Das Hotel, das zur Azur-Gruppe gehört, ist riesig und unterteilt in einen A- und einen B-Block, die jeweils U-förmig eine Lagune umschließen. Die über 500 Zimmer sind in 3 Stockwerken aufgeteilt. Darüber hinaus gibt es ein 2-geschossiges Haupthaus, in dem sich die Rezeption nebst Bank, ein Fotoladen, das Internetcafe, die Lobby-, Tango- und Pianobar sowie oben eine Bar mit sehr vielen Billardtischen und das Theater befindet. Außerdem befinden sich oben und unten eine Vielzahl an verschiedenen Sitzgruppen. Zwischen den beiden künstlichen Lagunen befindet sich eine Landzunge (Marina) mit seitlichem Strand (hier wurden während unserem Aufenthalt Windschutzmatten angebracht). Am Ende befinden sich die Marinabar mit Restaurant und das Hausriff. Außerdem findet man hier viele Liegen mit Sonnenschirmen. Jede Lagune hat der Kurve eine Lagunenbar, Lagune A auch am Anfang. Es gibt mehrere Duschen auf der Marina und am Pool. Toiletten findet man in der Marinabar und am Anfang der Lagune A sowie im Haupthaus. Vor dem Haupteingang befindet sich das in 4 kleinere Restaurants unterteilte Haupt-Restaurant. Hier gibt es Frühstück und seit dem 10. 11. auch das Abendessen. Rund um den geheizten Salzwasser-Pool, der olympische Masse hat, sind sehr eng viele Liegen mit Sonnendach aufgestellt. Am Ende des Pools befindet sich eine Poolbar. Es gibt ein Sportcenter in dem sich Fitnessräume, Wellness-Center, Tischtennisplatten, Squash-Hallen und eine Sauna befinden. Auch die Massagen, die sehr nervig und aufdringlich am Strand durch sehr viele Mitarbeiter angeboten werden, finden hier statt. Weiterhin findet man hier 3 Tennisplätze. Das Arabia ist sicherlich nicht mehr das neuste Hotel, aber alles wird sehr sauber und ordentlich gehalten. Alles funktioniert, das Management stimmt. Man darf nicht vergessen, dass man in Ägypten ist und nicht in Deutschland. Alle Nationalitäten waren jung und alt vertreten. Uns ist niemand unangenehm aufgefallen. Gäste aus den Nachbar Azur-Hotels Arabella und BelAir findet man ebenfalls in der Anlage. Die Angebote in diesen Hotels kann man im AI auch voll nutzen. Wir haben uns im Arabia sehr wohl gefühlt, es war ein sehr abwechslungsreicher Urlaub und wir können das Arabia nur weiterempfehlen. Wir empfehlen auch die Einrichtungen des BelAir zu nutzen, die alle im AI enthalten sind. Hier ist alles zwar ein bisschen kleiner, dafür gemütlicher und heller. Ein abendlicher Restaurantbesuch hier bringt neben dem Italiener und der Villa Kunterbunt Abwechslung beim Essen. So kann man immer lecker satt werden. Ägypten ist bekannt für Magen- und Darmproblemen. Wir hatten diesbezüglich keine Schwierigkeiten, denn wir nehmen als Medizin vor dem Essen einen Brandy und nach dem Essen einen Brandy. So hat Pharao uns schon im 6. Ägyptenurlaub verschont. Ma salama
Unser Zimmer war sehr groß und geräumig und hatte einen Balkon (Wäscheleinen vorhanden) mit Lagunen- und Meerblick. Es gab genügend Stauflächen in Schränken und Kommoden. Ein großer Kühlschrank, TV (5 deutsche Programme) und Safe waren vorhanden. Die Betten waren sehr bequem und hatten eine nicht zu weiche Matratze. Die Klimaanlage funktionierte, kann aber nur vom Zimmerboy auf eine andere Temperatur eingestellt werden. Das Bad war in Ordnung, nur der Wasserdruck lässt zu bestimmten Zeiten (abends, wenn alles duscht) zu wünschen übrig. Beim Duschen gibt es manchmal, wenn Wasser kommt, Wechselduschen, entweder kochendheiß oder kalt. Also Vorsicht! Mit diesem Wissen bin ich eben vorher oder später zum Duschen gegangen und hatte so kein Problem. Von den Nachbarn neben uns haben wir nichts gehört und gesehen.
Vorweg, wer hier verhungert ist selber Schuld. Die vielen negativen Berichte können wir nicht nachvollziehen. Es ist zwar richtig, dass wir in Ägypten schon mal besser gegessen haben, aber wir sind immer satt geworden und durch geschickte Speiseortauswahl auch abwechslungsreich. Frühstück gibt es bereits ab 5. 00 Uhr vor dem Haupteingang in den verschiedenen kleinen Restaurants. Neben Omelett, Pfannkuchen und Spiegelei gibt es noch viele verschiedene warme Speisen. Weiter gibt es Cornflakes, Salat, Obst, Joghurt, leckere Wurst, Käse und verschiedene Sorten Brot und Brötchen sowie natürlich auch Kuchen und Gebäck. Mittagessen kann man ab 12. 30 Uhr vom Buffet am Pool (oft lange Schlangen vor den „Töpfen“). In der Marinabar kann man eine kleine Pizza mit Wunschbelag (Huhn, Hack, Wurst, Zwiebel, Paprika, Tomate) ordern, die man sich dann nach 10 Minuten abholen kann (oft Chaos beim Abholen, viele haben gar nicht geordert). Außerdem wird hier gegrillt, (Täubchen, Krabbe, Steak, Lammhack, Hamburger). Ferner ist noch ein kleines Buffet aufgebaut mit Salat, Pasta, Fisch, Fleisch, Gemüse, Kartoffeln und Reis sowie Nachspeisen und Obst. Die Pizza am Pool im BelAir ist sehr zu empfehlen. Hier hat sie Normalgröße und als Belag gibt es zusätzlich noch Thunfisch, Garnelen und Oliven. Jede Pizza wird individuell zubereitet und es sind nicht wie in der Marina „vorbereitete Rohlinge“ vorhanden. Sehr lecker! Nachmittags gibt es in der Marinabar Snacks und in der Poolbar Kuchen und Gebäck sowie Pfannekuchen mit Schokolade und Vanillesoße. Abendessen gab es bis zum 10. 11. im Restaurant am Pool (mit Live-Musik) und dann des Windes wegen nur noch in Restaurants vor dem Haupteingang. Jeder Abend stand unter einem besonderen Motto. Vom Buffet haben wir sehr selten „genascht“. Die live zubereiten Gerichte mit gegrilltem Lamm, Rind, Huhn oder Fisch sowie die diversen Pastagerichte haben uns vollkommen genügt. Diese hatten dann auch die richtige Temperatur. Darüber hinaus kann man beim Italiener essen. Hier werden 20 Pfund vom Rechnungsbetrag abgezogen. Getränke müssen hier bezahlt werden. Die Pizza geht so, vom Fisch war mein Mann nicht begeistert. Sah optisch toll aus, war aber kalt und statt Zitronen lagen süße Orangen zwischen dem Gericht. Ferner kann man im von deutschen Auswanderern geführte Bordiehn’s (Villa Kunterbunt) essen. Hier gibt es ein 5 gängiges AI-Menü für Hotelgäste, bei den anderen Gerichten werden 30 Pfund vom Rechnungsbetrag pro Person abgezogen. Die Getränke müssen bezahlt werden. Super lecker war das Kamelfleisch. Probiert es mal aus. Sehenswert ist auch die 1 x in der Woche hier stattfindende spitzenmäßige Feuershow (Fegefeuer) von einem jungen Künstler aus Luxor. Von 10. 00 Uhr bis 17. 00 Uhr gab es Eis in der Lobby-, Marina- und Poolbar. Die Getränke im AI-Paket sind ausreichend und waren mir oft zu kalt. Wasser kann man sich aus großen Wasserkanistern (kalt und heiß) zapfen oder flaschenweise in der Lobbybar oder an der Lagunabar am Anfang der Lagune A bekommen. Getränke werden zu den Mahlzeiten serviert. In der zweiten Woche oft ohne Bestellung, die Kellner wussten was wir wollten. Im AI sind auch trinkbare Cocktails enthalten. Vorsicht, manchmal sehr stark! Auf Wunsch bekommt man diese auch mit Eis. In großen Bowletöpfen stehen fertig zubereiteten Tages-Cocktail-Punsch (alkoholisch und alkoholfrei) in der Poolbar und in der Lobbybar. Cappuccino und Espresso bekommt man ebenfalls in der Lobbybar. Hier sorgte ab dem 10. 11. ein „Karaoke-Pärchen“ mit Livegesang und Technikproblemen für Unterhaltung. Na ja, einigen hat es scheinbar gefallen, es wurde sogar getanzt! In der kleinen Pianobar neben dem Italiener findet man ein ruhiges Plätzchen, an dem man der manchmal herrschenden Hektik entfliehen kann. Die Tangobar hat eine Tanzfläche und ist die Disco. Nach ein paar Minuten riecht man den penetranten Geruch nicht mehr, der dort herrscht und kann den Abend gemütlich mit einem Tänzchen ausklingen lassen.
Das Ein- und Auschecken verlief wunschgemäß und sehr schnell. Die Angestellten waren stets zuvorkommend und freundlich. Mit 1 € Trinkgeld erntet man noch mehr Aufmerksamkeit. Alle können englisch und die meisten auch deutsch. Über ein bisschen arabisch wie „salam“ bzw. „schukran“ freuen sie sich sehr. Das Zimmer wurde stets gründlichst gereinigt und der Handtuch- bzw. Bettwäschewechsel klappte stets einwandfrei. Wir haben in 16 Tagen nur 1 x ein Handtuch gehabt, das komisch gerochen hat! Täglich bekam man 1 Flasche Wasser ins Zimmer gestellt. Seit Kurzem befindet sich im Zimmer ein Wasserkocher nebst Tassen. Löslicher Kaffee und Tee wird bei Bedarf aufgefüllt. Wir waren mit dem Service 100 % zufrieden.
Das Arabia befindet sich zwischen den Ortsteilen El Dahar und Sakkala und ist in ca. 15 Minuten vom Flughafen aus zu erreichen. Man sieht einige Flugzeuge starten oder landen, hört aber sehr selten Fluggeräusche. Für Notfälle befindet sich neben dem Hotel (direkt an der Straße neben dem BelAir) ein Krankenhaus mit Apotheke. Einkaufsmöglichkeiten befinden sich direkt vor der Anlage (Ali Baba Basar) oder an der Straße (Aldi, Lidl, und diverse Souvenirläden), wo auch viele Taxis warten. Die Preise hier, na ja. Wir kaufen lieber vor Abflug im Flughafen ein. Hier gibt es genau die gleichen Sachen, alles hat einen Festpreis, aber der ist deutlich niedriger als die Basarpreise. So sollte ich z. B. für 2 Kinder-T-Shirts (Größe 2 + 6) 30 € bezahlen. Im Flughafen kosteten identisch diese nur 6 €. Da macht handeln keinen Spaß mehr und ich überbrücke lieber die Wartezeit im Flughafen mit shoppen. Integriert im Ali Baba Basar ist das Bordiehn’s (Villa Kunterbunt) mit Restaurant, Cafe mit offenem Feuer, Pub und Pizzeria. Hier ist es sehr urig und gemütlich; das Ambiente stimmt. Sehr wichtig war uns die direkte Strandlage. Man hat im Arabia viele Möglichkeiten einen Platz am Strand zu finden, entweder auf der Marina-Landzunge mit direktem Zugang zum Riff (im November sehr windig und hinter den Windschutzmatten proppenvoll) oder in einer Lagune, hier am Ende völlig windstill und sehr ruhig (Nachteil: keine Dusche bzw. Toilette). Liegen reservieren war lt. Hinweistafeln verboten, wurde aber nicht von allen beachtet. Wir haben immer eine freie Liege an einem schönen Plätzchen gefunden. In der 2. Woche war dies in der Lagune A, da es sehr windig geworden war. Wir haben dann zum Schnorcheln eben einen kleinen Spaziergang gemacht.
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Unser Sport beschränkte sich auf tägliches schnorcheln. Das Hausriff ist leider bereits stark beschädigt, mit Bojen und Leinen eingezäunt und so zum Überschnorcheln gesperrt, woran sich aber trotz Hinweisschilder in allen Sprachen nicht jeder hält. Das Schnorcheln am Riffsaum entlang bis zur Leiter am Nachbarhotel Sunrise Palacio ist besonders zu empfehlen. Hier findet man mit geübtem Auge sogar Steinfische. Es ist traumhaft schön. Wir empfehlen zum Schnorcheln ab November Shorties zu tragen, da einem nach ½ Stunde trotz 27 Grad „warmen“ Wasser doch ganz schön kalt wird. Eine deutschsprachige Tauchbasis (Blue Water Dive Resort) befindet sich beim Arabella, ebenfalls eine ägyptische, die Schnorcheltouren am Strand anbot. Da wir solche Massenveranstaltungen nicht mögen, haben wir mit Samir eine Delphin- und Schnorcheltour unternommen, die wir nur empfehlen können, da individuell und unbeschreiblich schön. Es fand bis auf donnerstags ein tägliches Animationsprogramm statt, an dem wir aber nicht teilgenommen haben. Abendanimation –Niveau na ja Geschmacksache – fand im Theater statt. Hier hatte man die Auswahl, entweder Theater Arabia oder Theater BelAir. Im BelAir Theater befindet sich auch eine Bar. Billardspielen im AI – es sind viele Tische vorhanden! Täglich wird in der Poolbar um 16. 00 Uhr Skat gespielt und montags findet ein Skatturnier statt. Mittwochs abends findet in der Marinabar ein Tanzabend statt. Es wird auch deutsche Musik gespielt und wir hatten viel Spaß. Es lohnt sich dann auch einmal einen Blick ins Meer zu werfen, um die Feuerfische im Scheinwerferlicht zu beobachten.
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Paar |
| Dauer: | 2 Wochen im November 2007 |
| Reisegrund: | Strand |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Ursula |
| Alter: | 51-55 |
| Bewertungen: | 36 |


