Das Hotel besteht aus Haupthaus und Nebengebäuden, die die Gartenanlage mit Pool umrahmen. Die Architektur ist aufgelockert, keine Riesengebäude. Die Gebäude wurden kürzlich renoviert, der Zustand ist einwandfrei. Es gibt eine Reihe von Zimmern auf Gartenhöhe mit eigener kleinen Terrasse. Auf dieser Ebene befindet sich auch das Restaurant (Frühstück und Abendessen). Darüber gibt es zwei Etagen mit Gästezimmern und Balkons. Nationalitäten: überwiegend Deutsche und Österreicher, einige Franzosen und Belgier. Zunehmend Russen und Ukrainer gegen Ende unseres Aufenthaltes. Alles sehr harmonisch. Altersstruktur: etwa zur Hälfte junge Eltern mit Kleinkindern und Urlauber im fortgeschrittenen Alter. Typisches Familienhotel, kein Discolärm. Die Größe der Anlage ist optimal, man hat nicht das Gefühl von Massentourismus. Der große Garten mit seinen Blumen und Palmen ist wunderschön, geradezu paradiesisch. Hier gibt es genügend Liegen, auf denen man sich im Schatten der Palmen wohlfühlen kann. Der Pool (Extrapool für Kleinkinder) mit Poolbar ist ebenfalls mit zahlreichen Liegen und Schirmen ausgestattet. Zum Glück hier keine Musikbeschallung. Es gibt außerdem genügend Liegen am Strand außerhalb des Gartens. Wir hatten nie Probleme mit den Liegeplätzen. Zusammenfassend kann ich das Hotel mit bestem Gewissen empfehlen. Das Preis/Leistungsverhältnis stimmt hundertprozentig, ich kenne in dieser Hinsicht kein besseres Hotel an der Nordküste von Kreta. Für mich ist die beste Reisezeit Ende August und September.
Die Zimmer sind renoviert und sehr sauber. Sie sind zweckmäßig eingerichtet, es gibt genügend Stauraum. Das Bad ist sauber (Badewanne, Dusche, Föhn) und von der Größe her okay. Die Bettwäsche und die Handtücher wurden ausreichend häufig gewechselt. Der Balkon ist nicht groß aber okay. Von den Nachbarn habe ich nichts gehört, auch von der Bar nicht. Im Fernseher gab es genügend deutsche Programme, die Klimaanlage war etwas laut.
Es gibt das Hauptrestaurant für Frühstück und Abendessen sowie das Gartenrestaurant für Mittagessen und Kaffeetrinken. Es gibt eine Lobbybar im Haupthaus (18 Uhr bis 24 Uhr) und eine Poolbar (10 Uhr bis 18 Uhr). Die Speisen sind durchweg Selbstbedienung, abgesehen von den Getränken im Hauptrestaurant. Die Speisen sind landestypisch gemischt mit internationaler Küche. Ich habe die kretische Küche gezielt gewählt, wunderbare Patpousakia, Briam, Imam oder Stifado und Hirtensalat. Aber man kann sich auch ganz kontinental ernähren, man muss sich nur ein bisschen um die Auswahl bemühen. Für die Kinder sind immer Nudelgerichte und Pizza vorhanden. Die Suppen sind ausgezeichnet, die Salate, das Obst und andere Desserts sind wunderbar. Ich habe keine Beanstandung an die Hygiene. Trinkgeld habe ich im Hauptrestaurant und an den Bars gegeben. Die Poolbar mit Yannis ist einfach toll. Auch die Bedienung in der Lobbybar ist sehr aufmerksam.
Das Personal ist freundlich und aufmerksam. An der Registration wird fließend deutsch gesprochen, ansonsten eher nicht fließend, aber es klappt immer. Die Wünsche der Gäste werden zur Zufriedenheit erfüllt. Die Zimmerreinigung war bei uns immer perfekt. Beschwerden hatten wir keine.
Zwei Minuten zum Strand, der durch eine schmale Straße von der Gartenanlage getrennt ist. Auf der Straße hauptsächlich spazierengehende Urlauber, wenig Verkehr, wenn überhaupt, dann Roller oder Mietautos, keine Busse. Am Morgen trifft man hier Jogger. An der Straße liegen weitere Hotels, Bars, kleine Geschäfte und Autovermietungen. Man hört davon keinen Lärm im Anissa Beach Hotel, höchstens das Feuerwerk vom benachbarten Robinson Club einmal in der Woche. Aber das ist eher ein Genuss, wenn man im Außenbereich der Lobbybar mit einem Longdrink das Feuerwerk beobachtet. Es gibt keine Discos, es sei denn, in anderen Hotels selbst. Die nächste Stadt Hersonissos ist vom Hotel ca. 6 km entfernt. Es gibt eine Busverbindung, allerdings nicht häufig. Eher zu empfehlen ist ein Taxi, eine Tour kostet 8 Euro. Die Stadt lohnt sich kaum, eine Serie von Geschäften, Bars, Hotels und Discos entlang der Hauptstraße mit viel Verkehr. Ausflüge lohnen sich nach Agios Nikolaos und Elounda, am besten mit Mietwagen. Wer mehr Zeit hat, für den empfehle ich Ausflüge nach Rethymnon, Phaestos und Vai. Interessant ist auch die Südküste mit Matala und Agia Galini. Dringend als organisierte Tour zu empfehlen sind Knossos und der Besuch des angeschlössenen archaeologischen Museums in Heraklion. Wer die Kraft dazu hat, sollte mit organisierter Tour die Samaria-Schlucht mit gutem Schuhwerk durchwandern, ein einmaliges Erlebnis, aber extrem anstrengend. Zur direkten Hotelumgebung: das Hinterland ist leicht ansteigend. Auf dem rotem Boden wird teilweise Landwirtschaft betrieben, ansonsten kleinere Hotels oder Apartments. Häufig unfertige Gebäude oder Bauruinen, für Nordeuropäer gewöhnungsbedürftig. Die Vegetation ist ziemlich trocken, weil es im Sommer praktisch nie regnet. Transferzeit zum Flughafen Heraklion etwa 30 Minuten. Der Flughafen selbst ist chaotisch.
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Es gibt ein Animationsteam, das vom Chefanimateur Ralph geleitet wird. Ralph ist ein absoluter Profi und Spitzenmann und betreut mit seiner Firma zahlreiche andere Hotels auf Kreta sowie auf Rhodos und Korfu. Die angestellten Animateure kommen aus verschiedenen Ländern Europas, vertreten waren diesmal die Länder Ungarn, Frankreich und Deutschland. Die Animation umfasst Sportprogramme und abendliche Shows im Theater, letztere ebenfalls von den Animateuren bestritten. Ich bin hellauf begeistert von den Animateuren. Ich habe täglich am Powerwalking mit der sehr sympathischen und klugen Linda, Jura-Studentin aus Ungarn, teilgenommen. Sie sprach sehr gut deutsch und hat ihre Aufgabe ganz prima gemacht. Das Walkingprogramm von etwas über einer Stunde schloss Dehnübungen am Anfang und Ende ein. Anschließend habe ich an der Wassergymnastik mit der sehr netten und kompetenten Diana teilgenommen. Am Nachmittag habe ich wieder Wassergymnastik gemacht. Für mich waren diese Sportprogramme fester Bestandteil meines Urlaubs und ich kann der Animationstruppe nur danken für die Mühe und den eingebrachten Witz und Charm bei der Ausübung ihrer Aufgaben. Andere Sportprogramme umfassten Volleyball, Boccia, Wasserball, Fußball sowie tägliche Wettbewerbe, z. B. Tischtennis. Tennis kann auch gespielt werden, jedoch ist das nicht Bestandteil des Animationsprogramms. Die Shows waren absolute Spitze und ich bedaure die Feriengäste, die lieber an der Bar gehockt haben. Ich habe mehrere Shows bereits viermal gesehen und ich bin immer noch begeistert. Es ist schon bewundernswert, wie es der Ralph geschafft hat, mit seiner exzellenten Chorographie seine Leute zu tänzerischen und schauspielerischen Hochleistungen zu bringen. Hierzu gehört viel Übung für die Animateure und die Zeit zwischen den Programmen werden genutzt, die Schrittkombinationen im Theater zu üben (und das in der nachmittaglichen Hitze !). Also Kompliment. Nicht zuletzt zu erwähnen ist der Miniclub für die Kinder, der vom Animationsteam betreut wird. Ich weiß, dass die Kinder hellauf begeistert davon sind. Sehr empfehlenswert. Am Sonntag hat das Animationsteam frei und das gönne ich ihm. Ich bin damit einverstanden, dass am darauffolgenden Montag erholte Animateure antreten. Denn ihr Arbeitstage endet selten vor Mitternacht. Die Strandqualität ist okay, am Wasser ist es vorne kieselig. Es gibt genügend Liegen und Schirme. Öfters hohe Wellen, so dass wir mehrfach die rote Fahne hatten. Trotzdem kann man sich dann am vorderen Wasserrand in den Wellen tummeln. Der Swimmingpool ist ausreichend groß. Es gibt ein separates Becken für Kleinkinder. Minimarkt und Internetzugang sind vorhanden.
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Paar |
| Dauer: | 2 Wochen im September 2008 |
| Reisegrund: | Strand |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Heinz-Dieter |
| Alter: | 61-65 |
| Bewertungen: | 8 |


