- Preis-Leistungs-VerhältnisSehr gut
Die Anlage ist recht klein, bestehend aus einigen Bungalows, Superior-Zimmern und Suiten. Dem Attribut "klein" ist aber zwingend das Wörtchen "oho!" anzufügen, denn der Pflegezustand war exzellent. Es wird ÜF und HP angeboten. Wir hatten, da mit Kind unterwegs, HP gebucht und es nicht bereut. 1 Menü täglich, egal ob mittag oder abends, war somit dabei. Und zwar a la Card und inkl. Vor- und Nachspeise. Das Hotel wird von einem deutschen Manager geführt, der auf eine eingespielte Crew zurückgreifen kann. Es gibt einen sauberen, ausreichend großen Pool. Keine Animation, wenn man die quirligen Mitarbeiter nicht als solche rechnet *g. Kinderliebes Personal mit Hang zum Faxen machen. Zusammfassend kann man sagen, daß das Hotel nicht für Pattaya-Party-Löwen geeignet ist und darum all jene dort einen hervorragenden Urlaub verbringen werden, die Ruhe und Erholung suchen, Wert auf aufmerksames Personal legen und es sich einfach mal gut gehen lassen möchten. Eine echte Perle am Golf von Thailand und ebenfalls ein guter Ausgangspunkt für Kultur-Trips.
Wir hatten Superior-Zimmer gebucht und bekommen. Nix zu meckern. Die Anlage ist recht neu und von daher gut in Schuß. Zum Zimmer gehörte ein separater Naßtrakt, eine Miniküche, ein begehbarer Schrank mit kostenlosem Safe, Doppelbett, Couch, TV, DVD-Player, kostenloser WLAN-Zugang, kostenloses Leih-Notebook und natürlich eine Klimaanlage (leider etwas laut). Dazu ein großer Balkon inklusive Wäscheständer. Einziger Mitbewohner war eine winzige Spinne im Küchenfenster. Außerhalb der Zimmer sind die Wände von Geckos bevölkert, was zur Folge hatte, daß wir nahezu mückenfrei durch den Urlaub gelangten. Ausgesprochen sympatische Tierchen.
Die Gastronomie ist eine Wonne. Halbpension a la Card anstatt vom Buffet ist uns hier das erste Mal begegnet. Eine feine Sache, denn a la Card ist das Essen einfach frischer, Wünsche werden berücksichtigt und die Würzung der Speisen kann je nach Aufenthaltsdauer variiert werden. Auf diese Weise wird man vom Lasch-Food-Farang zum Thaifood-Vertrager. Entgegen aller Warnungen haben wir hier auch viel Obst und Eis gegessen und die Gedärme blieben dennoch gesund. Ein gutes Zeichen für den Hygienestandard und sicher keine Selbstverständlichkeit im Süden. Punktabzug gibt es fürs Frühstück. Nicht, daß es schlecht wäre, ganz im Gegenteil, aber mit den großen, gestalteten Frühstücksbuffets, die uns sonst auf unseren Pauschalreisen begegneten, kann es sich nicht vergleichen. Natürlich eine Aufwands-Nutzen-Abwägung und sicherlich wirtschaftlich vernünftig, aber im Urlaub will ich nicht vernünftig sein müssen. Qualitativ war nichts zu beantstanden.
Ein Wort: Perfekt. Zumindest für uns. Englischkenntnisse sind vorteilhaft, die Thai verstehen aber auch ein paar Brocken deutsch. Zudem ist der deutsche Chef nicht nur Chef, sondern vor allem präsent und ansprechbar. Sowohl morgens und abends ist er für jeden zu sprechen. Da wir nix zu beschweren hatten, haben wir uns Tips geben oder einen Ausflug organisieren lassen, oder eben kurz geklönt. Es war nichts bewegendes, aber es machte die Reise persönlicher. Es gab Frühaufsteher-Service und zur Not auch nachts ein kühles Bier.
Die Lage ist das größte Plus und zugleich das größte Manko der Anlage. Nicht nur weit außerhalb der Stadt Pattaya, sondern auch weitab der nächsten Hauptstraße und meertechnisch in 2. Reihe, aber mit eigenem Strandabschnitt und Liegen. Die "üblichen" Pattaya-Touristen trafen wir in der Anlage nicht, es war erholsam ruhig, keine Mopeds, Jetskis oder andere Nervensägen. Wunderbar. In direkter Nachbarschaft steht das große Pinnacle Resort Hotel, dessen Dienstleistungen, wie Bus-Shuttle auch Baramie-Gäste nutzen können. Da das Baramie gewissermaßen an den Hintereingang des Pinnacle grenzt, ist vom dortigen Hoteltrubel dennoch gar nichts mitzubekommen. Die Umgebung des Hotels ist allerdings daneben. Bis zur Hauptstraße ist es ein guter Kilometer Sumpf- und Ödland. Spaziergänge beschränkten sich deshalb auf den relativ sauberen Strand. Da in Thailand der Kunde groß geschrieben wird, holen viele Veranstalter, wie z. B. der Tiger Zoo ihre Gäste nach Voranmeldung im Hotel ab, man ist alos nicht ganz abgeschottet von der Welt. Für die spontane Unternehmung ist die Lage jedoch nicht geeignet, ohne sich ein Auto zu mieten. Und davon kann ich nach der Sichtung des örtlichen Fahrweisen nur abraten. Taxiservice ist machbar, aber teuer. Zugriff auf die spottbilligen traditionellen Transportmittel (Baht-Bus, Bus) hat man erst auf der Hauptstraße hinter dem Niemandsland. Das klingt vielleicht nicht schwierig, ist es bei 35 Grad und 90% Luftfeuchte (Regenzeit!) aber durchaus, wenn man Wert auf eine einigermaßen gepflegte Erscheinung legt. Der gemeine Europäer ist nämlich schon nach den 15 Metern zwischen Bett und Frühstückstisch reif für das nächste frische T-Shirt...
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Es gibt einen Pool mit abgetrennten Planschbecken, dazu Liegen, Sonnenschirme und ein TV-Gerät an der Poolbar, falls Nachts um 2 mal wieder Fußball-EM Enspiele stattfinden. Außerdem einen eigenen Strandabschnitt mit Liegen in ausreichender Zahl. Einige Kram-Geschäfte finden sich im Umfeld des Nachbarhotels, ca. 10 Minuten Fußweg. Das Meer lud nicht zum Baden ein, doch das ist ein gesamtregionales Problem rund um Pattaya. Dafür war der Pool umso schöner, zumal wir ihn nahezu allein nutzen konnten. Wegen der Regenzeit (Die heißt nur so! Es hat in 2 Wochen nur drei, viermal geregnet. Abends. Dafür aber richtig!) war das Hotel unterbelegt. Weitergehende Freizeitangebote bestehen nicht und wurden auch nicht vermißt.
Infos zur Reise | |
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Verreist als: | Familie |
Dauer: | 2 Wochen im Juni 2008 |
Reisegrund: | Strand |
Infos zum Bewerter | |
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Vorname: | Marco |
Alter: | 36-40 |
Bewertungen: | 9 |