Die gesamte Anlage befindet sich ca. 100m vom Meer entfernt. Die Zimmer befinden sich in eingeschossigen Häusern. Die Größe der Zimmer ist normal, ihr Zustand lässt zu wünschen übrig. Vieles ist kaputt bzw. in einem mangelhaften Zustand. Die Anlage ist im allgemeinen sauber. Gereinigt wird am Morgen, danach nicht mehr. Entsprechend ist der Zustand. Wir hatten AI gebucht. Das Essen war in einer akzeptablen Qualität. Es schmeckte, war jedoch sehr fett. Die Struktur der Gäste zog sich durch nahezu ganz Europa. Besonders viele Urlauber aus den Niederlanden und aus Italien. Auffällig waren viele Familien mit Kindern. Animation war den ganzen Tag. Also entsprechend laut und mit Musik verbunden. Im Hotel werden keinerlei Kreditkarten akzeptiert. Alles nur gegen "Bares"! Das Wetter war typisch für diese Jahreszeit. An zwei Abenden war es vom Meer her sehr stürmisch. Meine Frauen verlangten nach einer Jacke. Das Hotel bietet für derzeit 7 Euro pro Erwachsener an, mit dem Bus nach Kos-Stadt zu fahren. Preiswerter gelangt man nicht dorthin. Der Aufenthalt dort ca. 4 Stunden. Ist ein wenig davon abhängig, wann der Busfahrer wieder "zurückfindet". Auf jeden Fall empfehlenswert.
Die Größe der Zimmer war ausreichend. Es gab genügend Schränke. Jedes Zimmer verfügte über eine Klimaanlage gegen Gebühr (s.o.). Zu jedem Zimmer gehörte ein Balkon bzw. eine Terasse. Zum Wäschetrocknen empfehle ich ein Stück Schnur und ein paar Klammern mitzunehmen. Die Möbel in den Zimmern waren schon etwas in die Jahre gekommen. So mancher Schieber klemmte. Alles in allem jedoch relativ sauber. Das Badezimmer hatte eine Wanne mit einem Duschvorhang. Vor dem Abendessen, wenn sicherlich fast die gesamte "Urlauberschaft" duschen möchte, war es schlichtweg nicht möglich, da um diese Zeit nur ein Rinnsal warmes Wasser aus der Leitung kam. Zu anderen Tageszeiten war Duschen kein Problem. Auch aus der Leitung schmeckte das Wasser leicht salzig.
Augrund der Zweiteilung der Anlage gab es mehrere Restaurants, darunter auch ein Themenrestaurant. In diesem wurde Abends von Tag zu Tag wechselnd jeweils ein Fisch-, griechisches-, italienisches oder ä. Essen angeboten. Sowohl dort, als auch in den anderen beiden Restaurants war die Qualität und auch die Auswahl gut. Es wurde viel mit Butter gearbeitet. Insbesondere für die kleinen Gäste gab es natürlich Pommes Frites oder auch Nudeln in verschiedenen Variantionen. Die Sauberkeit und Hygiene in den Restaurants war sehr gut. Sobald es Teller leer war, war er "weg". Das dortige Personal war sehr aufmerksam. Wenn Gäste mit kleinen Kindern kamen wurden diese bevorzugt. Sofort bemühte man sich um einen "Kinderstuhl". Es war, in Bezug auf den sonstigen Service, eine löbliche und sehr angenehme "Ausnahme".
Der Service im Allgemeinen ist der absolute Schwachpunkt dieses Hotels. An der Rezeption wird nur Englisch als Fremdsprache gesprochen. Wer dies nicht kann, sollte einen Bogen um dieses Hotel machen. Mehrfach habe ich versucht defekte Dinge, wie beispielsweise die Klimaanlage, das Türschloss, aus der Wand gefallene Schalter (die dann nur noch an den Kabeln hingen) angesprochen. Mit finsterer Miene wurden diese Reklamationen zwar entgegen genommen. Eine Reperatur gelang aber nur, weil ich den Techniker direkt angesprochen und mit einem Trinkgeld zum Arbeiten "überredet" habe. Die Klimaanlage, für welche am Tag 6 Euro kassiert wird, wurde erst auf Druck durch die Reiseleiterin instand gesetzt. Einem Teil der Beschäftigten an den Bars war durch ihre Mimik und Gestik zweifelsfrei anzumerken, dass ihnen jeder Handgriff zu viel war. Wenn ein Geldschein ins Spiel kam wurde es sichtlich besser. Unter Gastfreundschaft in des Wortes ursächlicher Bedeutung verstehe ich etwas anderes!
Die Entfernung zum Flughafen Kos beträgt nur wenige Fahrminuten (ca. 10). Da sich die Hotelanlage nördlich des Flughafens befindet und in dieser Richtung in aller Regel gestartet wird, sind über den Tag verteilt startende Flugzeuge in geringer Höhe zu sehen und zu hören. Ihre Anzahl schätze ich jedoch auf höchstens 10. Ob dies nun Lärm ist oder nicht - ich fand es nicht störend. In unmittelbarer Nähe des Hotels gibt es einen "Supermarkt". Dieser ist ganz auf Touristen "programmiert". Das Preisniveau ist für griechische Verhältnisse normal. Also das meiste teurer als in Deutschland. Zum Strand sind es, je nachdem wo man in der relativ weitläufigen Anlage wohnt, zwischen 50 und 200 Meter. Als Ausflugsmöglichkeit in der Nähe kann man in das kleine Fischerdorf Mastichari laufen. Zu Fuß und am Abend in ca. 20 Minuten erreichbar. Dort gibt es viele Restaurants, die sich mit Souvenirgeschäften und Juwelieren abwechseln. Es soll dort auch einen Geldautomaten geben. Ich habe ihn nicht gefunden. Da wie oben schon genannt im Hotel nur Bargeld akzeptiert wird ist es ratsam, "genügend" mitzunehmen. Weitere Ausflugsmöglichkeiten sind nur mit einem Mietwagen zu erreichen. Wo evtl. Disko ist kann ich nicht sagen. Ich habe nicht danach gesucht.
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Aufgrund der Vielfalt der im Hotel wohnenden Nationalitäten gab es eine sehr große Anzahl (mind. 15-20) Animateure. Was diese jedoch den ganzen Tag taten, weiß ich nicht. Es gab wie immer verschiedene sportliche Angebote, wie Volleyball oder auch eine Partie Boccia. Auch hier stand jedoch das Sprachproblem. Die Animateure von Alltours habe ich bei der Begrüßung gesehen, danach nicht mehr. Der Alltourini-Kinderklub bot den Kindern überwiegend Malen und eine "Film-Zeit". Zu beiden Sachen wollte ich meine 10-jährige Tochter nicht "abgeben". Das kann sie auch zu Hause. Auf Nachfrage, warum das Programm nicht nach Alter der Kinder gestaffelt gestaltet wird, habe ich zur Antwort bekommen, dass frühestens ab dem 1. August ein weiterer Kinderanimateur anreisen wird. Mit dem zur Zeit zur Verfügung stehenden Personal ist halt nichts weiter möglich! Die sonst von meiner Tochter so geliebte Minidisko fand, mit Ausnahme einmal pro Woche in deutsch, in allen möglichen Sprachen statt und gestaltete sich sehr langweilig, da viele Dialoge - wenig Musik. Gegenüber des Hotels versuchte ein Einheimischer mit einem "Internetcafe" Gäste anzulocken. Gegen eine geringe Gebühr konnte man die dort vorhandenen etwas älteren Computer nutzen. WLAN o.ä. gab es nicht. Dieses Internetcafe gehörte aber nicht zum Hotel, so dass man dort alle Getränke beispielsweise zahlen musste. Ich vermute aus diesem Grunde war es dort immer sehr leer. Am Pool standen Liegestühle in ausreichender Anzahl zur Verfügung. Eine "Reservierung" noch vor Sonnenaufgang war nicht notwendig. Auflagen gab es keine. Handtücher zum Baden auch nicht. Wer keine eigenen mithatte, der Supermarkt war darauf eingerichtet. Das Wasser war etwas salzig, obwohl es ein Süßwasserpool sein sollte. Am Strand war zeitiges Erscheinen notwendig, sonst waren die Liegen "reserviert". Die Sonnenschirme waren etwas wenig. Wer keinen hatte konnte aber am Strand unter so manchen Baum ausweichen. Das Wasser war in Ordnung.
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Familie |
| Dauer: | 1 Woche im Juli 2010 |
| Reisegrund: | Strand |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Thomas |
| Alter: | 46-50 |
| Bewertungen: | 14 |

