Das Hotel ist sehr sauber, die Gebäude sind Dreistöckig - zwischen jedem Balkon ist eine Wand, was wir als angenehmen empfunden haben. Das Anissa Beach wurde kürzlich renoviert. Altersstruktur der Hotelgäste ist eindeutig 50plus. Wir sind Mitte 30 - das ist schon eine Umstellung. In unserer ersten Woche hatte zudem noch eine Herz- und Gesundheitsgruppe ihre Zelte aufgeschlagen - da galt 65+. Aber auch Familien mit Kleinkindern waren dort - für Zwerge gibt es ein Nichtschwimmerbecken. Anonsten sehr gepflegtes Schwimmbecken außen oder beheiztes Hallenbad. Wer Fete machen will, sollte nach Malia fahren und sich dort in einer der diversen Billigabsteigen niederlassen. Dort befindet sich quasi der "Ballermann Kretas". Ausflüge werden vom Hotel angeboten. Unsere Empfehlung: Mietwagen vom Autoverleiher direkt gegenüber des Hotels günstig mieten. Anschließend nach Agios Nikolaos fahren - dort mit Boot nach Spinalonga: "Der Insel der Verbannten". Auch Chania ist ein eine absolute Fahrt wert - liegt zwei Autostunden entfernt. In Chania nochmal eine halbe Stunde für Verkehr einrechnen. Dann Hafen besichtigen. Noch ein Wort zu Kreta. Wer mit deutschen Normvorstellungen dorthin fährt (totale Sauberkeit - geordnete Fahrweise) sollte lieber zuhause bleiben. Die Insel ist sauber - aber natürlich gibt es auch Abfälle am Straßenrand: Sieht aber nicht anders aus als zum Beispiel Berlin. Fahrweise ist südländisch - akzeptieren, sich anpassen oder bleiben lassen.
Wir hatten das anspruchsvollere Zimmer (Superior - unsere Empfehlung) mit Meerblick. Zustand des Zimmers tadellos - Fernsehen mit diversen deutschen Programmen: Nicht abstellbarer Untertitel für Hörgeschädigte auf ZDF nervt allerdings. Für Fernbedienung muss Formular ausgefüllt werden - den Knochen gibt es dann an der Rezeption. Kleiner Tresor im Zimmer - gegen Gebühr. Wir haben für zwei Wochen rund 40 Euro gezahlt. Bademäntel, Schlappen, täglich aufgefüllter Kühlschrank war bei unserem Zimmer inbegriffen. Das Zimmer waren groß genug und nicht hellhörig.
Das Essen - eine kleine Schwäche im Anissa Beach. Wer würzige Speisen erwartet, wie er sie von seinem "Griechen um die Ecke" kennt, wird nicht ganz auf seine Kosten kommen. Im Hotel leben Gäste aus Deutschland, Österreich, Frankreich, oder Russland. Darum hat sich die Leitung anscheinend für ungewürzte Kost entschieden. Liebhaber von Fisch und Nudelgerichten werden aber auf ihre Kosten kommen. Fruchtsäfte nicht frisch gepresst - bestehen aus Konzentrat. Darauf wird gleich im Begrüßungsschreiben aufmerksam gemacht.
Einfach nur Super. Man spricht deutsch an der Rezeption - die Kellner können auch etwas von unserer Sprache. Eine Bedienung kommt sogar aus Chemnitz - an der Hotelbar arbeitet eine Österreicherin. Mit Englisch kommt man immer weiter. Die Zimmerreinigung war absolut Spitze. Auch das Anmelden an der Rezeption beim Eintreffen war problemlos und sehr freundlich. Das Personal in den Restaurants ist sehr engagiert - was vielleicht etwas ungemütlich wirkt. Kaum ist der letzte Bissen im Mund, wird der Teller abserviert.
Das Hotel liegt etwas abseits - was wir als nicht störend empfunden haben. Direkt am Hotel gibt es eine Bushaltestelle. Dort fahren regelmäßig Busse nach Heraklion - Dauer ungefähr eine halbe Stunde. Am Anissa Beach liegt direkt ein kleiner Kiosk - die Preise dort sind nicht höher als in den Supermärkten der größeren Städte wie Heraklion. Taxis werden kostenlos von den Mitarbeitern der Rezeption bestellt. Die Fahrtkosten sind christlich - Tour von Heraklion Flughafen zum Anissa Beach kostet beispielsweise 27 Euro.
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Dickes Kompliment an den "Wiener-Ralph": Dem Chefanimator. Tennis, Fußball, Mini-Disco für die Zwerge oder wirklich sehr gut einstudierte Abendauftritte (zum Beispiel Ausschnitte aus "Saturday Night Fever" oder "Grease"). Die Animation ist sehr gut aufgeteilt - einmal wird gefragt: Wer nicht möchte wird auch nicht weiter gefragt und damit belästigt. Hotel hat wunderschöne Gartenlandschaft. Liegestühle am Strand oder Schwimmbecken kostenlos. Kampf um die Liegestühle ist dort nicht vorstellbar - es gibt einfach genug. Auch die "Handtuch legen" Mentalität ist verpönnt. Speisessal für Mittagessen gleich um die Ecke, genau wie Toilette.
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Paar |
| Dauer: | 2 Wochen im April 2008 |
| Reisegrund: | Strand |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Björn |
| Alter: | 31-35 |
| Bewertungen: | 3 |


