Neue Regelung am Trevi-Brunnen: Wer unmittelbar ans Wasser will, muss einen neuen Zugang nutzen und zwei Euro Eintritt bezahlen. © istock/Marinspo
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Gebühren, neue U-Bahn-Stationen

Rom neue Regelungen: Das ändert sich für Reisende

Im vergangenen Jahr verzeichnete die italienische Hauptstadt einen außergewöhnlichen BesucherInnenansturm – auch begünstigt durch das Heilige Jahr. Zwischen Januar und Dezember wurden insgesamt 22,9 Millionen Ankünfte registriert, davon rund zwölf Millionen internationale Gäste, wie der Bilaterale Tourismusverband Latium feststellte. Die hohen Besucherzahlen bedeuten für Rom gleichermaßen Chance und Herausforderung: Einerseits sorgen sie für steigende Einnahmen und neue Arbeitsplätze, andererseits verschärfen sich Probleme wie Abfallaufkommen und überlaufene Sehenswürdigkeiten.

Um diesen Entwicklungen zu begegnen und das touristische Erlebnis langfristig zu verbessern, wurden bereits 2025 mehrere Maßnahmen eingeführt. Für 2026 treten darüber hinaus weitere Regelungen in Kraft, die insbesondere BesucherInnen wichtiger Sehenswürdigkeiten bekannt sein sollten: So erhebt die Stadtverwaltung für den Zugang zum Trevi-Brunnen eine Gebühr, wenn Du in den inneren Bereich am Becken hinabsteigen möchtest – der Blick von der Piazza bleibt weiterhin kostenlos. Mit dieser Ticketregelung soll der BesucherInnenandrang gesteuert und das historische Denkmal geschützt werden, während bestimmte innerstädtische Museen und weitere Attraktionen ebenfalls in ein aktualisiertes Preis- und Zugangssystem eingebunden werden.

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Rom ist einer der größten Touristenmagnete weltweit. © istock/Sean Pavone
Rom ist einer der größten Touristenmagnete weltweit. © istock/Sean Pavone

Eintritt am Trevi-Brunnen kostet zwei Euro

Die wohl bedeutendste Änderung betrifft also den weltberühmten Trevi-Brunnen (Fontana di Trevi), wo die Stadt dem Massenandrang begegnen möchte. Ab dem 2. Februar benötigen BesucherInnen ein kostenpflichtiges Ticket für die Besichtigung. Wer unmittelbar an das Wasserbecken herantreten will, zahlt nun zwei Euro. Von der Gebühr ausgenommen sind Menschen mit Behinderung samt Begleitpersonen sowie Kinder unter sechs Jahren, außerdem bleibt Einheimischen der Zugang kostenfrei.

Die Einführung der Gebühr dient der besseren BesucherInnenlenkung. Maximal 400 Personen dürfen nun gleichzeitig direkt an das Becken des barocken Brunnens aus dem 18. Jahrhundert, der insbesondere durch die Badeszene mit Anita Ekberg (1931-2015) und Marcello Mastroianni (1924-1996) in Federico Fellinis (1920-1993) Film "La dolce vita" (1960) weltbekannt wurde. Bei Reisenden erfreut sich das Ritual großer Beliebtheit, eine Münze ins Wasser zu werfen. Der Legende zufolge soll dies die Rückkehr in die ewige Stadt sichern.

Der Ticketerwerb ist online, direkt vor Ort sowie in Touristeninformationen möglich. Die Gebührenpflicht gilt täglich zwischen 9 Uhr und 22 Uhr, allerdings montags und freitags erst ab 11:30 Uhr sowie an jedem zweiten Montag im Monat ab 14 Uhr. Außerhalb dieser Zeiträume bleibt der Zugang gebührenfrei. Wer auf den Münzwurf verzichten kann, hat übrigens die Möglichkeit, den Brunnen auch aus einiger Entfernung zu bewundern, da der umgebende kleine Platz weiterhin kostenlos zugänglich bleibt.

Die "ewige Stadt" regelt ihre Museumspreise 2026 teilweise neu. © istock/only_fabrizio
Die "ewige Stadt" regelt ihre Museumspreise 2026 teilweise neu. © istock/only_fabrizio

Gebühren für weitere Museen

In Rom wurden für einige ehemals kostenfreie Sehenswürdigkeiten Eintrittspreise eingeführt: Für die Villa des Maxentius an der Via Appia Antica sowie die Museen Napoleonico, Barracco, Carlo Bilotti und Pietro Canonica wird in der Regel ein kleines Eintrittsgeld erhoben (zum Beispiel etwa zwei Euro pro Person).

Ein Hinweis für Reisende: An jedem ersten Sonntag des Monats gewähren viele staatliche Einrichtungen in Rom freien Eintritt – dazu zählen unter anderem auch große Stätten wie das Kolosseum. An diesen Tagen ist allerdings mit deutlich längeren Warteschlangen zu rechnen.

Neues Buchungssystem fürs Kolosseum

Für das Kolosseum erfolgt der Ticketverkauf über das offizielle Online-Portal ticketing.colosseo.it. Die Eintrittskarten für das antike Amphitheater sind personalisiert, um einen Weiterverkauf zu verhindern; daher ist beim Einlass ein Ausweis erforderlich. Tickets werden in festgelegten Zeitfenstern angeboten und jeweils rund 30 Tage im Voraus freigeschaltet.

Italiens Hauptstadt hat schier endlos viele Sehenswürdigkeiten zu bieten. © istock/Kristina Kokhanova
Italiens Hauptstadt hat schier endlos viele Sehenswürdigkeiten zu bieten. © istock/Kristina Kokhanova

Reinigungsarbeiten in der Sixtinischen Kapelle

In der Sixtinischen Kapelle wurde das berühmte Fresko „Das Jüngste Gericht“ von Michelangelo zuletzt umfassend gereinigt. Die Restaurierungsarbeiten dienten dazu, Verschmutzungen zu entfernen, die durch den hohen Besucherandrang entstanden waren. Es handelte sich um die erste grundlegende Reinigung seit der großen Restaurierung in den 1990er Jahren. BesucherInnen können das Fresko heute wieder in seiner erneuerten Farbintensität bewundern.

Zwei neue Metrostationen eröffnet

Im Dezember 2025 wurden im historischen Zentrum von Rom zwei neue Haltestellen der Metro-Linie C eröffnet: Colosseo/Fori Imperiali und Porta Metronia. Beide Stationen wurden als sogenannte Museumsstationen gestaltet – sie kombinieren Verkehrsinfrastruktur mit archäologischer Präsentation. Die Anlagen bieten Reisenden nicht nur bequemen Zugang zu zentralen Sehenswürdigkeiten, sondern auch Einblicke in Funde, die während der Bauarbeiten ans Licht kamen. Diese Neuerungen tragen dazu bei, BesucherInnenströme besser zu lenken und den Zugang zum historischen Zentrum zu erleichtern – ein Vorteil, der auch im Jahr 2026 spürbar ist.

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Quelle: spot on news