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Nadine (26-30)
DeutschlandAus Deutschland
Verreist als Paar • Juli 2015 • 2 Wochen • Strand
2. Mal Arabia - Verschlechterung
3,5 / 6

Allgemein

Zunächst einmal möchte ich betonen, dass ich nun das zweite Mal dieses Hotel besucht habe und deshalb Vergleiche zu meinem vorigen Besuch im Jahr 2008 ziehe. Das Hotel verfügt über einige Zimmer aber es zählt nicht zu den größten Anlagen in Hurghada. Die Größe ist in Ordnung aber für manch einen wird es nicht familiär genug sein. Im Jahr 2008 habe ich in diesem Hotel einen sehr schönen Urlaub verbracht. Ich bin mit der Erwartung nach Hurghada gefahren (insgesamt das 4. Mal), dass die Ägypter ihren Tourismus weiterhin benötigen und sich deshalb mehr Mühe beim Service geben. Dies kann ich nach meinem letzten Besuch jedoch nicht bestätigen. Das Hotel wurde an manchen Stellen renoviert. Sehr viele wurden allerdings ausgelassen und den 25-Jährigen Zustand merkt man nun deutlich. Viele Möbel sind abgeranzt und nicht mehr im besten Zustand. Die Liegen und Sonnenschirme haben längst die besten Zeiten hinter sich. Hier sollte nachgebessert werden. Wir haben All-Inclusive gebucht aber zu der Gastronomie komme ich später noch. WLAN gibt es in der Hotellobby (oder gegen eine hohe Gebühr im gesamten Hotel). Die Qualität in der Lobby ist nicht sehr gut. Dies liegt wohl dem Urlauberandrang zugrunde. Es drängeln sich vor allem Abends zig Hotelgäste in die Lobby und versuchen verzweifelt ihrem Internetkonsum im Urlaub treu zu bleiben. Diesem Treiben zuzuschauen ist sogar recht amüsant. Die Gästestruktur ist geteilt. Überwiegend deutsche Bundesbürger tummeln sich im Arabia, ein paar Russen, Holländer und Briten, jedoch recht wenig. In der zweiten Woche wurde das Hotel von Einheimischen belagert und ich wenn ich belagert sage, ist das genau so gemeint. Ich war es gewohnt, eher von Russen genervt zu sein aber die fielen nicht auf. Die Einheimischen hingegen haben jegliche Netiquette in ihrem Urlaub vermissen lassen. Unfreundlich, schubsend, vordrängelnd schoben sie sich durch das Hotel. Das hatte ich vorher so noch nicht erlebt. Klar, Deutsche konnten das auch. Aber bei den Einheimischen waren wir wirklich schockiert. Ich greife vorab schon mal auf, dass ich das Hotel nicht weiterempfehle. Ich hatte den letzten Urlaub im Kopf und habe anderes erwartet. Es war kein schlechter Urlaub aber ich empfehle ein Hotel nur weiter, wenn ich dieses nochmal besuchen würde. Das muss ich beim Arabia jetzt leider verneinen. Reisezeit: Im Juli und August steigen die Temperaturen tagsüber auf gerne mal 43 Grad oder mehr (eher mehr). Nachts hingegen gehen die Temperaturen kaum zurück und liegen bei ca. 33 Grad. Es ist wirklich sehr warm und in Luxor hatten wir in der Sonne sogar 50 Grad. Diese Hitze geht an die Substanz und selbst der Flughafen ist nicht klimatisiert. Wen solche Temperaturen stressen, sollte eher im Oktober oder Mai nach Ägypten fahren. Luxor ist sehenswert aber eben sehr heiß. In der Sonne brutzeln ist gefährlich und auch im Schatten wird man braun. Visum: Die Reiseveranstalter machen Profit mit dem Visum welches sie an die Reisenden abgeben. Ein Visum kostet 25 Dollar. Umgerechnet sind das 22€. nicht selten verlangen die Reiseveranstalter 28, 30 oder mehr Euro pro Stück. Bei einer Familie von vier Personen zahlt man so im Schnitt ca. 32€ mehr. Die Reiseveranstalter fangen einen direkt im Flughafengebäude ab und die meisten fühlen sich verpflichtet dorthin zu gehen. Mein Tipp: gleich rechts abbiegen zur "Bank". Dort kann man ein Visum für den üblichen Preis kaufen. Die Veranstalter wollen einen zwar abhalten aber geht einfach weiter und danach an den Reiseveranstaltern vorbei. Ausflug: Wir haben einen wunderschönen Tag mit Mo verbracht. Wir sind mit Delphinen geschwommen und habe schöne Riffs besucht. Weit ab vom Massentourismus, gutem Essen und tollem Service. Buchen kann man den Ausflug vorab auf: delphinausflug.de Wenn man diesen Ausflug gemacht hat, kommen einem die angebotenen Schnorcheltouren vom Reiseveranstalter wie ein Witz vor.


Zimmer
  • Gut
  • Das Zimmer ist von der Größe her gut. Wir hatten auch das Glück ein Doppelbett zu bekommen. Das ist nicht in allen Zimmern der Fall. Die Balkone sind alle zum Meer oder Pool ausgerichtet und maximal im 2. Stock. Der Ausblick in eine Lagune ist besonders schön. Das Badezimmer ist nicht sonderlich groß aber ausreichend. Frauen mit langen Haaren verzweifeln allerdings an der Dusche. Der Druck ist so niedrig, dass man schon länger duschen muss, um das Shampoo aus den Haaren zu bekommen. Der Kleiderschrank ist groß genug, der Safe kostenlos und der Kühlschrank wird täglich mit Wasser und zwei Softdrinks gefüllt. Im TV sind vier deutsche Programme empfangbar. RTL, ZDF, ARD und Nickelodeon. Qualität ist nicht so gut bzw. ist RTL nicht immer gut zu sehen aber wer ist schon fürs Fernsehen im Urlaub? Die Einrichtung des Zimmers ist älter und das sieht man. Trotzdem haben wir uns wohl gefühlt. Die Klimaanlage ist neuer, komisch zu bedienen aber tut einen guten Dienst. Wer mag, kann sich mit einem Wasserkocher Tee oder Instantkaffee kochen. Den Instantkaffee gibt es im ganzen Hotel außer in der Lobby aus der Kaffeemaschine. Die Sauberkeit des Zimmers war in Ordnung. Es blitzte und blinkte zwar nicht und einige Oberflächen wurden gar nicht gereinigt aber es war für unsere Ansprüche aushaltbar.


    Restaurant & Bars
  • Eher schlecht
  • Das Arabia bietet fast den ganzen Tag die Möglichkeit zu essen. Das Frühstück bietet eine Ei-Station, Pancakes und diverse warme und kalte Speisen wie z.B. Würstchen, Croissants und Joghurts. Mittags erhält man an der Poolbar Eis, Pancakes, Waffeln oder auch Hotdogs und am Haupthaus (meist draußen) ist ein Buffet aufgebaut. Abends ist sowohl das italienische Restaurant (Pizzen, Nudeln etc) geöffnet als auch das Buffet draußen am Pool. Jeden Abend wird ein anderes Motto verfolgt. So gab es bspw. Sushi, kleine Döner oder Barbecue-Grillfleisch. Die Beilagen wie Brote, Reis, Kartoffelgerichte und andere Fleischgerichte sind weitestgehend jeden Abend gleich. Insofern ist das Angebot an Speisen weder allzu europäisch noch nur landestypisch. Eine Woche lang ist meist alles in Ordnung. Spätestens in der zweiten Woche langweilt einen das Angebot eher und wir haben immer weniger gegessen. Viele Gerichte schmeckten leider auch einfach nicht, weil sie nicht warm genug waren. Hier empfiehlt es sich, das nahe gelegene Bordiehns Restaurant zu besuchen. Einige Speisen sind als Arabia Gäste inklusive und diese sind wirklich gut. Lediglich die Getränke muss man extra bezahlen, wird dafür aber mit Freundlichkeit, sauberem Geschirr und schöner Atmosphäre belohnt. Wir ärgerten uns etwas, dass wir das Restaurant nicht eher besucht haben. Zu den Getränken hatte ich oben bereits erwähnt, dass diese nicht immer unbedingt zum Essen serviert werden. Des Weiteren hat Pharaos Rache (Durchfall und Magenprobleme) mit voller Wucht zugeschlagen. Diese Probleme kenne ich bereits aus vorigen Besuchen. Allerdings mit dem Unterschied, dass diese meist nur ein bis zwei Tage anhielten. Ab dem 4. Tag bis Zuhause hielten die Probleme bei uns beiden diesen Urlaub an. Hier waren wir auch nicht allein und ehrlich gesagt ist es für mich kein Zeichen der Umstellung, sondern der mangelnden Hygiene. Eigentlich darf man nicht darüber nachdenken, was man da zu sich nimmt. Die Gläser sind meist aus Plastik und haben überall Risse und Absplitterungen. Ein perfekter Nährboden für Bakterien. Die Teller sind auch nicht immer sauber und die Zubereitungsmaschinen und Behältnisse werden oft nicht gereinigt. Der Schokosoßentopf von den Pancakes am Pool hat schon lange keinen Lappen oder Wasser gesehen. Die Schokolade klebt daran mehrere Wochen. In diesem Punkt hat das Arabia stark nachgelassen. Wir freuten uns sehr darauf, wieder in Deutschland angekommen, aus einem sauberen Glas zu trinken und die Verdauungsbeschwerden hörten auch schlagartig auf. Tipp für Pharaos Rache: Tabletten in der örtlichen Apotheke kaufen oder Kohletabletten mitnehmen, damit man Ausflüge unbeschwert genießen kann. Und noch einen Hinweis: wer das Problem hat, bei Hitze eher weniger zu essen, sollte sich gerade in den Sommermonaten darauf einstellen, Abends das Essen zu verweigern. Bei mir persönlich ist das leider so und das draußen stehende Buffet schlug mir bei 35 Grad Außentemperatur schon so auf den Magen.


    Service
  • Schlecht
  • Wie eingangs erwähnt hatte ich gewisse Vorstellungen an die Servicequalität der Hotelangestellten und der Ägypter insgesamt. Zusammenfassend bin ich schockiert, wie lustlos und gelangweilt diese inzwischen auftreten. Das fängt am Flughafen an und hört schließlich am Flughafen auch wieder auf. An allen Ecken und Enden soll man Trinkgelder bezahlen. Sei es für winzige Informationen im Tal der Könige in Luxor, auf Toiletten (gut und gerne auch mal 3€) oder für einen Koffer vom Transferbus zu heben. Ich habe in diesem Urlaub mehr an Trinkgeldern ausgegeben (und das nicht immer freiwillig) als für Souvenirs. Die Unfreundlichkeit ist uns leider auch im Hotel aufgestoßen. An der Rezeption wurden wir vor allem Abends sehr unfreundlich behandelt. Als wir aufgrund von lautem Getöse des Klimagenerators nicht schlafen konnten, bekamen wir anstatt einem Lächeln und Hilfsbereitschaft einen mauligen Rezeptionisten, der muffig eine Stunde später einen Handwerker schickte. Aber auch über den ganzen Tag hinweg war ein freundliches "Hallo" an der Rezeption schon zu viel verlangt. Von einer Verabschiedung am Ende des Urlaubs ganz zu Schweigen... Die Hotelangestellten in den Bars und Restaurants haben uns zum Großteil verdeutlicht, dass sie keine Lust auf ihren Job haben. Ohne Trinkgeld bekommt man am Strand eher selten ein Getränk gebracht, in den Restaurants sind wir sehr häufig ohne Warten auf die Getränke gegangen. Wenn man am Anfang des Essens ein Getränk bestellt und dieses weit nach dem Essen nicht ankommt, hat man bei der Wärme kaum Geduld. Ich kann mich im Gegensatz zu meinem Urlaub 2008 kaum an freundliches Personal erinnern. Kommunikation fehlt fast in Gänze, obwohl wir nicht auf unsere Muttersprache pochen und Englisch sprechen. Selbst auf Englisch waren Wünsche oder Unterhaltungen schwierig. Die Zimmerreinigung war in Ordnung und im Gegensatz zu allen anderen Angestellten wurden wir immer freundlich von den Reinigungskräften begrüßt. In den 11 Tagen wurden allerdings diverse Einrichtungsgegenstände nicht ein einziges Mal gereinigt. Tische wurden nicht abgewischt, der Boden nicht (hab ich getestet) und das Bad nur sehr oberflächlich. Da ich einen anderen Service aus dem Arabia kenne, gebe ich nur zwei Sonnen hierfür.


    Lage & Umgebung
  • Gut
  • Die Lage des Hotels ist optimal. Eingefasst von zwei Lagunen, einem Strand (leicht kieselig) und einem Hausriff lässt es kaum Wünsche offen. Vom Flughafen aus ist es nicht weit aber Fluglärm ist nicht zu hören. In der näheren Umgebung sind diverse Shops, eine Discothek (beim Arabella) und das Restaurant Bordiehns vorhanden. Für Menschen, die Abends gerne in der Umgebung flanieren ist Hurghada allerdings nicht der richtige Ort. Man ist sehr an das Hotel gebunden. In Hurghada direkt reihen sich Shops an Shops. Wer gute Nerven behält und die zum Teil aufdringlichen Verkäufer abwimmeln kann, ist mit einem Taxi schnell vor Ort.


    Aktivitäten
  • Eher schlecht
  • Beliebte Aktivitäten

    • Strand

    Um das Arabia herum gibt es vereinzelte Angebote, wie bspw. Bananaboot oder Tretboote. es werden außerdem viele Ausflüge angeboten. Quadtouren, Rutschenpark, Luxor, Kairo, Schnorchelausflüge und und und... Hier ist eigentlich für jeden etwas dabei. Im Hotel selbst gibt es ein Theater für das Animationsprogramm am Abend und eine Bar, die Abends zum Tanzen einlädt. Ein Mal in der Woche ist eine Beachparty am Hausriff. Die Animation ist nicht aufdringlich und animiert nicht. Wer das nicht nutzen möchte, ist im Arabia gut bedient. Wer die Programme schätzt, wird sich schnell langweilen. Jeden Tag die gleichen Aktionen (Beachvolleyball, Wasserball, Boccia, Aerobic) und das Abendprogramm ist nicht wirklich innovativ. Wie oft ich nun bereits die Größen der Musikgeschichte in diversen Hotels gesehen habe, ist erstaunlich. Das Team wirkt gelangweilt und sprudelt nicht gerade vor Ideen. Es wäre uns nicht aufgefallen, wenn sie nicht da gewesen wären. Am Strand und Pool ist Reservieren nicht erlaubt... Theoretisch mag das so sein aber interessiert niemanden. Erwachsenen kann ich nur empfehlen, in den Erwachsenenbereich zu gehen. Hier sind immer Plätze frei. Für Familien wird es aber ab 8:00 Uhr schon schwer, einen ganztägigen Schattenplatz bekommen. Die Liegestühle und Schirme sind in Ordnung aber haben die besten Zeiten hinter sich.


    Preis-Leistung
  • Eher gut

  • Infos zur Reise
    Verreist als:Paar
    Dauer:2 Wochen im Juli 2015
    Reisegrund:Strand
    Infos zum Bewerter
    Vorname:Nadine
    Alter:26-30
    Bewertungen:6