Das Hotel besitzt 9 Wohnblöcke mit ca. 500 Zimmern, die schön in der weitläufigen Anlage verteilt sind. Wir haben im Block 7 gewohnt. Dort hat man im dritten Stock einen herrlichen Meerblick. Nicht so toll wie der oft erwähnte und begehrte Wohnblock 4, aber auch empfehlenswert. Anfangs hatten wir Orientierungsschwierigkeiten in der großen Anlage, aber das legte sich nach 1-2 Tagen. Die Anlage ist gepflegt und schön angelegt (Kein Hotelbunker). Das Hotel hat einen kleinen Supermarkt, welcher sich hauptsächlich zum Zeitung kaufen eignet, denn ansonsten ist alles überteuert. Über die Sauberkeit des Hotels kann man nicht klagen. Für südländische Verhältnisse top. Die Gäste kommen hauptsächlich aus England (keine typischen Ballermann-Engländer) und Deutschland. Vereinzelt sind noch Spanier und Holländer dabei. Die Atmosphäre ist durchweg angenehm. Vom Altersdurschnitt her, sind alle Klassen vorhanden. Familien und Rentner überwiegen, vereinzelt sind noch jüngere Pärchen im Alter zwischen 20 und 30 anzutreffen. Bei Normalbelegung des Hotels wird es sehr schwierig eine Liege am Pool zu bekommen, denn diese werden gerne früh morgens schon belegt. Wie es sich für solche "Liegenbesetzer" gehört, werden diese dann teilweise nicht mal benutzt. Aber Hauptsache belegt... Dagegen sollte mehr vom Hotel gemacht werden. Das Wetter war im Oktober super. Kein wirklicher Regen in 14 Tagen. Einen Pullover kann man abends manchmal vertragen, aber eine Jacke braucht man nie. Der Oktober ist als Reisezeit sehr zu empfehlen. Das Preis-Leistungsverhältnis war nicht okay. Für den bezahlten Preis darf man mehr erwarten. Für ein Vier-Sterne-Hotel sollte ein Internetzugang auch kostenlos sein. Oder zumindest billiger (1€ für 10 Minuten) sein. Man muss deutlich sagen, dass das Hotel die 4 Sterne nicht verdient hat. 3 bis 3,5 sind realistischer. Trotz der kleinen Kritikpunkte war es ein wunderschöner Urlaub, bei dem man richtig abschalten kann vom Alltag. Man macht mit der Wahl dieses Hotels sicherlich keinen Fehler.
Die Zimmer sind ausreichend groß. Neben dem Bad, besteht das Zimmer aus einem großen Raum. Dort steht ein Schrank mit Safe (gegen Gebühr), ein großes Bett, ein Sofa mit Tisch und ein Schreibtisch. Vom Balkon aus hatten wir einen herrlichen Meerblick. Außerdem verfügen alle Zimmer über eine Klimaanlage, Telefon, einen Fernseher mit deutschen Programmen und einen kleinen Kühlschrank. Die Zimmer sind sauber und bis auf ein paar Spuren in gutem Zustand. Block 4 ist der beste, aber stark nachgefragt. Block 7 im dritten Stock können wir auch empfehlen.
Wer den ganzen Tag essen möchte, kommt im Hotel voll auf seine Kosten. Im Hauptrestaurant kann man frühstücken, mittagessen und zu Abend essen. Zusätzlich wird ein Spätauftsherfrüstück im zweiten kleineren Restaurant angeboten. Dort kann man bei einem abgespeckten Frühstück den Meerblick genießen. Nachmittags werden dort auch Snacks angeboten. Im Angebot wird auch ein Eis geführt, welches seinem Namen kaum gerecht wird. Das Hotel verfügt über 4 Bars, an welchem man kühle Getränke bekommt. Leider kommen die Cocktails aus der Saftmaschine. Die Qualität des Essen war gut. In Büffetform konnte man sich bedienen. Das Essen war abwechslungsreich und für jeden Geschmack etwas dabei. Fisch und Fleisch waren immer Angebot. Wer Lust auf Pizza hatte konnte sich eine Pizza holen. Wer bei dieser Vielfalt nichts findet ist selbst Schuld. Männer müssen abends in langen Hosen zum Essen kommen. Der Nachtisch ist meistens sehr süß. Aber das ist Geschmackssache.
Das Personal ist zum größten Teil freundlich. Wie überall gibt es halt Mitarbeiter, die zum Lachen in den Keller gehen und das den Kunden auch spüren lassen. Leider fielen oft Teller oder Messer auf den Boden. Die Teller wurden oft viel zu schnell abgeräumt. Kaum hatte man den letzten Bissen getätigt, waren die Teller schon weg. Ein bisschen Geduld des Personals wäre angebracht gewesen. Verständigungsprobleme gab es keine. Die Mitarbeiter verstehen gut Deutsch und Englisch. Die Zimmerreinigung war top. Immer sauber und bis zwölf waren die Zimmer spätestens gemacht. Die Rezeption ist auch top. Bei allen Problemen wird weitergeholfen. Wer nicht so viele Klamotten mitnehmen möchte, kann den Wäscheservice in Anspruch nehmen oder seine Kleider im Waschsalon selbst waschen. Es steht dort eine Waschmaschine mit Trockner zur Verfügung (gegen Gebühr). Außerdem kann man gegen eine Kaution von 15 € auch Strandtücher ausleihen. Im Hotel befindet sich auch ein Arzt bei gesundheitlichen Problemen. Für die Kinder gibt es einen Miniclub.
Die Lage des Hotels ist top. Es liegt im Süden der Insel direkt am Strand in ruhiger Lage. Über einen Treppenabgang kommt man direkt ans Meer. Leider muss man pro Liege und Sonnenschirm 3€ pro Tag bezahlen (bei zwei Liegen+Sonneschirm sind das also 9€ am Tag). Das Hotel sollte sich überlegen, ob es für seine Gäste am Strand nicht kostenlos Liegen zur Verfügung stellt. Als 4-Sterne Hotel sollte man doch diesen Anspruch haben. Das Meer fällt leicht ab und eignet sich wunderbar zum Baden. Es war sogar wärmer als die Pools. Die Strände im Süden sind sehr sauber und weitläufig. Sie eignen sich auch für einen herrlichen Strandspaziergang. In der näheren Umgebung des Hotels befinden sich einige weitere Hotels und sonst nichts. Generell ist Fuerteventura eine recht kahle Insel. Der Einfluss von Afrika ist deutlich an der wüstenhaften Landschaft zu erkennen. Der nächste Ort ist Jandia. Man kann entweder mit dem Bus (1€ pro Person) oder per Taxi (7 €) fahren. Zu Fuß erreicht man Jandia in 30-60 Minuten. Einfach dem Strand entlang laufen. Dort befindet sich auch ein Supermarkt, in dem man günstig einkaufen kann. Donnerstags ist bis 13.00 Uhr hinter dem Einkaufszentrum Cosmo auch ein Straßenmarkt. Für Feilscher ein Paradies. Aber auf Wertsachen aufpassen! Wer etwas von der Insel sehen möchte, sollte sich für 2-3 Tage einen Mietwagen leihen um die Insel zu erkunden. Im Hotel befindet sich ein Anbieter für Mietwägen, welchen wir empfehlen können. Die Wege zwischen den sehenswerten Punkten sind zwar recht weit, aber lohnen sich. Die Highlights für uns waren Betancuria (mit seiner Berglandschaft), die kleine Bucht "Puerte de los Molinos", die Wanderdünen im Norden (vor Corralejo), Cofete und der Oasis Park. Dies ist ein wunderbarer Tierpark, in welchem man auch eine Kamelsafari machen kann. Man wird von einem kostenlosen Bus direkt vor dem Hotel abgeholt und abends wieder zurückgefahren. Das Video der Kamelsafari lohnt sich nicht wirklich, aber ist ein schönes Erinnerungsstück. Carralejo ist mit Abstand die häßlichste und dreckigste Stadt der Insel. Wer ganz motiviert ist, kann auch mit der Fähre von dort aus auf Lanzarote übersetzen. Man benötigt halt 2 Stunden vom Hotel bis man am Hafen ist. Die Überfahrt dauert dann je nach Anbieter 15 oder 30 Minuten. Uns war es zu viel Aufwand im Urlaub, aber wäre sicherlich schön gewesen.
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Es wird täglich vormittags und nachmittags vom Hotel ein Animationsprogramm angeboten. Es hätte ein bisschen flexibler und umfangreicher gestalten werden können. Aber war okay. Das Animationsteam muss noch viel lernen. Außer Fransisco. Er ist top! Außerdem strahlen die weiblichen Mitarbeiter des Animationsteams eine gewisse Arroganz aus. Zusätzlich kann man das Fitnessangebot nutzen oder gegen Gebühr Tennis spielen. Es steht ein Wellnessbreich mit Sauna und ein Fitnessraum zur Verfügung. Leider sind dort viele Geräte schon kaputt. Das Hotel besitzt 5 Pools. Einer hat sogar eine Bar im Wasser. Für Badefreunde also genügend Möglichkeiten. Eine Liege im Schatten zu bekommen ist relativ schwierig. Wie oben schon beschrieben ist die Liegenblegung grundsätzlich ein Problem. In der Sonne muss man sich ausreichend eincremen. Die Sonne ist sehr agrressiv und durch den Wind tückisch. Das Abendprogramm ist ganz nett. Manche Shows waren top (Bejing-Acrobats), manche na ja. Viel los ist nicht. Wer Action sucht, muss sich was anderes suchen. Freitags ist im Cosmo und danach in der Disco Mafasca etwas los. Die Spanier gehen halt frühestens um 0.00 Uhr aus dem Haus. Dementsprechend spät wird es dann auch am Morgen...


