jahr in Lacanau ausgetragen wird.

Abgesehen davon, sind Strand und Landschaft hier weitgehend unberührt. Spezielle Einrichtungen am Strand gibt es keine, ebenso keine Möglichkeit, sich zu verpflegen. Du kannst Dich in den umliegenden Ortschaften mit Lebensmitteln bevorraten und auch dort nächtigen. Diverse Surfshops, -schulen und -vereine stehen Dir bei Bedarf unterstützend zur Seite, wenn Du Anleitung oder Material benötigen solltest.

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Luftaufnahme von Surfern mit großen Wellen in Biarritz, Frankreich © iStock.com/pawel.gaul
Luftaufnahme von Surfern mit großen Wellen in Biarritz, Frankreich © iStock.com/pawel.gaul

Baskisch für SurferInnen

Angenehme Strände bei Biarritz

Noch weiter im Süden beginnt jenseits des Flusses Adour das französische
Baskenland. Auch hier existieren Weltklasse-Surfspots, etwa direkt vor der Hafenstadt Biarritz oder weiter in Richtung spanische Grenze in Bidart Plage. Die
Surfstrände nördlich (Chambre d’Amour) und südlich (Côte des Basques) des Alten Hafens von Biarritz sind gut geeignet für Fortgeschrittene, denn an beiden Spots gibt es recht tückische Felsformationen, die bei auflaufendem Wasser als Wellenbrecher fungieren können.

An der Plage Bidart hingegen gibt es gute Voraussetzungen für alle Niveaus. Je
nach Standort und Windrichtung brechen die Wellen links oder rechts, bevor sie auf dem Sandstrand an der Bucht von Biskaya auslaufen. Im südlichen Abschnitt
kann es sogar zu hohlen Wellen kommen, den sogenannten Tubes. Alle baskischen Spots zum Wellenreiten sind in die wunderbare Landschaft und malerischen Dörfer und Städtchen eingebettet und gut angebunden, sodass es in Laufweite an nichts fehlt. Natürlich gibt es an Ort und Stelle auch Surfschulen und -ausstatter und die Auswahl an Hotels und anderen Unterbringungsmöglichkeiten ist stattlich.

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Strand von Plage de Palavas Les Flots in Frankreich © iStock.com/jessica manavella
Strand von Plage de Palavas Les Flots in Frankreich © iStock.com/jessica manavella

Wellenreiten im Mittelmeer

Winterspot bei Montpellier

Beim Thema Surfen in Frankreich denken die meisten SportlerInnen an den Ärmelkanal und die Atlantikküste. Zu Recht, denn die Bedingungen dort sind nicht selten traumhaft. Dennoch gibt es auch am Mittelmeer einige bemerkenswerte Surfspots, darunter Palavas-les-Flots. Im Département Hérault unmittelbar vor den Toren von Montpellier bietet ablandiger Wind aus Nordwest gute Wellen, die links und rechts brechen. Die beste Jahreszeit zum Wellenreiten an der Mittelmeerküste sind die Herbst- und Wintermonate, wenn die Wellenrichtung vorwiegend aus Südost kommt. Im Sommer hingegen ist es oft ruhiger auf dem Wasser. Zudem herrscht viel Tourismus, sodass Surfen ohnehin kaum möglich ist.

Wie viele Strände am Mittelmeer ist auch Palavas-les-Flots gut bestückt mit Restaurants, Bars und öffentlichen Toiletten. Im Winter ist das Angebot allerdings eingeschränkt. Entlang der Küste findest Du zahlreiche Sportschulen und -ausstatter, die sich unter anderem auf WellenreiterInnen spezialisiert haben und bei denen Du Deine Ausstattung ergänzen oder Rat einholen kannst. Unterkünfte
gibt es hier oder im nahe gelegenen Montpellier in großer Anzahl und für jeden Geschmack.

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