Ein in seiner Art einzigartiges Hotel im Herzen der Altstadt von Antalya, das mit viel Geschick und Geschmack eingerichtet ist. Das Haus besteht aus mehreren alten, osmanischen Gästehäusern, die durch Treppen und die Innenhöfe miteinander verbunden sind. Die Einrichtung und die Accessoires sind insgesamt stimmig platziert, sodass nichts deplatziert oder kitschig wirkt. Das Hotel verfügt über 70 Zimmer unterschiedlicher Größe und Ausstattung: Von den großen!!! Ferienwohnungen im Nebenhaus (sehr modern) über die Sultansuiten, die De-Luxe-Zimmer, bis hin zu den einfachen, kleinen Standardzimmern. Außer den Wohnungen haben alle Zimmer Holzfußböden, ebenso die Gänge und Flure. Das Hotel hat bis zu 3 Etagen. Durch die verwinkelte - teils mit etwas steileren Holztreppen ausgestattete - Architektur ist das Hotel für Gehbehinderte nicht zu empfehlen. Auch für Kinder ist das Hotel aufgrund seiner Konzeption eher nicht geeignet. Die Gästestruktur ist sehr gemischt im Hinblick auf die Nationalitäten (D, NL, F, B, TR), überwiegend Paare. Die gesamte Anlage macht einen sehr gepflegten und sauberen Eindruck. Das Hotel ist mit HP (Frühstücks- und Abend-Büffet) oder VP buchbar. Es gibt unterschiedliche Teegärten in der Nähe: den Atatürk-Kulturpark, Tofane-Park, Karaalioglu-Park (Tee im Samowar bestellen - herrlich im Sonnenuntergang - 5 YTL /2 Personen), wo man je nach Stimmung auf Stühlen aller Art oder in Sitzsäcken entspannen kann. Durch die Parks lassen sich schöne Spaziergänge in Antalya unternehmen, in entspannter Stimmung und mit Meerblick, nicht zu touristisch. Empfehlenswert per Mietwagen, weil individueller: Düden-Wasserfälle, Perge, Aspendos und mit Einschränkung auch Side. Das Hotel Alp Pasa ist ideal für Reisende, die einen individuelleren, anderen Türkeiurlaub machen möchten. Alternativhotels in der Altstadt sind: Aspen (frisch renoviert!), La Paloma, Dogun, Marina Palace. Dennoch sind diese Hotels anders, so dass keine absolute Vergleichbarkeit möglich ist.
Die Zimmer sind nach den diversen Pasas und Harmesdamen benannt. Wir hatten das Rüstem-Pasa, ein De-Luxe-Zimmer mit Whirlpool-Badewanne. Auf jeden Fall sollte man wegen der Größe ein De-Luxe-Zimmer buchen, da sie geräumiger sind, als die Standardzimmer (Aber auch nicht riesig, dafür bedarf es dann schon eher der Suiten!) Bei den abgebildeten Zimmern (Homepage, Katalog) sind eher die Suiten zu sehen. Der Zimmerschlüssel wird zum Einschalten des Zimmerstroms benötigt, darüber ist auch die Minibar geschaltet (Kühlung nur während Zimmeraufenthalt gewährleistet!) Das Zimmer verfügt über eine selbstregulierbare Klimaanlage (kalt-warm), zwei Stühle, Fernseher mit Sat-Empfang (ARD, Sat-1, Deutsche Welle-TV, franz. , belg., holl., türk. Sender und Hustler-TV für Erwachsene...). Den Safe kann man für 2€ pro Tag mieten. Er befindet sich im Einbauschrank, ca. 1m breit, der für eine Woch genügend Ablage- und Aufhängemöglichkeiten bietet. Es gibt keine geschlossenen Nachtschränkchen. Der Fußboden ist aus Holz. Da er teilweise schon etwas gelitten hat, sind die Hausschuhe, die zur Verfügung stehen, empfehlenswert. Ebenfalls zur Ausstattung des Zimmers gehören zwei Bademäntel. Das Badezimmer (ohne Fenster, mit Abzug) mit Wanne (Whirlpoolfunktion) hat keine Duschabtrennung. Da die Brause feststehend ist, lässt sich beim Duschen das Spritzen nicht vermeiden, wodurch feuchte Stellen in dem Badezimmer entstehen, bzw. die Gefahr des Ausrutschens nicht zu vermeiden ist. Die Reinigung und der Handtuchwechsel waren in Ordnung. Die Holzböden auf den Fluren und in den Zimmern können für einen erhöhten Geräuschpegel sorgen (Stöckelschuhe, Absätze). Ansonsten lag unser Zimmer ruhig (2. Etage) mit Blick auf das Nachbarhaus, in einen kleinen Garten. Die Zimmer im Erdgeschoss und in der 1. Etage sind teilweise recht dunkel, aufgrund der dichten Bebauung innerhalb der Altstadt. Die Einrichtung des Zimmers war geschmackvoll, schlicht, mit Bildern , Spiegel und dimmbarer Beleuchtung, die stimmungsvoll genutzt werden konnte. Auch die Flure wurden mit vielen Details akzentuiert, z. B. Minarettspitzen oder Diwanen, Spiegeln und farblich abgesetzten Beleuchtungen. Zwischen der Alp-Pasa-Suite liegt eine schöne Aussichtsterrasse mit Blick auf Konyaalty-Strand und Atlasgebirge (allerdings in direkter Nähe auch auf die Solarversorgung der Nachbarn). Zimmer mit Meerblick oder Balkon gibt es nur ganz wenige.
Wie schon geschrieben, die Mahlzeiten wurden in Büfettform angeboten. Zunächst gab es zum Frühstück 5-6 Sorten Brot, das ließ im Laufe der Woche nach. Die Auswahl an Belag, Aufstrichen, eingelegten Früchten, Müsli, etc. war ausreichend. Pfannkuchen, Spiegel- und Rührei wurden stets frisch von zwei Köchen im Außenbereich zubereitet. Eigentlich war für jeden etwas dabei. Kaffee und Tee, warme Milch, kalte Milch und angerührte Fruchtsaftgetränke gab es auch. Allerdings hätte ein Samowar besser zum Hotel gepasst, als der angebotene Beuteltee. Der frisch gepresste Orangensaft schlug jedoch mit 3€ extra zu Buche, im kleinen Glas (ca. 0, 15l). Frühstück und Abendessen wurden im Restaurantbereich serviert, da die Temperaturen im April das Draußenessen noch nicht zuließen. Das Restaurant mit seinen Gewölben und den beiden Kaminen ist sehr stimmungsvoll, romantisch und kuschelig, wenn die Abende kälter sind. Auch hier ist die Einrichtung sehr stimmig und geschmackvoll. Die Bezahlung der Getränke und Zusatzleistungen erfolgt über eine Zimmerkarte, die bei Anreise ausgehändigt wird. Bei Verzehr muss der Bon gegengezeichnet werden. Wir haben uns abends den Hauswein (Flasche Doluca-rosé) bestellt, der uns gut schmeckte, und es bestand die Möglichkeit, die Flasche auf mehr als einen Abend aufzuteilen. Die Preise für Alkohol sind in der Türkei aufgrund der Steuern allgemein hoch, so dass ca. 15€ im Hotel okay waren (Supermarkt ab ca. 5€ aufwärts). Eine Flasche Wasser (still, 0, 5 l) kostete 1€, mit Kohlensäure (0, 33l) ca. 2€, der Yeni-Raki ca. 3, 20€, Cappuccino ca. 2, 30€. Im Hinblick darauf, dass es sich bei dem Hotel auch um ein normales Restaurant handelt und das Ambiente sehr stilvoll ist, empfanden wir die Preise als durchaus angemessen. Einen All-Inklusive-Urlaub wollten wir schließlich nicht, sondern einen etwas anderen Urlaub. Das Abendessen umfasste eine große Auswahl an kalten Vorspeisen, Dips und Salaten. Dazu kamen eine Suppe, zwei bis drei Sorten warmes Gemüse und zwei Fleischgerichte (oder Fisch) und ein Nachspeisenbüffet mit den üblichen türkischen Desserts und Kuchenvarianten, sowie Obst. Teilweise wurden die Fleischgerichte frisch zubereitet, gegrillt, gebraten. Die warmen Speisen wurden von den Mitarbeitern am Büffet auf den Teller gelegt, sodass nicht jeder darin herumwühlte. Der Geschmack der überwiegend türkischen Warmspeisen war überwiegend befriedigend bis gut - uns hat es geschmeckt. Zum Abschluss des Frühstücks haben wir (wenn möglich) die Sonne mit einem Kaffee auf der Hoch-Glasterasse genossen.
Die Freundlichkeit des Personals war insgesamt gut: von zurückhaltend distanziert (im positiven Sinne) bis hin zu lockeren Späßen mit den Kellnern war es sehr angenehm. Die Sprachkenntnisse der EKllner waren gut, die Zimmermädchen verstehen fast kein Deutsch oder Englisch. Die Rezeption verfügte auch eher über Englisch-Kenntnisse. Bei Anreise half uns ein etwas stämmigerer Herr in dunkelblau (der stets wachsame, aufmerksame, hilfsbereite "Portier") und ließ umgehend einen losen Dichtungsstöpsel des Badewannen-Whirlpools reparieren, nachdem er uns die Fuktionsweise des Pools erklärt hatte. Der Check-In verlief problemlos, beim Check-Out wurden wir darauf hingewiesen, dass die Kreditkarte zum Begleichen der Getränkerechnung erst ab einer Höhe von 100€ angenommen würde (wir hatten nur 95€ auf unserer Zimmerkarte). Darüber war man im Vorfeld nicht informiert worden. Mit einem kleinen Extra-Trinkgeld wurde dieses Problem gelöst. Diese Vorgehensweise passte nicht wirklich zum Service dieses Hotels!
Für einen Altstadturlaub liegt das Hotel gut, da alles zu Fuß zu erreichen ist, sowohl in der Altstadt als auch im Bereich der Neustadt. Innerhalb der Altstadt warten noch sehr viele alte Häuser (und was davon übrig ist) auf ihre Renovierung. Das Potential ist riesig, insbesondere, wenn man sieht, wie beeindruckend die restaurierten Häuser teilweise geworden sind. Zur Zeit unseres Urlaubs fanden GRÖSSERE STRASSENBAUARBEITEN! in der gesamten Altstadt und somit auch direkt vor unserem Hotel statt. Festes Schuhwerk war notwendig! Die direkte Anfahrt des Hotels mit Taxi und Auto war zeitweise nicht möglich. Da die Altstadt von Antalya mittlerweile für den Durchgangsverkehr gesperrt ist (drei Einfahrten, zwei Ausfahrten und Parkkosten ab der 2. Stunde) sowie einiger Einbahnstraßen gestaltete sich das Fahren mit dem Mietwagen und die Orientierung als durchaus schwierig. Hinzu kamen offene Schächte in den Baustellen und herausstehende Gullys, die vor allem im Dunkeln nicht immer erkennbar sind! Das Hotel verfügt über Parkkarten, die das kostenlose Befahren und Parken innerhalb der Altstadt ermöglichen. Die Transferzeit zum Flughafen beträgt ca. 30 Minuten, sofern es der Großstadtverkehr von Antalya zulässt. Die Altstadt und die Neustadt bieten unzählige Einkaufs-und Unterhaltungsmöglichkeiten. Die Fußgängerzone (Neustadt), das Basarviertel und der Touristenbasar sind in 10 bis 15 Minuten zu Fuß zu erreichen. Empfehlenswert zum Bummeln ist die palmengesäumte Atatürk-Cad., mit Resten der Stadtmauer und der mittig verlaufenden Straßenbahn (nicht so touristisch, sobald man auf der anderen Straßenseite mit den Boutiquen und Geschäften ist.) Der nächste kleine Strand ist der gebührenpflichtige Mermeli-Strand, unterhalb eines Restaurants gleichen Namens. Vom Hotel in 10 bis 15 Minuten zu erreichen, ebenso wie der Hafen. Der große Konyaalti-Strand im Westen von Antalya ist gut mit der Straßenbahn zu erreichen (Endhaltestelle Archäologisches Museum). Von dort geht man ca. 10 Minuten bis zum Sand-Kies-Strand. Kosten für die Straßenbahn: 1 YTL (Kurs 1€ ~ 1, 8 YTL). Mit dem Dolmus hat man die Möglichkeit zum Beispiel Richtung Lara-Strand (ca. 15 km) zu gelangen, für 1, 40 YTL , oder zu den Oberen Düden-Wasserfällen, etwa 1, 20 YTL. Durch die Straßenbauarbeiten auch im Bereich der Neustadt muss man sich ggf. etwas durchfragen (mit Händen, Füßen, Englisch...), wo die jeweiligen Dolmuse abfahren. Aber auch das gehört dazu, wenn man einen individuellen Urlaub macht.
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Der kleine Pool im Eingangsbereich ist auf jeden Fall ein optischer Genuss, das Blau innerhalb der Umgebung wirkt einfach toll. Nutzbar war er aufgrund der Temperaturen im April noch nicht. Einen Internetzugang gab es mittels eines Laptops, der an der Rezeption erhältlich war.
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Paar |
| Dauer: | 1 Woche im April 2007 |
| Reisegrund: | Strand |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Marcus & Stefanie |
| Alter: | 36-40 |
| Bewertungen: | 7 |


