Das Hotel wurde bereits ausführlich beschrieben. Zimmer in sehr gutem Zustand (renoviert). Absolutes Highlight ist der Garten mit seinen Palmen, Blumen und schattigen Plätzen. Ich habe selten (auch in der Karibik nicht) schönere Gartenanlagen gesehen. Gästestruktur: so wie ich sie nie mehr haben möchte: gefühlte 60% Russen, 30% Deutsche/Oesterreicher, 10% übrige wie Franzosen, Schweizer (wir waren die einzigen..), Italiener. Von ganz wenigen Ausnahmen abgesehen waren die russischen Landsleute einfach nur peinlich. Ich werde künftig meine Hotels noch besser auswählen. Auf weitere Details verzichte ich; mein Beitrag würde vermutlich nicht zugelassen. Der gesamte Hotelbereich ist sehr sauber. Leider auch hier das altbekannte Problem mit den Liegenreservierern. Am Strand findet man nach dem Frühstück keine freien Liegen mehr; wenn man nicht auf dem Badetuch am nicht sehr sauberen Strand (streuende Hunde und damit auch Kot) direkt auf dem Sand liegen will, ist man gezwungen, diese Unsitte mitzumachen. Ich freue mich auf ein Hotel, welches diese Weisung (in den Hotelinfos leider nur als Wunsch vermerkt) konsequent in einer Form durchsetzt. Zusätzlich wurde die Liegenproblematik am Strand dadurch verschärft, dass russische Gäste aus dem danebenliegenden Kosta Maris oder anderen naheliegenden Hotels stinkfrech die Hotelliegen besetzt, weil der Strandabschnitt beim Hotel der beste in der Umgebung ist. Auch hier wird weder die Zugehörigkeit geprüft noch eingeschritten. Wir haben 5 Tage bei Anna-Cars einen Jimmy-Jeep gemietet; die Ausflüge an die Südküste, Spinalonga (ehemalige Leprainsel), Rethymon, Heraklion, Agia Pelagia etc. waren abwechslungsreich und spannend und haben den nicht immer überzeugenden Hotel- und Ferienaufenthalt massiv verbessert. Fazit: nach diversen sehr guten AI-Erfahrungen (Karibik, Korfu) waren wir dieses Mal im Anissa Beach mit dem Preis-/Leistungsverhältnis nicht zufrieden. Bezüglich Küche/Getränken erwarte ich für diesen Preis einfach bessere Qualität. Eine traumhaft schöne Anlage reicht nicht für 4. 5 Sterne --> Qualität/Service muss ebenfalls stimmen.
Zimmer (636) im Hauptgebäude neu renoviert und zweckmässig eingerichtet. Unser Deluxe-Zimmer hatte einen Mini-Balkon, aber mit der gebuchten frontalen Meersicht. Minibar wurde täglich aufgefüllt (Pepsi, 7up, Wasser, Orangendrink, Mythos-Bier). Reinigung ok. Negativpunkte: Safe-Miete (40 Euro für AI-Hotel= NOGO); Schliessung mit Schlüssel. Hellhörigkeit: absolut ungenügend; ab 07. 00 war die Putzkolonne unterwegs, an Schlaf ohne Ohropax nicht mehr zu denken. In der Nacht vielfach Anreise-/Abreiseverkehr inkl. Kofferrollen im Gang. Bad: ich höre nicht gerne den Nachbarn auf der Toilette.....in der Wand des Badzimmers ist ein Abzug angebracht; beim Nachbarn natürlich auch. Wenn man somit das Licht des benachbarten Badezimmers sieht, hört man auch alles....Hat man dann noch russische Nachbarn mit Wodkapartys...forget it.
Eines vorneweg: satt werden konnte man immer. Die Küche entspricht jedoch klar nicht einem 4. 5 - Sterne - Haus. Wie bereits in anderen Bewertungen gelesen, empfanden wir die Speisenqualität am Mittag als besser als am Abend! Frühstückszeit von 07. 30-09. 30 zu kurz! Ein absoluter Kritikpunkt sind für mich überall die Getränke: Frühstück: O-Saft??? Nein, Wasser mit Sirup (meistens sehr dünn). Geht gar nicht! Drinks: gepanschte Noname-Spirituosen, Beispiel Pina Colada: wässerig, dünn, wo war der Rum? Das Hotel-Gegenstück zum Metaxa: wieder wässrig, Geschmack wie Industriealkohol. Fazit: wir haben unsere Drinks am Abend gegen harte Euros im naheliegenden Pub "Captain" eingenommen; hier wurden wir nicht enttäuscht. Das Management sollte zudem den Getränkeservice am Morgen und Abend überdenken. Umständlich und mit Wartezeiten verbunden; zweite Tasse Kaffee vielfach ein Glückspiel, laufwarmes Teewasser, am Abend laufwarmer Weisswein. Aber auch hier ein positiver Aspekt: die Taverne lohnt den Besuch; viel Grillfleisch, Folienkartoffeln, gute Openair-Atmosphäre. Bedienung an beiden Abenden sehr gut. Pool-Bar: Yannis und sein Gehilfe machen sicher einen sehr guten Job; keiner muss lange auf sein Getränk warten. Dadurch resultiert jedoch ein sehr unappetitliches Chaos, bei dem ich vermute, dass Hygiene etwas auf der Strecke bleibt (Qualität der Becher lässt grüssen...). Hier würde eine Aufstockung des Personals oder Umdenken bei der Offerierung von Getränken (1-2 Automaten wie beim Mittagessen) sicher guttun.
Für mich mit wenigen Ausnahmen (Manuela, Panayotis, Timou, Kostas, Lily) ein absoluter Schwachpunkt. Ich kann nur vermuten, dass die Arroganz und Ueberheblichkeit von Gästen (siehe oben) massiv aufs Servicepersonal abfärben. Der restliche Teil der Kundschaft leidet dann ebenfalls. Die Bediensteten an der Reception sollten sich fragen, weshalb sie überhaupt einen solchen Job ausüben. Der Empfang bei Ankunft: keinen Gruss, Formular zum Ausfüllen hingeknallt...das war's. Beim Auschecken: kein Danke, kein "Auf Wiedersehen" oder "wie hat es ihnen gefallen"; einfach nichts. Auch hier bin ich mir anderes gewohnt (z. B. Magic Life). Da brauche ich dann nicht zwei Tage vor Abreise eine Uebergabe einer Weinflasche durch das Zimmermädchen als Abschiedsgeschenk. Für mich ist ein Trinkgeld eine Belohnung für einen guten Service; hier wird gefühlsmässig vorher eines erwartet. Dies kommt für mich nicht in Frage. So wurde man bisweilen in den Bars schlicht ignoriert: ein NOGO. So fehlt uns hier mit den erwähnten Ausnahmen überall das Lächeln, die Freundlichkeit und Dienstbeflissenheit, welche ich einfach in einem solchen Sternehaus oder aufgrund anderer Grichenlandaufenthalte von den ansonsten sehr liebenswerten Griechen erwarte. Glücklicherweise konnte man den Gesichtern dank unserem regelmässigen Kalimera oder Kalispera von Zeit zu Zeit doch noch ein Lächeln entlocken. Zimmerreinigung war ok, regelmässiger Handtuch- und Bettbezugwechsel. Eine nicht schliessende Balkontüre wurde innert 1 Stunde repariert, Bravo.
Die gesamte Nordküste ist landschaftlich keine Schönheit; das wussten wir jedoch bereits vorher. Das Hotel liegt nur von einer schmalen Strasse getrennt direkt am Meer. Transfer vom Flughafen ca. 30 Minuten. Der bereits mehrfach erwähnte Flugverkehr (Anflugschneise) hat uns nicht gestört. Einige Tavernen/kleine Supermärkte/Aufovermietungen längs der Strandstrasse.
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Strandabschnitt Hotel/Wasser sehr gut; vielfach rote Flagge (Unterströmungen), meist gute Brandung. Steinplatten im Wasser (Badeschuhe von Vorteil, Seeigel). Der Strand wird neben der Hotelanlage rasch schmutzig und mit Hundekot der streuenden Vierbeiner verunreinigt. Während unseren 14 Tagen nicht genügend Liegen für alle Hotelgäste. Animation: man merkt nicht viel von ihnen (Motivation?); zweimal Abendprogramm besucht und vorzeitig gegangen; ziemlich amateurhaft (Magic Life lässt grüssen), in der zweiten Woche haben wir auf Besuche verzichtet. Highlight der Abendprogramme war der griechische Abend.
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Paar |
| Dauer: | 2 Wochen im September 2008 |
| Reisegrund: | Strand |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Markus |
| Alter: | 46-50 |
| Bewertungen: | 2 |


