Dadurch dass sich die Zimmer auf ingsesamt 3 Gebäude verteilen hat man bei diesem Hotel nicht den Eindruck von einem Riesenklotz erschlagen zu werden. Nach einer kleinen Eingewöhnungsphase klappte es auch mit der Orientierung. Das Hotel und die Aussenanlagen sind sehr sauber und gepflegt und in einem tadellosen Zustand. Wir hatten all inclusive gebucht und dies wurde seinem Namen auch gerecht. Es gab alles was man wollte, Wasser, Softgetränke, Bier, Wein und Longdrinks aller Art. Die Mini-Bar wurde jeden Tag kostenlos aufgefüllt...und für ein kleines Trinkgeld an den Auffüller auch mit mehr als vorgesehen. Während unseres Aufenthalts kamen ca. 75% der Gäste aus Russland, der Rest waren überwiegend Deutsche, andere Nationalitäten waren eher vereinzelt vertreten. Altersmässig war es sehr gemischt. Der Hotelname hat ja im Frühjahr gewechselt, was mit einem Eigentümerwechsel einher ging. Da das Hotel nun unter russischer Führung sein soll muss man die weitere Entwicklung hinsichtlich der Gästestruktur abwarten. Bis auf die Einschränkungen beim Essen haben wir uns aber dort sehr wohl gefühlt und würden durchaus nochmal dorthin fahren.
Das Zimmer ist relativ groß und zweckmäßig eingerichtet. Noch schöner wäre es, wenn es glatte Bodenbeläge statt Teppich gäbe. Das Bad hatte eine Wanne mit Duschabtrennung und einen großen Waschtisch mit ausreichend Ablagemöglichkeiten. Strom funkioniert im Zimmer nur wenn man die Türöffnerkarte in den dafür vorgesehenen Schlitz am Lichtschalter am Eingang gesteckt hat...von daher war die Minibar nicht wirklich kalt.
Die Buffets waren immer reichlich gefüllt, von Salat über Vorspeisen, Fleisch, Fisch, Beilagen und reichlich Dessert war alles vorhanden. Natürlich wiederholen sich die Speisen, aber ob der Vielfalt war dies kein Problem. Bei den Getränken war der Wein leider eher ein Totalausfall, egal welchen man getrunken hat, wirklicher Genuss kam da nicht auf. Was negativ auffiel war das zeitweise beschränkte Platzangebot insbesondere beim Abendessen im Hauptrestaurant. Bei gutem Wetter war auch draussen auf der Terrasse gedeckt und zur Stoßzeit musste man schon mal auf einen Tisch warten. Bei voller Auslastung wurde es auch schon mal sehr unruhig und laut...was von der Mentalität der Umsitzenden abhing...und den teilweise hektisch herumlaufenden Kellnern noch verstärkt wurde. Die Getränkeversorgung beim Abendessen lief eher schleppend, wir haben uns die Getränke meistens selber geholt. Wo man bei jeder Mahlzeit drauf vorbereitet sein sollte ist die Esskultur der russischen Gäste, sofern man überhaupt von Kultur sprechen kann. Das Buffet machte nie den Eindruck irgendwann einmal leergegessen zu sein, vor diesem Hintergrund fehlte uns jegliches Verständnis z.B. für das Heranschaffen von bis zu 7 randvoll gepackten Tellern für 2 Personen. Einen Teller leer zu essen scheint manchen auch eher unbekannt zu sein, Tische von Personen, die fertiggegessen und schon fortgegangen waren boten meist ein Bild der Verwüstung. Gewöhnungsbedürftig war auch die mittägliche Musikauswahl im Grillrestaurant...vermutlich sollte die schlechte Uralt-Techno-Musik für kurze Verweildauer sorgen. Zweimal haben wir Abends im A-la-Carte Fischrestaurant und einmal im Grillrestaurant gegessen, was sehr lecker war und in himmlischer Ruhe fernab vom Trubel stattfand.
Bei unserer Ankunft Nachts um 2 Uhr bekamen wir ein Zimmer in dem wir nicht unseren gesamten Urlaub verbringen wollten. Die Nacht-Besetzung der Rezeption blockte unseren Wechselwunsch mit dem Hinweis "wir sind ausgebucht" zunächst ab, am nächsten Mittag konnten wir aber ohne Probleme in ein anderes Zimmer umziehen. Umzüge waren dort aber wohl nicht ungewöhnlich wie wir später mitbekamen. Im Nachhinein hatten wir noch Glück, da die Neuankömmlinge der darauffolgenden 3 Tage wegen Überbuchung in benachbarte Hotels ausquartiert wurden. Das Personal war durchgängig freundlich, die Barkeeper sogar noch nach 12 Stunden Dienst! Die Zimmer wurden täglich "gemacht", wobei man nicht sagen kann ob z.B. täglich gesaugt wurde. Zumindest im Bad war immer alles ok. Handtücher wurden täglich getauscht sofern man die benutzten auf den Boden legte.
Da wir uns auf eine Woche reinen Strandurlaub eingerichtet hatten können wir nichts negatives über die Lage sagen. Große Möglichkeiten Abends bummeln zu gehen gabs nicht, 50m vom Hotel entfernt waren mehrere kleine Läden in denen man Textilien oder Schmuck kaufen konnte. Die Hotelanlage grenzt direkt an den Strand, der in dem Anschnitt ausschließlich von Hotelgästen des Alva Donna genutzt wurde. Sehr gut gefallen hat uns der hoteleigene Steg mit Sitzgelegenheiten und kleiner Bar.
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Wir haben uns immer am Strand aufgehalten und dem Pool nur einmalig einen Besuch abgestattet. Er war aber sehr sauber, ebenso der Bereich ringsrum. Störend war die sehr laute Disco-Musik, die ab 10 Uhr morgens angestellt wurde und bis zum Strand hörbar war. Hinzu kam der mikrofonbewaffnete Animateur, dessen Stimme klang- und lautstärkemäßig nur schwer zu ertragen war. Die Animation an sich war doch eher auf die russischen Gäste abgestimmt, da die zahlenmässig stärker vertreten waren. Da wir sehr früh am Strand waren hatten wir nie Probleme Liegen zu bekommen, sehr angenehm waren die großen Sonnensegel, man hatte ganztägig einen Schattenplatz. Der Strand ist für türkische Verhältnisse sehr weitläufig. Kieselsteine gabs an der Wasserkante, diese Stellen konnten aber ohne Badeschuhe etc. problemlos überwunden werden...oder man ist direkt vom Steg gesprungen. Das Wasser war super. Je nach Wellengang war es auch schon mal etwas trüber, da Sand aufgewirbelt wurde, andere Verunreinigungen haben wir aber nicht gesehen. Schön war auch der Steg, auf dem man sowohl tagsüber zwischen den einzelnen Wassergängen als auch Abends immer ein Plätzchen gefunden hat.
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Paar |
| Dauer: | 1 Woche im September 2009 |
| Reisegrund: | Strand |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Kerstin |
| Alter: | 36-40 |
| Bewertungen: | 1 |


