Aufgelockerte Anlage, eigentlich ansprechend. Haupthaus und einzelne kleinere Häuser mit mehreren Wohneinheiten. Relativ neu, aber im Detail lieblos und ziemlich viel baulicher Pfusch. Im Haupthaus ist es (gemäß Angaben anderer Gäste) abends sehr laut, da die Bar direkt vor den Zimmern liegt und dort abends anscheinend länger gefeiert wird. „All inclusive“: Das „reichhaltige Frühstücksbuffet“ bestand aus den Möglichkeiten, sich ein englisches Frühstück oder ein „Continental Breakfast“ zusammenzustellen. Beides unvollständig und aus den wirklich aller-billigsten Bestandteilen, aber man konnte es essen. Das „abwechlungsreiche Buffet“ mittags und abends bestand aus immer dem gleichen Salatbuffet, dessen einziger griechischer Bestandteil gefüllte Weinblätter waren, und zwei bis drei warmen Gerichten. Daneben gab es für die Kinder Spaghetti. Am häufigsten gab es Schweinebraten (echt griechisch!). Wenn wir richtig gezählt haben, dann gab es (Mittagessen und Abendessen zusammengenommen) drei oder viermal „gegrillte“ Hähnchen (auch echt griechisch!) und ca. ebensooft so etwas Ähnliches wie Frikadellen mit Sauce (deren Hauptbestandteile wiederum Paniermehl und Mehl waren). Zweimal gab es Fisch, einmal „gebackene“ Calamares (allerdings auch nur ein begrenztes Kontingent), einmal tatsächlich Lamm. Die Zubereitungsarten für das oben Genannte waren identisch: Das Fleisch, das übrigens durchgängig von schlechter bis sehr schlechter (Lamm) Qualität war, wurde in großen Öfen vorgegart und kurz vor dem Servieren nochmals erhitzt. Ebenso Fisch bzw. Calamares. Ich hoffe, man kann sich Anblick und Geschmack vorstellen. Bar: War ganz in Ordnung, allerdings wird das Personal um 22:30 Uhr reduziert (warum wohl?), es bilden sich dadurch lange Schlangen, und der Chef läßt für sich und seine Begleitung um diese Uhrzeit stets aufwendige Cocktails mixen. Service gab es keinen. Aber das war uns relativ egal, weil wir nicht zu übermäßigen alkoholischen Exzessen neigen und die Bar kaum genutzt haben. Gästestruktur: ca. 40% Engländer, 40% Deutsche, 20% andere. Alter von 0 bis 80, alles vertreten, viele jüngere Familien mit Kindern. Die Entscheidung für dieses Hotel fiel, weil wir Last Minute buchten und nichts anderes verfügbar war. Wir haben uns auf die Alltours-Bewertung verlassen. Die Stadt Kos selbst ist laut und überfüllt. Wer sich für Archäologie interessiert, findet ein paar interessante Dinge. Kefalos bzw. der "Kopf" der Insel ist schön. Strände abseits von Hotels sind häufig stark verschmutzt. Wetter: Es war teilweise relativ windig und gab höhere Wellen, was insbesondere für kleinere Kinder ein Baden am Strand unmöglich machte. Ansonsten sehr schönes Wetter. Preis/Leistungsverhältnis: Unangemessen. Uns ist absolut unklar, wie eine 4-Sterne-Bewertung zustandekommt. Wir sind häufig beruflich im Ausland und wissen sehr genau, was ein 4-Sterne-Hotel ist, und dies war definitiv keines!
Die „freundlich eingerichteten Zimmer“: Bei den uns zugewiesenen Räumlichkeiten handelte es sich um ein ca. 20 qm großen Schlafraum mit einem ca. 4 qm großen Bad. Bei Betreten des Raumes fiel uns ein unangenehmer Geruch auf, den wir zunächst dem Gebrauch „scharfer“ Reinigungsmittel im Zusammenhang mir ungenügendem Lüften zuschrieben. Bei näherer Untersuchung stellten wir allerdings fest, daß die Klimaanlage offensichtlich ein Leck hatte, und bei Betrieb der Anlage wurde permanent unerträglich stinkende Luft eingeblasen. Wenn mit dem Zimmerschlüssel ein Kontakt geschlossen wird, wird der Strom eingeschaltet. Das bedeutet, daß die Klimaanlage nur läuft, wenn der Kontakt geschlossen ist, ebenso wie der Radiowecker (die im Katalog übrigens mit „Musikanlage“ beschrieben wird). Allerdings ließ sich die Klimaanlage auch nur wieder ausschalten, indem man den Schlüssel von dem Kontakt nahm, die Anlage hatte keinen separaten Schalter. Wenn man also die Klimaanlage nicht nutzen wollte, weil diese eben einen unerträglichen Geruch verbreitete, dann mußte man in Kauf nehmen, daß man auch kein Licht machen konnte. Die Fenster konnte man als Ausgleich zur Klimaanlage zwar öffnen, aber da es keinerlei Mückenschutz in Form von Moskitonetzen o.ä. vor den Fenstern gab, hatte man nur die Wahl zwischen Ersticken und von unzähligen Mücken gestochen werden. Allerdings wäre die Klimaanlage in jedem Fall viel zu gering dimensioniert für das Zimmer gewesen, wie aus den technischen Daten an der Anlage hervorging. Sozusagen zum Ausgleich für die Mücken hatten wir das Vergnügen, unser Zimmer und Bett mit einer größeren Ameisenfamilie teilen zu dürfen. Im Gegensatz zu den Mücken waren die Ameisen jedoch friedlich und stachen nicht. Das im Katalog ebenfalls erwähnte Direktwahltelefon war übrigens entweder defekt, oder aber nicht geschaltet. Die Bettwäsche wurde in den 7 Tagen dreimal gewechselt, ebenso die Handtücher. Hierbei waren saubere und schmutzige Wäsche interessanterweise zusammen in einem Wagen.
Restaurant: Das Restaurant verströmte den Charme einer IKEA-Kantine, wobei ich IKEA damit Unrecht tue. Das Personal besteht zum allergrößten Teil aus polnischen (?) Hilfskräften, deren Sprachkenntnisse offensichtlich sehr begrenzt sind und deren Höflichkeit bzw. Freundlichkeit wirklich „endlich und meßbar“ ist, wie man in der Mathematik sagt. „Bitte“, „Danke“ oder auch eine Begrüßung – nie gehört. Dafür unterhielt man sich untereinander ganz ungeniert und lauthals, und offensichtlich auch über die jeweiligen Gäste. „Service“ im bekannten Sinn des Wortes fand nicht statt. Als besonderes Highlight gab es im Restaurantbereich an zwei Stellen „Schweine-Eimer“, in welche die Essensreste gefüllt wurden. Diese Eimer wurden hoffentlich gut gespült, denn aus ihnen wurde auch der Kaffee in die Warmhaltekanne nachgefüllt etc. Wir haben kein First Class Restaurant erwartet, aber das, was wir dort vorfanden, würde ich bestenfalls als Kantine bzw. Kantinenfraß bezeichnen. Wir haben uns deshalb an 4 von 7 Tagen in anderen Restaurants verköstigt und dabei festgestellt, daß es tatsächlich auch auf Kos griechische Küche (und zwar gute!) gibt, und daß es reichlich und guten Fisch bzw. Meeresfrüchte gibt.
Rezeption: Bei unserer Ankunft gegen 12:00 Uhr Ortszeit war die Rezeption von drei Mitarbeiterinnen besetzt, von denen eine gar nicht, eine nur sehr gebrochen und eine gebrochen Englisch sprach. Diese Besetzung der Rezeption wurde übrigens beibehalten, es war immer nur maximal eine Dame anwesend, mit der man halbwegs kommunizieren konnte. Die vorgesehenen Räume waren noch nicht bezugsfertig, so daß wir zunächst zum Mittagessen geschickt wurden. Danach zeigte uns die sehr gebrochen Englisch sprechende Dame unsere Zimmer. Es stellte sich heraus, daß diese Dame aus Polen stammt und im Hotel Achilleas Beach ein „Praktikum“ macht. Wir haben den Versuch gemacht, die Zustände, die wir in unserem Zimmer vorfanden, dem Hotel zur Kenntnis zu bringen. Da wir beide häufig beruflich im Ausland sind und daher fließend Englisch sprechen, rechneten wir eigentlich nicht mit Problemen. Die ergaben sich jedoch dadurch, daß das Servicepersonal an der Rezeption (siehe oben) uns leider nicht verstand (bzw. vielleicht auch nicht verstehen wollte). Service im Restaurant findet nicht statt, in der Bar erst nach 23:00 Uhr, weil ja dann alles Geld kostet.
Das Hotel liegt nicht, wie im Katalog angegeben, an zwei Stränden. Es gibt einen relativ schmalen Sandstrand von vielleicht 100 Metern Länge, und eine kleine Bucht, die nur einen schmalen Zugang zum Wasser hat und ansonsten von scharfkantigen Steinen begrenzt wird. An beiden Stränden gibt es viel Seegras. Die Strände werden ab und zu grob gereinigt, wobei das angeschwemmt Seegras mit Hilfe eines sog. Radladers (teilweise) entfernt wird. Allerdings wird dieses Seegras dann an einer anderen Stelle nahe des Wassers wieder abgeladen, so daß es bei höherem Wellengang wieder ins Wasser gespült wird. Eine Reinigung des Strandes, wie wir sie von anderen Ferienhotels (z.B. auf Kreta) kennen, findet nicht statt. Liegen und Sonnenschirme sind vorhanden, allerdings werden die Liegen nicht sonderlich gründlich gereinigt. Nach Mastichari, der nächsten Ortschaft, sind es übrigens nicht 3,5 Kilometer, wie im Katalog steht, sondern bestenfalls 1,5 Kilometer, wenn man am Strand entlanggeht (guter, betonierter Fußweg). Ausflüge: Ja, mit dem Veranstalter, aber das kostet alles natürlich extra. Wir haben uns einen Tag lang einen Mietwagen genommen und sind auf der Insel herumgefahren. Das war ganz nett, aber eben auch nicht gerade preisgünstig.
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Ein relativ großer Swimming-Pool, der eng umlagert ist. Ein kleines Kinderbecken. Direkt daneben ist die Snack-Bar. An Animation am Pool haben wir eigentlich nur Wasserball gesehen, aber wir waren auch am Strand, wo es (Gottseidank!) keine Animation gab. Das können wir also nicht bewerten.
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Paar |
| Dauer: | 1 Woche im August 2004 |
| Reisegrund: | Strand |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Guido |
| Alter: | 41-45 |
| Bewertungen: | 7 |

