Grundsätzlich ein schönes, modernes und überschaubares Hotel. Zweistöckiger Hotelkomplex, der sehr gut in die grosszügige Gartenanlage integriert ist. Das Hotel ist grundsätzlich sehr sauber, das Personal am Empfang freundlich und nimmt alle Anliegen entgegen. Gästestruktur hauptsächlich Deutsche und Österreicher, diese wurden im Laufe des Urlaubes zunehmend durch Osteuropäer und Russen abgelöst. Zudem wenige Franzosen, Belgier, Schweizer, Briten, etc. Es hat jüngere Paare, Familien, ältere Paare, etc. alles gut durchmischt, freundliche Atmosphäre. Wir haben nie Ausfälligkeiten, Streitereien und dergleichen beobachten können, obwohl sich gewisse Experten schon ab 11.00 Uhr am Morgen an der Poolbar fleissig die Kante gaben. In dieser Region findet man fast nichts mehr typisch kretisches, es ist alles auf den Tourismus ausgerichtet. Wer etwas sehen will, muss sich ein Auto mieten (zahlreiche Vermietungen vorhanden) und die Insel selber erkunden. Die Veranstalter bieten auch Touren an, diese sind aber teilweise recht teuer und waren nicht nach unserem Geschmack (in den Ferien wollten wir nicht strenge Zeitpläne einhalten). Die (klimatisierten) Busse des öffentlichen Verkehrs fahren alle 30 Minuten von der Hauptstrasse aus und sind recht günstig. Sie eignen sich super für Tripps in die näheren Städte (Iraklion (30 min), Agios Nikolaios (60 min), Malia (15 min), Hersonissos (5 min)). Der Fahrplan kann man vergessen, sie kommen, wenn sie kommen, aber man hat ja Ferien und genügend Zeit. Taxi von und nach Hesronissos kostet 8 Euro, Preis am besten zum Voraus festlegen. Die Kreter mögen zwar viel Ehre haben, aber beim Besch... von Touristen haben sie zugelegt. Wer etwas kaufen will (v.a. Schmuck) und den angeschriebenen Preis bezahlt, macht sich beinahe schon lächerlich. Bis zu 30% liegen meistens drin, vielleicht nicht im erstbesten Laden. Zudem macht es Spass, mit denen zu verhandeln.
Zweckmässig eingerichtete Zimmer, die jeden Tag mehr oder weniger gründlich gereinigt werden. Leise funktionierende, in drei Stufen verstellbare Klimaanlage vorhanden. Kleiner TV mit Sat-Anschluss, wenige deutsche Sender empfangbar (ARD, ZDF, SAT.1, Pro7, RTL, Arte). Minibar hat es keine, allerdings einen Kühlschrank, in dem man selber eingekaufte Getränke kühl stellen kann. Der Zustand ist recht modern, aber es hat überall kleine Mäkel, griechischer Standart halt. Die Zimmer sind nicht im geringsten schalldicht und da sie im Flur einen gefliesten Boden haben, auf dem die ganze Nacht Rollkoffer hin und her rattern, ist lärmempfindlichen Personen ein Gehörschutz für den geruhsamen Schlaf sehr empfohlen. Steckdose für z.B. Handy. etc. zu laden hat es genau eine, die vom TV... (2-Loch!) Naja, es geht auch. Wenn man das Zimmer verlässt, schaltet sich der Strom ab (Schlüsselkarte). Kann man allerdings mit einer beliebigen anderen Kreditkarte o.ä. überbrücken. Tresor nur gegen (hohe) Gebühr. Den haben wir allerdings nicht benutzt, da nur mit Schlüssel und nicht mit Kombination (was mache ich mit dem Tresorschlüssel am Strand?). Ich hatte nie das Gefühl, das in diesem Hotel etwas wegkommen würde, man kann sich auch ein paar Verstecke für Notgroschen suchen, in jedem Zimmer findet man etwas für die letzte Reserve.
Das Hotel hat drei Bars, eine am Pool, die den Tag durch geöffnet ist, sie wird am Abend von zwei anderen abgelöst. Ein Hauptrestaurant für das Morgen- und Abendessen und ein Gartenrestaurant für das Mittagessen. Das Essen war bei uns so etwas wie das Reizthema in diesen Ferien. Zwar ist alles sauber, hygienisch und zahlreich vorhanden, jedoch ist die Qualität von minderem Wert. Schlussendlich haben wir uns damit abgefunden, dass die Küche in diesem Hotel einfach nicht kochen kann, punkt! Wer mehr will, als durchschnittlicher Kantinenfrass, dem sei dieses Hotel nur bedingt empfohlen. Sie versuchen zwar, sich Mühe zu geben, gute Ansätze sind auch vorhanden, jedoch ist das Meiste befriedigend bis ungeniessbar (Fleisch und Fisch ist grundsätzlich knochentrocken und muss mit viel Sauce runtergespült werden). Nach zwei Wochen hat man die Speiseauswahl auch bis oben satt, in einem Spital gibt es mehr Abwechslung. Fazit: Essen muss man, man wird auch nicht krank davon, aber mehr als eine Pflicht war es selten. Als gelernter Koch erlaube ich mir diese Bewertung. Lobenswert ist allerdings das Morgenbuffet, jedoch schliesst es bereits um 09.30 Uhr, also nichts für Langschläfer. Nicht zu empfehlen ist der Orangensaft, dieser ist, wie alle Frei-Getränke von sehr bescheidener Qualität, nur fällt es bei diesem am meisten ins Gewicht. Wer guten O-Saft, Wein, etc. will, muss draufbezahlen. Auch sind die alkoholischen Getränke alles billiges Generika. Buffet hauptsächlich Westeuropäisch, selten griechische Spezialitäten. Allerdings hat man die Möglichkeit, einmal pro Woche in der hoteleigenen Taverne zu Abend zu essen. Ist nicht schlecht, allerdings dieselbe mindere Qualität wie das restliche Essen. Frühzeitige Reservation empfehlenswert, v.a. in der zweiten Wochenhälfte. Achtung für Männer: Beim Abendessen sind lange Hosen pflicht, allerdings interessiert es niemanden, wenn man dazu ein ärmelloses T-Shirt und Badeschlappen anzieht... So viel zum Dress-Code... Ach ja, es gibt die Möglichkeit, Lunchpakete zu bestellen (z.B. für Ausflüge). Fazit: Nicht empfehlenswert! Unser Lunchpaket beinhaltete neben etwas Gemüse und Früchten trockene Brötchen, Käse, Schinken und gekochtes Hähnchen vom Vorabend. Und das ungekühlt bei über 30°C im Schatten (im Auto noch viel mehr). Wohl dem, der dieses Hähnchen und den Schinken noch isst, das nächste Spital liegt in Hersonissos...
Freundliches Personal, die meisten mit ausreichenden Deutsch- und Englischkenntnissen. Allerdings oft auch ein wenig unaufmerksam und nicht mit Personal in der westeuropäischen Gastronomie zu vergleichen. Nicht selten waren wir beinahe fertig mit dem Essen, ehe wir überhaupt einmal etwas zu trinken bekamen. Das Abräumen eines Tisches wird den Wünschen eines Gastes oft vorgezogen und am Ende hatte man dann irgend etwas, nur nicht das bestellte Getränk. Südländische Mentaliät halt, beschäftigt aussehen, ohne wirklich zu arbeiten. Ebenfalls der Room-Service, der es öfters fertig brachte, plötzlich nur noch eine Decke bereit zu legen oder die Trinkgläser verschwinden zu lassen, etc. Allerdings werden die Mängel bei Meldung am Empfang innert Minutenfrist behoben, d.h. dass sie einen guten Umgang mit Beschwerden haben. Während in der ersten Woche die Bettbezüge täglich gewechselt wurden, hatten wir in der zweiten Woche nie mehr einen Wechsel. Qualität und Standart stark von der jeweiligen Mitarbeiterin abhängig, die haben wohl keine verbindlichen einheitliche Regelungen. Durch den Tag hat man oftmals nur die Möglichkeit, an der Poolbar die Getränke zu holen. Hier wäre mehr Personal wünschenswert, ein Barman und eine Aushilfe, meist mit Abwaschen beschäftigt, reichen nicht. Wenn man nicht zu den bereits erwähnten ganztägigen Stammgästen an der Poolbar gehört, kann es schon mal lange dauern, bis man überhaupt beachtet wird und etwas bestellen kann. Wäscherei wäre gegen Gebühr vorhanden, haben wir aber nicht benutzt.
In der grosszügigen, wunderschönen, mit Bäumen durchwachsenen Gartenanlage hat es überall Liegestühle verteilt, die wir eigentlich immer benutzt haben. Zudem hat es Liegestühle am Pool und am Strand. Grundsätzlich hat es genügend Gratis-Liegestühle für alle, allerdings ist die Auswahl ab 10.00 Uhr doch schon von den ewig mühsamen Badetuch-Reservierern stark eingeschränkt. Das Hotel liegt direkt am Strand, der Weg zum Strand ist von einer kleinen, öffentlichen Promenadenstrasse durchschnitten. Diese hat aber kaum Verkehr und ist überhaupt nicht störend. Der Strand ist sehr schön, sauber und besteht hauptsächlich aus Sand mit wenigen Kieselsteinen. Ein wenig enttäuschend und in keinem Katalog vermerkt, sind die starken Wind- und Strömungsverhältnisse an diesem Strandabschnitt. Wir hatten, bis auf drei Tage, immer die rote Flagge (Schwimmen im Meer verboten). Dieses Verbot wurde vom LifeGuard auch recht rigoros durchgesetzt und man durfte nicht mehr als ein paar wenige Meter ins Meer. Die Wellen waren auch recht hoch, was natürlich auch seinen Reiz hatte. Wer allerdings grossen Wert auf uneingeschränktes Schwimmen im Meer legt, dem sei dieser Strand nicht empfohlen. Weiter hat es einen kleinen Minimarket auf dem Hotelgelände, der allerdings eher teuer ist. In unmittelbarer Gehdistanz zum Hotel hat es entlang der Strandpromenade zahlreiche kleine Supermarkets, Autovermietungen und Bars/Restaurants. Die Hauptstrasse liegt ca. 500m/15 Gehminuten vom Hotel entfernt, von der aus auch Busse des öffentlichen Verkehrs fahren (alle 30 Minuten), die wir für Ausflüge in die Städte benutzt haben. Im 10minuten-Takt fliegen Flugzeuge über die Anlage in ca. 500m Höhe (Landeanflug), diese stören aber nur besonders empfindliche Personen. Vielmehr störte der Animations-Lautsprecher vom Hotel nebenan, grausam! Distanz vom Flughafen Iraklion bis zum Hotel ca. 30 Minuten mit dem Bus.
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Wir haben eigentlich nur die Möglichkeit zum Beachvolleyball genutzt. Zudem gibt es ein Animationsprogramm mit diversen Möglichkeiten. Die Animateure sind wirklich flott und aufgestellt, nicht aber aufdringlich. Am Abend gibt es jeweils ein Unterhaltungsprogramm, das teilweise gar nicht mal so schlecht ist. Internetzugang gegen Gebühr (8 Min. / 0.50 Euro). Wasserqualität im Pool war sehr gut, auch wenig Einsatz von Chlor. Zudem ist der Pool sehr gross, es hat immer genügend Platz, weshalb auch die zahlreich vorhandenen Kinder überhaupt nicht stören, man kann sich gut aus dem Weg gehen.
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Paar |
| Dauer: | 2 Wochen im August 2009 |
| Reisegrund: | Strand |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Stefan |
| Alter: | 26-30 |
| Bewertungen: | 1 |


