Die Anlage ist 20 Jahre alt, aber in einem sehr gepflegten Zustand. Wichtiger Punkt: Sauberkeit absolut in Ordnung, in jeder Hinsicht für mich mehr als zufriedenstellend. Das Beste, was ich in dieser Hinsicht in der Türkei je erlebt habe. Die Größe mit nur ca. 200 Zimmern fand ich optimal. Es kam familiäre Atmosphäre und ein Gefühl der Clubzusammengehörigkeit auf, ohne dass man schief angeguckt wurde, wenn man nicht an den Aktivitäten teilnahm oder beim Essen mal lieber allein sitzen wollte. Ich war als Single unterwegs und wollte in erster Linie Ruhe und Erholung. Ich habe nicht unbedingt den Kontakt zu anderen gesucht, dennoch habe ich mich nie einsam gefühlt und man konnte durch die lockere, familiäre Stimmung jederzeit Kontakte knüpfen, wenn man wollte. Am besten einfach an einigen Aktivitäten teilnehmen, die von den sehr freundlichen Animateuren angeboten wurden. Die Gästestruktur war sehr gemischt, was ich als angenehm empfand. Es gab Familien, Paare, Singles und auch viele Reisegrüppchen von 2-4 Personen. Altersstruktur gleichmässig verteilt von 17-70. Clubsprache und Mehrzahl der Gäste waren deutsch. Der Rest viele Holländer, aber auch Österreicher und Schweizer. Russische Gäste werden grundsätzlich nur sehr wenige in den Club gelassen. Liegt wohl am Clubbesitzer, einem laut Aussage einiger Angestellter sehr freundlichem türkischem Herren, der sich selbst regelmäßig in der Anlage aufhält. Ihm bedeutet der Club wohl so etwas wie eine Herzensangelegenheit, weshalb er die Struktur mit der angenehmen 2 geschossigen Bauweise und der relativ geringen Zimmerzahl beibehält. Er hat angeblich lukrative Angebote zur Errichtung eines Hotelbunkers auf dem Areal abgelehnt. Die Angestellten scheinen ihn zu mögen und gerne für ihn zu arbeiten, was sich in gutem Service und angenehmer, unaufdringlicher Freundlichkeit niederschlägt. Tips: Ohropax mitnehmen für alle Fälle, wenn man ein zu hellhöriges Zimmer erwischt. Mamma Mia Show am Hauptanreisetag Sonntag besuchen. Dort werden im Anschluss einige Dinge vom Clubchef erzählt, die man sonst nicht mitbekommt. Fazit: Ein sehr schöner Club mit einem wirklich hervorragenden Preis-Leistungsverhältnis, der durch seine freundliche, gelassene Art auf angenehme Art und Weise aus dem Rahmen fällt. Ich ziehe einen zweiten Besuch in Betracht, obwohl ich das sonst so gut wie nie mache.
Den Charakter der Wohnsiedlung möchte ich als eine Art zweigeschossiges Minidörfchen mit vielen kleinen Strässchen beschreiben. Die Anlage ist 20 Jahre alt, aber die Zimmer machen auf mich einen sehr guten Eindruck. Ich hatte DZ zur Alleinbenutzung und war mit dem Platzangebot natürlich mehr als zufrieden. Die sanitären Anlagen sind in einem ausgezeichneten Zustand, Hygiene und Reinigung sehr gut. Fernsehen mit vielen deutschen Programmen. Ich war im Erdgeschoss mit einer kleinen Terasse, besser sind natürlich die Zimmer im 1. Stock mit großem Balkon. Aber die konnte ich als allein Reisender Billigbucher nicht erwarten, ich war auch so mit meinem Zimmer sehr zufrieden. Die Klimaanlage habe ich nicht gebraucht, ich empfand das Zimmer als angenehm kühl, was vielleicht an dem gefliesten Fußboden liegt. Ich mag sowieso keinen ekligen alten Teppichboden. Beim Schlafen benutzte ich auch die zusätzliche Wolldecke, die übrigens im Gegensatz zu vielen Hotels nicht versifft, sondern sehr angenehm war. Es gab jeden Tag frische Bettwäsche, der Boden wurde nach meiner Beobachtung jeden Tag gewischt. Abzüge muss ich für die unbestreitbare Hellhörigkeit der Zimmer im EG machen. Man hörte fast jeden Tritt aus den Zimmern über sich und wenn draussen sich einigermassen lautstark unterhaltende Gäste vorbeigingen, fragte man sich manchmal, ob man die Tür wirklich verschlossen hatte. Zuerst hatte ich ein Zimmer ziemlich dicht am sogenannten Teehaus. Im Teehaus, einem sehr schönen Gartenpavillon, werden Tee und Wasserpfeifen zu türkischer Musik gereicht. Leider konnte ich nachmittags, wenn ich mich mal für ein Stündchen ins Zimmer zurückziehen wollte, der türkischen Musik nicht entkommen, die fast ungedämpft ins Zimmer drang. Nach einem Gang zur freundlichen Rezeption erhielt ich ohne Probleme ein Zimmer im hinteren Bereich , mit dem ich dann zufrieden war. Wenn allerdings alle Zimmer belegt gewesen wären und ich den ganzen Urlaub mein ursprüngliches Zimmer hätte behalten müssen, hätte mich das schon gestört. Direkt nach dem Abendessen um 9 Uhr ins Bett zu gehen, wird für sensible Zeitgenossen schwierig, denn die Abendshow von 21: 30 bis 22: 30 ist deutlich vernehmbar. Vielleicht übertreibe ich auch, denn ich gehöre eher zu den sensiblen Naturen, die z. B. auf Schnarchgeräusche extrem allergisch reagieren. Jedenfalls habe ich mir die Abendshows eh angesehen, was sich auch durchaus gelohnt hat. Um 23: 30 beginnt die Disco, was mich aber überhaupt nicht gestört hat, denn sie liegt fast am Strand und stört überhaupt nicht. Selbst sensible Naturen sollten also ab ca. 23: 00 ihre Ruhe finden. Wie es aussieht, wenn de große Klotz in unmittelbarer Nachbarschaft fertig ist, bleibt abzuwarten. Allerdings wird das wohl diesen Sommer nichts mehr werden.
Im Restaurant gab es 8er Tische ohne feste Sitzordnung, was mir gefallen hat. Man konnte alleine seine Ruhe haben oder sich irgendwo dazu setzen, ganz wie man gerade Lust hatte. Das Essen hat mir sehr gut geschmeckt! Man könnte das Essen als Mix aus türkischer und leichter europäischer Küche mit italienischem Einschlag bezeichnen. Die Speisen waren immer frisch und von sehr guter Qualität. Die Hygiene im Restaurant war sehr gut. Ich konnte auch einen Blick in die Küche werfen und war von der dort herrschenden Sauberkeit beeindruckt. Im Vergleich zu den großen 5 Sterne Anlagen z. B. in Belek fehlte es manchem vielleicht an Auswahl, z. B. gab es keine 5 verschiedenen Sorten Fleisch pro Abend, sondern nur 2. Ich habe es nicht vermisst, mir kam es auf die Qualität an, und die war sehr gut. Frühstück war vollkommen zufriedenstellend. Minuspunkt für manche mag es sein, das es keine frischen Säfte gab und Wein und Bier zum Abendessen aus der Türkei stammten. An der Bar musste man für importierte Alkoholika auch als AI Gast zahlen. Für mich war es kein Problem, mir schmeckte das türkische Bier und der Wein durchaus.
Die Servicequalität war sehr gut bis hervorragend. Zimmerreinigung war sehr gut, obwohl kritische Zeitgenossen natürlich immer ein Stäubchen finden, wenn sie lange genug suchen. Ich war jedenfalls sehr zufrieden. Allgemein herrschte eine Freundlichkeit von seiten der Angestellten, die mir nicht aufgesetzt, sondern echt vorkam. Vielleicht liegt es an der insgesamt heiteren, gelassenen Stimmung im Club, von der sich alle anstecken lassen. An der Rezeption war man mir gegenüber sehr hilfsbereit, auch ein Zimmerwechsel (s. u.) stellte kein Problem dar. Die Animateure waren ein sehr freundliches Team. Sie kamen motiviert und sympathisch rüber. Es war natürlich auch erst der Start der Saison, im September sieht vielleicht manches anders aus. ..
Das Hotel liegt 10 km ausserhalb Alanyas direkt an einem Strand. Man hört keinen Lärm von der Küstenstraße. Allerdings beträgt die Transferzeit vom Flughafen Antalya Minimum 2 Stunden, was in einem engen, kleinen Bus ohne Beinfreiheit (kann das Hotel natürlich nichts dafür) schon nervig war. Zum Einkaufen hat mir der 500m entfernte Bazaar in Konakli gereicht. Ich habe aber auch nur ein paar T-Shirts gekauft. Zur schönen Stadt Alanya kommt man Dolmus natürlich sehr schnell und günstig. Die Anlage selbst ist sehr schön angelegt, übersichtlich, aber nicht langweilig. Der Strand ist o. k., kann aber wie m. M. nach wie alle türkischen Strände einem schönen kanarischen oder karibischen Sandstrand natürlich nicht das Wasser reichen. Herumtollen im Wasser in Ufernähe oder einfach nur sorgloses Ins Wasserlaufen ist grundsätzlich nicht möglich, zu viele versteckte Felsen und Steinblöcke in Ufernähe. Wer im Meer schwimmen will, muß den allerdings sehr schönen, gepflegten Badesteg benutzen. Nebenan wird gerade ein großer Hotelklotz gebaut, störenden Baulärm registrierte ich allerdings nur an einem einzigen Tag, als mit besonders schwerem Großgerät gearbeitet wurde.
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Beachvolleyball steht hier ganz hoch im Kurs. Die Plätze (mindestens 10) sind in bestem Zustand und genügen den höchsten Ansprüchen. Viele Beachvolleyball Nationalmannschaften halten ihre Trainingslager hier ab und es gibt auch für die normalen Clubgäste regelmäßig organisierte Spiele und Turniere. Ich mache gerne Sport und war jahrelang engagierter Ballsportler, aber Volleyball konnte ich nie richtig was abgewinnen. Aber mir hats richtig Spass gemacht, als ich ein paarmal für mitgespielt habe. Übrigens kein Problem, der Club hat jeden Tag für einige Stunden einen oder zwei Plätze reserviert, wo auch Otto Normalverbraucher unter Aufsicht eines Animateurs spielen kann. Während meines Aufenthalts trainierte die türkische Frauenbeachvolleyballnationalmannschaft (langes Wort) im Club und eine große Reisegruppe aus Holland spielte ein mehrtägiges privates Turnier aus. Es halten sich also viele Volleyballer fast den ganzen Tag am Strand auf, was meinem eigentlichen Reiseziel sehr entgegen kam...., Relaxen am Pool. Es gibt zwei Pools, wovon der in den Prospekten abgebildete nierenförmige Pool 2 der kleinere ist. An ihm halten sich hauptsächlich Familien und Leute auf, die die Animation in der nahe gelegenen Bar wie Bingo und Shuffleboard nicht verpassen wollen. Mein Lieblingort war Pool 1, zum Entspannen gut geeignet. Es gab keine Probleme mit Liegen, ich kam immer um 10 Uhr zum Pool und konnte mir meine Liege quasi aussuchen. Um die Mittagszeit wurde es so leer, daß ich den Pool fast für mich alleine hatte und in aller Ruhe Bahnen schwimmen konnte. War genau das, was ich gesucht hatte! Vielleicht war das Hotel auch ziemlich leer und deshalb diese Zustände, aber nach meinem Gefühl und der Gästezahl im Restaurant war es mindestens 2/3 voll. Es gibt einen Kinderclub mit einer sympathischen Betreuerin, ich glaube, die relativ wenigen anwesenden kleineren Kinder haben sich sehr wohl gefühlt. Über 10 Jahre könnte es langweilig werden, es fehlen Rutschen oder andere lautstarke Aktivitäten völlig, dazu kommt der zum Toben ungeeignete Strand. Das Animationsprogramm hat mir gut gefallen, ich habe relativ viel bei den Kursen wie Gymnastik, Aquasport und Aerobic mitgemacht. Hätte meiner Meinung nach sogar ruhig noch länger und härter sein können, aber die Animateure brauchen auch mal Pause. Es gab einen sehr schön in die Anlage integrierten Fitnessraum, in dem ich mich täglich etwa 20 Minuten aufgehalten habe. Für mich als Hobbysportler war die Ausstattung völlig ausreichend: Mehrere Langhanteln, viele Kurzhanteln, und die grossen Standardgeräte wie Bankdrücken und Latexziehen. Allerdings keine Ausdauergeräte. Ich habe nie mehr als 3 Leute gleichzeitig im Fitnessraum gesehen, meistens war man sogar allein, obwohl der Raum keine 20 Meter von Pool 1 entfernt war und man auch in Badesachen trainieren konnte.


