Wir haben uns vor der Buchung überlegt, was wir vom Urlaub erwarten und wir wollten nur schnorcheln und am Strand liegen, also ganz klassischer Badeurlaub. Das wurde erfüllt. Ich war mir auch von vorherein bewusst, dass es ein anderes Land, mit anderer Kultur und Sitten ist und dadurch nicht alles wie zu Hause sein kann und auch nicht soll, sonst würde ich Inlandsurlaub machen. Wir hatten AI gebucht. Es gab keinen wirklich Alterdurchschnitt, da jedes Alter gut vertreten war vom Kleinkind bis zum Rentner. Jedoch mehr Familien mit Kindern zwischen 5 und 13 Jahren. Die Nationalitäten waren Deutsch, Russisch und Inlandstouristen. Jedoch überwiegend Süddeutsche, da zu dieser Zeit noch Schulferien waren. Es waren auch viele Deutsch-polnische Bürger da. Keine Nationalität habe ich als störend empfunden und bei den Kindern habe ich wieder einmal gesehen das die Herkunft keine Rolle spielt und so sind abends zusammen Araber mit Deutschen Kindern, ohne sich zu sprachlich verstehen, durch die Anlage geturnt. Für den Preis, den wir pro Person gezahlt hatten war es in Ordnung auch wenn es keinem 4 Sterne Hotel entspricht. Ich war für 300 Euro mehr in 4 Sterne Hotels in Nordafrika, die natürlich einen höheren Standard und Service aufwiesen. Alles in Allem ein angenehmer Badeurlaub zum entspannen. Ach und es war tierisch heiß so um die 40 Grad aber ich persönlich liebe diese Temperaturen. Wir hatten beide bis zum letzten Tag keinerlei Magenprobleme o.ä.. Ich hab dann jedoch eine Blasenentzündung bekommen und mein Partner Durchfall. Aber zu Haus war das dann auch schnell behoben. Immodium Lingual akut hilft gut bei Durchfall.
Wir hatten wohl eins der neuen Zimmer erwischt im 1000 Block. Da wir ein SuperSparZimmer gebucht hatten. Dadurch war unser Zimmer am äußersten Ende der Anlage. Viele bemängelten die weiten Wege, jedoch finde ich ab und zu ein wenig laufen in einem AI Badeurlaub jedoch ganz angenehm und es waren max. 10 Minuten weg durch eine überwiegend nette Anlage mir Kakteen, toten Korallen, Agarven etc. Das Zimmer war sehr groß. Der Strom schaltete sich mit dem Einstecken der Zimmerkarte ein und nach ca 5 Minuten war es dann auch angenehm kühl klimatisiert. Das Zimmer war sauber. Es wurde jeden Tag geputzt und Trinkgeld sollte selbstverständlich sein in meinen Augen. Leider gab es in den ersten 2 Nächten Stromausfälle dadurch war es schnell viel zu heiß zum schlafen, aber mit offener Terassentür war es aushaltbar. Der Kühlschrank funtionierte leider auch nur wenn die Karte steckte und so wurde die Getränke tagsüber nicht gekühlt, aber darüber konnten wir gut hinwegsehen. Wir hatten keinerlei Tiere, was mich verwunderte. Im Zimmer hatten wir einen Flatscreen mit RTL II Schweiz, Deutsche Welle und ZDF. Wir haben dies aber nie genutzt. Nett fand ich, dass eine Nische in den Flur gebaut wurde für die Koffer. So standen sie nicht immer im Weg rum. Das Bad war vollkommen in Ordnung und ebenerdig mit einer großen Glasscheibe getrennt. Man konnte sich somit beim Duschen im Spiegel betrachten. :) Die Größe der Terasse war in Ordnung. 2 Rattanstühle einen Tisch und über die Steinbrüstung konnte man gut seine Sachen trocknen. Das Zimmer wurde wie beschrieben oft erst Mittags bzw. Nachmittags gereinigt, aber da wir fast den ganzen Tag am Strand waren, war es uns egal wann geputzt wurde.
Es gab leider nur ein Restaurant mit keiner wirklich schönen Terasse, auf der man auch nicht bedient wurde. Also saß man drinnen obwohl ich es liebe im Urlaub draußen zu Essen. Der Speisesaal war an sich schön gemacht aber leider immer voll und dadurch fühlte ich mich in meine Uni Mensa von vor dem Urlaub zurück versetzt. Das Essen war reichlich jedoch mehrfach lauwarm und es wurde spärlich aufgefüllt. Das Kuchenbuffett war wie überall in Nordafrika, super süß, bunt und kalorienreich. Ich habe sehr Obst vermisst. Das gab es nämlich so gut wie gar nicht. Der Speisesaal war aber an sich sauber. Die Speisen waren international gemixt von Falafel über Baked Beans bis zu Kartoffeln. Man hat jeden Tag was gefunden um satt zu werden, aber es hätte definitiv besser sein können. Natürlich haben sich viele, auch Deutsche, den Teller vollgehauen, aber da man immer sehr lang anstehen musste konnte ich das irgendwann nachvollziehen, da man nicht alle 5 Minuten wieder aufstehen möchte, um wieder 10 Minuten in der Schlange zu stehen, sondern ja auch mal entspannt gemeinsam essen mächte. Was ich als lecker und toll empfunden habe war, dass morgens immer frisches Omlett und Pancakes mit Zutaten nach eigener Wahl gemacht wurde. Und abends wurden Nudeln live gekocht. Die waren auch in Ordnung. Das mit dem Speisen würzen find ich immer sehr kritisch im Urlaub und verstehe, dass die Speisen meist nicht wirklich gewürzt werden, da jeder da ja auch einen eigenen Geschmack hat und ich würze lieber nach, als dass es in meinen Augen versalzen ist.
Die Freundlichkeit des Personals war durchwachsen. Manche waren nett, manche nicht. Es war Ramadan und im Zusammenspiel mit der Hitze, der langen Arbeitszeit und der Ägyptischen Mentalität wurde nicht wirklich schnell gearbeitet, aber an sowas störe ich mich nicht. Die Gläser wurden jedoch immer zügig von den Tischen abgeräumt. Ich finde es schade, dass die fehlenden deutschen Sprachkenntnisse bemängelt werden, da jeder sich ein Getränk auf Englisch bestellen sollen könnte und ich im Ausland weder erwarte, dass man meiner Sprache mächtig ist, noch das es deutsches Essen gibt. Ich habe schon öfter in Nordafrikanischen Ländern Urlaub gemacht und wohne in Berlin, daher bin ich die Sitten der Araber gewöhnt und störe mich nicht an dieser anderen Kultur, sondern finde es vielmehr interessant und faszinierend und versuche zu verstehen warum manchen Dinge anders sind. Für mich ist es selbstverständlich, dass Trinkgeld gegeben wird, da die Leute wenig verdienen. Wir haben z.B. dem Kellner im Speisesaal beim ersten Mal 1 Euro gegeben und es wurde eine Woche lang jeden Abend ein Tisch für uns reserviert und wir wurden zügig immer wieder mit Getränken bedient. Da Frage ich mich, ob den anderen Gäste einen Investition von einem Euro nicht wert ist? Dabei Grüße an Abdelsalam. An der Rezeption konnte fast alle Deutsch. Beschwert haben wir uns nicht, da es nichts schwerwiegend Störendes gab. Ich fand es schade, dass man Abends auf der Terasse nur selten bedient wurde bzw. nur von einem Kellner und Trinkgeld nicht angenommen wurde. Daher hieß es Anstehen am Tresen, aber wenn man die Abendsanimationszeiten rausgefunden hatte ging es zügig weil man sich nicht anstellte wenn sich alle anstellten. Den Arzt, Wäscherei o. Internet wurde nicht genutzt. Es wäre besser wenn es mehr Personal gäbe. Es waren zu wenig Kellner, Gärtner und Room boys vorhanden.
Meine Priorität lag auf einem Hotel mit direktem eigenen Strand dies wurde erfüllt. Wir haben einen Ausflug unternommen den wir vorab für 35 Euro beim Reiseleiter gebucht hatten. Es war die Delfintour mit Schnorcheln auf einem Boot inkl. Mittag und Getränke. Dies war sehr schön und die Delfine waren toll. Jedoch ist die Tour nur etwas für Angstfreie und halbwegs geübte Schwimmer, da man sich nach den Delfinen richten muss und es vor kommen kann, dass man bei voller Fahrt vom Boot springen und schnell schwimmen muss, um die Delfine zu sehen. Ich habe mir beim 2. Mal ins Wasser gehen eine Schwimmweste genommen, was sehr viel angenehmer war, da das offen Meer doch recht Rau sein kann und ich nicht die beste Schwimmerin bin. Die älteren Tourteilnehmer und Mütter sind immer auf dem Boot geblieben, weil sie sich gefürchtet haben. Am Ende konnte man 1 DVD von dem Ausflug erwerben, da immer ein Kameramann mitschwamm. Diese kostete jedoch horrende 20 Euro, was ich doch recht teuer fand. Die Crew war nett und hilfsbereit. Der Ausflug ging von 8:00 Uhr bis 17:00. Wir sind auch einmal ins Cleopatra Center gefahren. Die Fahrt kostete 30 Pfund für eine Tour und im Center konnte man die üblichen schnick schnack Souvenirs erwerben. Wer aber sich eine Altstadt anschauen möchte oder mal "arabische leben" sehen will ist in Hurghada doch falsch. Das manche Gäste die verschmutze Umgebung außerhalb des Hotels bemängeln verstehe ich nicht, denn in Tunesien, Griechenland oder Spanien sieht es nicht viel anders aus. Das ist halt so bei fast allen Ländern südlich Österreich. Wer sich damit nicht arrangieren kann, sollte doch nach Nordeuropa verreisen. In Hurghada wird sehr viel gebaut wie in fast allen südlich Ländern. Neben unser Zimmer war eine Baustelle auf der jedoch nie gebaut wurde. Dadurch gab es kein Baulärm. Ab und zu sah man ein Flugzeug über dem Strand runtergehen jedoch gab es so gut wie keinen Fluglärm. Der Strand war wie anscheinend überall in Ägypten nicht wirklich, wie im Katalog beschrieben, feinsandig. Sondern eher aufgeschüttet bräunliche Körner mit anscheinend Ton drin, da er die Füße färbte. Ging aber beim Duschen alles wieder ab. Ich war zum ersten Mal schnorcheln von daher kann ich das Riff nicht objektiv bewerten. Schöner ist das Riff weiter draußen, da es vorn schon ziemlich zertreten ist. Trotzdem konnte man Seesterne, Clownsfische Moränen und andere tolle Fische beobachten und natürlich Dori und Nemo. Badeschuhe sollte man auf jeden Fall haben, da der Einstieg steinig ist und es Seeigel gibt. Wellen gab es so gut wie keine und zwei Buchten in denen die kleinen Kinder gut spielen konnten. Was ich als äußerst positiv empfand war, dass es am Strand egal zu welcher Tageszeit ausreichen Liegen und Schirme gab. Man lag nicht dicht an dicht mit dem Liegennachbar und hatte absolut seine Ruhe. Dadurch war es aber natürlich recht weitläufig und man lief ca. 2 Minuten zur Strandbar. die 1 l Flaschen sollte man für 6 Dollar kaufen und es wurden nur in kleinen plastikbecher ausgeschenkt. Wir haben uns dann einfach ganz viele kleine bestellt und die große wieder einige´rmaßen aufgefüllt, da wir immer recht weit weg von der Bar lagen. Es gab auch Leute die Mittags/Nachmittags schon Bier und Schnaps am Strand getrunken haben. Die sind jedoch nicht negativ aufgefallen und ich habe keinen betrunken erlebt. Es hab auch 3 Duschen am Strand. Ein Schnorchel Set haben wir für ca. 4 Euro im Cleopatra Center gekauft, da wir nur eins mit hatten aber zu zweit schnorcheln mehr spaß macht.
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Wir haben weder Animation, noch den Pool genutzt. Jedoch muss ich bemerken, dass ich schon bessere Pools gesehen habe. Der Grund war nicht sichtbar. Aber ich fahre in den Urlaub um das Meer zu genießen. Wenn ich im Pool baden möchte kann ich auch ins Schwimmbad gehen. Aber das ist bekanntlich Geschmackssache.
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Paar |
| Dauer: | 1 Woche im August 2010 |
| Reisegrund: | Strand |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Jana |
| Alter: | 19-25 |
| Bewertungen: | 1 |


