Kein ganz kleines aber auch noch nicht monströses Hotel. Zur unserer Zeit waren 40 % Deutsche, 40 % (anständige)Russen und der Rest andere Nationalitäten unter den Gästen vertreten. Ü 30 schien hier die Regel. Insgesamt haben wir wenig Kontakte unter den Gästen beobachtet, warum auch immer. Die Hotelanlage ist durchaus gepflegt. Allerdings machte der Tennis-/Fußballbereich schon einen etwas heruntergekommenen Eindruck. Zum Tischtennisspielen gab man uns Schläger, die wir auf dem Sperrmüll geworfen hätten. In den 2 Wochen hatten wir 3 x Stromausfall. Es springt dann ein Dieselgenerator an, der sich unter unserem Zimmer befand. Wer gerade 2 Euro für 32 Minuten im Internet investiert hatte, war die dann los, hatte aber den Vorteil, dass sein Nachfolger nicht mehr seine Seiten aufrufen konnte, was bei normalem Ende der Münzzeit der Fall war. Das Ganze liest sich jetzt vielleicht etwas zu negativ. Wir haben allerdings für 2 Erwachsene und zwei Kinder (16 + 12 Jahre) stolze 5.900 Euro bezahlt. Da erwartet man dann auch schon eine gewisse Leistung. Erst recht wenn, wenn der Club in Teilbereichen selbst sich den Anstrich eines hochwertigen Hotels zu geben. Festzuhalten bleibt, dass wir uns aber dennoch gut erholt haben, was ja auch irgendwie ein Verdienst des Hotels ist. Wiederkommen und bedenkenlos weiterempfehlen würden wir es jedoch nicht. Wir haben z.B. in der Türkei für das gleiche Geld ein Vielfaches mehr an Leistung erhalten.
Die Zimmer sind o.k. Die Flure hellhörig. Allerdings hatten wir die Familienlösung: lt. Katalog zwei Zimmer mit Verbindungstür. Fakt ist aber es handelt sich um ein Superior Zimmer in das eine Gips- Wand mit Schiebetür gezogen wurde. Man hat also auch nur einen Balkon usw.. In meinen Augen ein Schummelpaket. Wer auch im Urlaub einen großen TV - Flachbildschirm braucht, ist hier falsch. Die Minibar war immer gut gefüllt und wurde von uns wegen der o.a. Getränkversorgung auch immer gut in Anspruch genommen. Als wir einmal unser (Werder-) Handtuch traditionell über die Balkonbrüstung gehängt hatten, fanden wir es später nicht mehr nicht nur an diesem Platz , sondern auch noch einen Zettel im Zimmer das wir das zu unterlassen hätten. Ein weiteres Mal war später unser Zimmer außerhalb des Zweckes der Reinigung in unserer Abwesenheit betreten worden; fanden wir nicht so schön
Das Essen bewegt sich irgendwo zwischen System - Gastronomie und leckerem Griechen um die Ecke. Uns hat es jedenfalls geschmeckt. Und für 14 Tage war auch noch genug Abwechselung im Programm. Unterirdisch: die Säfte zum Frühstück! Kakao muss man extra bestellen-damit er dann mit Wasser angerichtet wird. Unsere Kids bekamen das Würgen. Die Getränke an den Bars kann man mit Wohlwollen vielleicht noch als durchschnittlich bezeichnen. Auch fast lustig, dass der offene Rotwein abends in einer Flasche serviert wird in die er scheinbar kurz zuvor gefüllt wurde. Kein 4 Sterne Standard auch die Frühstückszeit bis 09.30 Uhr. (Jugendherbergen in Deutschland bis 10 Uhr) Von Spätaufsteherfrühstück haben die hier noch nichts gehört. Das Geschirr ist übrigens oftmals nicht ganz sauber. Totaler Quatsch ist die Lange Hose Regelung am Abend. Sie passt nicht zu Qualitätsmängeln dieses Hotels und wird stur ("mussen Manager fragen") und unsinnig umgesetzt. Es liefen dennoch Leute sehr Wellness-mäßig rum (Badelatschen, Fitnesshose) Während ich mit der hochwertigen 3/4 Hose und Oberhemd bei 35 Grad wieder aufs Zimmer geschickt wurde, um mich umzuziehen . Auch versuchte uns man nach 6 Tagen plötzlich an der freien Platzwahl zu hindern und uns einen Tisch zu zuweisen. Während die Restaurantleiterin also durch den Laden tobte, betraten weitere der ca. 800 Gäste den Speisesaal und suchten sich selbst erfolgreich einen Tisch. Anders geht`s bei dem Aufkommen auch gar nicht. Eigentlich nicht so schwer zu begreifen. Zwischen dem Mahlzeiten haben die Gäste übrigens nur die Chance an der unterbesetzten Poolbar etwas zu trinken. Hinsetzen kann man sich da nirgends. Am Strand schien mal eine Strandbar geplant oder in Betrieb gewesen zu sein. Der Pavillion wird aber nun von den Animateuren als Treffpunkt, Sprecherturm und zur Zwangsbeschallung genutzt. Ein paar Getränke mit Sitzmöglichkeit wären uns dort lieber gewesen.
Offensichtlich sind die südländischen Kellner(-innen) darauf getrimmt einem so schnell wie möglich die Teller vom Tisch zu reissen. Uns wäre lieber gewesen, wir hätten stattdessen zu Beginn unserer Mahlzeit die Getränkte bekommen und nicht kurz bevor wir fertig sind. Auch nervt es, wenn man für jedes Glas nochmal die Kellnerin rufen muss (die scheinbar auch). Der Getränkequalität wäre es angemessen, wenn man (wie im Mittagsrestaurant) diese selbst aus dem Automaten holen könnte. Das Personal war überwiegend freundlich. Herzlichkeit war nicht zu spüren, ist wohl aber auch nicht zu erwarten. Blitzblank war unser Zimmer. Das Problem der falschen Zimmerzuteilung wurde durch die Rezeption schnell und unkompliziert gelöst.
Der Star dieses Hotel ist der Gärtner. Die Grünanlagen sind schön angelegt und super gepflegt. Der Weg zum Meer ist wirklich kurz. DIe Umgebung ist leider nicht überragend. Wer aber nur ein klein wenig mit dem Leihwagen (Verleih Perseus gegenüber Hotel scheint o.k.) fährt hat schon tolle Ausblicke aufs Meer. Wirklich schöne Strände scheinen auf Kreta eher Mangelware, insofern ist man mit dem am Hotel sehr gut bedient. Wir hatten im July allerdings von 14 Tagen 10 (!) die Rote Fahne. Bis zur Hüfte konnte man dennoch hereingehen, was uns bei relativem Wellengang denn auch reichte. Unterhaltung gab`s gratis: der Liveguard musste ständig die Russen aus dem Meer retten, die den Sinn der Fahnen nicht kannten oder verstehen wollten. Wassersport (Tretboot ist hier ein Witz) konntest dabei natürlich vergessen.
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Der saubere Pool ist o.k. und deshalb gerade noch groß genug, weil ein beträchtlicher Teil der Gäste den Weg ans Meer sucht. In dieser Preislage findet man andernorts allerdings schon wahre Poollandschaften oder wenigstens mal eine Wasserrutsche. Die Animateure waren freundlich, das kann man aber auch erwarten. Wenn man nicht mitspielen wollte wurde man nicht weiter belästigt. Die Abendanimation haben wir selten wahr genommen. 90 Minuten beim laienhaften Playback-Tanzen zuzuschauen fanden wir nicht so spannend.
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Familie |
| Dauer: | 2 Wochen im Juli 2010 |
| Reisegrund: | Strand |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Lueder |
| Alter: | 41-45 |
| Bewertungen: | 4 |


