Die gesamte Anlage besteht aus 5 verschiedenen Hotelkomplexen (Kantenah, Colonial, White Sands, Riviera, Royal Suites) und ist daher sehr groß. In der Anlage fährt zu nicht genau festgeslegten Zeiten eine kleine Bummel-Bahn, die man kostenlos nutzen kann, so dass "fußfaule" Gäste auch nicht weit laufen müssen. Aber wenn man Zeit hat, schafft man auch alles zu Fuß und trifft dann auch immer wieder auf verschiedenste Tiere. Verlaufen kann man sich teilweise schon auch mal, aber nach ein paar Tagen hat man dann schon die notwendige Orientierung. Die Anlage besteht aus einzelnen Gebäudekomplexen, die jeweils ca. 30-40 Zimmer in drei Etagen haben. Wir waren im Kantenah untergebracht und man muss ganz klar sagen, dass dieser Komplex keine fünf Sterne verdient. Die anderen Komplexe können wir nicht beurteilen, müssten aber eigentlich schon besser sein, da sie ja auch teurer bei der Buchung gewesen wären. Das Einchecken war schon total unpersönlich. Wir waren nur drei Pärchen, die angekommen sind und trotzdem mussten wir an der Rezeption lange warten, da die Angestellten erst mal ewig rumtelefonierten und sich für uns nicht interessierten. Dann wurden uns zwei Zettel zum Ausfüllen gegeben und ein Übersichtsplan für das Hotel und das war es dann auch. Unprofessionell und unpersönlich. Wir haben mal zufällig ein Einchecken im White Sands mitbekommen, da haben die Gäste gleich mal einen Begrüßungscocktail bekommen, wurden an einem separaten Tischchen in Empfang genommen und wurden richtig herzlich begrüßt. Im Rahmen des All Inclusive kann man aber zum Glück so gut wie alles in der gesamten Anlage nutzen und musste sich dann ja nicht immer im Kantenah aufhalten. Die Gäste waren überwiegend aus Canada und den USA, teilweise aus Russland und der Rest aus verschiedensten europäischen Ländern. Bunt gemischt, aber alle sehr nett und unproblematisch. In der ganzen Anlage gibt es mehrere Geldautomaten (welche die US$ auszahlen, andere zahlen nur Pesos aus), so dass man eigentlich in Deutschland kein Geld wechseln sollte. Kreditkarte reicht überall und Bargeld für Trinkgeld kann man sich am Automaten holen. Wir waren vom 24. November ab für 14 Tage und hatten ein sehr durchwachsenes Wetter. Es war zwar immer warm, aber zwei Tage hat es durchgehend geregnet und 5 Tage war es total bewölkt. Moskitos waren eine Plage und in der Dämmerung oder Abends hält man es ohne Mückenschutz draußen nicht aus! Resümee: Es ist eine schöne Anlage und es wird sehr viel geboten, aber man muss ganz klar sagen, dass fünf Sterne für den Bereich Kantenah nicht angemessen sind. Ein Upgrade wäre natürlich jederzeit möglich gewesen, aber nochmals Geld hinzulegen wollten wir dann auch nicht. Wer mit der Erwartung von 4 Sternen dorthin fährt, kann sich über nichts beklagen. Preis-/Leistung war voll o. k. und es war ein schöner Urlaub für uns.
Wir hatten ein ganz normales Zimmer im Kantenah. Ich habe bei der Buchung gleich noch eine Email ans Hotel geschrieben bzgl. eines Zimmerwunsches. Dies hat allerdings keinen interessiert und wir waren mitten im Dschungel. Allerdings muss man sagen, dass alle Zimmer im Kantenah sehr stark vom Dschungel umgeben sind und man auch in der 3. Etage keinen Meerblick hat. Die Zimmergröße war ganz normal. Die Möbel waren allerdings auch schon in die Jahre gekommen und an der Wand waren schon deutlich Abnutzspuren zu erkennen. TV, Klima, Ventilator, Fön, Minibar (Softdrinks und Bier), Kaffeemaschine, Safe alles vorhanden, funktionstüchtig und inclusive. Alle Zimmer haben einen Balkon und ein Moskitonetz an der Balkontür. Dieses funktionierte bei uns nicht so gut, aber das hat auch keinen interessiert und das Zimmermädchen hat das Moskitonetz einfach offen gelassen, wenn es wieder mal gehakt hat. Bad war sauber und keine Schimmelfugen, allerdings keine tolle Verarbeitung.
Essen gab es in Hülle und Fülle und bestimmt auch für jeden etwas. Es gab drei Buffet-Restaurants (Früh, Mittag und Abend), zwei Pool-Restaurants (Mittag) und acht A-La-Carte-Restaurants (Abends). Man konnte alle Restaurants so oft nutzen wie man wollte und das Essen war überall sehr gut. In den Buffet-Restaurant war jeden Abend ein anderer Motto-Abend (mexikanisch, französich, asiatisch, etc.). Aber es gab auch immer Pizza, Pasta, frisch gegrilltes Hähnchen-/Rindfleisch oder Fisch (drei verschiedene). Also da hat wirklich selbts der wählerischte Mensch etwas gefunden. Desserts und Obst gab es auch immer in Übermengen. Man sollte aber auch auf jeden Fall die A-La-Carte-Restaurants nutzen. Hier muss man keine Reservierung machen, sondern einfach kommen und hoffen, dass noch ein Tisch frei ist. So bis 19.30 Uhr bekamen wir immer einen freien Tisch, danach war dann leider immer schon alles voll. Wir haben sechs von den A-La-Carte-Restaurants ausprobiert und am besten hat es uns im Rodizio (brasilianisch) und im Portofino (italienisch) geschmeckt. In diesen Restaurants haben sie immer ein Salatbuffet und man bestellt nach Karte (gibts auch auf Deutsch) Vorspeise und Hauptgang. Desserts fahren sie in einem Wägelchen vor zum Anschauen und man kann dann aussuchen was man will. Bars gab es an jeder Ecke im Hotel, laut Plan 18 Stück. Da musste keiner verdursten. Getränke waren aber typisch für die Karibik extrem süß! Einfach sagen "not so sweet" und schon klappt es. Qualität und Quantität vom Essen und Trinken einwandfrei. Aber: in den Buffet-Restaurants gab es abends schon auch mal bloß Papier-Servietten (war nur so im Kantenah-Bereich) und die Tischdecken waren teilweise unter aller Kanone. Hier konnte man keine 5-Sterne erkennen. Im Tikal und La Hacienda Buffet-Restaurant war immer total viel los und es war immer sehr laut. Einfach ins Kabah (White Sand) gehen, da war es immer sauber, wenig Gäste und einfach ruhiger. Trinkgelder sind natürlich immer gern gesehen, aber da man täglich einen anderen Sitzplatz hat, ist es schwer zu entscheiden, wem man was geben will.
Der Service war nicht schlecht, hat einem aber nicht vom Hocker gehauen. Das Personal war stets freundlich, aber mit Englisch konnten sie nichts anfangen. Getränkebestellungen nach Karte waren kein Problem, aber einfache Abweichungen haben sie auf Englisch nicht verstanden. Aber nach ein paar Tagen kann man selbst ein paar Brocken Spanisch und mit Händen und Füßen haben wir immer bekommen was wir wollten. Die Zimmerreinigung war standard. Man konnte auf Wunsch jeden Tag frische Handtücher haben und Bettwäsche wurde jeden zweiten Tag gewechselt. Sand lag schon mal zwei Tage an der selben Stelle im Zimmer. Wir wollten mal an der Rezeption einen 50.- US$-Schein in kleine US-Scheine gewechselt haben. Das war angeblich nicht möglich. Man konnte nur in Pesos wechseln, was schon komisch war. Die ganzen US-Amerikaner und die Canadier haben alles in US$ bezahlt und dann waren im ganzen Hotel keine US$ aufzutreiben. Die wollten einfach, dass man wieder in Pesos wechselt, da sie einem natürlich einen schlechteren Kurs geben.
Die Entfernung zum Flughafen beträgt ca. 100 km. Unser Transport hat ca. 2 Stunden gedauert, da natürlich mehrere Hotels angefahren wurden und es sich somit ganz schön gezogen hat. Vorallem wenn man einen Hinflug von 12 Stunden hinter sich hat, nervt es dann schon, wenn man noch ewig rumkutschiert wird und man nicht mal was sieht, weil es ja schon so früh dunkel wird und unser Flug so gegen 17.00 Uhr gelandet ist. Da war es schon stockdunkel. Man sollte sich aber nicht von der Entfernung zum Flughafen abschrecken lassen, denn der tolle Strand entschädigt einen dafür dann und Ausflüge können auch in der näheren Umgebung gemacht werden. Der nächte Ort Playa del Carmen war mit dem öffentlichen Bus (Collectivo, hält direkt an der Hauptstraße vor dem Hotel bei der gelben Bushaltestelle) in ca. 25 Minuten zu erreichen. Taxi wäre natürlich schneller gegangen, aber das Busfahren klaptte echt super und ist total günstig. Einfache Fahrt pro Person 60 Pesos (ca. 3 Euro). Keine Angst, dass man bei der Rückfahrt den falschen Bus erwischen könnte. Die sind dort total gut organisiert und sehen sofort an den All Inclusive-Bändern in welches Hotel man will und schicken einem dann schon zum Bus. Ausflüge kann man natürlich wie immer bei den Reiseveranstaltern im Hotel buchen. Aber billiger gehts, wenn man selbst einfach mit dem Bus fährt. Xel-Ha, Tulum, Playa del Carmen, XCaret, Akumal, Rio Secreto, Xplor, etc. ist alles per Bus zu erreichen. Fahrzeit maximal 30 Minuten und die Busse fahren echt in kurzen Abständen. Wir mussten höchstens mal 10 Minuten auf einen warten. Shopping und mexikanisches Nightlife kann man in Playa del Carmen haben. Der Strand am Hotel war sehr schön, wobei der beste Abschnitt beim Kantenah liegt. Hier gibt es auch einen extra Bereich für die Royal Gäste, die per Golf-Caddy gefahren werden. Das Wasser war schön warm und sauber, allerdings teilweise mit Steinen/Korallen, so dass man evtl. doch Badeschuhe mitnehmen sollte, vor allem wenn man surfen gehen will. So richtig schwimmen kann man nur eingeschränkt, da das Wasser nur sehr leicht abfällt und man bald auf die Korallen trifft.
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Sämtliche nicht-motorisierten Sportarten waren inclusive. Leider war die Mini-Golf-Anlage und die Bahnen für Shuffel-Board schon sehr schäbig und bedürften dringendst einer Erneuerung. Geräteverleih klappt super. Wassersport war einfach zu wenig da für die Anzahl der Gäste. Surfen und Katamaran musste man immer zwei/drei Tage vorher reservieren, da die Nachfrage so groß war. Strand war schön und Liegen gabs zu jeder Tageszeit. Der Strand wurde immer sauber gehalten. Handtücher gabs immer in unmittelbarer Strandnähe und auch Duschen und Toiletten waren genügend in Strandnähe vorhanden. Keine Reservierung notwendig! 6 Pools vorhanden, sauber und teils wenig frequentiert. Schatten konnte man unter Palmen oder separaten palmenwedelt-gedeckten Sonnenschirmen finden (war auch nie ein Problem). Internetzugang über W-Lan in allen Lobbies kostenlos und problemlos. Wichtig: abends unbedingt mal den Spa-Bereich aufsuchen. Diesen kann man auch kostenlos nutzen (Massagen natürlich gegen Gebühr). Sauna, Dampfbad und verschiedene Whirlpools stehen zur Verfügung und sind ganz angenehm, um die Zeit vor dem Abendessen zu verbingen, weil es ja immer schon so bald dunkel wird. Fitness-Center ist auch kostenlos und angeblich das Beste an der Playa Maya. Ausstattung nicht schlecht und zweckmäßig, aber nicht mit Deutschland zu vergleichen. Andrang nicht sehr groß. Animation täglich ab 10.00 Uhr aber nur in spanisch und englisch. Man bekommt sogar einen Wochenplan, damit man über alle Aktivitäten Bescheid weiß.

