Die Hotelanlage ist sehr schön und gepflegt: keine Riesen-Betonburg, sondern kleine, von Blumen umrankte Gästehäuser. Die Gartenanlage ist toll; die Palmen und Blumen sind eine echte Augenweide, vor allem im Gegensatz zur ansonsten ausgetrockneten Landschaft Kretas. (Dass Kreta mit extremem Wassermangel zu kämpfen hat, was die massive Bewässerung der Gartenanlage leider in einem anderen Licht erscheinen lässt, ist ein anderes Thema. Trotzdem erfreut man sich als Besucher natürlich an der Blumenlandschaft.) Uns ist nichts negativ aufgefallen, alles war immer sauber. Die Anlage ist sehr weitläufig, was wir sehr zu schätzen wussten. Man hat nie das Gefühl, dass man wie die "Sardinen in der Büchse" am Pool/Strand liegt oder sich gegenseitig auf die Füsse tritt. Liegestühle sind überall zu finden, sowohl am Pool, als auch im Garten und am Strand. Während unseres Aufenthaltes waren hauptsächlich Deutsche, Schweizer, Österreicher und Russen im Hotel. Die Atmosphäre im Hotel ist gut, wir hatten nicht den Eindruck, dass durch den Nationalitätenmix Spannung entsteht. Alle Altersgruppen und Reisegruppen (Familien, Paare, jüngere Freundesgruppen etc.) waren vertreten. Was wir auch sehr praktisch fanden, war der "Mini Market" auf dem Hotelgelände, der alles bietet, was man evtl. braucht (Sonnencreme, Zigaretten, aktuelle Zeitungen, Snacks, Kosmetikartikel etc.). Wir würden auf jeden Fall zurück kehren ins Anissa Beach & Village, allerdings dann wahrscheinlich eher ausserhalb der Hochsaison. In Juni oder September kann man die Vorzüge des Hotels vielleicht noch mehr geniessen, ohne sich zu sehr an den leidlichen Nebeneffekten des all-inclusive zu stören (weniger Betrieb, keine Liegestühlenreservierungen mit Handtüchern, ruhigere Atmosphäre im Restaurant etc.). Alles in allem hatten wir einen tollen, erholsamen Urlaub, und wir können das Anissa sicher weiter empfehlen! Preis/-Leistungsverhältnis ist wirklich gut.
Wir hatten ein Superior Zimmer mit Meerblick. Als Extras standen eine Flasche Sekt, Bademäntel und Badeslipper bei Ankunft bereit. Wir waren sehr zufrieden mit dem Zimmer. Es wurde immer tadellos sauber gemacht und war geschmackvoll eingerichtet (grosser Schrank, bequeme Betten). Der Meerblick war auch echt ein klasse Meerblick, wie er im Buche steht, also Daumen hoch. Unser Balkon war gross genug für zwei und hatte einen Tisch und zwei Stühle, also auch alles nach Wunsch. Badezimmer auch top (Badewanne mit Dusche). Deutsche Fernsehsender waren vorhanden (ARD, ZDF, RTL, SAT1, Pro Sieben), auch sehr praktisch. Minibar wurde immer nachgefüllt mit Wasser, Bier, Cola, Sprite und Fanta. Kleiner Minuspunkt für die zwei Einzelbetten (statt einem Doppelbett) und die Tatsache, dass man den Safe mieten und dafür extra zahlen muss (haben wir nicht gemacht). Unser Zimmer lag direkt über der Lobby Bar im Haupthaus. Erst dachten wir, dass das evtl. abends/nachts störend werden könnte, dem war aber überhaupt nicht so. Man hörte beinahe keine Geräusche von draussen. Was aber ab und an leider sehr wohl störend war, waren Lärm vom Gang und aus den Nebenzimmern. Weil alles gefliesst ist, hallt es draussen auf dem Flur extra schön. Wenn dann nachts um 4 Uhr Gäste abreisten und laut redend mit ihren Rollkoffern den Gang hinunter polterten, hat das die Nachtruhe leider mehr als ein Mal getrübt. Lärmende Nachbarn, die um 2 Uhr Zimmerparties veranstalten oder bis spät in die Nacht den Fernseher auf Maximumlautstärke an haben, gibt es auch immer mal wieder. Da hilft nichts ausser Oropax und der nachbarlichen Konfrontation...Darum muss ich leider sagen, dass die Nachtruhe bei uns nicht immer ungetrübt war. Vor allem, weil man ja bis 9:30 Uhr gefrühstückt haben musste; richtig bis in die Puppen ausschlafen ging also nicht. Das hat uns aber nicht den Urlaub verdorben. Schliesslich konnte man später am Tag immer mal wieder ein Nickerchen am Pool oder auch im Zimmer machen.
Zuallererst darf man nicht vergessen, dass man in einem all-inclusive Hotel ist, und nicht im fünf-Sterne-Restaurant. Wer das sucht, muss nicht in den all-in Urlaub, das ist klar. Bis auf den chemischen "Saft" (auf den wir nach dem ersten Mal verzichtet haben) ist beim Frühstück nichts zu beanstanden. Für jeden ist was dabei: Obst, deftiges englisches Frühstück (Speck, Würstchen...), Eier in allen Varianten, Cornflakes und Müsli, verschiedene Brötchen und Brotsorten, Käse und Wurst, Marmelade etc. Mittags und abends dann das grosse Büffet mit warmen und kalten Speisen. Es gibt immer mehr als genug abwechslungsreiche Gerichte, aus denen man wählen kann. Von Fisch über Fleisch über Gemüsegerichte (z.B. Spinat in Blätterteig oder überbackene Zucchinistreifen), alles war frisch und zumeist lecker zubereitet. Wir haben nur selten Wiederholungen erlebt in den zwei Wochen. Kleiner Minuspunkt ist, dass vieles sehr fettig und ölhaltig ist. Wer gesund und leicht essen will, hat es evtl. etwas schwerer an diesem Büffet;-) Aber: die Salatbar ist klasse! U.a. frischer Kopfsalat, Gurken und Tomaten, leckere Oliven, super Joghurtdressing, göttliches Tsatziki und ein herrlicher Fetakäse. Dazu immer wechselnde Salate, z.B. Salat mit Meeresfrüchten oder Nudelsalat. Wer nach dem reichhaltigen Essen noch Platz im Magen hat, kann sich dann noch am Dessertbüffet bedienen. Auch hier gibt es keine Mängel: von Wassermelone über Baklava über Mousse au Chocolat gab es eine Vielfalt an Nachspeisen für jeden Geschmack. Natürlich wird es auch jenen, die im Urlaub nicht auf Spaghetti Carbonara, Pizza und Co. verzichten wollen, recht gemacht, was als Minuspunkt gesehen werden könnte. Uns fehlte manchmal die typische Landesküche, z.B. Moussaka oder Gyros, am Büffet. Positiv ist die "griechische Ecke" zu erwähnen, in der es zwar sehr wohl eine kleine Auswahl typischer griechischer Speisen gab (Ziegenkäse, Taramas etc.), aber eben nicht genug und vor allem beinahe nur kalte Speisen (fanden wir zumindest). Natürlich kann man griechisches Essen ein Mal in der Woche in der Taverne geniessen, was man auch auf jeden Fall machen sollte. Dort gibt es dann Souvlaki, Gyros, Folienkartoffeln etc. Alles sehr lecker! Man merkt hier auf jeden Fall einen leichten Qualitätsunterschied zum normalen Büffet. Alles in allem wurden unsere Erwartungen nicht enttäuscht, da wir - wie gesagt- bei einem all-inclusive Büffet auch keinen Michelinstern erwart haben. Für ein all-in Büffet war es echt gut! Kleiner Minuspunkt, den man aber immer wieder in einem Resort dieser Art finden wird in der Hochsaison, ist der Massenbetrieb zur Hauptessenszeit. Vor allem um rund 20 Uhr ist es echt brechend voll, so dass es leider den Charakter einer "Massenfütterung" bekommt. Wenn der Tischnachbar einem beinahe auf dem Schoss sitzt und man den Löffel am Büffet von scheinbar Ausgehungerten aus der Hand gerissen bekommt, dann verweilt man (leider) nicht länger als nötig im Restaurant. Aber auch dies weiss man, wie gesagt, bereits bei der Buchung. Kleiner Tipp: Wir haben im Hauptrestaurant meistens, sofern möglich, draussen gesessen. Dort gibt es nur wenige Tische, dementsprechend ist es dort etwas ruhiger als drinnen. Plus frische Luft und die letzten Sonnenstrahlen des Tages:-)
Wir haben einen sehr positiven Eindruck vom Service gehabt. Man liest hier immer wieder, dass Gäste mit dem Personal sehr unzufrieden waren, was wir nicht nachvollziehen können. Es hängt aber natürlich auch immer mit den subjektiven, persönlichen Erfahrungen zusammen und den Ansprüchen, die man stellt (manch einer scheint das "Haar in der Suppe" regelrecht krampfhaft zu suchen...). Vor allem das Personal, das in den Restaurants und Bars arbeitet, hat unseren Respekt. Sie arbeiten wirklich hart und müssen sich dauernd vom Manager kontrollieren und zurechtweisen lassen. Wir hatten unsere Getränke beim Abendessen meistens schnell und mussten nur mal länger warten, wenn es sehr voll war (aber man ist ja im Urlaub und nicht auf der Flucht, zumindest wir nicht:-). Wir wurden im Restaurant immer mit einem Lächeln bedient, und wenn die Zeit es zuliess, wurde ein bisschen netter Small Talk betrieben. Besonders Kalia und Manos (der jüngere von den beiden, wobei der ältere Manos natürlich auch nett war) sind hier positiv zu erwähnen. Wir konnten uns immer problemlos mit deutsch oder englisch verständigen. Unser Zimmer wurde immer tadellos sauber gemacht. Ausser beim Ein- und Auschecken hatten wir mit der Rezeption nichts zu tun. Beschwerden hatten wir nicht, insofern kann ich nichts dazu sagen, wie damit umgegangen wird. Dass wir wunschlos glücklich waren, spricht ja aber auch für sich! Abschliessend will ich hier gerne noch sagen, dass auch im Urlaub gilt: "Wie man in den Wald hinein ruft, so schallt es wieder heraus!" Wir haben öfter miterlebt, wie unverschämt manche Gäste mit dem Personal umgingen. Es sind immer noch Menschen und keine Sklaven! Da muss man sich dann vielleicht auch nicht wundern, wenn man nicht allzu freundlich zurück behandelt wird...
Das Hotel liegt ziemlich abgelegen, was wir aber vorher wussten und auch bewusst gewählt haben. Wenn man Trubel will, kann man ins benachbarte Chersonnissos. Wir haben uns am Strandboulevard einen Quad gemietet und sind damit nach Chersonnissos, was sehr lustig war. Man kann aber auch per Taxi oder Bus oder selbst zu Fuss dorthin. Chersonnissos ist ein Party- und Shoppingort, echt touristisch. Uns hat ein halber Tag dort gereicht. Kommt eben darauf an, was man will. Der Flughafen ist nicht weit entfernt, was wir für die An- und Abreise sehr praktisch fanden (Transfer ca. eine halbe Stunde). Durch die Nähe zum Flughafen sieht und hört man ab und an Flugzeuge im Landeanflug, was wir aber nicht weiter störend fanden. Man muss schon sehr lärmempfindlich sein, wenn man sich davon den Urlaub verderben lässt. Diesen kleinen Minuspunkt haben wir gerne in Kauf genommen. Auf oben bereits erwähntem Strandboulevard findet man einen Geldautomaten, kleine Bars und Souvenirshops in Laufabstand zum Hotel, also sehr praktisch. Nachteil an der gesamten Nordküste ist allerdings - soweit ich weiss - dass das Meer hier generell sehr wild ist. Am Hotelstrand war immer die rote Flagge gehisst. Wir waren nie im Meer schwimmen (fanden wir aber nicht weiter schlimm, da wir hierfür den Pool genutzt haben). Aber wie gesagt: dieses Problem gibt es wohl beinahe überall an der Nordküste Kretas. Ansonsten ist das Hotel ein guter Ausgangspunkt für Erkundungstrips. Man erreicht den Osten mit Städtchen wie z.B. Agios Nikalaos (ca. 45 Minuten mit dem Auto entfernt) sehr gut. Heraklion und Knossos sind direkt um die Ecke.
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Wir haben den Grossteil unseres Urlaubes am Pool verbracht (bis auf ein paar Ausflüge). Weil man im Meer nicht schwimmen konnte, waren wir nicht oft am Strand. Ist ja aber Geschmackssache. Vor allem in unserer ersten Urlaubswoche war es noch relativ ruhig im Resort, was man auch am und im Pool merken konnte. Der Pool war immer sauber. Man konnte oft ungestört Bahnen schwimmen und sich gut im Pool bewegen, was wir klasse fanden. Klar, spielende Kinder und Luftmatratzen gibt es immer, daran darf man sich nicht allzu sehr stören, wenn man gerne Bahnen schwimmt. Wie schon weiter oben erwähnt, gab es immer genug Liegeplätze. In der ersten Woche war das berühmte Liegenreservieren auch noch nirgends zu sehen, in unseren zweiten Woche begann dann und hier und da der "Handtuchkrieg". Aber was soll's, das wird's immer geben. Wir haben jedenfalls selbst um 12 Uhr mittags noch gute Plätze finden können. Die Anlage ist so weitläufig, dass man überall im Garten liegen kann. Das ist ein grosser Vorteil des Hotels. Unter einem der Bäume fanden wir es auch meistens angenehmer als unter einem Sonnenschirm. So konnte man herrlich im Schatten liegen, wenn man wollte. Man lag sich nie auf der Pelle (ausser direkt am Pool), was wir sehr gut fanden. Auch die Liegen waren einwandfrei. Wir fanden unsere Pooltage wirklich herrlich entspannend. Vom Animationsteam waren wir auch angetan. Wir sind keine "Animationsfans" und hatten Bedenken, dass man - wie man es z.T. aus anderen Resorts kennt- von der Animation belagert und bedrängt wird. Aber nichts davon trifft auf das Anissa-Team zu. Wenn man wollte, konnte man mitmachen (z.B. Aqua Gym im Pool oder Beachvolleyball am Strand), aber bis auf ein einziges Mal wurden wir nicht mal gefragt. Man muss also eher die Animation selbst aufsuchen, als dass sie sich einem anbietet, was wir echt angenehm fanden. Es herrscht keine Halligalli-Stimmung, das Animationsteam ist beinahe unsichtbar. Wir waren einige Male beim Abendprogramm (immer eine Stunde ab 21:30 Uhr im Theater), was wir auch gut fanden. Von Karaoke über Comedyabend bis Black Light Show gab es ein abwechslungsreiches und originelles Programm, was zumeist sehr gelungen und professionell gemacht war. Man merkt, dass das Team echt bei der Sache ist und Spass daran hat.
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Paar |
| Dauer: | 2 Wochen im Juli 2009 |
| Reisegrund: | Strand |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Alexandra |
| Alter: | 26-30 |
| Bewertungen: | 1 |


