Wir haben uns im Dezember 2007 fuer zwei Wochen (minus 3 Naechte Safari) im Bahari Beach aufgehalten und es hat uns dort sehr gut gefallen. Natuerlich gibt es ein paar kleinere Maengel, jedoch sind diese fast vernachlaessigbar - man ist schliesslich im Urlaub und will und kann diesen dort sehr geniessen. Dieses AI Hotel hat insgesamt etwa 100 Zimmer, scheint schon ein wenig betagter zu sein, macht aber einen sehr sauberen und gepflegten Eindruck. Die Groesse der Anlage des Hotels ist fuer nur ca. 200 Gaeste sehr ausreichend. Da die Gebaeude nur zweistoeckig (EG + 1) sind, wirkt alles eher wie eine kleine Parkanlage. Die Gaertner kuemmern sich sehr liebevoll um ihre Pflanzen und bieten als zusaetzlichen Service frische Kokosnuesse oder geflochtene Palm-Huete fuer einige Shilling Trinkgeld. Auch kleine Pflanzen-Setzlinge fuer Zuhause werden gerne kurz vor der Heimreise vorbereitet. Das Hotel wird von vielen aelteren, deutschsprachigen Stammgaesten regelmaessig besucht, welche dann teilweise sehr fordernd zum Personal sind und sich Ihre angestammten Gewohnheiten "erkaempfen". Da muss man dann wieder an dem Tisch des vergangenen Jahres sitzen und wenn es ein unwissender Neuankoemmling wagt dort Platz zu nehmen, hoert sich das dann so an: "Sie, da koennens vei net sitzen, des is alles Privat!" Na ja, wir sind ja alle tolerant, aber diese Stammgaeste nehmen sich teilweise ganz schoen was heraus. Dennoch war die Atmosphaere recht angenehm und entspannt, es gibt genug ruhige Rueckzugsmoeglichkeiten, wie z.B. die Haengemattenterrasse. SAFARI: ist ein unbedigtes MUSS, wenn man schon mal in Kenia ist. Wir hatten von vorneherein geplant, die Safari bei den Beachboys zu buchen, da im Internet eigentlich nur Positives ueber diese Veranstalter/Beachboys zu lesen war und sich einiges sparen laesst. Wir haben also Prof. Mohammed & Ali am ersten Tag bereits auf eine 4Tage/3Naechte Safari angesprochen, worauf diese nicht sehr begeistert waren, da die meisten Touristen eine kuerzere Variante waehlen. Somit wird der Safaribus bei uns wohl nicht gut besetzt sein, was uns aber ueberhaupt nicht stoeren wuerde. Termin und Preis wurden ausgehandelt, Anzahlung bei Buchung, Rest bei Abfahrt. Tatsaechlich hatten wir dann eine super VIP Safari, nur wir zwei im Safaribus, kein Gedraenge an der Fotoluke, Privatfahrer. Wir verbrachten dreieinhalb unvergessliche und tolle Tage in den Nationalparks Tsavo Ost, Amboseli und Tsavo West. Ausgezeichnete Unterkuenfte und Verpflegung in folgenden Lodges/Camps und ein sehr netter und engagierter Fahrer (danke, Dulla) der uns eine Vielzahl der dort lebenden Tiere zeigte (leider nicht alle Big Five, aber das ist unerheblich) rundeten das Ganze ab. Maneaters Camp: hochklassiges Camp direkt am Tsavo Fluss mit sehr grossen Luxuszelten, Pool, Bar, Restaurant und, da wir die einzigen Gaeste in diesem sehr schoenen und fast nagelneuen Camp waren, Privatbedienung und a la carte Menu (sonst ist dort auch wie ueblich SB-Buffet angesagt). Kibo Camp: am Fusse des Kilimanscharo, relativ grosses Camp mit mehr als 60 Zelten welche zum Glueck nicht alle belegt waren, Pool, Bar, Restaurant, mit Glueck hat man abends oder gaaanz frueh (wie wir) einen wolkenfreien Blick auf den Kilimanscharo. Ngulia Bandas: wir waren in der Honeymoon Suite untergebracht - fantastisch, erhoeht mitten in den Felsen, von der Wildnis nur getrennt durch ein ueberdimensionales, die komplette Front der Suite ueberspannendes (Fliegen)Netz. Also, bucht ruhig bei den Beachboys, Ihr werdet es nicht bereuen. Wir haben p.P. 450 Euro fuer diese tolle VIP Safari bezahlt. Das war Sie definitiv auch Wert und ist bestimmt 100Euro pro Nase billiger als eine "Standardsafari" ueber das Reiseburo, bei der man zudem auch noch zu sechst im Bus sitzen muesste. Handeln nicht vergessen, evtl. auch maximale Anzahl der Mitreisenden aushandeln, damit es nicht zu voll/eng wird. Wir waren ausserdem im Hallerpark (Tierpark mit Giraffenfuetterung, Krokodilfuetterung etc), Nahe des Einkaufszentrums Nakumat, ist einfach per Bus, Taxi oder Fahrradtaxi in ein paar Minuten zu erreichen. Wenn man wie wir, bereits vorher auf Safari war, muss man seine Ansprueche sehr runterschrauben, obwohl es dennoch Interessant war. Mombasa: Eine halbtaegige Stadtrundfahrt mit Schnitzerdorf sollte man auch ueber die Beachboys buchen. Es war recht kurzweilig und das Koennen der Schnitzer mit ihren in unseren Augen primitiven Werkzeugen ist sehr hoch einzuschaetzen. Der Verkaufsladen im Schnitzerdorf fuehrt fuer jeden Geldbeutel die entsprechenden Souvenirs in oft besserer Qualitaet als bei den Strandhaendlern. Nehmt Kugelschreiber, Socken, Papier mit und versucht dies und eventuell nicht mehr gebrauchte Kleidung gegen Holzfiguren oder andere Souvenirs am Strand einzutauschen. Eine kleine Bargeldbeigabe ist immer mit dabei, die Leute muessen auch von etwas leben. (z.B. einige Kugelschreiber, ein Paar gebrauchter Damenschuhe und 100 Schilling gegen zwei 30cm grosse Massai-Figuren)
Unser Zimmer hatte Meerblick und war ausreichend gross, man ist ja fast eh' nur zum Schlafen dort. Wie bereits erwaehnt war es stets sauber, es gab keinerlei Ungeziefer. Morgens und Abends besuchten uns oefters einige Meerkatzen auf dem Balkon und liessen sich mit Bananen oder Nuessen fuettern. Die Ausstattung der Zimmer ist eher zweckmaessig, es gibt DW-TV als einzigen deutschsprachigen Sender. Das Moskitonetz, welches das Bett ueberspannt, ist sinnvoll, da doch die eine oder andere Muecke im Zimmer war. Ich komme nochmals auf die viel zu laute und nicht kuehlende Klimaanlage zu sprechen. Fuer ein Hotel dieser Kategorie (4 Sterne ???) ist dies eigentlich ein grober Mangel der auch leider nicht behoben wurde nachdem wir an der Rezeption vorstellig wurden. Es scheinen augenblicklich Renovierungen angelaufen zu sein, um die alten Baeder und Klimaanlagen auszutauschen. Wir hatten wohl leider Pech und kamen nicht in den Genuss eines bereits renovierten Zimmers.
Wir waren mit der angebotenen Verpflegung sehr zufrieden. Die Auswahl und Qualitaet der Speisen im Hauptrestaurant war gut und auch reichlich. Die Koeche gaben sich Muehe die meist europaeisch anmutenden Mahlzeiten auch gut und teilweise landestypisch zu wuerzen. Empfehlenswert sind auch die beiden zusaetzlichen Restaurants, ein "kenianischer" Italiener mit wohlschmeckenden Pizza- und Nudelgerichten und ein nicht im AI enthaltenes Fischrestaurant. Dort kann man preiswert Langusten (werden dort Lobster genannt) und andere Fischspezialitaeten bekommen. Preisbeispiel: 2 x Vorspeise (geraeucherter Segelfisch, Salat mit Thunfisch) 2 x Hauptgang (Langusten scharf, gemischte Fischplatte) und eine Flasche Wein insgesamt ca. 30 Euro. Die Getraenke an den Bars kann man auch sehr gut mit Eiswuerfeln geniessen, diese werden aus Trinkwasser hergestellt.
Das Servicepersonal ist wirklich sehr freundlich und die bestellten Getraenke werden zuegig an den Tisch gebracht. Ein freundliches "Jambo" und immer wieder mal einige Schilling Trinkgeld erhoehen den Grinsfaktor der Angestellten zusaetzlich. Die Jungs an der Poolbar waren meist auch sehr auf Zack, ein wenig warten musste man nur, wenn sie auf "Servicetour" um den Pool und zu den Sonnenterrassen unterwegs waren. Unser Zimmer war immer Tip-Top sauber, das sinnvolle Moskitonetz hat auch die eine oder andere Muecke abgehalten. Als wir uns wegen der lauten und funktionsuntuechtigen Klimaanlage an der Rezeption ein anderes Zimmer geben lassen wollten, sagte die Angestellte, dass Sie das pruefen wird und uns dann Bescheid gibt. Danach haben wir nichts mehr von ihr gehoert. Von der Klimanalage aber auch nicht, da wir sie Nachts ausgeschaltet liessen - war zwar sehr heiss aber immer noch die bessere Alternative.
Das Hotel liegt auf einem Korallenfelsen erhoeht direkt ueber dem feinsandigen Strand, den man ueber ein paar Treppenstufen erreicht. Tolle Aussicht auf Meer und Strand hat man von der Bar und den Sonnenterrassen. In direkter Umgebung sind weitere Hotels (z.B. suedl. das Voyager), es gibt aber kein Gedraenge am Strand da man dort meist nur zum Baden oder Strandwandern hingeht. Liegen sind keine am Strand, da bei Flut (fast) kein Strand mehr da ist. Zum nahegelegenen Einkaufszentrum Nakumat sind es ein paar Minuten mit dem Taxi (Preise aushandeln, ca 500 KSh hin und zurueck), zu Fuss etwa 20 Minuten. Die Transferzeit vom Flughafen ist mit einer halben Stunde angenehm kurz, es gibt trotz dieser Naehe aber keine Beeintraechtigung durch Fluglaerm. Ausfluege unbedingt ueber die Beachboys (Prof. Mohammed & Ali) buchen. Das hat mehrere Vorteile: a) guenstigere Preise (handeln nicht vergessen), b) nach einer Buchung oder einem Souvenirkauf/tausch sind sie nicht mehr aufdringlich.
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Die dezente Animation haben wir nicht genutzt, auch den Pool nicht. Warum in den Pool gehen wenn der indische Ozean direkt vor der Tuer/Treppe liegt? Ich war einige Male Schnorcheln und habe in den Sandmulden der Seegraswiesen einiges gesehen (grosser Kugelfisch, Rotfeuerfische, Langusten ,...). Das ist aber nicht vergleichbar mit der Frabenpracht an einem richtigen Riff, aber fuer die Verhaeltnisse ganz interessant. In die Seegraswiesen sollte man nicht ohne geeignetes Schuhwerk gehen, da es dort viele Seeigel gibt. Ansonsten braucht man zum Baden aber keine Schuhe. Duschen gibt es direkt am Pool sowie an der Tauchbasis und am Korallenfelsen unterhalb des Fischrestaurants, um Salz und Sand wieder abzuspuelen. Liegen sind eigentlich genug vorhanden, jedoch sind die schoensten Plaetze (z.B. Terrasse in den Felsen, Haengematten) oefters auch mal alle belegt. Die Abendanimation auf der Terrasse vor dem Hauptrestaurant war wohl eher auf die Altergruppe 60+ ausgelegt, wir sind derweilen gerne Abends an der Poolbar gesessen. Am Strand Richtung Sueden kann man lange Spaziergaenge machen, man sollte aber Badeschuhe mitnehmen, die man beim Uebersteigen einiger Felsen am Nachbarhotel braucht. Danach kommt Kilometerweit nur Sandstrand.
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Paar |
| Dauer: | 2 Wochen im Dezember 2008 |
| Reisegrund: | Strand |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Ulrich |
| Alter: | 46-50 |
| Bewertungen: | 1 |


