Das Hotel selbst ist sauber und gepflegt, jedoch relativ groß und fasst dementsprechend viele Urlauber. Die Gartenanlage ist sicher eine der schönsten in der Umgebung und bietet viele ruhige Schattenplätze unter Bäumen. Wer einen Badeurlaub im Meerwasser plant sollte lieber wo anders hinfahren, denn wenn das Wetter nicht mitspielt, sind die Wellen dort so hoch, dass man gemütliches Schwimmen im Meer vergessen kann. Die Zimmer sind renoviert und sauber, sind jedoch im Haupthaus eine Spur größer, im Superior Bereich dafür ruhiger gelegen. Nach einer Russeninvasion in der ersten Woche hat sich die Gästestruktur in der zweiten Woche auf ein 50 zu 50 Ost-Westgefälle eingependelt. Dieses Hotel eignet sich eher für Paare in der Vorsaison, die auch Ausflüge machen und die keinen gesteigerten Wert auf Baden im Meer legen, und dann auch nicht den vollen Preis für diese Leistungen bezahlen müssen. Für zwei Personen sind die Zimmer auch gemütlich und im Gegensatz zur Hauptsaison ist das Hotel nicht zu überlaufen.
Die Zimmer sind wie gesagt renoviert und daher auch sehr ansprechend und im Gartenbereich auch nicht so hellhörig und ruhig. Leider für 3 Personen nur ein Stuhl im Zimmer und auch nur eine kurze Stange für 2 Handtücher auf dem Balkon. Wir mussten die Balkonsessel und den Tisch mit unseren Badesachen zum Trocknen belegen, da es auch im Zimmer keine Möglichkeit gibt irgendetwas aufzuhängen. Man sollte auch bei der Reservierung aufpassen, denn Superior-Zimmer sind, obwohl auch im hoteleigenen Prospekt als geräumiger bezeichnet, kleiner als die Standardzimmer im Haupthaus und man bekommt nur eine Superior-Leistung. Diese sind 2 Erwachsenenbademäntel der Größe L (haben uns nicht gepasst) und zwei Paar Badeschlapfen der Größe 40, eine mittlere Flasche süßen Sekt zur Begrüßung, zwei kleine Flaschen Wein zum Abschied und einen täglich angefüllten Kühlschrank, der bei einer all inklusive Leistung den Aufpreis nicht wert war. Die Klimanlage war neu, man konnte sie jedoch nur auf zwei Stufen laufen lassen, wobei die erste Stufe bereits so stark war und es genau auf das Zusatzbett zog, sodass wir sie während wir im Zimmer waren nicht laufen lassen konnten. Der Safe kostet zusätzlich noch € 40,- was ich bei der sonstigen Leistung eigentlich als Frechheit empfinde.
Zu große Ansprüche darf man nicht stellen, dann findet man jeden Tag etwas zu Essen. Kinder ernährten sich 2 Wochen von Nudeln. Der Tag in der Taverne zeigte, dass es doch auch möglich war gut gegrillte griechische Spezialitäten zu bekommen. Im Hauptrestaurant schmeckt alles irgendwie gleich und es war viel zu fett. Wenn man nicht im Trubel eine halbe Stunde auf einen Tisch warten wollte und etwas später kam, konnte es sein, dass es einige Dinge nicht mehr gab, z. b. spezieller Käse oder Pommes u.ä. Bei den Kellnern kam es darauf an welches Duo man erwischte. Bei manchen hatte man die Hauptspeise schon gegessen bevor man eine Getränkebestellung aufgeben konnte. Manche waren unheimlich flott und liebenswürdig. Leider waren sie hauptsächlich damit beschäftigt Tische schnell abzuräumen, was dazu führen konnte, dass ein halb aufgegessenes Essen plötzlich weg war. Der Gund dafür war, dass zu wenig Geschirr vorhanden war, man bekam später auch kein Brotteller mehr und musste sein Weckerl auf dem Tischtuch zerbröseln. Der inkludierte Tischwein ist grottenschlecht - kein Aushängeschild für die guten Kreta Weine und der Flaschenwein kostet € 15,-. Säfte sind alle chem. Saftgetränke, sodass manche schon in der Früh die im Supermarkt gekauften 100% Orangensaftpackerl auf den Tisch stehen hatten. Bei dem Rummel, der sich im Speisesaal abspielte hatte man das Gefühl, dass hier mehr auf Masse als auf Klasse wert gelegt wird. Lichtblick ist Jannis in der Poolbaar, der offensichtlich schon als Barmann auf die Welt gekommen ist - freundlich, flott, hilfsbereit und das jederzeit.
In der Rezeption konnte man sehr gut deutsch oder englisch und wurde auch immer freundlich behandelt. Die Zimmerreinigung war sehr gut. Der Beschwerde, dass die Bademäntel und ein Paar Badeschlapfen im Superior Zimmer zu klein seien wurde jedoch mit der Antwort "One-Size-Größe" abgeschmettert. Auch als streunende Hunde ihr Geschäft direkt in der Liegewiese hinterließen konnte erst nach einer Stunde vergeblicher Mühe beim Personal, der kontaktierte Geschäftsführer den stinkenden Haufen beseitigen lassen.
Direkt zwischen Hotel und Strand geht eine schmale - leider befahrbahre - Promenade auf der man zu drei kleineren Geschäften bzw. Supermärkten kommt. War für uns vollkommen ausreichend. Nach Chersonissos fährt man mit dem Taxi um 7 Euro für eine Fahrt, taucht dort im Trubel ein und kehrt dann sehr gerne wieder in die Ruhe des großen Garten zurück.
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Die Animation wurde nur von den Kindern genutzt, die Abendveranstaltungen kannte man als Kretaurlauber schon in-und auswendig. Der Strand ist relativ groß, trotzdem war er ab 10 Uhr voll belegt, überhaupt gab es ab der 2. Woche kaum mehr ein freies Plätzchen und die Reservierer waren schon um 6 Uhr morgens unterwegs. Dusche am Strand leider nur eine mit vier Brausen, wobei nur 3 funktionierten und einen Wasserschlauch zum Füsse abspülen. Das Meerwasser war sehr schön und klar und wir hatten Glück, von 14 Tagen konnten wir 12 im Meer schwimmen (vor drei Jahren war es umgekehrt). In den letzten beiden Tagen war der Pool dann brechend voll mit Menschen und die Wasserqualität darin dementsprechend. Der Garten ist sehr gepflegt und schon fast parkähnlich. Das Gras wurde immer wieder gemäht und es wurde jeden Tag gegossen, sodass eine tropenähnliche Luftfeuchtigkeit die Handtücher erst immer in der Morgensonne tocknen ließ. Der Internetzugang war tagsüber immer wieder von spielenden Kindern belagert. Man musste schon mehrmals nachsehen, um einen freien Platz zu bekommen.
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Familie |
| Dauer: | 2 Wochen im Juli 2008 |
| Reisegrund: | Strand |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Renate |
| Alter: | 51-55 |
| Bewertungen: | 3 |


