Bucket-List
Bern Bucket-List: Das solltest Du bei Deinem Städtetrip nicht verpassen
Bern ist nicht nur Hauptstadt, sondern auch Weltkulturerbe, Flussstadt und urbanes Dorf in einem. Zwischen der türkisgrünen Aare, dem mittelalterlichen Stadtkern und den Hügeln am Rand der Stadt gibt es mehr zu entdecken, als viele denken. Diese 10 Aktivitäten gehören auf jede Bern-Bucket-List – egal, ob Du zum ersten Mal da bist oder schon öfter durch die Altstadt geschlendert bist.
Eine echte Berner Tradition erleben
Aareschwimmen zwischen Marzili und Lorraine
Sommer in Bern hat eine besondere Tradition: das Aareschwimmen. An warmen Tagen reihen sich Menschen mit wasserfesten Beuteln entlang des Flussufers auf, um sich dann ein Stück flussabwärts treiben zu lassen – vorbei an grünen Uferwegen, historischen Gebäuden und dem Bundeshaus. Wer es lieber gemütlich mag, startet beim Altenbergsteg oder beim Lorrainebad. In beiden Fällen gilt: vorher prüfen, ob die Strömung nicht zu stark ist. Und danach? Auf der Marzili-Wiese in der Sonne liegen, mit einem kühlen Getränk in der Hand und dem Gefühl, mitten in der Stadt und doch weit weg zu sein.
Unter Lauben schlendern
Unterwegs in der Berner Altstadt
Die Berner Altstadt gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe und ist ein Paradebeispiel dafür, wie Geschichte und Alltag Hand in Hand gehen. Du spazierst auf Kopfsteinpflaster durch jahrhundertealte Gassen, geschützt von den berühmten Lauben – das sind rund sechs Kilometer überdachte Arkadengänge, die zu den längsten Europas zählen. Hinter alten Holztüren verstecken sich kleine Buchhandlungen, Galerien, Cafés und Werkstätten. Viele davon findest Du in den ehemaligen Lagerkellern unter Straßenniveau, die heute kreatives Leben beherbergen. Es lohnt sich, einfach mal eine der kleinen, steilen Treppen hinabzusteigen – und in eine andere Welt abzutauchen.
Dem Wappentier begegnen
Besuch im Bärenpark an der Aare
Der Bär ist nicht nur Wappentier von Bern, sondern tief in der Stadtgeschichte verwurzelt. Früher wurden die Tiere in einem engen Graben gehalten, heute leben sie im großzügigen Bärenpark direkt an der Aare. Die Anlage ist naturnah gestaltet, mit Zugang zum Fluss und viel Platz. Rundherum erfährst Du auf Infotafeln mehr über die Bedeutung des Bären für die Stadt – und über den Wandel im Umgang mit den Tieren. Wer mag, spaziert von hier am Fluss entlang in Richtung Altenberg, vorbei an Weinterrassen, alten Stadtmauern und lauschigen Plätzen, die sich perfekt für eine kleine Pause eignen.
Den Blick über Bern schweifen lassen
Aussicht vom Rosengarten oberhalb der Altstadt
Nur einen kurzen Spaziergang vom Bärenpark entfernt liegt einer der schönsten Aussichtspunkte der Stadt: der Rosengarten. Im Frühjahr und Sommer blühen hier über 200 Sorten in allen Farben, dazu ein Teich, alte Bäume und ein kleines Restaurant mit Terrasse. Doch das eigentliche Highlight ist der Blick: Du siehst die Altstadtdächer, den Verlauf der Aare und bei klarer Sicht die schneebedeckten Gipfel der Alpen. Ideal für einen späten Nachmittag, wenn das Licht weicher wird und die Stadt zur Ruhe kommt. Nimm Dir Zeit für einen Kaffee oder ein Glacé auf der Mauer.
Das Figurenspiel an der Zytglogge erleben
Faszinierendes Wahrzeichen
Die Zytglogge ist Berns berühmtester Turm – eine astronomische Uhr aus dem 15. Jahrhundert mit einem Figurenspiel aus tanzendem Bärenzug, frechem Narr und krähendem Hahn, das zur vollen Stunde zum Leben erwacht. Am besten stellst Du Dich ein paar Minuten vorher auf den kleinen Platz davor, zusammen mit neugierigen TouristInnen, Einheimischen auf dem Weg zum Markt und StraßenmusikerInnen. Das Glockenspiel ist nicht spektakulär, aber charmant – und ein Symbol dafür, wie gelassen diese Stadt mit der Zeit umgeht. Wer tiefer eintauchen möchte, kann an einer Führung teilnehmen und die Uhrmechanik von innen erleben.
Fondue unter freiem Himmel genießen
Käsefondue im Garten des Alten Tramdepots
Dass Fondue nicht nur im Winter, sondern auch bei 25 Grad funktioniert, beweisen Berner Restaurants mit Gartenbetrieb. Besonders schön sitzt Du beispielsweise im Alten Tramdepot, direkt beim Bärenpark, mit Blick auf die Aare und die Altstadt. Hier wird das klassische Käsefondue neu interpretiert: mit außergewöhnlichen Käsesorten aus der Region, Tomaten, Pilzen oder sogar Bier. Die Atmosphäre ist entspannt, die Gespräche am Tisch drehen sich um Gott, die Welt und das nächste Glas Fendant. Unser Tipp: Reservieren lohnt sich – besonders an langen Sommerabenden, wenn es erst spät dunkel wird und die Stadt golden schimmert.
Mit der Standseilbahn auf den Gurten fahren
Ausflug auf den Berner Hausberg
Der Gurten ist der Hausberg der BernerInnen – 858 Meter hoch, erreichbar mit einer historischen Standseilbahn. Oben angekommen, erwarten Dich nicht nur ein Ausblick bis zum Jura und zu den Alpen, sondern auch Wiesen, Wälder und ein kleines Paradies für Familien: mit Spielplatz, Mini-Eisenbahn und im Sommer einer Rodelbahn. Pack Dir ein Picknick ein oder kehre in das gemütliche Gurten-Pavillon-Restaurant ein.
Kunst inmitten der Natur entdecken
Besuch im Zentrum Paul Klee
Etwas außerhalb des Zentrums liegt das architektonisch eindrucksvolle Zentrum Paul Klee. Drei wellenförmige Bögen aus Stahl und Glas, eingebettet in eine hügelige Wiesenlandschaft – entworfen vom Architekten Renzo Piano. Im Inneren erwarten Dich Werke des Künstlers Paul Klee, aber auch Wechselausstellungen und Veranstaltungen, die Kunst, Musik und Literatur verbinden. Ein Ort zum Verweilen und Nachdenken – mit weitem Blick auf die Felder und viel Raum für Inspiration. Ideal für einen ruhigen Vormittag oder einen regnerischen Tag.
Berns lebendigstes Viertel erkunden
Streifzug durch das Quartier Breitenrain
Nicht weit vom Zentrum liegt das Quartier Breitenrain, auch „Breitsch“ genannt – eine Nachbarschaft mit kreativer Energie und viel Alltagsleben. Kleine Cafés, unabhängige Läden, Ateliers und ein belebter Wochenmarkt am Samstag prägen das Bild. Besonders beliebt ist der Breitsch-Platz mit seinen Sitzgelegenheiten, der Boulebahn und der offenen Atmosphäre. Hier triffst Du auf Studierende, Familien, MusikerInnen – und echte Berner Originale. Wer die Stadt abseits der bekannten Wege kennenlernen will, ist hier genau richtig.
Typisch Berner Spezialitäten probieren
Zibelechueche, Meringues und regionale Klassiker
Bern schmeckt bodenständig, regional – und manchmal überraschend süß. Herzhaft geht’s los mit dem Zibelechueche, dem traditionellen Zwiebelkuchen, der im November beim Zibelemärit im Mittelpunkt steht. Dazu passt ein Glas Berner Weißwein oder Apfelsaft aus der Region. Zum Dessert darf es dann etwas Süßes sein: Meringues mit Nidle, ein Klassiker mit Ursprung im Berner Oberland. Du findest sie in traditionellen Bäckereien der Altstadt – oft unter jahrhundertealten Gewölben.