Serien-Drehorte
Emily in Paris: Finale Staffel entsteht auf Mykonos
Seit Mai laufen die Kameras auf der griechischen Insel Mykonos, um Teile der letzten Staffel von Emily in Paris zu drehen. Rund 250 Crewmitglieder sind Medienberichten zufolge auf der Kykladeninsel im Einsatz, um die sechste und letzte Staffel der Netflix-Erfolgsserie zu filmen. Ein genaues Ausstrahlungsdatum steht noch aus, der Release ist aber fürs vierte Quartal 2026 geplant. Wir zeigen Dir, wo Teile der Serie gedreht werden.
Wie Emily nach Griechenland kam
Der erzählerische Übergang nach Griechenland steht seit dem Staffelfinale fest: Gabriel, der französische Koch und ewige Beinahe-Partner der Hauptfigur, schickt Emily eine Postkarte aus Griechenland, denn er arbeitet inzwischen als Koch auf einer Yacht. Laut übereinstimmender Medienberichte dreht die neue Staffel an drei Standorten: Paris, Griechenland und Monaco. Griechenland trägt dabei das größte Gewicht.
Die bestätigten Drehorte auf Mykonos
Geplant sind Aufnahmen an zentralen und touristisch bedeutenden Orten auf Mykonos: den Windmühlen, dem Viertel Alefkandra – auch bekannt als "Klein-Venedig" – sowie dem Bereich rund um die Kirche Panagia Paraportiani. Auch die Straßen Agias Paraskevis und Mitropoleos im Zentrum der Chora sind in den Drehplan eingebunden.
Die Kirche Panagia Paraportiani gilt als eines der meistfotografierten Motive der Insel: Das weiß getünchte Gotteshaus aus dem 14. bis 17. Jahrhundert besteht aus fünf übereinander gebauten Kapellen und liegt direkt am Eingang des historischen Stadtteils Klein-Venedig, mit Blick auf die Ägäis. Der beste Zeitpunkt für einen Besuch ist kurz vor Sonnenuntergang, wenn das warme Licht die weißen Mauern in Goldtöne taucht.
Wahrscheinlich, aber nicht offiziell bestätigt, sind weitere Schauplätze auf Mykonos und auf Santorini. Netflix hat die vollständige Drehortliste bislang nicht veröffentlicht.
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Monaco: zweiter neuer Schauplatz, offene Detailfragen
Monaco wurde im April beim PaleyFest in Los Angeles von Serienschöpfer Darren Star gemeinsam mit dem Hauptcast offiziell als zweiter neuer Drehstandort bestätigt. Konkrete Drehorte hat die Produktion bislang nicht kommuniziert.
Inhaltliche Details zum Monaco-Teil der Staffel sind noch nicht bekannt, doch die Casinokultur des Fürstentums und die Formel-1-Welt fügen sich nahtlos in die Ästhetik der Serie. Nach Griechenland, das eng mit der romantischen Storyline um Gabriel verknüpft ist, steht Monaco stärker für den beruflichen Handlungsstrang – Emily könnte dort neue Kunden oder berufliche Verwicklungen antreffen.
Dass Monaco dauerhaft Emilys neue Heimat werden könnte, gilt als unwahrscheinlich: Im Staffel-5-Finale hatte die Marketingmanagerin erkannt, dass ihr Herz allein für Paris schlägt. Monaco bleibt damit voraussichtlich nur ein Abstecher.
Das Fürstentum passt bildsprachlich gut zur Serie: Yachthafen, Grand Casino, die Kurven des Circuit de Monaco – Motive, die denselben Hochglanz bedienen wie zuvor die Pariser Boulevards oder die venezianischen Kanäle. Wer Monaco als Reiseziel erkunden möchte, ohne auf Serienaufnahmen zu warten: Das Fürstentum ist von Nizza in etwa 20 Minuten mit dem Zug erreichbar und lässt sich gut als Tagesausflug kombinieren.
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Was der "Emily-Effekt" für Mykonos bedeutet
Dass Serien Reiseentscheidungen beeinflussen, ist seit den ersten Staffeln von Emily in Paris bekannt. In Paris avancierten Adressen wie das Café de Flore oder die Place de l'Estrapade nach 2020 zu den meistfotografierten Locations der Stadt; Reiseanbieter boten eigene "Emily in Paris"-Touren an. In Rom wiederholte sich das Muster ab Dezember 2025 binnen Wochen.
Für Mykonos wird derselbe Mechanismus erwartet, allerdings mit einem entscheidenden Unterschied: Die Insel ist touristisch bereits am Anschlag. Während Paris und Rom Millionenstädte sind, die Serienpilger absorbieren, ist Mykonos eine 85 Quadratkilometer kleine Insel, die in den Hochsommermonaten bereits an ihre Belastungsgrenze stößt.
So erreichst Du Mykonos und Monaco
Mykonos liegt zentral in den Kykladen, etwa 150 Kilometer südöstlich von Athen. Die Anreise im Sommer ist entweder über den internationalen Flughafen mit Direktverbindungen aus den meisten europäischen Drehkreuzen möglich oder per Fähre von Piräus und Rafina, mit Fahrzeiten zwischen zweieinhalb und fünf Stunden je nach Schiffstyp.
Die ikonischen Spots der Chora liegen fußläufig beieinander. Von Klein-Venedig zu den Kato-Mili-Windmühlen sind es fünf Minuten zu Fuß. Wer die Drehorte ohne großen Trubel erkunden möchte, reist besser im Mai oder Oktober: Im Oktober ist das Wetter noch stabil, das Wasser warm, Beachclubs zum Teil noch geöffnet und es ist spürbar entspannter als im Hochsommer.
Monaco lässt sich hingegen das ganze Jahr gut bereisen. Das Fürstentum liegt an der Côte d'Azur, direkt an der Grenze zu Italien, und ist über den Bahnhof Monaco-Monte-Carlo gut mit dem französischen und italienischen Hochgeschwindigkeitsnetz verbunden. Wer schon in der Region unterwegs ist, etwa in Nizza oder Menton, kann Monaco problemlos in eine längere Riviera-Reise einbinden.