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Michael (31-35)
DeutschlandAus Deutschland
Verreist als Freunde • Juni 2008 • 2 Wochen • Sonstige
Kantine am Meer
3,3 / 6

Allgemein

Dieser Bericht zielt im Wesentlichen darauf ab, die Unterschiede zu den übrigen Meinungen zu diesem Hotel herauszuarbeiten. Wenn einige Punkte zu kurz kommen, kann der Leser davon ausgehen, dass den übrigen Berichten zugestimmt wird. Das Hotel an sich ist frisch renoviert, alles schön begrünt und von der baulichen Gestaltung her kein „Klotz“ oder dergleichen. Der Garten schön angelegt in üppigem Grün. Die Zimmer wurden stets sauber gereinigt. Vorteilhaft ist der Kühlschrank. Die Gäste (ab 40 aufwärts) kamen überwiegend aus Österreich und Russland. Internet kosten 1 EUR für 16 min. Der Hoteleigene Supermarkt ist völlig überteuert, ein 6pack Mineralwasser (1, 5l) kosten beispielsweise 7, 20 EUR. Vorteilhaft war hingegen, dass bei einer Abreise spät am Abend gegen einen Aufpreis von 30 EUR das Zimmer nicht geräumt werden muss und so ein zusätzlicher Urlaubstag gewonnen werden kann. Ganz allgemein hatten wir jedoch deutlich unterschätzt, dass ein All Inclusive Konzept auf ein bestimmtes Klientel ausgerichtet ist. Es hat einen gewissen Unterhaltungswert, adipöse Menschen beim Lesen der Bild-Zeitung zu beobachten, deren Überschrift lautet: „Stressfrei abnehmen“. Knossos kann man sich sparen, ebenso Heraklion. Sehr schön ist Agios Nikolaus und eine anschließende Küstenrundfahrt. Empfehlenswert ist weiterhin eine Fahrt zur Hochebene Lassithi mit der dortigen Höhle des Zeus sowie das Creteaquarium bei Heraklion (ist an der Küstenautobahn ausgeschildert). Zu guter Letzt: Geschwindigkeitsüberwachung mit Laserpistolen kennt man mittlerweile auch in Griechenland....


Zimmer
  • Eher gut
  • Das Standard Zimmer ist von der Größe her recht klein geraten. Ablagemöglichkeiten sind nur wenige vorhanden. Der Mietsafe kostet 4 EUR pro Tag. Da er nicht mit einem Zahlenschloss ausgestattet ist, stellt sich die Frage, wo man den Schlüssel versteckt. Im Ergebnis kann man sich die Gebühr sparen und das Geld gleich im Koffer verstecken. Bei den Zimmern zur Meerseite hin muß miteinkalkuliert werden, dass man ein Zimmer direkt vor dem Miniclub, dem Hauptrestaurant, der Abendbar oder der Taverne erhält. Wir waren jedenfalls sehr froh über ein ruhigeres Zimmer an der Rückseite der Gebäude. Leider war Mitte Juni die Klimaanlage nicht aktiviert, was bei Zimmern in Südlage keine Vorteile mit sich bringt. Weil Mücken ein lästiges Problem in der Gegend sind, ist die Mitnahme von Fliegennetzen mit Klebestreifen dringendst zu empfehlen, damit man Nachts bei offenem Fenster schlafen kann. Die Zimmer sind sehr hellhörig, vom Gang bekommt man alles mit, ebenso von den Toilettenaktivitäten des oberhalb ligenden Bewohners durch den Toilettenlüftungsschacht, dem leider ein Ventilator fehlte, so dass nach dem Duschen ein echtes Regenwaldfeeling aufkam. Im Garten sind zusätzlich zu der Wegbeleuchtung überall Lampen verteilt, welche die Vegetation anstrahlen, vermutlich der Romantik wegen. Dass dadurch oft eine zusätzliche indirekte Zimmerbeleuchtung erzeugt wird, darf einen nicht stören.


    Restaurant & Bars
  • Schlecht
  • Der Hauptgesichtspunkt eines All Inclusive Hotels. Gekocht wurde für die Homer Simpsons dieser Welt. Morgens waberte ein Olivenölduft durch die Kantine, die Würstchen glänzten in der Beleuchtung, Rührei mit Speck fand sich auf vielen Tellern. Zum Glück gab es zu den Industriebrötchen auch Cornflakes und verschiedene Obst- bzw. Youghurtsorten. Olivenöl gab es auch am Mittag, vermischt mit einigen Speisen, die sich im Geschmack irgendwie alle ähnelten und auch am Abend wurde dieses Programm stringent durchgezogen. Der vom Fast Food malträtierte Gaumen wird hier natürlich fündig, mehr als die Befriedigung des Hungergefühls darf hier jedoch nicht erwartet werden. Einmal in der Woche darf man in die Taverne, wo es als Vorspeise eine Fischplatte gibt und danach frisch gegrillte verschiedene Fleischsorten. Als Beilage gibt es eine Folienkartoffel mit Aushöhlung zur Aufnahme des – wer hätte es gedacht – Olivenöls. Traumhaft sind auch die Säfte, eine Mischung aus Chemie, Zucker und Wasser. Da sie zugleich Grundlage der abendlichen Cocktails sind, weiss man, dass man dort nicht zum Alkoholiker wird. Selbst pure Getränke wie Vodka oder Whiskey schmeckten billig und verwässert. Prädikat: Ungeniessbar.


    Service
  • Gut
  • Der Service war wirklich in Ordnung. Wir haben keinen angetroffen, der nicht halbwegs deutsch konnte, man hat sich fast geschämt, wie wenig griechisch man im Gegenzug aufzubringen vermochte.


    Lage & Umgebung
  • Eher schlecht
  • Die Nähe zum Flughafen kann nicht hinwegdiskutiert werden, zudem hat Heraklion kein Nachtflugverbot. Die nähere Umgebung war geprägt durch eine Aneinanderreihung verschiedener Hotelkomplexe. Schön war zwar die Uferpromenade (zum Joggen), angesichts der Reduzierung auf Hotelbauten sinkt der Unterhaltungswert jedoch ganz enorm. Wenn man nach dem Abendessen noch in ein nettes Örtchen will, benötigt man ein Kfz. Die nächstgelegenen Ortschaften Cherssonisos und Malia sind eine Mischung aus El Arenal und Bagdad, schlichtweg grausam, wehe wenn das Auto hier mit einer Panne liegenbleibt. Nach einem vormaligen Kretabesuchs muss vom Osten der Insel dringend abgeraten werden. Der Westen ist um ein Vielfaches schöner. Lediglich die Gegend um Agios Nikolaos war recht reizvoll. Zum Strand ist zu sagen, dass die Liegen dort (anders als im Hotelgarten) sehr schnell belegt sind. Vom Strand ins Meer führen zwei Rohre, auf die man nicht gerne treten möchte. Unter Wasser finden sich viele Steinplatten. Der gesamte Strand ist für Kleinkinder vollkommen ungeeignet, weil er recht schnell abfällt und bei rauherem Seegang eine nicht zu unterschätzende Unterströmung vorhanden ist. Nicht umsonst hat das Hotel einen Lifeguard postiert. Wer sich allerdings eine Schwimmweste umbindet, hat mit den kostenlosen Kanus einen Heidenspass in den Wellen.


    Aktivitäten
  • Schlecht
  • Beliebte Aktivitäten

    • Sonstiges

    Meine persönlichen Freunde in diesem Hotel waren die Jungs und Mädels vom Animationsteam. Stets crazy gut drauf bauten sie bereits morgens am Strand ca. 1m hohe Boxen auf und beschallten die wehrlosen Urlauber mit den neuesten Ghettohits von Britney Spears und Lou Bega, nur Mittags gab es eine einstündige Mittagspause, in die sich das Team mit den Worten „Guten Appetit“ verabschiedete. Dazwischen gab es Beachvolleyball, sinnvollerweise 1m neben den Strandliegen, so dass ein ausreichender Sicherheitsabstand gegen abirrende Bälle gewährleistet war. Bei den Gästen sehr beliebt war auch der Eiswürfelweitspucken – Wettbewerb (!). Nächstes Mal buchen wir gleich El Arenal direkt, dort bekommt man das gleiche für sehr viel weniger Geld.


    Preis-Leistung
  • Schlecht

  • Infos zur Reise
    Verreist als:Freunde
    Dauer:2 Wochen im Juni 2008
    Reisegrund:Sonstige
    Infos zum Bewerter
    Vorname:Michael
    Alter:31-35
    Bewertungen:8