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Carsten (46-50)
DeutschlandAus Deutschland
Verreist als Paar • Dezember 2009 • 2 Wochen • Strand
Dschungelcamp
5,8 / 6

Allgemein

Die Hotelanlage besteht aus insgesamt vier Komplexen, wobei sich jeweils zwei Komplexe ein Hauptgebäude teilen: das Kantenah mit dem Colonial sowie das White Sand mit dem Riviera. Hier befinden sich die Lobbys, die Buffet- und à la carte-Restaurants sowie diverse Geschäfte (Souvenirs, Bekleidung, Kosmetika, Fotoladen usw.). Sämtliche Einrichtungen der Hotelanlage können - bis auf die der "Royal Suites" - von allen Gästen genutzt werden. Der Komplex "Kantenah/Colonial" ist in einen naturbelassenen Mangrovenwald eingebettet, der von zahlreichen Wegen und Holzstegen durchzogen wird. Die Gäste wohnen in dreigeschossigen "Villas" mit jeweils zwei Eingängen und zweimal 18 Zimmern. Die Gebäude sind in einem tadellosen Zustand und in der obersten Etage schaut man über den Mangrovenwald hinaus zum Meer. Alle Einrichtungen sind barrierefrei zu erreichen. Die Holzstege sind jedoch mit Stufen versehen und somit nicht für jeden zugänglich. Alternative Routen sind aber vorgesehen. Im Übrigen wird das gesamte Palladium-Gelände von Bimmelbahnen und Elektrokarren befahren. Auf den Hauptrouten gibt es feste Haltestellen. Auch eine Abholung und Bringdienst sind möglich. Kostet nichts, doch Trinkgelder sind (wie auch bei den stets freundlichen und fixen Zimmermädchen, Kellnerinnen, Kellnern und beim Barpersonal) immer willkommen. Alle Einrichtungen sind jedoch auch gut zu Fuß gut zu erreichen. Es fiel schon sehr auf, dass überall und ständig gefegt, geputzt und gereinigt wurde. Schmuddelige Toiletten haben wir nie angetroffen. Auch gibt es zahlreiche Gärtner, die alle Grünanlagen und die exotische Pflanzenwelt pflegten. Zahlreiche Tiere sind auf dem Gelände ebenfalls auszumachen. Neben diversen Vögeln lassen sich auch typische Urwaldbewohner, wie z. B. kleine Nager entdecken. Leguane, die sich in der Sonne wärmen, sieht man fast überall. Ein wenig Zoo-Charakter findet man bei den diversen Gehegen, in denen Flamingos oder Krokodile zu sehen sind. Einen Zugang zu den Gästepools haben die Krokodile jedoch nicht und die Zäune machten einen sicheren Eindruck ;-) Etwa zwei bis drei Tage sollte man sich Zeit geben, um das Hotel zu verstehen. Dann erschließen sich die Wege zum Strand, zum Pool, zu den Bars und Restaurants. Am Tag der Ankunft, flugbedingt meist schon im Dunklen, wird die Orientierung etwas schwer sein. Es ist alles ausgeschildert, doch ist der eingebaute Kompass durch den langen Flug möglicherweise nicht mehr synchronisiert. Aber keine Angst, die Restaurants sind bis 22:30 Uhr offen. Die Hotelbetreiber haben sich ein ökologisches Konzept verordnet und betonen dies auch immer wieder in den Broschüren. In wie weit es einzuhalten ist, liegt auch ein bisschen am Gast selbst. Die größte und auch lauteste Fraktion des Publikums stellen US-Amerikaner und Kanadier. Auch spanisch wird häufiger wahrgenommen. Deutsche scheinen aber nun wegen sehr günstiger Angebote auf dem Vormarsch zu sein. Auch für einen Badeurlauber gibt es ein paar "musts". Sofern nicht schon gesehen, sind Ausflüge nach Tulum und Chichén Itzá Pflicht. Vor Ort kann es ein wenig voll werden, da schließlich alle dieser Empfehlung folgen. Auf Pyramiden klettern ist inzwischen tabu. Einzig in Cobá gibt es die Möglichkeit zu einer Besteigung. Wer eine deutsche Führung bevorzugt, sollte bei einem deutschen Reiseveranstalter buchen. Große Preisunterschiede zu anderen Veranstaltern konnten wir nicht feststellen. Etwa US$ 70 bis US$ 75 pro Person für die Standard-Ausflüge sollte man schon kalkulieren. Meist ist noch ein (belangloses) Mittagessen in einem Restaurant mit angeschlossenem Souvenirshop enthalten. Hier kann vorwiegend Mayakunst aus Fernost erworben werden. Gelegentlich sind bei genauer Untersuchung auch mexikanische Produkte auszumachen.


Zimmer
  • Sehr gut
  • Da gab es nichts auszusetzen. Da das Hotel nicht ganz ausgebucht war, gab es für die meisten Gäste ein Upgrade auf die Junior-Suite. Ein Zimmer, das zusätzlich mit einer Schlafcouch und einer Sitzgruppe ausgestattet war. Dazu kam dann noch eine Massagebadewanne. Neben einer Klimaanlage existierte auch ein Deckenventilator. Der Kühlschrank wurde jeden Tag mit dem aufgefüllt, was an Softdrinks und mexikanischem Bier fehlte. Auch wurden Tee und Kaffee für die Kaffeemaschine nachgelegt und frische Gläser bereitgestellt. Der Safe, ebenfalls im Preis enthalten, war sehr geräumig. Neben Barschaft und Unterlagen fanden auch zwei große Spiegelreflex-Kameras mit Objektiv und Handys Platz. Fernsehen, so denn es den sein muss, ist möglich. Auf deutsch gibt es nur Deutsche Welle TV.


    Restaurant & Bars
  • Sehr gut
  • Dem Thema Gastronomie könnte man sich liebend gerne über mehrere Seiten widmen. Das Essen ist wirklich klasse. Wie auch schon in anderen Bewertungen beschrieben, gibt es auf dem gesamten Palladium-Gelände neben den großen Buffet-Restaurants, Pool- und Strandbars, die acht à la carte-Restaurants und die Essenevents (z. B. "Moonlightbarbecue" am Strand). Wer das ganze rational angeht, hat so die Möglichkeit, sich während eines 14-tägigen Aufenthalts zumindest am Abend ohne Doublette lecker zu verköstigen. Dabei ist berücksichtigt, dass die Buffet-Restaurants an jedem Wochentag zum Abend ein anderes Thema haben (mexikanisch, Gala, asiatisch, usw.). Bestimmte Standards, wie z. B. Salate, Beilagen und Desserts gibt es aber jeden Tag. Die Auswahl ist schier unglaublich und durch die Bank von guter Qualität. Auch wer kein Fleisch oder keinen Fisch isst, wird eine reichliche Auswahl leckerer Sachen vorfinden. Diese Speisen sind mit einem "V" gekennzeichnet. Vorsicht, vereinzelt kann auch schon mal ein fleisch-/fisch-/huhnhaltiges Produkt vegetarisch gekennzeichnet sein. Überall gibt es aber kleine Aufsteller, die das jeweilige Essen mehrsprachig beschreiben. Das Deutsch ist zwar manchmal etwas holprig, aber mit etwas Phantasie leicht zu entschlüsseln. An mehreren Stellen wird frisch vor den Augen des Gastes gebrutzelt. An der Hauptbratstation werden verschiedene Fleisch- und Fischsorten zubereitet. Der Garpunkt wird dabei immer kontrolliert. Überhaupt sind Kontrollen im Palladium das "A und O". Ständig sind Köche aus der Küche damit beschäftigt, die Frische der Produkte am Buffet zu prüfen und sich leerende Schalen nachzufüllen. Weitere Kontrollinstanzen überwachen wiederum die Köche und die Kellnerinnen und Kellner. Alles sehr personalintensiv und qualitätsorientiert. Es passiert nur äußerst selten, dass mal etwas vermatscht aussieht. Der spanische Hauswein (rot, weiß und rosé) ist in Ordnung. Das Frühstück in den Buffetrestaurants bietet eine fast unerschöpfliche Auswahl an "normal“, warm und kalt, süß und pikant (Vorsicht! Den Zwiebeln sind Jalapeños untergemengt; scharfe Jalapeños!). Diverse Eierspeisen, Waffeln und Schmalzgebackenes werden frisch zubereitet. Die Nutella-Fraktion kommt ebenfalls voll auf ihre Kosten, die Müsli-Freaks müssen ein paar Abstriche (Auswahl eingeschränkt) machen und eben mehr Obst essen. Echtes Vollkornbrot darf man in Mexiko nicht erwarten. Säfte werden frisch gemixt, aber mit O-Saft gestreckt. Manchmal etwas zu süß. Kaffee und Tee werden am Tisch in XL-Tassen serviert. Wenn man möchte auch Capuccino, Espresso usw. (Automat steht auch zur Selbstbedienung am Buffet). Der spanische Rosé-Sekt(!) - nicht Schaumwein! - war als morgendlicher "Kreislauftropfen" gar nicht übel. Mittags laden neben den Buffet-Restaurants die Pool- und Strandbars zum Snack oder ausgiebigen Essen. Teilweise mit Speisen vom Buffet, Showcooking und auch à la carte. An den Strandbars kann den ganzen Tag gegessen werden, an ausgewählten Stellen auch die ganze Nacht. Wegen Verletzungsgefahr gibt es in den Bars in Strandnähe nur Plastikteller, -becher und -besteck. Eine Empfehlung sind die à la carte-Restaurants am Abend. Jedes der acht Restaurants verfolgt ein eigenes Konzept. Hier sollte man sich einfach überraschen lassen. Fast überall kann man aber bis zu fünf Gänge in Anspruch nehmen - wenn man das schafft. Geht man zur Primetime essen, kann es schon mal etwas dauern, bis einem Einlass gewährt wird. Ist die Wartezeit etwas länger (max. 45 Minuten), vertreibt man sich die Zeit an der Bar im Restaurant oder in der Lobbybar. Der Service in den Restaurants ist ausgesprochen gut. Ein(e) Kellner(in) stellt sich vor und betreut den ganzen Abend. Wurde man auf der Speisekarte einmal nicht fündig, erwies sich die Küche als außerordentlich flexibel und bereitete etwas nach Wunsch. Die Präsentation auf dem Teller bietet auch dem Auge etwas. Eine "Veggiekarte" gab es überall. Neben Hauswein werden auch Flaschenweine angeboten, die jedoch nicht im AI-Angebot enthalten sind. Hier kann es dann teuer werden. Die billigste Flasche fängt bei ca. 15 Euro an. 75 Euro sind aber auch kein Problem. Der Dress-Code für die à la carte-Restaurants schreibt den Herren lange Hosen vor und verbietet T-Shirts ohne Ärmel. In den Buffets-Restaurants gibt es keine Beschränkungen. Vorwiegend amerikanische Gäste (vor allem die Jungs) stürmen das Buffet auch gerne im Strand-Outfit. Passt nicht so richtig. Aber ich will an dieser Stelle nicht die Gäste bewerten, sondern das Hotel. Vielleicht eines noch: Die Amerikaner sind an ihren meist bunten "Mugs" zu erkennen. Riesige Thermobecher (0,5 - 2 L), die am Körper angewachsen sein müssen und vom Frühstück bis zum Mitternachtsimbiss mit diversen Flüssigkeiten (vorzugsweise alloholhaltigen Getränken) gefüllt werden. Die Bars sind recht passabel sortiert und bieten fast ausschließlich Markenware. Alle Softdrinks, Cocktails, Bier, Sekt, Wein und sonstiges Hartgas sind all inclusive.


    Service
  • Sehr gut
  • Das Hotel war nicht voll, es gab Spitzen, zu denen mal mehr Gäste im Haus waren. Niemals aber hatten wir den Eindruck, dass die Qualität des Services vom Belegungsgrad abhängig war. Das Einchecken war in knapp fünf Minuten erledigt. Das AI-Bänchen angetackert, und schon hatte der Bell-Boy die Koffer auf die Elektrokarre geladen. Ein wenig später standen wir schon im Zimmer. Deutsch spricht man im Hotel (noch) nicht so gut. Ein paar Brocken englisch oder spanisch reichen aber aus, um sich zu verständigen. Das gesamte Personal war durch die Bank sehr freundlich. Mitteilungen durch die Reiseleitung wurden prompt per Boten und Briefumschlag weitergegeben. Telefonkarten gibt es an Automaten in den Lobbys.


    Lage & Umgebung
  • Gut
  • Das Ressort Palladium mit Kantenah und Colonial bedeckt lt. Hotelkatalog eine Fläche von ca. 700.000 qm, was einer Fläche von etwa 70 Fußballplätzen entspricht. Der Weg von den Lobbys zur Hauptstraße beträgt nur knappe 50 m. So ist man schnell bei den häufig (alle paar Minuten, je nach Tageszeit) zwischen Tulum und Playa del Carmen verkehrenden Collectivos. Eine Art Sammeltaxi zum Discountpreis. Vom Hotel nach Playa del Carmen zahlen 2 Personen 50 Pesos pro Strecke. Das macht hin und zurück für beide zusammen knapp 5 Euro. Wer bummeln oder etwas shoppen will, sollte nach Playa del Carmen fahren. Auch wer mehr Halligalli sucht, sollte sich auf den Weg dorthin machen. Die Hotelanlage selbst ist ein großes, aber abgeschlossenes Gebiet. Es folgt Urwald oder Strand und irgendwann die nächste Hotelanlage.


    Aktivitäten
  • Sehr gut
  • Beliebte Aktivitäten

    • Strand

    Am Hauptpool findet die Bespaßung der Urlauber statt. Neben Spielen und Sport treten auch immer wieder einheimische Bands und Gruppen auf und bieten Live-Musik (Rock-Pop-Folklore). In einigen Bereichen ist die akustische Berieselung relativ laut. Wer etwas mehr Ruhe will, weicht auf die anderen Pools aus oder begibt sich zum Strand. Der Strand bietet ausreichen Platz, Liegen und Sonnenschirme. Jeder sollte hier ein "ruhiges" Plätzchen für sich finden. Im Bereich der Strandbar wird gerne und häufig Volleyball gespielt. Das Wassersportangebot (Schnorcheln, Tret- und Segelboote, Surfbretter) ist ebenfalls im Preis enthalten. Lediglich bei Aktivitäten in Verbindung mit einem Motorwasserfahrzeug (Jet-Ski, Fahrt zu einer Tauch-Basis etc.), zahlt man drauf. Extra-Tipp: Unbedingt sollte man sich Taucherbrille und Flossen ausleihen. Auch wer noch nie geschnorchelt hat, sollte sich dieses Erlebnis nicht entgehen lassen. Schon im hüfthohen Wasser lassen sich exotische Rifffische beobachten, wie man sie sonst bei uns nur aus Zooaquarien kennt. Abends finden auf den Bühnen in den Lobbys Shows statt, die von den Animateuren und externen Künstlern und Artisten bestritten werden. Nicht immer trifft man jeden Geschmack, doch muss man neidlos anerkennen, dass alles mit großer Professionalität durchgeführt wurde. Will man abends nur noch einen leckeren Cocktail trinken, wechselt man die Bar und wird von einem Solokünstler musikalisch beschallt. Mal dezent, aber auch mal etwas lauter und härter. Wem es nicht gefällt, der zieht einfach weiter. Die Auswahl lässt es ja zu. Nicht unerwähnt soll das SPA bleiben. Es liegt etwa auf der Mitte zwischen den Komplexen Kantenah/Colonial und White Sand/Riviera. Der Fitnessbereich ist für eine Hotelanlage sehr gut. Es gibt zahlreiche Geräte (Cardio und Kraft), die während unseres Aufenthaltes alle funktionierten und auch gepflegt wurden. Wer sich auskennt und Erfahrung hat, kommt hier prima zurecht. Frische Handtücher liegen aus und auch Getränke in Form kalter Tees und Wasser stehen zur Verfügung. Im SPA einschließlich des Bade-/Pool-Bereichs geht es ruhig zu, Alkohol und Unterhaltung gibt es nicht. Zahlreiche Einrichtungen (Saunen, Whirlpools, Schwallduschen ...), ebenfalls AI, laden zur Entspannung ein. Einen Tag oder Nachmittag sollte man sich unbedingt gönnen. Aufpreise sind für persönliche Entspannungsmaßnahmen wie Kosmetik und Massageanwendungen fällig. Hier entspricht das Angebot bekannten Konditionen bei uns. Etwa 70 bis 100 US$, je nach Art, Intensität und Dauer sollte man für eine Anwendung einplanen. Der Handtuchtausch (gegen Gästekarte oder benutzt gegen frisch) ist auch im SPA möglich. In der Nähe gibt es einen Sportplatz, Tennisplätze und einen Minigolfplatz. Der letzt genannte war nicht der ganz große Hit. Lag dazu noch etwas im Gebüsch und Spieler und Mücken kämpften um die Vorherrschaft.


    Preis-Leistung
  • Sehr gut

  • Infos zur Reise
    Verreist als:Paar
    Dauer:2 Wochen im Dezember 2009
    Reisegrund:Strand
    Infos zum Bewerter
    Vorname:Carsten
    Alter:46-50
    Bewertungen:4